Claus Schmiedel (SPD)
Kandidat Landtagswahl Baden-Württemberg 2011
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Grunddaten
Claus Schmiedel
Geburtstag
08.03.1951
Berufliche Qualifikation
Studium der Politischen Wissenschaften und Deutsch
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag Baden-Württemberg
Wohnort
-
Wahlkreis
Ludwigsburg , Stimmen (Wahlkreis): 19.826
weitere Profile
(...) Sie müssen gerade in der Frage der Friedenssicherung gut aufgeklärt sein und ich stehe für einen Ausbau der Friedenserziehung in den Bildungseinrichtungen.
Allerdings ist mir eine institutionalisierte Bevorzugung der Bundeswehr nicht bekannt. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Claus Schmiedel hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 26 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
14.02.2011
Von:

1.) Sind sie für oder gegen Stuttgart 21?
2.) Sind Sie für oder gegen das bestehende mehrgliedrige Schulsystem?
Antwort von Claus Schmiedel
bisher keineEmpfehlungen
18.02.2011
1) Sind sie für oder gegen Stuttgart 21?

Ich bin definitiv für Stuttgart 21. Ich sehe dieses große Infrastrukturprojekt als einen richtigen Schritt für die Zukunft des Landes. Stuttgart braucht dringend einen neuen Bahnhof, einen Bahnhof der sich in den europäischen Schienenverkehr gut einbindet. Die Neubaustrecke nach Ulm und weiter nach München ist dringend notwendig. Aber ich denke, die Pro- und Contraargumente wurden lange öffentlich und laut ausgetauscht, auch innerhalb meiner Partei. Was ich nicht will, ist, dass das Projekt gegen den Bürgerwillen durchgesetzt wird, insbesondere die Eskalation im Schlossgarten am 30. September hat gezeigt, dass so kein Bauvorhaben durchgesetzt werden darf. Die Gewalt gegen Schüler und normale Bürgerinnen und Bürger ist nicht nachvollziehbar. Deshalb tritt die SPD für einen Volksentscheid ein. Die SPD will nach der Wahl allgemein die Hürde für Volks- und Bürgerscheide deutlich senken, damit die Bürgerinnen und Bürger direkt an Entscheidungen vor Ort und im Land beteiligt sind. Das Volk soll über das Projekt entscheiden, und ich hoffe, wir erreichen eine Entscheidung zugunsten Stuttgarts 21.


2.) Sind Sie für oder gegen das bestehende mehrgliedrige Schulsystem?

Ich bin gegen das bestehende mehrgliedrige Schulsystem, da es ungerecht ist und aussortiert. Es ist erwiesen, dass Schüler in der vierten Klasse zu jung sind, um auf eine Schullaufbahn festgelegt zu werden. Wir streben ein längeres gemeinsames Lernen aller Kinder an, besonders Wert legen wir auf die individuelle Förderung. Ich bin für die Abschaffung der Grundschulempfehlung, Eltern sollen gemeinsam mit den Lehrern entscheiden in welche Schule ihr Kind geht. Allerdings ist eine Reform nicht von heute auf morgen machbar. Wir wollen die Reform in kleinen Schritten und Eltern, Lehrer und Schüler dabei mitnehmen. Dabei ist mir besonders wichtig, den Schulen vor Ort mehr Spielräume zu geben um ihre eigenen Konzepte zu verwirklichen. Ebenso eine Wahlfreiheit beim G8 und G9, was sich 70% aller Eltern wünschen. Das wichtigste für mich, als Ehemann einer berufstätigen Frau und Vater von vier Kindern, ist der Ausbau der Ganztagsschulen, denn nur so, kann längeres gemeinsames Lernen wirklich funktionieren. Ganztagsschulen sind nicht zuletzt deshalb die Form der Zukunft, weil sie für Entstressung sorgen: Wenn die Kinder nach Hause kommen, ist die Schule auch wirklich aus.
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
22.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Schmiedel,

die Bundeswehr versucht zunehmend größeren Einfluss auf das Bildungswesen zu nehmen, um die Sicherheits- (Kriegs-)politik der Bundesrepublik Deutschland darzulegen. Mittlerweile haben acht Bundesländer Kooperationsvereinbarungen mit der Bundeswehr unterzeichnet, die der Bundeswehr bzw. den Jugendoffizieren Vorrang in den Bildungseinrichtungen einräumen. In Baden-Württemberg wurde diese Vereinbarung am 4.Dezember 2009 mit dem Kultusministerium getroffen.

Sie treten am 27. März zur Landtagswahl an. Aus diesem Grund würde ich gerne von Ihnen wissen:

Stimmen Sie zu, dass es zum Kern des Bildungsauftrags des Landes Baden-Württemberg gehört, dass die Schülerinnen und Schüler in einer solch existentiellen Frage wie der nach Krieg und Frieden nicht einseitig informiert werden sondern auch die von den Friedensorganisationen vertretenen Konzepte der zivilen, nicht-militärischen Konfliktbearbeitung und Friedenssicherung kennenlernen?

Stimmen Sie ebenso zu, dass die institutionalisierte Bevorzugung militärischer Sichtweisen gegen das Verfassungsgebot, die Jugend "zur Friedensliebe.... und zu freiheitlicher demokratischer Gesinnung zu erziehen" verstößt?

Treten Sie dafür ein, dass die Kooperationsvereinbarung nach der Landtagswahl am 27. März zurückgenommen wird?

Stimmen Sie mit mir überein, dass die Friedenserziehung in allen Bildungseinrichtungen gestärkt werden muss?

Ihre Antwort erwartet ein ehemaliger Ossweiler (2002-2010)

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Claus Schmiedel
bisher keineEmpfehlungen
28.02.2011
Ich stimme Ihnen zu, dass die Kinder und Jugendlichen nicht einseitig informiert werden dürfen. Sie müssen gerade in der Frage der Friedenssicherung gut aufgeklärt sein und ich stehe für einen Ausbau der Friedenserziehung in den Bildungseinrichtungen.
Allerdings ist mir eine institutionalisierte Bevorzugung der Bundeswehr nicht bekannt. Für mich ist es, wie auch für die SPD, ganz klar, dass beide Seiten gleichermaßen zu Wort kommen müssen.
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Ihre Frage an Claus Schmiedel
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