Claudia Roth (GRÜNE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
15.05.1955
Berufliche Qualifikation
Dramaturgin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Augsburg
Wahlkreis
Augsburg-Stadt
Ergebnis
14,6%
Landeslistenplatz
1, Bayern
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(...) Die konkrete parlamentarische Arbeit der Abgeordneten Claudia Roth wird im "Ausschuss für Kultur und Medien" und im "Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik" geleistet. In diesen Gremien werden viele Gesetze und Gesetzesinitiativen im Bereich Kultur und Medien beraten und beschlossen, aber genauso wichtig sind notwendige Beratungen in Bezug auf andere gesetzgeberische Initiativen der übrigen Parlamentsgremien. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Internationales
01.11.2009
Von:

Hallo Frau Roth,

in der Web-Site der Tagesschau habe ich folgende Aussage von Ihnen gelesen:
"Ein sofortiges Ende des Einsatzes wäre "unverantwortlich" und berge die Gefahr, dass die Situation in Afghanistan bis hin zu einem Bürgerkrieg eskaliere."
Ich nehme das zum Anlaß, mir von Ihnen unsere Beteiligung am "Schutz" von Afghanistan erklären zu lassen.
Ich verstehe nicht, was deutsche Soldaten in Afghanistan zu suchen haben. Warum müssen deutsch junge Männer dort ihr Leben riskieren und lassen?
Diese Frage kann keiner beantworten. Ich frage im Kollegenkreis, ich durchforste die Medien. Es heißt immer: "Das muß sein", "Dazu gibt es keine Alternative", "Ein Beenden ist unverantwortlich", "Ich weiß auch nicht", "Die bösen Terroristen kommen doch von da" usw.
Argumente höre ich keine.
Aber warum sind wir in Afghanistan?
In anderen Ländern der Welt drohen ebenfalls Bürgerkriege, dort sind wir nicht. In Afrika ist Ausnahmezustand. Da sind wir auch nicht.
Warum also Afghanistan? Um die sinistren Taliban zu fangen? Das hat jetzt über Jahre nicht geklappt. Ich schätze die Situation ohne unser Eingreifen als schlimmer ein als vorher.
Ich bin ein durchaus treuer Grünen-Wähler und schätze Sie sehr als Politikerin.
Wer auch immer von Ihrem Stab diese Mails bearbeitet, vielleicht kann irgend jemand mir mir den Grund zu nennen, warum wir da mitmachen. Am besten in wenigen klaren Worten. Ohne das Ganze politisch so korrekt aufzublähen, daß ich es dann nicht mehr verstehe.

Vielen Dank im Voraus
Antwort von Claudia Roth
3Empfehlungen
04.11.2009
Claudia Roth
Sehr geehrter Herr ,

wie Sie vielleicht wissen, ist Deutschland Mitglied der Vereinten Nationen (UN). Es hat sich zum geltenden Völkerecht und den sich daraus ableitenden Vereinbarungen verpflichtet. Wir Grüne sind für eine aktive Rolle Deutschlands in der UN und für eine Stärkung der UN bei der Bewältigung von internationalen und globalen Problemen. Nur mit aktiver und umfassender Beteiligung an UN-Entscheidungen ist es möglich, glaubwürdig zu bleiben. Dazu gehören auch Un-mandatierte UN-Einsätze. Die Bundeswehr ist nicht nur in Afghanistan, sondern unter anderem im Rahmen der UNMIS-Friedensmission im Sudan, an der Küste des Libanon (UNIFIL) oder im Kosovo (KFOR).

In Afghanistan ist die Bundeswehr um, basierend auf einem Mandat der Vereinten Nationen, die afghanische Regierung beim Aufbau des Landes und der Gewährleistung von Sicherheit zu unterstützen. Sie soll mit den afghanischen Partnern dazu beitragen, ein sicheres Umfeld für zivile HelferInnen zu schaffen und den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. Wir GRÜNE kritisieren schon seit langem die Bundesregierung für ihre halbherzige und beschönigende Afghanistanpolitik - für das langjährige Versagen beim Polizeiaufbau, für das unzureichende zivile Engagement und die mangelhafte Koordinierung dieser Arbeit sowie für eine desaströse Informationspolitik.

Deshalb wollen wir, dass 2010 ein ziviler Aufbau- und militärischer Abzugsplan mit realistischen und verbindlichen Aufbauzielen für Afghanistan entwickelt wird, der die Übergabe der Verantwortung an die Afghanen und Afghaninnen verantwortlich gestaltet. Um diese Übergabe- und Abzugsperspektive zu erreichen, müssen wir jetzt die Weichen zügig stellen.

Einen Sofortabzug halten wir für falsch. Ein verantwortlicher Abzug braucht Zeit und eine gründliche Vorbereitung. Das geht nicht in wenigen Monaten. Ein Sofortabzug würde die noch schwache afghanische Zivilgesellschaft einem Bürgerkrieg zwischen Taliban und Warlords überlassen. Er hätte eine Eskalation von Gewalt und Krieg zur Folge und würde viele Früchte des jahrelangen Aufbaus zunichte machen. Wie zu Zeiten des afghanischen Bürgerkrieges müsste die Masse der Helfer abziehen und Hunderttausende von Rückkehrern nach Afghanistan würden wieder ins Exil in die Nachbarstaaten getrieben. Er wäre ein Brandbeschleuniger sondergleichen - und zudem ein Destabilisierungsprogramm für die instabile Atommacht Pakistan.

Statt kontraproduktiver Militäraktionen fordern wir "Zivil vor Militär" mit einer massiven Unterstützung beim zivilen und entwicklungspolitisch orientierten Aufbau, insbesondere in den Bereichen Justiz, Bildung, Infrastruktur und Landwirtschaft. Zusätzlich brauchen wir eine massive Verstärkung der Ausbildung von Polizei und Armee, damit die afghanische Polizei und die afghanische Armee mittelfristig in der Lage sind, die Sicherheit der afghanischen Bevölkerung zu garantieren.

Mit freundlichen Grüßen

Das Büro-Team von Claudia Roth
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Frage zum Thema Arbeit
06.11.2009
Von:

In Ihrer Angabe zur Person geben Sie an Theaterwissenschaftlerin zu sein. Bitte geben Sie mir an welche Ausbildung Sie zur Theaterwissenschaftler genossen haben.So weit mir bekannt ist sind Sie eine Studienabbrecherin und daher nicht berechtigt sich als Wissenschaftlerin zu bezeichnen.

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Frage zum Thema Umwelt
06.11.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Roth

Um neuen Atomkraftwerke zu bauen, haben Frankreich und Polen einen Atompakt geschlossen, das berichtet die FAZ am 6. Nov. 09 auf Seite 5.
Was haben die Grünen dagegen unternommen? Oder bekämpfen Sie Atomkraftwerke nur, wenn sie in Deutschland laufen?

Mit freundlichem Gruß

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Frage zum Thema Internationales
09.11.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Roth,

der türkische Premier Erdogan sagte im Bezug auf seinen sudanesischen und mit internationalem Haftbefehl "Ein Muslim kann keinen Völkermord begehen!" (Quelle: welt.de von heute, dem 09.11.)

Sie gelten als Kennerin und Freundin der Türkei und ihrer Bewohner, bzw. auch unserer türkischen Mitbürger (Stichwort: "Sonne, Mond und Sterne").

Würden Sie so einer Aussage zustimmen können?!

Falls dem so wäre, wäre das nicht ein weiteres gutes Argument zugunsten eines EU-Beitrittes der Türkei, bzw. weiterer muslimischer Länder?

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Frage zum Thema Gesundheit
12.11.2009
Von:
Udo

Liebe Freau Roth,

es gibt sehr viel Fachärzte die das Thjema Schweingrippe und die Impfung vehemnent ablehnen, auch Journalisten machen darüber Vorträge und enthüllen heftigste Hintergründe, wie z.Bsp. die nachweisliche Patentierung des Virus und das schon 2007 das Mittel bestellt wurde usw.

Was aber sehr aktuell ist haben mir Ärzte gemailt, was Sie unten lesen können.

Was kann man tun um diese Publik zu machen oder im Bundestag einbringen in einer vielleicht aktuellen Stunde?

Hier der Text, der unwidersprochen ist:

Die beiden Impfstoffe gegen die so genannte Schweinegrippe *Pandemrix® und
Focetria®,* enthalten als Adjuvans (Impfverstärker ) *Squalen*.

Beim Menschen ist Squalen bei den US-Soldaten des ersten Golfkriegs als Impfverstärker eingesetzt worden. 23-27 % *(also jeder Vierte) * auch* *solche, die zu Hause blieben) bekamen die Golfkriegskrankheit , mit *chronischer Müdigkeit, Fibromyalgie (Muskelrheuma), *neben Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen, persistierenden Kopfschmerzen, Erschöpfung und ausgedehnten Schmerzen charakterisiert. Die Krankheit kann auch chronische Verdauungsprobleme und Hautausschlag einschließen. Die Erkrankung hat sich seit 1991 also seit 18 Jahren nicht gebessert.

Bei 95 % der Geimpften mit Golfkriegssyndrom wurden Squalen-Antikörper gefunden, bei den Geimpften aber nicht Erkrankten bei 0 %.

Erst nach mehr als 10 Jahren wurden die Schäden vom US- Verteidigungsministerium anerkannt.

*Wenn die Bundesregierung ihren Willen durchsetzt und 35 Millionen Menschen geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass 8-9 Millionen Bundesbürger für die nächsten Jahrzehnte unter chronischer Müdigkeit und Fibromyalgie etc. leiden werden.*
www.praxis-sacher.de

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