Claudia Roth (GRÜNE)
Kandidatin Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Claudia Roth
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Dramaturgin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen
Wohnort
-
Wahlkreis
Augsburg-Stadt
Ergebnis
11,8%
Landeslistenplatz
1, Bayern
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Frage zum Thema Wirtschaft
15.09.2005
Von:

Liebe Claudia Roth,
Konstantin Wecker hat in der gestrigen Runde bei Maischberger behauptet, die Agenda 2010, Hartz I-IV sei gar nicht auf dem "Mist" von rotgrün gewachsen, sondern einer Vorgabe aus Brüssel auf der EU Runde in Lissabon 2002. Deutsche Automobile würden zwar zu Niedriglöhnen von Zulieferen im Ausland hergestellt, soll heißen zu ca. 80 % der Einzelteile, würden dann in Deutschland zusammenmontiert und hochpreisig im Inland verkauft, ohne die "Kostengewinne" an die Verbraucher weiter zu geben.
FRAGE:
Ist Hartz IV der Versuch von rotgrün ,einen Vorgriff auf erwartete deflationäre Tendenzen in der EU und der Tatsache, daß die deutsche Industrie ihre "Kostengewinne" aus markttechnischen Gründen irgendwann doch an die Verbraucher zum Nutzen der Globalisierung und den regionalen Märkten weitergeben muß. Ist rotgrün womöglich doch das falsche Objekt für argumentatve Schläge auf die Hinterköpfe der Regierung? Verhält sich rotgrün womöglich sogar weitsichtig ohne die soziale Vorsicht außer Acht zu lassen? Ich bin selbst über meinen neuen Blickwinkel auf rotgrün überrascht und hoffe auf eine Bestätigung meiner neuen Wahrnehmung durch Deine grüne Antwort. Danke!
Herzlich

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Frage zum Thema Wirtschaft
16.09.2005
Von:

Liebe Claudia Roth,

ergänzend zu meiner gestrigen Anfrage, will ich verdeutlichen, was ich mit mit meiner Frage nach den "Kostengewinne " der Industrie meine. Die Deutsche Industrie läßt steuersubventioniert von Tochtergesellschaften u.a. in Niedriglohnländern z.B. in der Automobilproduktion Zuliefererteile in großer Vielfalt und Stückzahl im Ausland herstellen und nach Deutschland importieren, um die Autos hier dann hochpreisig zu verkaufen, obgleich bis zu 80 % und mehr niedrigpreisig im Ausland hergestellt wurden. Das treibt statistisch unsere Handelsbilanzüberschüsse geradezu unanständig aufgeblasen in die Höhe. Frage: Teilen Sie diese Einschätzung und wenn ja, was gedenken Sie dagegen zu tun? Danke! Herzlich

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