Dr. Angelica Schwall-Düren (SPD)
Abgeordnete Bundestag (ausgeschieden)

Grunddaten
Dr. Angelica Schwall-Düren
© spdfraktion.de
Geburtstag
16.07.1948
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien in NRW
Wohnort
Metelen
Wahlkreis
Coesfeld - Steinfurt II
Ergebnis
26,1%
Landeslistenplatz
2, Nordrhein-Westfalen
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(...) Die Kenntnis von den gefälschten griechischen Statistiken haben wir erst, seit die im Herbst 2009 gewählte griechische Regierung des Ministerpräsidenten Papandreou von sich aus die griechischen Statistiken korrigiert hat. Mit diesem Eingeständnis hat die Regierung Papandreou die seit Jahren bestehenden Vermutungen bestätigt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
12.02.2010
Von:

Welche ernstzunehmenden Anstrengungen werden eigentlich unternommen und wie setzen Sie sich ggf. dafür ein, dass sogenannte Gewinnversprechen unter 0900´ Rufnummern angepriesen werden? Verbraucherschutz und Privatsphäre sollte mehr Stellenwert bekommen. Ich bitte Sie sich dafür stark zu machen. Abzockern sollte man hier nicht das Spielfeld überlassen.

MFG
Rico
Antwort von Dr. Angelica Schwall-Düren
bisher keineEmpfehlungen
17.02.2010
Dr. Angelica Schwall-Düren
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Da ich nicht ganz sicher bin, ob Sie sich auf den Schutz von Kunden vor 0900-er Nummern oder den Schutz vor telefonischen Werbeaktionen (unter anderem über falsche Gewinnversprechen) beziehen, werde ich mich beiden Fragen kurz widmen.

Zu den 0900-er Nummern: Seit einer Gesetzesänderung der Großen Koalition aus dem Jahr 2007 ( § 66 Telekommunikationsgesetz) gilt eine Preisobergrenze von 3 Euro pro Gesprächsminute, nach spätestens einer Stunde wird das Gespräch automatisch getrennt. Zusätzlich ist der Anbieter verpflichtet, vor Beginn der Gebührenberechnung auf die Kosten hinzuweisen. Meiner Einschätzung nach hat der Gesetzgeber hier für Transparenz gesorgt, die vorgeschriebene 0900-er-Vorwahl macht es Verbrauchern außerdem leicht, die Wahl dieser Rufnummern zu sperren. Ein versehentlicher Anruf bei einer 0900er-Nummer kann somit ausgeschlossen werden. Außerdem sind die möglichen Kosten durch die Preisobergrenze beschränkt.
Zur telefonischen Werbung: Mit Wirkung zum 31.10.2009 hat die Große Koalition das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) noch einmal verschärft. Telefonwerbung von Firmen, mit denen Sie nicht in einer vertraglichen Beziehung stehen, sind verboten. Da durch die große Verfügbarkeit von Telefonnummern (zum Beispiel über das Telefonbuch oder das Internet) illegale Anrufe nicht generell ausgeschlossen werden können, haben Sie die Möglichkeit, einen Missbrauch bei der Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) zu melden.

Meiner Einschätzung nach ist die Gesetzeslage in beiden Fällen ausreichend. Falls Sie noch weiteren Handlungsbedarf sehen oder Rückfragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Angelica Schwall-Düren
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Frage zum Thema Finanzen
29.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Schwall-Düren,

den Medien habe ich entnommen, daß Griechenland für den Eintritt in den EURO-Raum fehlerhafte Zahlen vorgelegt hat.

Unter der Voraussetzung, daß diese Informationen zutreffend sind, bitte ich Sie um Mitteilung, ob die vorgelegten Zahlen geprüft worden sind und wer diese Zahlen geprüft hat.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Angelica Schwall-Düren
1Empfehlung
20.05.2010
Dr. Angelica Schwall-Düren
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 29. April 2010, in der Sie fragen, wer die Statistiken Griechenlands geprüft habe.

An der Prüfung der statistischen Indikatoren für die Finanzen und Wirtschaften der EU-Staaten sind das europäische Amt für Statistik, die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten der Europäischen Union beteiligt. Das war auch in der Vergangenheit der Fall.

Aufgrund der nationalen Souveränität der EU-Staaten müssen die genannten Institutionen weitgehend auf die von den nationalen Statistikämtern übermittelten Zahlen vertrauen. Der Nachweis falscher Zahlen war und ist schwierig, da es für jede Institution sehr aufwändig ist, eigene aggregierte Daten zu sammeln und zu bewerten. In der Vergangenheit sind weiterreichende Rechte der europäischen Statistikbehörde Eurostat auch am Widerstand Deutschlands gescheitert.

Die Kenntnis von den gefälschten griechischen Statistiken haben wir erst, seit die im Herbst 2009 gewählte griechische Regierung des Ministerpräsidenten Papandreou von sich aus die griechischen Statistiken korrigiert hat. Mit diesem Eingeständnis hat die Regierung Papandreou die seit Jahren bestehenden Vermutungen bestätigt. Allein dieser Schritt der griechischen Regierung verdient Anerkennung.

Die SPD setzt sich dafür ein, dass Eurostat und die EU weitergehende Rechte erhalten, um die Statistiken sowie die Finanz- und Wirtschaftspolitiken der EU-Staaten zu überwachen und Empfehlungen zu geben, damit eine Wiederholung der jüngsten Schuldenkrise frühzeitig vermieden werden kann.

Mit freundlichem Gruß


Angelica Schwall-Düren
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Frage zum Thema Finanzen
07.06.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Schwall-Düren,

ich habe heute mit Schrecken die Zeitung gelesen. Der Sparplan unserer Regierung geht wieder mal an die Normalverbraucher bzw. an die Armen.

Warum kürzt die Regierung nicht mal Ihre eigenen Diäten? Die Abgeordneten kassieren gute Diäten und noch Nebenverdienste durch Aufsichtsratsposten oder sie bekommen Geld wenn sie irgendwo eine Rede halten (siehe Peer Steinbrück). Und warum müssen die Superverdiener und Reichen nicht zahlen? Warum immer nur die Normalverbraucher und Armen? So wird die Kaufkraft noch mehr reduziert, weil die Normalverbraucher noch weniger in den Taschen haben.

Wäre es nicht besser, wieder mehr zu verstaatlichen? Durch die ganzen Privatisierungen ist Deutschland kaputt gegangen. Als noch alles staatlich war, ging es Deutschland nicht so schlecht wie heute.

Ich habe gewählt und gehofft, die Regierung wird was für das Volk tun, aber sie tun nur was für sich selber und die Reichen. Wie kann man das abändern?

Ich würde dies alles gerne mal der Kanzlerin sagen, aber ich weiß nicht wie. Gibt es eine Emailadresse, an die man der Kanzlerin schreiben kann?

Gruß

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Frage zum Thema Bildung und Forschung
09.07.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Schwall-Düren,

ich habe heute Morgen über die gestrige Abstimmung der Bundestagsfraktionen bezüglich der Besetzung des Stiftungsrates der "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung" sowie die damit verbundene kontroverse Wahl der Herren Hartmut Saenger und Arnold Tölg erfahren.

Ich möchte Sie deshalb fragen,
1) ob sich die Wahl der beiden BdV-Vertreter negativ auf die Stiftungsarbeit und die Glaubwürdigkeit der Stiftung auswirken könnte und wenn ja, wie?

2) ob Ihnen bekannt ist, wie die anderen neuen sechs ständigen Vertreter des BdV im Stiftungsrat zu den Ansichten und Äußerungen, die von den beiden Herren in der "Jungen Freiheit" bzw. in der "Preußischen Allgemeinen Zeitung" geäußert wurden, stehen?

3) ob Sie und eventuell auch Ihre Bundestagsfraktion vor dem Hintergrund des Bekanntwerdens der Ansichten der Herren Saenger und Tölg den BdV überhaupt für einen verlässlichen und glaubwürdigen Partner in Sachen Aussöhnung mit Deutschlands östlichen Nachbarn halten? Schließlich bekleiden beide hohe Postionen innerhalb des BdV.

Über eine Beantwortung der drei gestellten Frage wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit besten Grüßen

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