Sehr geehrter Herr

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haben Sie recht herzlichen Dank für Ihre Mail.
Die Papierflut im Briefkasten ist in der Tat für viele Menschen ein Ärgernis.
Als Verbraucher haben Sie jedoch die Möglichkeit, dies durch einen Aufkleber "Keine Werbung" bzw. "Keine Anzeigenblätter" zu unterbinden. Darüber hinaus ist ein Eintrag in die Robinson-Liste des Deutschen Dialogmarketing Verband e.V. (DDV) möglich. In diesem Fall werden Sie aus der Liste der Werbeunternehmen, die im Verband Mitglied sind, gestrichen.
Der Papierverbrauch in Deutschland liegt mit rund 230 Kilo pro Einwohner über dem europäischen Schnitt. Der WWF rechnet mit rund 30 kg Werbeflyern, die in unseren Briefkästen landen. Zwar verfügt Deutschland über ein hervorragendes System des Altpapierrecyclings. So liegt die Altpapiereinsatzquote bei rund 71%. Das Umweltbundesamt geht gleichwohl davon aus, dass sich dieser Anteil noch erheblich steigern lässt. Vor allem im Bereich der Zeitschriften und im Bürobereich sei noch erhebliches Einsparpotential.
Ob gesetzliche Maßnahmen auf nationaler oder europäischer Ebene sinnvoll sind, kann ich Ihnen im Rahmen der Beantwortung dieser Mail nicht sagen. Dies wäre zu prüfen.
Gesetze, das zeigt die Erfahrung, ändern aber nicht zwangsläufig das Verbraucherverhalten.
Wollen wir die Wälder auf der Welt erhalten, natürliche Ressourcen schonen und den Klimawandel wirksam bekämpfen, bedarf es des Einsatzes und des Bemühens aller Länder. Denn Maßnahmen in Europa nutzen wenig, wenn die wirtschaftlichen Schwellenländer ein Vielfaches des Einsparvolumens wieder verbrauchen.
Umweltschutz fängt bei jedem Einzelnen an. Ein Beispiel: Wenn sich die Verbraucherinnen und Verbraucher nur dazu entschließen könnten Kaffee zukünftig nicht mehr aus Pappbechern zu trinken, würde dies rund 6 Mrd. Pappbecher alleine in Deutschland einsparen. Dies entspricht rund 50.000 Tonnen Papier oder einen halben Million Bäume pro Jahr.
Auch durch den Kauf entsprechend zertifizierter Produkte hat es der Verbraucher in der Hand, seine Bedürfnisse ressourcen- und energieschonend zu befriedigen.
Ich danke Ihnen nochmals für Ihre Mail und werde Ihre grundsätzlichen Anregungen in meine Arbeit einfließen lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Christina Schulze Föcking MdL