Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer) (FREIE WÄHLER)
Abgeordnete Landtag Bayern

Grunddaten
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Sängerin, Autorin, MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
Pfaffenhofen a.d.Ilm, Schrobenhausen
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(...) Persönlich bin ich der Meinung, dass die Ausweitung der freiwilligen Alterskennzeichnung durch die Inhalteanbieter, mit dem Rückgriff auf das geltende Jugendschutzgesetz, einen richtigen Schritt darstellt. Die Vorstellung, ein Alterskennzeichnungssystem auf mittlere Frist zu schaffen, welches alle Medien einschließt, begrüße ich - wohl wissend, dass Internetseiten einer zeitlichen Dynamik unterworfen sind und damit eine Einstufung bzw. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
10.11.2010
Von:

Guten Tag Frau Jung.

Während der aktuelle JMStV sich als zahnloser Tiger bewies und das deutschsprachige Web kaum beeinflusste, hat die Novellierung das Potential dazu.

Der neue JMStV wird durch seine Verpflichtung zum Jugendschutz für Inhalte "ab 6 Jahren" (§5 Absatz 1) mehr Seiten betreffen. Es gibt zwar zahlreiche Einschränkung, allerdings machen die den JMStV extrem komplex. Leider können Fehler beim Jugendschutz für die Anbieter ein Bußgeld in Höhe von bis zu 500k € nach sich ziehen. Hinzu kommt die erhöhte Gefahr abgemahnt zu werden. Diese Entwicklung bedeutet für kleine Webseiten eine unverhältnismäßige Belastung, welche die Dynamik des Internets stark einschränken wird.

Faszinierend finde ich beim aktuellen Entwurf die Ausnahmeregelungen für einzelne "alte Medien. Exemplarisch sei hier der §5 Abs. 1 des JMStV genannt.

Es ist bezeichnend, dass etablierten Medien für ihre Webpräsenzen mit Ausnahmegenehmigungen versehen werden. Das verzerrt nicht nur den Wettbewerb, es führt auch den durch den JMStV forcierten Filter ad absurdum. Wie die Filtersoftware erkennen soll, ob eine Seite (un)berechtigt nicht gekennzeichnet ist, ist mir schleierhaft. Ganz zu schweigen von der Problematik mit ausländischen Seiten, die sich nicht kennzeichnen werden. Das betrifft auch sehr bekannte und wertvolle Anbieter, wie die Wikipedia.

Für die Verfasser des JMStV ist das Internet immer noch ein "Fernsehen 2.0", dabei ist es kein Rundfunk: Jeder Teilnehmer kann gleichzeitig Sender und Empfänger sein. Das Internet hat genau den Vorteil, dass es dort nicht aufgrund der hohen Kosten oder begrenzten Frequenzen wenige Anbieter gibt. Dem müssen auch die Regelungen zum Jugendschutz angepasst sein.

Ausführliche Informationen über die Folgen des JMStV können sie hier finden:

is.gd

is.gd

Was sagen sie zu den obigen Ausführungen? Wie ist ihre Meinung zur Novellierung des JMStVs und wie werden Sie abstimmen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
3Empfehlungen
17.11.2010
Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre wichtige Frage. Zweifelsohne wird die Novellierung des JMStV (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag) Folgen für die zukünftige Nutzung des Internets haben. Meines Erachtens sind diese jedoch nicht so gravierend, wie von Ihnen befürchtet.

Die Diskussion innerhalb der FREIE Wähler Fraktion im Bayerischen Landtag verliefen vor allem vor dem Hintergrund des Jugendschutzes und der Prävention. Dabei ist die Vorgehensweise, den Nutzer selbst darüber entscheiden zu lassen, welche "Filteroptionen" er wählt, mit unserem Verständnis von Freiheit im Netz durchaus vereinbar. Nach langen und durchaus kontroversen Diskussionen sowie fachkundiger Beratung wurde die Zustimmung zum JMSt beschlossen.

Persönlich bin ich der Meinung, dass die Ausweitung der freiwilligen Alterskennzeichnung durch die Inhalteanbieter, mit dem Rückgriff auf das geltende Jugendschutzgesetz, einen richtigen Schritt darstellt. Die Vorstellung, ein Alterskennzeichnungssystem auf mittlere Frist zu schaffen, welches alle Medien einschließt, begrüße ich - wohl wissend, dass Internetseiten einer zeitlichen Dynamik unterworfen sind und damit eine Einstufung bzw. Bewertung im Vergleich zu anderen Medien schwieriger ist. Unbestritten ist, dass es in der Umsetzung anfangs auch Herausforderungen geben wird. Umso wichtiger ist der rege Dialog von Politik, Nutzern und Experten zum Thema.

Am Ende werden derartige Richtlinien und Einstufungen aus meiner Sicht naturgemäß nur eine eindämmende Wirkung haben. Grundlegend ist letztlich die Stärkung der Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen. Dies ist eine umfassende Aufgabe, die neben einer kontinuierlichen Aufklärung durch Politik und Medien vor allem, wenn nicht sogar nur, durch Eltern und Schule geleistet werden kann.

Vielleicht, so meine berechtigte Hoffnung, wird verantwortungsvollen Eltern im Zuge der öffentlichen Diskussion um die Alterskennzeichnung bewusst, dass sie letztlich mit ihren Kindern gemeinsam altersgerechte Inhalte besprechen und dann entsprechend die Einstellungen an ihrem "Heim-Computer" vornehmen müssen.

Ich hoffe, Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und schicke Ihnen beste Grüße aus München!

Claudia Jung
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Frage zum Thema Soziales
02.05.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Jung,

betreffend ihrem Aufruf zur Sozialwahl stellen sich für mich ein paar Fragen ( claudiajung-mdl.de ).

  • Kennen Sie die Listen, die dahinterstehenden Person und wissen welche Beschlüsse abgestimmt wurden und welche Liste/Person wie abgestimmt hat?
  • Haben Sie selbst gewählt, und wenn ja nach welchen Entscheidungskremien?
  • Halten Sie eine Wahl für Sinnvoll wo Namen auf einer Liste stehen, dem Wähler jedoch jegliche Hintergrundinformation verborgen bleibt?
  • Wenn Sie Hintergrundinformationen herausgebracht haben, wo kann ich diese finden, für mich dauert diese Wahl jetzt schon deutlich mehr als 8 Stunden, und die Entscheidungsfindung hat noch nicht einmal richtig begonnen. Ihre Hintergrundinformationen die mir ermöglichen die Wahl in "5 Minuten" durchzuführen würde ich gerne auch besitzen.

mit freundlichen Grüßen
Antwort von Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
bisher keineEmpfehlungen
06.05.2011
Claudia Jung (bürgerlicher Name Ute Singer)
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank, dass Sie sich an der Sozialwahl beteiligen und für Ihre Frage von abgeordnetenwatch.de Gebrauch gemacht haben.

Die Sozialwahl ist zu allererst ein fester Bestandteil unseres demokratischen Systems, bei der es im Kern um Mitbestimmung in zentralen und essentiellen Lebensbereichen geht, die jeden Versicherten angehen - wie Rente, Gesundheitsversorgung, Pflege, Arbeitsunfähigkeit und letzten Endes auch um die Zukunft der Sozialversicherungssysteme. Natürlich geht es auch um die Stärkung der Interessenvertretung, die eine weitgehende Unabhängigkeit von der Politik garantiert.

Alle Kandidaten auf den Listen der Organisationen und Interessengruppen sind Versicherte, die selbst von Entscheidungen betroffen sind - also Experten in eigener Sache. Mit der Abgabe unserer Stimme stärken wir Versicherten den ehrenamtlichen Vertretern den Rücken für ihre demokratische Arbeit. Daher auch mein Aufruf zur Wahlbeteiligung.

Ich habe einen Link gesetzt, der es allen Lesern ermöglicht, Hintergrundinformationen dieser Wahl zu lesen und sich bei Bedarf weitere Details herunterzuladen. Da die Organisationen bei Ihrer Selbstdarstellung nur über den Inhalt bestimmen können, ist allen Lesern eine neutrale Basis für Ihre Entscheidung bei meiner Quellenangabe - www.sozialwahl.de - geboten. Diese Seite haben übrigens Kassen und DRV gemeinsam eingerichtet.

Hier noch ein weiterführender Download der zuvor genannten Homepage:

download.sozialwahl.de

Sie können sich aber auch in der Mitgliederzeitschrift Ihrer Kasse, in Broschüren und auch über Telefon-Hotlines kostenlos über die Kandidaten informieren.

Lieber Herr , weitergehende Fragen werden Ihnen bei der "Die Deutsche Rentenversicherung Bund" und bei den hier genannten Ersatzkassen über deren Hotlines die zur Wahl stehenden Listen sowie die Selbstverwaltung geschaltet worden sind, sicherlich gerne beantwortet.

• www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

• www.barmer-gek.de

• www.tk.de

• www.dak.de

• www.kkh-allianz.de

• www.hkk.de



Mich an dieser Wahl zu beteiligen, war für mich sehr wichtig. Die relevanten Kriterien zu lesen und für mich eine Wahlentscheidung zu treffen hat wirklich nicht allzu lange gedauert.



Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Ihre

Claudia Jung
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