Dietmar Nietan (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Dietmar Nietan
© spdfraktion.de
Geburtstag
25.05.1964
Berufliche Qualifikation
Angestellter
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Düren
Wahlkreis
Düren
Ergebnis
30,8%
Landeslistenplatz
11, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Grundsätzlich zur Bürgerversicherung: Mit der Bürgerversicherung will die SPD eine solidarische Krankenversicherung für alle Bürgerinnen und Bürger einführen. Die Trennung in eine private und gesetzliche Krankenversicherung soll entfallen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Dietmar Nietan
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Soziales
28.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Nietan,

ich habe eine ganz profane Frage, die für mich allerdings auf einem existenziellen Problem beruht. Es geht um die Benzinpreise. Ich weiß natürlich, daß Sie alleine keinen großen Einfuss auf die Problematik haben, dennoch beziehen auch Sie Ihr Einkommen aus den Steuergeldern und somit gehe ich davon aus, daß Sie diesbezüglich eine Meinung vertreten.

Gerade hier auf dem Land ist es unabdingbar, daß der Arbeitnehmer einen PK zur Verfügung hat, um den ständig steigenden Anforderungen an Flexibilität gewappnet zu sein. Auch Sie wissen sicherlich, daß gerade im hiesigen Umkreis die Gehälter nicht mit denen in Ballungsräumen oder dort, wo große Industrien angesiedelt sind, zu vergleichen sind. Ich selber muss täglich fast 60 km Fahrtstrecke zum Arbeitsplatz bewältigen, was bei einem Teilzeitjob mittlerweile fast ein Drittel des Verdienstes auffrisst. Wenn ich seitens der Volksvertreter Argumente höre, wie, man könne die Pendlerpauschale nicht erhöhen, weil dies wiederum die Zersiedelung fördern würde, fühle ich mich veralbert.

Ich habe seit langen Jahren hier mein Aus- und Einkommen. Was erwartet die Regierung von mir? Daß ich mein Eigentum unter Preis verkaufe, da sich ja zum regulären Wert derzeit kaum ein Käufer finden würde, um mich dann irgendwo in der Stadt einzumieten und so mein tägliches Brot weiterhin finanzieren zu können? Eventuell meine Versorgung aus dem Erlös selber gestalte?

Wo ist die Lobby für die Menschen, die seit Jahren verhindern, daß Dörfer und Vororte vergreisen, weil Arbeitnehmer es sich nicht mehr leisten können dort zu leben?

Auch wenn mir bewusst ist, daß Sie an der Situation nichts ändern können, würde mich doch Ihre Meinung dazu interessieren.

Mit freundlichen Grüßen

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
07.03.2012
Von:

Hallo Dietmar,

als freiwilliges Mitglied in der GKV ( es fehlen mir aufgrund meiner ehem. Selbständigkeit ) 6 Monate muß ich meinen KV-Beitrag in Höhe von 850,-€ abführen. Damit mit mein Beitrag um 60,- € höher als meine Rente überhaupt ist. Wann kommt dieses System endlich in die Mottenkiste. Mit der Bürgerversicherung bin ich ebenfalls in der gleichen Situation, sollte diese sich auf €150,- einpendeln. Ich erwarte schon, daß dieses Thema grundsätzlich von Heiner Lauterbach dann politisch umgesetzt wird, wenn wir demnächste in der Regierung sind. Nur der Satz, das ist halt Gesetz reicht mir nicht.

Gruß vom Roten Plattformer
Antwort von Dietmar Nietan
bisher keineEmpfehlungen
20.04.2012
Dietmar Nietan
Lieber ,

vielen Dank für Deine Frage auf die ich Dir gerne eine Antwort gebe.

Bitte erlaube mir, zuerst ein Missverständnis auszuräumen. In Deiner Email erwähnst Du, dass der Versicherungsbeitrag bei der Bürgerversicherung sich bei ca. 150 Euro einpendeln würde. Dies ist nicht der Fall. Ein einheitlicher Versicherungsbeitrag in dieser Höhe wird von der CDU/FDP mit ihrem Modell der Kopfpauschale favorisiert. Dieses Modell lehnt die SPD ab. Bei der von der SPD gewollten Bürgerversicherung wird der Versicherungsbeitrag wie bisher auch prozentual auf das Bruttoeinkommen erhoben. Das bedeutet, Bürger mit höheren Einkommen zahlen mehr als Geringverdiener. Für uns als SPD ist es wichtig, dass mit der Bürgerversicherung der Grundsatz "starke Schultern tragen mehr als Schwache" weiter gestärkt wird.

Grundsätzlich zur Bürgerversicherung: Mit der Bürgerversicherung will die SPD eine solidarische Krankenversicherung für alle Bürgerinnen und Bürger einführen. Die Trennung in eine private und gesetzliche Krankenversicherung soll entfallen. Mit der Einführung der Bürgerversicherung bekommen alle bislang Privatversicherten eine alters- und risikounabhängige Option, in die Bürgerversicherung zu wechseln. Diese Option wird auf ein Jahr begrenzt. Die Altersrückstellungen werden im verfassungsrechtlich zulässigen Rahmen mitgenommen. Durch die Wechseloption haben zahlreiche Privatversicherte endlich die Möglichkeit, sich aus der besonders in den letzten Jahren an Dynamik gewinnenden Prämiensteigerungsspirale bei den privaten Kassen zu befreien. In der Bürgerversicherung werden wie heute in der gesetzlichen Krankenversicherung die Versicherungsbeiträge nach einem Prozentsatz auf das Bruttoeinkommen erhoben.

Nach heutigen Maßstäben müsstest Du derzeit also 8,2% Deiner gesetzlichen Rente in die Bürgerversicherung bezahlen. Den Arbeitgeberanteil von derzeit 7,3% würde der gesetzliche Rentenversicherungsträger übernehmen. Damit wirst Du wahrscheinlich einen etwas geringeren Versicherungsbeitrag bezahlen als bisher, weil der Versicherungsbeitrag auf Deine tatsächlich erhaltene Rente erhoben wird.

Da Du früher auch als Selbständiger gearbeitet hast, möchte ich Dir kurz erläutern, welche positiven Auswirkungen die Einführung einer Bürgerversicherung auf Selbständige haben würde, die der Arbeitswelt von heute Selbständigen entspricht: Selbständige und ehem. Selbständige können sich durch die Wechseloption auch nach langjähriger Vorversicherungszeit in der PKV durch die Wechseloption "bürgerversichern" und so Schutz vor finanzieller Überforderung genießen. Für viele gering verdienende Selbständige, die heute in der GKV versichert sind, besteht das Problem, dass die Mindestbeitragsbemessung in der GKV heute so hoch ist, dass die Beiträge bei geringerem Einkommen kaum tragbar sind. Deshalb soll die Mindestbeitragsbemessung für Selbständige in der Bürgerversicherung von derzeit 1968,75 Euro auf das Niveau oberhalb der Geringfügigkeitsgrenze von 400,01 Euro abgesenkt werden. Somit können auch Selbständige mit geringem Einkommen erstmals einen fairen Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen. Aber auch für gutverdienende Selbständige hat die Bürgerversicherung Vorteile: Da die Beiträge einkommensabhängig sind, werden Selbständige mit stark schwankendem Einkommen nicht finanziell überfordert, wenn sie in einem Jahr weniger verdienen, Insolvenz anmelden müssen oder im Alter die hohen PKV-Prämien nicht mehr zahlen können.

Ich hoffe, Dir mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Bei Rückfragen kannst Du Dich gerne erneut an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Nietan MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Ausweitung des Euro-Rettungsschirms (EFSF)
01.04.2012
Von:

Herr Nietan,

Frau Merkel sucht eine 2/3 Mehrheit fuer den erweiterten ESM "Rettungsschirm". Grosse Teile des Vertrages sind nicht konform mit unserem Grungesetz und den Minimalforderungen an Transparenz und demoktraischen Werten.
1. Es besteht keine Veroffentlichunspflicht des Gremiums
2. Die Gouverneure und Direktoren genießen völlige Freiheit, das eingezahlte Kapital jenseits jeder Rechtsaufsicht zu reinvestieren (Artikel 3).
3. Natürlich darf der Fonds auch direkt Staatsanleihen kaufen (am Primär- und Sekundärmarkt; Artikel 17 und 18), daher wird er permanent die Kurse am langen Ende der Zinskurve kontrollieren. Als Nebeneffekt wird der Gleichgewichtsmechanismus des Finanzmarktes ausgehebelt, gut geführte Staaten durch niedrige Zinsen zu belohnen und schlecht geführte durch hohe abzustrafen.
4. Die Gehälter für die Finanzminister im ESM-Gouverneursrat sind geheim. Die ESM-Gehälter unterliegen nicht der nationalen Einkommensteuer. Den Finanzminister wird also der deutsche Höchststeuersatz nicht treffen. Auch wird die deutsche Finanzaufsicht (BaFin) nicht entscheiden dürfen, wie etwa bei deutschen Banken, ob ein Finanzminister für diese Arbeit die notwendige Qualifikation mitbringt.
5.Artikel 21 ist juristisch und völkerrechtlich schon der Kern der Euro-Bonds festgelegt, also die Vergemeinschaftung der neuen Euro-Schulden. Der ESM-Fonds wird diese Euro-Bonds ausgeben können, eine weitere Vertragsänderung auf EU-Ebene ist daher nicht notwendig.
6. Das ESM-Staatsfinanzinstitut braucht weder eine Banklizenz noch unterliegt es irgendeiner Jurisdiktion.
7. Totale Immunität wird für alle Finanzminister im Gouverneursrat, Direktoren und Mitarbeiter garantiert. Keine Staatsanwaltschaft in der EU ist berechtigt, Räumlichkeiten zu durchsuchen oder Anklage gegen Einzelpersonen zu erheben.
Wie kann ein solcher Vertrag den Abgeordneten ueberhaupt vorgelegt werden, setzt man Ihnen gleich die Pistole mit auf die Brust? Ich appelliere and Ihren Verstand

J.

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Arbeit
03.05.2012
Von:

Kalte Progresion

Sehr merkwuerdig eine Abstimmung die fuer eine Arbeitnehmerpartei sehr wichtig ist.
Oder ist die Spd keine Vertretung der Arbeitnehmer.
Frage:-) Warum bist du dieser Abstimmung fern geblieben.
Was tut die Spd noch fuer Arbeitnehmer
Wann kommt endlich mal wieder ein Kursschwenk.


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Inneres und Justiz
09.05.2012
Von:

Werden Sie sich für die Abschaffung des Prostitutionsgesetzes in Deutschland einsetzen oder sind Sie ein Befürworter der jetzt geltenden Regelung? Haben Sie sich über die Folgen dieses Gesetzes informiert?
Antwort von Dietmar Nietan
bisher keineEmpfehlungen
21.05.2012
Dietmar Nietan
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die SPD-Bundestagsfraktion sieht keinen Grund dafür, eine Abschaffung des Prostitutionsgesetzes in Deutschland zu fordern. Das Ziel des Gesetzes ist ja, die rechtliche und soziale Lage der Prostituierten zu verbessern. Derzeit gibt es in den Medien anlässlich des 10jährigen Bestehens dieses Gesetzes viel Kritik an der Umsetzung. In der Tat gibt es nach wie vor große Missstände bei der Absicherung und dem Schutz von Prostituierten. Eine Weiterentwicklung des Gesetzes in den Bereichen Sozial- und Krankenversicherung aber auch bei den Ausstiegshilfen sollte daher ins Auge gefasst werden. Darüber hinaus müssen die Anstrengungen im Kampf gegen den Menschenhandel und die Ausbeutung von Prostituierten weitergehen.

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Nietan
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Dietmar Nietan
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:
  • Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
    Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:
  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de und mit der dauerhaften Archivierung im digitalen Wählergedächtnis einverstanden.
    Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden.
    Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.