Carl Edgar Jarchow (FDP)
Abgeordneter Landtag Hamburg

Grunddaten
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Außenhandelskaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB
Wohnort
-
Wahlkreis
Altona
Landeslistenplatz
10, über Liste eingezogen
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Wenn die von Ihnen zitierten Aussagen von Seiten an diesem Einsatz beteiligter Polizeibeamten wirklich so gefallen sind, kann ich Ihnen mitteilen, daß wie sie weder für angemessen halten, noch für taktisch zielführend. Wir werden dieses bei entsprechender Gelegenheit mit dem Senat zur Sprache bringen. (...)
Parlamentarische Arbeit
Ordentliches Mitglied
Innenausschuss
Ordentliches Mitglied
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Jarchow,

Sie gehören zu den 23 neugewählten Abgeordneten der Bürgerschaft, die ihr gewonnenes Mandat auch dem neuen Wahlrecht zu verdanken haben (insofern Sie bei "starren" Landes- oder Wahlkreislisten nicht zum Zuge gekommen wären).

Zu Ihrer Wahl gratuliere ich Ihnen sehr herzlich!

Ich darf mich kurz vorstellen: Mein Name ist Dr. , ich bin Politikwissenschaftler (wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft der Universität Passau, Lehrbeauftragter in Hamburg) und befasse mich intensiver mit dem neuen Hamburger Wahlrecht. Dazu habe ich mir gedacht, über "abgeordnetenwatch.de" eine kleine Umfrage unter den 23 "Nutznießern" des neuen Wahlrechts bei der diesjährigen Bürgerschaftswahl zu machen. Um Ihre Zeit nicht über Gebühr zu beanspruchen, beschränke ich mich auf eine Frage mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten.

Sie lautet:

Auf welche Faktoren führen Sie Ihren Wahlerfolg hauptsächlich zurück?
(bitte maximal drei einschließlich sonstiger Faktoren nennen!)

? engagierter persönlicher Wahlkampf

? Unbeliebtheit eines aussichtsreichen Mitbewerbers

? überdurchschnittlicher Bekanntheitsgrad aufgrund ________________________________

? überdurchschnittliche soziale Vernetzung durch __________________________________

? besonderes soziales Merkmal (z.B. Alter, Geschlecht, Beruf, Wohnort, ethnische bzw. religiöse Zugehörigkeit): _______________________________________________________

? Landeslistenposition 31

? Zufall

? kann ich mir nicht erklären

? Sonstiges: ________________________________________________________________


Vielen Dank für Ihre Kooperation!

Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr.
Antwort von Carl Edgar Jarchow
1Empfehlung
10.03.2011
Carl Edgar Jarchow
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Fragen, die ich wie folgt beantworte:

Auf welche Faktoren führen Sie Ihren Wahlerfolg hauptsächlich zurück? (bitte maximal drei einschließlich sonstiger Faktoren nennen!)

x engagierter persönlicher Wahlkampf

? Unbeliebtheit eines aussichtsreichen Mitbewerbers

? überdurchschnittlicher Bekanntheitsgrad aufgrund

x überdurchschnittliche soziale Vernetzung durch langjähriges Engagement in Institutionen wie Elternrat, Sportverein

x besonderes soziales Merkmal (z.B. Alter, Geschlecht, Beruf, Wohnort, ethnische bzw. religiöse Zugehörigkeit): Mittelalt, Kaufmann, verheiratet

? Landeslistenposition 31

? Zufall

? kann ich mir nicht erklären

? Sonstiges:
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
08.05.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Jarchow,

am Samstag, 30.4.2011 sah ich auf meinem Nachhauseweg in der Max-Brauer-Allee ein Polizeiaufgebot, das mich sehr erschreckt hat und das ich als Provokation empfand: Wasserwerfer, viele Polizeibusse und -autos sowie jede Menge PolizistInnen in voller Ausrüstung. Auf meine Frage, warum dieser massive Polizeiaufmarsch gegen eine Demonstration, die sich u.a. gegen die Schließung der Roten Flora wehrt, antwortete ein Polizist, ob ich brennende Autos gut fände. Oder z.B. die kaputte Scheibe am Bus. Ich verneinte, wollte aber wissen, wie er darauf komme, dass ein oder mehrere Teilnehmer der Demonstration dies gewesen wären. Er erwiderte: "Ein alter Mann wird es wohl nicht gewesen sein!" Eine solch unqualifizierte Antwort habe ich nicht erwartet. Sie lässt aber tief blicken. Deshalb meine Fragen an Sie, Herr Jarchow:
1. Wie werden die Polizistinnen und Polizisten auf Ihre Einsätze bei Demonstrationen z.B. für mehr Jugend- und Kulturzentren vorbereitet? Inhaltlich und auch in Hinblick auf den Einsatz von Gewalt. Welche Änderungen streben Sie und Ihre Partei an?
2. Bei einem derartig provokanten Polizeiaufmarsch kann ich nicht sicher sein, die Teilnahme an einer Demonstration unversehrt zu überstehen. Dadurch aber ist mein im Grundgesetz verankertes Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit nicht mehr gewahrt. Was gedenken Sie und Ihre Partei dagegen zu tun?
Interessiert sehe ich Ihrer Antwort entgegen.

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Carl Edgar Jarchow
3Empfehlungen
01.06.2011
Carl Edgar Jarchow
Sehr geehrte Frau ,

wenn die von Ihnen zitierten Aussagen von Seiten an diesem Einsatz beteiligter Polizeibeamten wirklich so gefallen sind, kann ich Ihnen mitteilen, daß wie sie weder für angemessen halten, noch für taktisch zielführend. Wir werden dieses bei entsprechender Gelegenheit mit dem Senat zur Sprache bringen.

Allerdings möchte ich sie auch für ein gewisses Verständnis für den Fall solcher Aussagen von Polizeibeamten im Einsatz bitten, da diese wahrscheinlich zu einem erheblichen Teil auch dem Streß in der konkreten Einsatzlage geschuldet sind. Das ganz auch vor einem zunehmend durch Streß, Überstunden und agressivem bis gewalttätigen Angriffen geprägten Dienstalltag.

Nach unseren Informationen ist die Ausbildung , Schulung und konkrete Vorbereitung auf Einsätze bei der Hamburger Polizei im Rahmen der Verhältnisse gut. Da galt insbesondere für den von ihnen angesprochenen Einsatz, bei dem es diesmal klare Direktiven und ein stringentes Einsatzkonzept gab, das auch konsequent durchgehalten wurde und von den eingesetzten Kräften auch umgesetzt werden konnte.

Unser Hauptziel ist es, auf eine Entlastung der Polizei von nicht hoheitlichen Aufgaben und eine bessere Personalausstattung "auf der Straße" zu Lasten von Innendienst und Stäben hinzuarbeiten. Dadurch kann die individuelle Dienstbelastung der eingesetzten Beamten verringert werden, um ausgeruhtere und ungestreßtere Beamte in den Kontakt mit den Bürgen zu senden. Auch werden wir auf praxisgerechte rechtliche Regelungen und bedarfsgerechte Einsatzmittel für die Polizei hinarbeiten, um die Lage im Dienstalltag und bei Großeinsätzen möglichst zu entspannen.

Das massive Polizeiaufgebot bei den betreffenden Veranstaltungen und in den taktischen Bereitstellungsräumen für zusätzliche war offenbar leider nötig und richtig, wie man inzwischen aus den Ergebnissen des Einsatzes erkennen kann. Durch dieses Vorgehen ist es in diesem Jahr gelungen, die exzessive Gewalt der vorangegangenen Jahre zu verhindern. Dabei konnte sogar auch die Zahl der nötigen Einsätze gegen Störer deutlich verringert werden. Es ist Aufgabe des Staates, Ihr im Grundgesetz verankertes Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wirksam zu schützen und das anderer ebenfalls. Daher ist ein wirksames Vorgehen gegen Personen geboten, die ihr Recht durch Störungen oder gar Gewalttaten im Rahmen einer Demonstration zu beeinträchtigen versuchen. Daneben ist es natürlich auch Aufgabe der Staatsorgane, die persönliche Sicherheit wie Besitz- und Eigentum unbeteiligter wirksam zu schützen, um die Grundrechte aller Bürger zu einem bestmöglichen Ausgleich zu führen. Wir werden daher ein Vorgehen der Polizei wie in dieser Angelegenheit erfolgt auch in Zukunft klar unterstützen.

mit freundlichem Gruß Carl Jarchow
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
25.06.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Jarchow,

von einem Mitglied der Hamburger Bürgerschaft erwarte ich den vollen Einsatz für die Stadt und ihre Bürger.
Wie können Sie dieser Aufgabe gerecht werden, wenn Sie gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des HSV sind? Ich nehme an, dass die Führung eines solch großen Vereines mit vielen zeitintensiven Aufgaben verbunden ist. Wie viel Ihrer wöchentlichen Arbeitszeit (wie hoch ist diese überhaupt?) müssen Sie für den HSV aufbringen? Warum brauchen Sie neben Ihrer Tätigkeit im Senat ein solches Amt? Welche Ziele verfolgen Sie insgesamt mit Ihrer Tätigkeit beim HSV? Wird Ihr Engagement in der Bürgerschaft darunter eventuell leiden?
Als FDP Wähler kann ich nur hoffen, dass Sie sich hauptsächlich Ihren Aufgaben in der Bürgerschaft denn denen des HSV widmen. Ich zähle auf Sie!

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Herzlichst,


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