Dr. Daniel Volk (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Dr. Daniel Volk
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Selbständiger Rechtsanwalt
Wohnort
-
Wahlkreis
München-Nord
Ergebnis
4,9%
Landeslistenplatz
11, Bayern
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Frage zum Thema Bürgerrechte
05.08.2005
Von:
M

Sehr geehrter Herr Dr Volk,

Als langjähriger Grünwähler stehe ich vor der schweren Entscheidung wen ich dieses Mal wählen soll.
Mein größtes Problem ist die Tatsache daß rot-grün in den letzen Jahren sehr positive Schwulenpolitik betrieben hat (Partnerschaftsgesetz uä) während der "natürlich" Koalitionspartner der Liberalen (CDU/CSU) in diesem Gebiet eher ultrakonservative Denkweisen an den Tag gelegt hat.
Nachdem bei einem Regierungswechsel ihre Partei vermutlich in einer Koalition landen würde, hätte ich doch gerne gewußt in wie weit die FDP, die auf dem Papier eine durchaus akzeptable Position zu Schwulenrechten aufweisen kann, einen Regreß durch die stärkere CDU/CSU zu verhindern gedenkt?
Vielen Dank
mfG
M
Antwort von Dr. Daniel Volk
bisher keineEmpfehlungen
28.08.2005
Dr. Daniel Volk
Sehr geehrter Herr ,

Rot-Grün konnte diese Politik Anfang diesen Jahres nur mit Hilfe der FDP fortsetzen, als sich die FDP für die Zustimmung im Bundesrat zum "Nachbesserungsgesetz" der Regierung einsetzte und durch Enthaltung schwarz-gelb geführter Bundesländer das Gesetz den Bundesrat passieren konnte. Sie sehen, die FDP hat nicht nur auf dem Papier gute Positionen, sie setzt sie auch in die Praxis um. Auch in einer schwarz-gelben Koalition werden dafür alles tun. Klar ist aber auch: Je mehr Stimmengewicht die FDP in die Koalition einbringen kann, desto deutlicher können wir auch unsere Stimme durchsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Volk
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Frage zum Thema Bürgerrechte
14.08.2005
Von:

Sehr geehrte/ Kandidat/in,

ich möchte Sie mit einem auf dem ersten Blick regionalem, auf dem zweiten Blick aber nationalem Problem vertraut machen und Ihnen dazu einige Fragen stellen. Möglicherweise ist Ihnen das Problem bekannt.

Es geht um das so genannte "Bombodrom". Auf einem ehemals sowjetischen Truppenübungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide (100 km nördlich von Berlin) möchte das Verteidigungsministerium seit dem Jahre 1992 den größten Luft- Boden- Schießplatz (144 qkm) Europas einrichten. Geplant von der Bundeswehr sind bis zu 1700 Übungseinsätze jährlich, hinzukommen möglicherweise Übungseinsätze der Nato-Partner. Diese Einsätze bedeuten mehrmaliges Überfliegen (Tiefflüge unter 300 m, im Zielgebiet bis 30 m) des Müritz-Nationalparkes und anderer Naturschutzgebiete. Die Menschen in der Region kämpfen seit Beginn der Pläne dagegen und fürchten um ca. 2000!! Arbeitsplätze in der Tourismusbranche (Aussage der IHK zu Neubrandenburg). Viele Investoren stehen vor der Tür und möchten in den Tourismus investieren, warten aber eine endgültige Entscheidung der Gerichte und/oder Politik ab. In der Länderübergreifenden Region ist der Tourismus die einzige Branche mit positiven Erfolgsaussichten für die Entwicklung der Region und dem Arbeitsmarkt. Der Senat von Berlin sowie die Landesregierungen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben sich für eine zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide ausgesprochen. Der militärische Nutzen des Boden-Luft-Schießplatzes wird mittlerweile selbst von Militärfachleuten in Frage gestellt. Weitere Informationen finden Sie unter www.freier-himmel.de oder www.freie-heide.de .

Nun meine Fragen:

1.) Wie würden Sie bei einer Endscheidung im Bundestag entscheiden, für die zivile oder militärische Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide?
2.) Würden Sie sich der Meinung Ihrer Fraktion anschließen oder einzig Ihrem Gewissen bei dieser Entscheidung folgen?
3.) Wenn Sie sich für die militärische Nutzung entscheiden würden, könnten Sie bei dem Gedanken, mehr als 2000 Arbeitsplätze vernichtet zu haben, ruhig schlafen?
4.) Können Sie angesichts der hohen Kosten die Verantwortung für den noch jahrelangen Gerichtstreit übernehmen?
5.) Wenn Sie sich für die zivile Nutzung aussprechen, wie wollen Sie den 13 Jahre langen Protest der Bürger in der Region unterstützen?
6.) Nehmen Sie den größten Bürgerprotest in der Bundesrepublik Deutschland ernst?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Daniel Volk
bisher keineEmpfehlungen
28.08.2005
Dr. Daniel Volk
Sehr geehrter Herr ,

ich würde in dieser Frage abwägen zwischen den regionalen Interessen der Bewohner vor Ort und dem nationalen Interesse der Unterstützung der Landesverteidigung. In diese Abwägung müssten sämtliche Aspekte, auch die Ihrerseits genannten einfließen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Volk
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Frage zum Thema Bürgerrechte
28.08.2005
Von:

Guten Tag,

wie können wir die Europäische Demokratie als Unionsbürger aufbauen, wenn Deutschland wieder anfängt an Patriotische Amnesie zu leiden ?

Mit freundlichen Grüssen,
Antwort von Dr. Daniel Volk
1Empfehlung
29.08.2005
Dr. Daniel Volk
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage unterstellt eine "patriotische Amnesie" in Deutschland, die ich nicht feststellen kann. Im übrigen bin ich aber ein leidenschaftlicher Kämpfer für Demokratie, auch auf europäischer Ebene.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Volk
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Frage zum Thema Verteidigung
29.08.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Volk,

Mich interessiert insbesondere Ihre Einstellung zur Radarproblematik.Die derzeitige Bundesregierung hat bis jetzt nur auf Druck der geschädigten Radaropferun, zu denen mein verstorbener Vater auch zaehlt, reagiert und die Radarkommision ins Leben gerufen. Deren Empfehlungen sollten 1:1 umgesetzt, was aber leider in Wirklichkeit nicht der Fall ist.
Wie stehen Sie zu der Frage der Entschädigung für Bundeswehrangehörige, die im Dienst am Vaterland, ihre Gesundheit und damit auch die ihrer Nachkommen, aufs Spiel gesetzt haben? Wie stehen Sie zu der Lösung,eine Stiftung ins Leben zu rufen, mit der den Betroffenen rasch und unbürokratisch geholfen werden kann ?
nur kurz zur Person meines Vaters:
von 1958-1963 als Radar-Operator taetig, davon die laengste Zeit in Freising. Dort verrichteten die Soldaten ihren Dienst in Zelten (danach waren es abgeschirmte Bunker)ohne jeden Strahlenschutz und waren sogar taeglich auch noch der hoch radioaktiven Leuchtfarbe ausgesetzt. Naehere Details erhalten Sie auch ueber den Radarbund. Vor seiner Dienstzeit war er vollkommen gesund (durch Musterungstersuchung belegbar) Schon waehrend seiner Dienstzeit hatte mein Vater schwere Erkrankungen der Augen, Lunge, danach Darmaerkrankungen, vegetative Dystonie,Zahnausfall,Herz-Kreislaufprobleme,dann OP an der Lunge, 3 Monate spaeter verstarb er auf Kur (mit nur 34 Jahren).Selbst einenRadarunfall hat er erleiden muessen. Trotz alledem werden Antraege weiter abgelehnt. Selbst die mobilen Radaratennen waren so eingestellt, dass auf die Operator-Zelte die volle Radarkeule traf. Es war an der Tagesordnung, dass die Soldaten Sperlinge vor den Zelten aufsammelten, die nachdem sie zu lange auf dem Zeltdach sassen, tot zu Boden fielen. Fuer die Soldaten soll diese Strahlung aber ungefaehrlich gewesen sein ? Wir Kinder leiden unter den Genschaeden unserer Vaeter.
Bitte um kurze Stellungnahme
mfg

(werde Antw. dem Radarbund zur Verfuegung stellen)
Antwort von Dr. Daniel Volk
1Empfehlung
08.09.2005
Dr. Daniel Volk
Sehr geehrte Frau ,

ich komme Ihrer Bitte um eine kurze Stellungnahme gerne dahingehend nach, dass ich eine Entschädigung für Staatsdiener, die in ihrem Dienst nachweislich Gesundheitsschäden erlitten haben, für eine Selbstverständlichkeit halte. Für eine solche Entschädigung würde ich mich jederzeit einsetzen, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Kauslität auch im Einzelfall nachgewiesen ist.

Mit den besten Grüßen

Dr. Daniel Volk
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Frage zum Thema Rente
04.09.2005
Von:

Bundestagsabgeordnete erhalten eine Diät von ca. 7000 Euro im Monat. Rentenbeiträge werden davon nicht gezahlt. Aber die Rentenkasse wird von Ihnen geplündert. Sie haben wärend ihrer Tätigkeit für den Staat keine Beiträge in die Rentenkasse geleistet aber kassieren später kräftig ab. Hier ein Beispiel: Carsten Schneider 29 SPD hat einen Anspruch ab 65 von 1682 Euro bei einer Amtszeit von gerade mal 7 Jahren.
Ein Durchschnittsverdiener muss für so einen hohen Rentenanspruch 64 Jahre arbeiten.

Wie werden Sie dieses Missverhältniss ändern?
Antwort von Dr. Daniel Volk
bisher keineEmpfehlungen
11.09.2005
Dr. Daniel Volk
Sehr geehrte Frau ,

Ihre Frage hat genauer betrachtet zwei Aspekte: Einerseits die Altersversorgung für Bundestagsabgeordnete - diese will die FDP zukünftig umstellen, nämlich dass jeder Abgeordnete selbst für seine Altersversorgung sorgt und eben nicht eine staatliche Alimentierung erhält.
Der zweite Aspekt betrifft Ihren Vorwurf, dass die Abgeordneten die Rentenkassen geplündert hätten - unabhängig davon, ob dieser Vorwurf zutreffend ist oder nicht: die beste Garantie, dass die Politik die Rentenversicherungen nicht "plündern" kann, ist eine Umstellung der gesetzlichen Rentenversicherung in eine private Versicherung, denn auf diese hat der Staat keinen Zugriff. Nicht zuletzt deshalb setzt sich die FDP für die Stärkung der privaten Altersvorsorge ein.

Mit den besten Grüßen

Dr. Daniel Volk
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