Christine Scheel (GRÜNE)
Abgeordnete Bundestag (ausgeschieden)

Grunddaten
Christine Scheel
Geburtstag
31.12.1956
Berufliche Qualifikation
Pädagogin M. A., Autorin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hösbach
Wahlkreis
Aschaffenburg
Ergebnis
17,2%
Landeslistenplatz
3, Bayern
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(...) Daher findet sich zu diesem Punkt auch keine Formulierung in der Koalitionsvereinbarung. Wir Grüne sind dagegen der Auffassung, dass sehr wohl Handlungsbedarf besteht und haben deshalb einen Gesetzentwurf zur Abgeordnetenbestechung vorgelegt. Keine Ratifizierung notwendig? (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
01.12.2011
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
nicht beteiligt
01.12.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
nicht beteiligt
26.10.2011
Ausweitung des Euro-Rettungsschirms (EFSF)
nicht beteiligt
29.09.2011
Euro-Stabilisierungsfonds EFSF
JA
29.09.2011
Reform des Bundestagswahlrechts
nicht beteiligt
29.09.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Südsudan (UNMISS)
nicht beteiligt
08.07.2011
Deutsche Beteiligung an UN-Aufbaumission in Südsudan
JA
08.07.2011
Keine Panzer an Saudi-Arabien verkaufen
JA
08.07.2011
Verlängerung des Darfur-Einsatzes
JA
07.07.2011
Abschiebestopp für syrische Flüchtlinge
JA
07.07.2011
Eingeschränkte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik
NEIN
07.07.2011
Unterirdische Speicherung von CO2
NEIN
30.06.2011
Atomausstieg bis 2022
JA
09.06.2011
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNIFIL)
JA
09.06.2011
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
26.05.2011
Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz
enthalten
25.03.2011
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
17.03.2011
Sofortige Abschaltung von Alt-AKW
JA
17.03.2011
Unverzügliche Abschaltung aller deutschen AKW
enthalten
17.03.2011
Vorübergehende Aussetzung von AKW-Laufzeiten (Moratorium)
NEIN
28.01.2011
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
enthalten
03.12.2010
Anpassung und Veränderung von Hartz IV
NEIN
03.12.2010
Vorläufiger Bau- und Vergabestopp bei Stuttgart 21
JA
02.12.2010
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
02.12.2010
Verlängerung Bosnien-Einsatz (ALTHEA)
JA
02.12.2010
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
NEIN
26.11.2010
Haushalt 2011
NEIN
12.11.2010
Einführung bundesweiter Volksentscheide
enthalten
12.11.2010
Gesundheitsreform
NEIN
11.11.2010
Neuordnung am Arzneimittelmarkt
NEIN
28.10.2010
Abschöpfung von Zusatzgewinnen aus AKW-Laufzeitverlängerung
NEIN
28.10.2010
Brennelementesteuer
NEIN
28.10.2010
Sparpaket (Haushaltsbegleitgesetz)
NEIN
28.10.2010
Verlängerung von AKW-Laufzeiten
NEIN
18.06.2010
Reduzierung der Wehrpflicht
NEIN
17.06.2010
Bundeswehr ohne Wehrpflicht
JA
17.06.2010
Reform der Jobcenter
JA
17.06.2010
Verlängerung des Darfur-Einsatzes (UNAMID)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNFIL)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Sudan-Einsatzes (UNMIS)
JA
10.06.2010
Austritt aus der Kernfusion (ITER)
nicht beteiligt
10.06.2010
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
nicht beteiligt
21.05.2010
Euro-Rettungsschirm
enthalten
07.05.2010
Notkredit für Griechenland
JA
06.05.2010
Mindestsicherung statt Hartz IV
NEIN
06.05.2010
Schnellere Absenkung der Einspeisevergütung im EEG
NEIN
22.04.2010
Beibehaltung der Steuerfreiheit bei Feiertags- und Nachtarbeit
JA
25.03.2010
Abschaffung der reduzierten Mehrwertsteuer für Hotels
JA
19.03.2010
Bundeshaushalt 2010
NEIN
26.02.2010
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
enthalten
18.12.2009
Bundeswehreinsatz in Bosnien Herzegowina
JA
18.12.2009
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
04.12.2009
Verzicht auf Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe
nicht beteiligt
04.12.2009
Wachstumsbeschleunigungsgesetz
nicht beteiligt
03.12.2009
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
enthalten
03.12.2009
Verlängerung des Anti-Terror-Kampfes (OEF)
NEIN
03.12.2009
Verlängerung Libanon-Einsatz (UNFIL)
JA
Fragen an Christine Scheel
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Frage zum Thema Finanzen
14.08.2011
Von:

Sehr geehrter Frau Scheel,

Das von der Bundesregierung ausgehandelte Abkommen mit der Schweiz schützt Steuersünder durch den nachfolgend fettgedruckten Satz, der Bestandteil des Abkommens ist, vor der Strafverfolgung in Deutschland.

"Beteiligte an einer Steuerstraftat oder einer Steuerordnungswidrigkeit, die vor Unterzeichnung dieses Abkommens begangen wurde, werden nicht verfolgt",

Dies stellt m.E. eine Art Ablasshandel mit Steuerhinterziehern dar und der Saat leistet damit quasi Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Wie moralisch verwahrlost ist eine Gesellschaft und deren Justiz, die keine Skrupel hat die Vernichtung von Existenzen für rechtens zu erklären, ( siehe: die bekannten Entlassungen von Arbeitern/innen und Angestellten wegen geringfügiger Verfehlungen am Arbeitsplatz) und die dieses Gesetz sicher ohne Bedenken anwenden würde und wohl auch müsste. Ich hätte gerne gewusst, wie Ihrer Haltung zu diesem Gesetz ist, ob Sie dies unterstützen oder ob Sie dies für nicht Verfassungskonform halten.

Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Christine Scheel
bisher keineEmpfehlungen
15.09.2011
Christine Scheel
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage nach dem geplanten Steuerabkommen mit der Schweiz. Das Steuerabkommen ist ein Freifahrtschein für die Schweizer Banken, denen der Vollzug der Regelungen anvertraut wird. Damit verlässt man sich auf diejenigen, die kein Interesse an einer konsequenten Durchsetzung der Besteuerung von deutschem Geld in der Schweiz haben. Aufgrund der weiterhin geltenden Anonymität besteht für die deutschen Finanzbehörden keine Möglichkeit der Überprüfung der rechtmäßigen Abführung von Steuern auf das Altgeld sowie auch der Abgeltungsteuer für die Zukunft. Die Bundesregierung verfolgt die falsche Strategie zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung. Anonymität erschwert nicht die Steuerflucht, sondern erleichtert sie. Anonymität führt zu einer faktischen Amnestie der Steuerhinterzieher.

Das anvisierte Steueramnestieabkommen ist das glatte Gegenteil von Steuergerechtigkeit. Gleich in mehrfacher Hinsicht werden Gleichheitsgebot und Rechtstaatlichkeit in Frage gestellt. Wer bis heute sein Schwarzgeld in der Schweiz liegen hat, wird legalisiert und gegenüber den ehrlichen Steuerzahlern bessergestellt. Die Steuersünder genießen auch einen Vorteil gegenüber Selbstanzeigern, die höhere Steuern nachzahlen müssen, als auch gegenüber Menschen, die das gleiche Vergehen in einem anderen Staat begangen haben. Das Abkommen erschwert zudem alle Versuche, in Zukunft in Deutschland eine gerechtere Besteuerung von Kapitaleinkünften durchzusetzen, da weiterhin die Ausweichmöglichkeit Schweiz bestünde.

Schließlich unterläuft die Bundesregierung sämtliche Bemühungen auf EU-Ebene, konsequent mit einem Informationsaustausch gegen Steuerhinterziehung vorzugehen. Statt wie die USA wirklich Druck auf die Schweizer Banken auszuüben, gibt sich die Bundesregierung mit einer Lösung zufrieden, die Steuerhinterziehern eine Amnestie einräumt und sie auch in Zukunft besser stellt gegenüber ehrlichen Steuerzahlern in Deutschland.

Mit freundlichen Grüßen
Christine Scheel
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Frage zum Thema Finanzen
29.09.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Scheel,

als Aschaffenburgerin, habe ich mit Bedauern festgestellt, dass Sie dem "Euro-Rettungsschirm" zugestimmt haben. Mir unverständlich, da Sie als Fachfrau wohl wissen, dass diese Milliarden nur den Großbanken zugute kommen und den von Staatsbankrott bedrohten Staaten, insbesondere deren Bürgern, nicht hilft.
Muss ich befürchten, dass es die gleiche Parteidisziplin ist, die damals die Grünen bewog den HartzIV-Gesetzen zuzustimmen, weil es angeblich "keine andere Wahl" gab? Der einzige grüne Abgeordnete mit Rückgrat scheint Herr Ströbele zu sein. Was unterscheidet die Grünen eigentlich noch von den sogenannten Volksparteien?
Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß


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Frage zum Thema Wirtschaft
13.10.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Scheel,

Sie sind zum Vorstandsmitglied der HSE in Darmstadt gewählt worden und treten diesen Job wohl am 1.2.2012 an.

1)
Der Presse ist zu entnehmen das dies gegen den Willen des Darmstädters OB Partsch (Grüne) geschieht. Insbesondere weil Ihre Besetzung Teile einer Auseinandersetzung zwischen seinem Amtsvorgänger Hoffmann (SPD) der (noch) Aufsichtsratsvorsitzender der HSE ist, ist.

Wie stellen Sie sich zu diesem Vorgang?

2)
Wie stellen Sie sich generell zum Wechsel von Bundestagsabgeordneten und anderen Funktionsträgern in positionen der Wirtschaft? Aus grüner Sicht waren doch die Wechsel von Schröder, Clement, Müller in die Energiewirtschaft, oder Koch zu Bilfinger und Berger problematisch.

Was unterscheidet Ihre Vorgehensweise von der kritisierten.?

Mit freundlichen Grüßen

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Ihre Frage an Christine Scheel
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