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Sehr geehrte Frau Dr. Reimann,
in der Online-Ausgabe der "Neuen Braunschweiger" äußern Sie sich zum Thema elektronische Zigaretten. Dazu habe ich einige Fragen.
Sie sagen zu den für E-Zigaretten nötigen Liquids (Zitat) "So ein Zeug gehört in den Giftschrank." Wieso sollte "so ein Zeug" in den Giftschrank gehören, während die nachweislich deutlich gefährlicheren Tabakzigaretten recht frei erhältlich sind, unter anderem in Automaten an vielen Hauswänden?
Auf welche wissenschaftlichen Untersuchungen gründet sich so ein barsches Urteil von Ihnen?
Sie konstatieren weiterhin, es sei unklar, welche Stoffe nach dem Ausatmen in die Raumluft gelangen. Ist Ihnen nicht bekannt, dass die "E-Zigaretten" genannten Verdampfer rein physikalisch arbeiten, d.h. dass es bei der Benutzung - im Gegensatz zur Verbrennung bei der Tabakzigarette - zu keinerlei chemischen Reaktionen und damit keine Umwandlung von chemischen Stoffen in andere Stoffe kommt? Trivial ausgedrückt bedeutet das, dass bei der Benutzung einer E-Zigarette exakt die selben Stoffe ausgeatmet werden, die auch eingeatmet wurden! Bei diesen Stoffen handelt es sich um Propylenglykol (NICHT Polyethylenglycol!), Glycerin, zugelassene Lebensmittelaromen, ggf. Wasser und ggf. Nikotin in der Angabe mg/ml - nur zur Ihrer Information!
Ist Ihnen bekannt, dass Popylenglykol neben zahlreichen Verwendungen in Nahrungsmitteln, Kosmetika, Viehfutter etc. pp. auch als Hilfsstoff in Asthmasprays enthalten ist? Gehe ich Recht in der Annahme, dass man daher davon ausgehen darf, dass die Inhalation von Propylenglykol doch ausreichend untersucht sein müsste, da es sonst keine Zulassung als Inhaltsstoff solcher Medikamente bekommen hätte?
Sie halten laut o.g. Bericht E-Zigaretten für eine "Einstiegsdroge". Auf welchen wissenschaftlichen, speziell soziologischen und psychologischen Studien stützt sich diese Behauptung? Oder urteilen Sie hier "nach Bauchgefühl"?
Mit freundlichen Grüßen
