Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Dr. Dagmar Enkelmann
Geburtstag
05.04.1956
Berufliche Qualifikation
Diplom-Historikerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Bernau bei Berlin
Wahlkreis
Märkisch-Oderland - Barnim II
Ergebnis
37,0%
Landeslistenplatz
1, Brandenburg
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(...) Nebeneinkünfte der Abgeordneten sollten in ihrer jeweiligen genauen Höhe ab einer Mindestgrenze veröffentlicht werden. DIE LINKE fordert auch ein grundsätzliches Verbot von Spenden an Abgeordnete. Das Konzept der LINKEN zu einer solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung bedeutet auch, dass Abgeordnete dann - wie alle anderen - in einer gesetzlichen Kasse versichert wären. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
30.05.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Enkelmann,

ich bin Schüler der 11ten Klasse in einer Gesamtschule (13 Jahre) in Brandenburg.
Seit einem Jahr gibt es eine neue GOst Verordnung die uns in Brandenburg im vergleich zu Berlin einige Nachteile bringt z.B haben wir 5 statt 2 Leistungskurse in denen wir Abiturprüfungen zu schreiben haben. Außerdem haben wir aufgrund der Anzahl der Leistungskurse nur 4 statt 5 Leistungskurse und schreiben trotzdem in einigen Leistungskursfächern das gleiche Abitur wie Berlin. Meine Frage an dieser Stelle ist sind sie der Meinung das das richtig so ist oder haben sie oder ihre Partei eventuell schon ein Konzept für ein bundesweites Abitur?

Im Vorraus dankend und mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Dagmar Enkelmann
bisher keineEmpfehlungen
07.06.2013
Dr. Dagmar Enkelmann
Sehr geehrter Herr ,

Ihre konkreten Probleme zu beurteilen, fällt mir - da Bildungsfragen vor allem Ländersache sind - auch als Brandenburger Bundestagsabgeordnete nicht ganz leicht. Nach meiner Kenntnis werden sich die Unterrichtsstrukturen in der Gymnasialen Oberstufe zwischen Berlin und Brandenburg künftig unterscheiden. Nach den bisherigen Planungen soll es einen Kern gemeinsamer Prüfungsaufgaben geben, der flankiert wird von länderspezifischen Aufgaben. Hier besteht ein Spielraum, den die Brandenburger Lehrkräfte sicher verantwortungsvoll zu nutzen haben.

Bei alldem dürfen die Brandenburger Schüler selbstverständlich nicht benachteiligt werden. In diesem Sinne werde ich mich auch, Ihre Anfrage aufgreifend, an das zuständige Landesministerium wenden.

Generell spricht sich DIE LINKE für die im vergangenen Herbst durch die Kultusministerkonferenz beschlossenen Standards für die allgemeine Hochschulreife aus. Diese Abitur-Standards definieren, über welche Kompetenzen Schüler am Ende der gymnasialen Oberstufe in bestimmten Fächern verfügen sollen. Auf diese Weise soll das Abitur vergleichbarer werden. Die Einführung der Bildungsstandards für das Abitur ist für das Schuljahr 2014/15 geplant. Ein Vorteil der Abitur-Standards besteht darin, dass sie Grundlage für ein ländergemeinsames Abitur sein können, da die Standards für alle Bundesländer verbindlich sind. So können Wechsel zwischen den Bundesländern erleichtert werden und die Gefahr, dass unterschiedliche Kompetenzniveaus Grundlage für das Bestehen des Abiturs in den Ländern sind, wird verringert.

Allerdings ist ein ländergemeinsames Abitur nicht mit einem Zentralabitur zu verwechseln. Das lehnt DIE LINKE ab. Wir wollen nicht, dass alle Schülerinnen und Schüler am selben Tag das gleiche Abitur schreiben. Es genügt - so wie die Abiturstandards auch konzipiert sind - dass für alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Kompetenzanforderungen gelten. Diese können aber durchaus durch unterschiedliche Aufgaben oder Inhalte geprüft werden. Dazu ist ein Zentralabitur nicht von Nöten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dagmar Enkelmann
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
08.06.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Enkelmann,

zu

www.abgeordnetenwatch.de

Vielen Dank für Ihre Antwort. Es ist richtig, dass man LÄNGERFRISTIG die Waffendiskussion nicht auf Drohnen verengen darf.

Daher bitte ich Sie, noch folgenden Plakatvorschlag an den Parteivorstand weiterzuleiten:

Statt Soldaten im Ausland mehr Geld für Kinder!

Darunter:

Ermöglicht ... zusätzliche Kitaplätze.

Können Ihre Fachleute die Höhe der Einsparung durch den Wegfall der Auslandseinsätze und die Zahl der zusätzlichen Kitaplätze ermitteln?

Stimmen wir darin überein, dass die praktischen(!) Auswirkungen von Steuergeldverschwendungen für Bevölkerungsgruppen sichtbar werden müssen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Dagmar Enkelmann
bisher keineEmpfehlungen
17.06.2013
Dr. Dagmar Enkelmann
Sehr geehrter Herr ,

nach den Angaben unserer Fachleute spielen bei den laufenden Kosten eines Kitaplatzes sehr viele Faktoren eine Rolle, so die Art der Gruppe, der Betreuungsumfang, die Öffnungszeiten, die Höhe der Sach- und Raumkosten und anderes mehr. Geht man z.B. von Tarifbindung, einem guten Betreuungsschlüssel, einer zehnstündigen Öffnungszeit, von Raumkosten in einem nicht überteuerten Ballungsraum sowie weiteren Qualitätsstandards aus, kostet ein Kitaplatz derzeit jährlich rund 12 000 Euro - bei steigender Tendenz. Die Neuerrichtung eines Kitaplatzes schlägt im Schnitt mit 41 000 Euro zu Buche.

Aus diesen Zahlen lassen sich verschiedene Angaben berechnen, wie viele Kitaplätze neu eingerichtet oder bestehende weiter finanziert werden könnten, wenn die Auslandseinsätze der Bundeswehr wegfielen. Deren Kosten liegen 2013 bei etwa 1,1 Milliarden Euro.

In diesem Sinne werde ich Ihren Plakat-Vorschlag an den Parteivorstand weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dagmar Enkelmann
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