Cornelia Behm (GRÜNE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
20.09.1951
Berufliche Qualifikation
Diplom-Agraringenieurin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Kleinmachnow
Wahlkreis
Potsdam - Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II
Ergebnis
9,7%
Landeslistenplatz
1, Brandenburg
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(...) Futterpartien, in denen zu hohe Werte von gesundheitsschädlichen Stoffen gemessen werden, dürfen nicht verdünnt werden, sondern müssen vernichtet werden. Um dies in der Praxis auch tatsächlich vollständig zu unterbinden, müssen vor allem die Kontrollen verschärft werden. Für diese Aufgabe sind aufgrund der föderalen Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern jedoch die Bundesländer verantwortlich. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
28.03.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Abgeordnete Behm,

die FDP-Fraktion setzt sich für eine Positivkennzeichnung von Lebensmitteln ein, die in der Herstellung auf irgendeine Art mit Gentechnik in Berührung gekommen sind.
Wie stehen Sie zu einer Gentechnik-Kennzeichnung im Sinne des Verbrauchers? Ziehen Sie eine solche Lösung in Betracht?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Cornelia Behm
bisher keineEmpfehlungen
23.04.2012
Cornelia Behm
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage.

Die bündnisgrüne Position zur Positivkennzeichnung von Lebensmitteln, die mit GVO in Berührung gekommen sind, ist eine etwas differenziertere, als sie von der FDP dargestellt wird. Grundsätzlich begrüßen wir Initiativen, die eine transparentere Kennzeichnung des Einsatzes von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Nahrungsmittelkette vorsehen. Der wichtigste und von uns sowie Umwelt- und Verbraucherverbänden seit Jahren geforderte Schritt in dieser Richtung wäre die Schließung der einzigen relevanten "Kennzeichnungslücke", nämlich jener für tierische Erzeugnisse, die unter Einsatz von GVO-Futtermitteln produziert wurden.

Die u. a. von der FDP geforderte "Prozesskennzeichnung" bei der Lebensmittelverarbeitung gibt es übrigens längst: so muss z. B. unter Einsatz von GVO-Soja produziertes Soja-Öl gekennzeichnet werden, auch wenn in der einzelnen Ölflasche evtl. keine GVO-Bestandteile (mehr) nachgewiesen werden können.

Fachlich fragwürdig und rechtlich unzulässig wäre es dagegen aus unserer Sicht, Produkte wie z. B. Enzyme als "GVO" zu kennzeichnen, die selbst keine gentechnischen Veränderungen aufweisen oder enthalten, sondern nur mit Hilfe von gentechnisch veränderten Bakterien in geschlossenen (!) Systemen erzeugt wurden. Diese eben von der FDP, von Teilen der Bundesregierung oder dem Bundesverband der Ernährungsindustrie geforderte Ausweitung ist aus Sicht unserer Fraktion nur der Versuch, den (falschen) Eindruck zu erwecken, dass ein großer Teil der Lebensmittel bereits gentechnisch verändert sei und der Widerstand gegen die Agrogentechnik daher keinen Sinn mehr ergibt. Aus unserer Sicht ist es weiterhin richtig und sinnvoll, zwischen der Freisetzung von vermehrungsfähigen GVO (z.B. dem Anbau transgener Pflanzen) und der biotechnologischen Produktion von NICHT gentechnisch veränderten Organismen in GESCHLOSSENEN GVO-Fermentersystemen zu unterscheiden.

Einer tatsächlichen "Gentechnik-Kennzeichnung im Sinne des Verbrauchers" stehen wir sehr positiv gegenüber. Die Vorschläge der Bundesregierung verdienen diese Bezeichnung, aus den oben genannten Gründen, jedoch nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Cornelia Behm MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.05.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Behm

wie werden Sie über d. ESM abstimmen?

Bitte berücksichtigen Sie folgende Punkte

Der ESM, sein Eigentum, seine Finanzmittel u. Vermögenswerte, seine Akteure genießen gerichtliche Immunität, seine Dokumente sind geheim

Das Eigentum des ESM ist von Zugriff durch Durchsuchung, Beschlagnahme, Einziehung, Enteignung u. jede andere Form der Inbesitznahme, Wegnahme oder Zwangsvollstreckung durch Regierungshandeln o. auf d. Gerichtsweg befreit www.mmnews.de

Die 17 Euro-Finanzminister werden die Finanzen aller europäischen Staaten weitgehend ohne Kontrolle lenken www.mmnews.de

Die ESM-Mitglieder sagen bedingungslos u. unwiderruflich zu, bei Aufforderung jeglichem Kapitalabruf binnen 7 Tagen nachzukommen

Der Gouverneursrat kann Änderungen des Grundkapitals beschließen

Das Vermögen der Bürger kann jederzeit vom ESM abberufen u. zur Umschuldung herangezogen werden www.mmnews.de

Kommt dieser Vertrag nicht einer Ermächtigung der 16 Euroländer auf unsere deutschen Finanzen u. Vermögen gleich? Befinden wir uns wieder auf dem besten Weg in eine Diktatur?

Weiterhin berücksichtigen Sie bitte, dass der französische Präsident Staatsanleihen direkt über die EZB monetisieren möchte und hierfür in den PIIGS-Staaten regen Zuspruch erhalten u. damit Deutschland überstimmen wird

Falls Ihnen das nicht bekannt vorkommt bitte ich in den Geschichtsbüchern nachzuschlagen (Deutschland 1922-1923 Hyperinflation de.wikipedia.org o. auch schleichende Enteignung der Bürger www.wiwo.de )

Ich hoffe Sie werden Ihre Entscheidung weise, nur Ihrem eigenen u. nicht Ihrem Parteibuchs-Gewissen unterworfen treffen

MfG

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