Von:
Uwe

Sehr geehrte Frau Scheel,
zunächst Danke für die Beantwortung meiner Fragen vom 16.11.2008, die ich Ihnen im Zusammenhang mit einigen Aussagen von Ihrer Seite gestellt hatte.
Natürlich hatte ich schon im Vorfeld befürchtet wieder einmal einen Abgeordneten getroffen zu haben, der einen besonders kleinen und damit auch abgasarmen Wagen gewählt hat (hier sind Sie nicht die Erste, für die dies zutrifft, eine Ausnahme war unser Bundesumweltminister Gabriel, der dann am Ende seiner Antwort wenigstens darauf hingewiesen hat, dass er den Golf verkauft hat.)
Mein Problem ist jetzt, dass ich in Berlin auf dem Reichstagsgelände noch nie einen vergleichbaren Wagen (wie Ihren) gesehen habe. Die Modelle, die dort von Abgeordneten bevorzugt werden, kennen Sie. Daher möchte ich meine Frage an Sie präzisieren:
1. Welchen Typ PKW verwenden Sie für Dienstfahrten, wer kommt für die anfallenden Kosten auf und wie hoch sind die Kosten pro gefahrenen Kilometer
2. Wieviele km legen Sie dienstlich im Jahr zurück?
3. Ich möchte gern von Ihnen wissen, welche PKW Kategorie Sie empfehlen würden, wenn die beruflich entstehende Kilometerleistung bei 60 bis 80tkm jährlich liegt.
Der Hintergrund meiner Frage entsteht aus der Situation, dass Abgeordete immer häufiger Restriktionen von Bürgern verlangen und diese durch gesetzliche Regelungen (z.B. Steuergesetzgebung) erzwingen, ohne selbst davon betroffen zu sein. Man kann es auch anders ausdrücken, viele Steuerregelungen würde es in dieser Form (oder Höhe) nicht geben, wenn Abgeordete in gleicher Weise betroffen wären. Die Frage der seit vielen Jahren praktizierten enormen Überbelastung der individuellen Mobilität (PKW) durch Steuererhöhung (Steuern auf Treibstoffe, Mehrwertsteuer, Versicherungssteuer usw.) belastet mich und viele Bürger in besonders eklatanter Weise und stellt auch den wichtigsten Grund für die derzeitige Konjunktursituation der Automobilindustrie im Kontext zum nationalen Markt dar.
Vielen Dank im Voraus.
Uwe