Bruno Claußen (CDU)
Abgeordneter Hamburg 2004-2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Bruno Claußen
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Polizeibeamter
Ausgeübte Tätigkeit
Polizeibeamter, Behörde für Inneres, FHH
Wohnort
-
Bezirk
Hamburg-Wandsbek
Landeslistenplatz
68, über Liste eingezogen
(...) Ich hoffe, dass diesem positiven Beispiel viele weitere Arbeitnehmer folgen werden, um den Schadstoffausstoß weiter zu reduzieren. Denn Klimaschutz beinhaltet nicht nur große Programme und Projekte, sondern beginnt bei jedem Einzelnen von uns. So sind alle Hamburger aufgefordert, ihren Beitrag für eine messbare Reduzierung der CO2-Emissionen zu leisten, um die Stadt zu einer Modellregion für Klimaschutz und Klimaforschung zu entwickeln. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
31.05.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Claußen,

was ich am Pfingstmontag auf der Demonstration erlebte, war für mich geprägt von Provokation und Hysterie. Und zwar von und auf Seiten der Polizei. Etwa auf Höhe Baumwall kam der Demozug erneut zum Halten. Ursache war eine Gruppe von Polizisten, von denen einer einen Demonstranten mit Öcalan-Fahne am Unterarm festhielt. Übrigens nicht der einzige Vorfall dieser Art, wie mir ein Teilnehmer sagte. Als dann die umstehenden Demonstranten in Sprechchören die Freilassung des Mannes forderten, drängten immer mehr Polizisten zum Ort des Geschehens. Ich bekam Muffe. Nicht wegen des Mannes mit der Fahne, sondern der extremen Polizeipräsenz und dem Verhalten einiger Polizisten. Einer z.B. zog plötzlich und grundlos das Visier seines Helms herunter und guckte uns breitbeinig, mit verschränkten Armen kampfbereit an. Ein anderer hielt die ganze Zeit über seine Hand am Schlagstock, während er herrisch einem Teilnehmer befahl, die Szene mit dem Festgehaltenen nicht zu fotografieren. Wir aber wurden von mindestens zwei Polizisten die ganze Zeit über gefilmt und fotografiert. Wenige Meter daneben stand ein Polizeiseelsorger, sah in die andere Richtung und grinste. Solch Vorgehensweisen, ebenso wie das massive Polizeiaufgebot, das den Demonstrationszug fast einkesselte, war und ist vollkommen unangemessen und erzeugt nur Angst wie auch Wut. Ist das das Ziel von Polizeieinsätzen bei Demonstrationen von Gegnern der rechtsliberalen Globalisierung? Das kann ich nicht glauben. Deshalb interessiert mich, was sie in Zukunft tun werden, um eingesetzte Polizistinnen und Polizisten verantwortungsvoll auf ihre Aufgaben vorzubreiten. Zum anderen möchte ich bitte erfahren, was Sie bzw. Ihre Behörde mit den Aufnahmen der Polizei zu machen gedenken resp. gedenkt.

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Bruno Claußen
4Empfehlungen
04.06.2007
Bruno Claußen
Sehr geehrte Frau ,

da ich am Pfingstmontag die Demonstration nicht persönlich miterlebt habe, kann ich mich zu den von Ihnen erhobenen Vorwürfen nicht äußern. Auf Ihre konkreten Fragen gehe ich aber selbstverständlich gern ein.

Natürlich halte auch ich friedliche Versammlungen und Demonstrationen für einen wichtigen und unverzichtbaren Bestandteil unserer Verfassung. Für die Demonstration am Pfingstmontag bestand jedoch nach einhelliger Meinung vieler Experten ein erhebliches Gefahrenpotential, so dass – auch nach meiner Einschätzung – eine erhöhte Polizeipräsenz erforderlich war, um die friedlichen Demonstrationsteilnehmer, die Hamburger Bürger und die Gäste des Außenministertreffen ASEM vor Ausschreitungen und Gewalttätigkeiten zu schützen. Ich bin nicht der Meinung, dass dieses Polizeiaufgebot Angst und Wut geschürt hat. Im Gegenteil, die erforderliche Präsenz der Polizei hat dazu geführt, dass es während der Demonstration zu keinen größeren Gewalttätigkeiten gekommen ist. Diese gab es – wie Sie wissen – im Anschluss an die Demonstration im Schanzenviertel. Dabei wurden Polizisten massiv angegriffen – insgesamt mussten 179 Beamte ärztlich behandelt werden. Erhebliche Gewaltbereitschaft bei einem Teil der Demonstranten war also zweifellos vorhanden.

Da ich bis vor kurzem selbst Polizeibeamter war, weiß ich, wie gut die Beamtinnen und Beamten ausgebildet sind und wie sorgfältig sie auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Ein aggressives Vorgehen bei Polizisten während einer Demonstration habe ich in all den Jahrzehnten nie erlebt. Im Gegenteil, die besonnene Art der Beamten wirkt nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen stets deeskalierend.

Seit der Einführung des Vermummungsverbotes für Versammlungsteilnehmer, ist der Einsatz von Videotechnik bei Demonstrationen nach dem Versammlungsgesetz gesetzlich geregelt. Grundsätzlich müssen Aufnahmen unmittelbar nach Beendigung der Versammlung gelöscht werden. Dies gilt aber nicht, wenn die Daten zur Verfolgung von Straftaten benötigt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Bruno Claußen
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
10.10.2007
Von:

"www.wahlkreis-wandsbek.de" oder "Der Wahlkreis sind wir!"


Hallo Herr Claußen,


wenn ich die Seite "www.wahlkreis-wandsbek.de" aufrufe, erscheint nicht – wie mensch eigentlich vermuten sollte – eine Aufstellung aller KandidatInnen dieses Wahlkreises für die kommende Bürgerschaftswahl; nein: Mir lächelt entschlossen das bekannte Wandsbeker CDU-Power-Trio entgegen.

Bei allem Respekt für selbstbewusstes, offensives Wahlkampfauftreten - finden Sie nicht, dass Sie drei damit ein wenig über´s Ziel hinausgeschossen sind?

Mich interessiert Ihre Meinung dazu.


Gruß,

Antwort von Bruno Claußen
6Empfehlungen
11.10.2007
Bruno Claußen
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie kennen sicherlich das Sprichwort: "Der frühe Vogel fängt den Wurm". Ein Sprichwort, das auch in der Politik Gültigkeit hat. So auch in diesem Fall. Wir drei Wandsbeker CDU-Bürgerschaftsabgeordnete haben uns bereits vor geraumer Zeit die Domain www.wahlkreis-wandsbek.de gesichert. Wir denken, dass wir damit einmal mehr bewiesen haben, dass die CDU in Hamburg für schnelles und zielgerichtetes Handeln steht.

Wir sind einfach schneller als unsere politischen Mitbewerber gewesen - nicht ohne Grund hat uns die SPD via Zeitungsbericht kreatives Handeln attestiert.

Ob in der Politik oder Wirtschaft – hier wie dort ist es durchaus Usus, sich bestimmte Domains zu sichern und auf diesen über sich und seine Arbeit zu informieren. Und da wir auch gegen keinerlei Namensrechte verstoßen, ist unser Vorgehen politisch wie rechtlich absolut einwandfrei.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Niedmers, Dr. Natalie Hochheim, Bruno Claußen
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.11.2007
Von:

Moin sehr geehrter Herr Claußen,

ich habe hier auf der Startseite für die Bürgerschaft Hamburg lesen können, dass anfang diesen Monats die Einführung des Wahlstiftes nun offiziell legitimiert worden ist.
Mich interessiert folgendes: Das Gesetz ist verabschiedet worden mit den Gegenstimmen der Opposition (ist ja nichts ungewöhnliches) UND mit einer Gegenstimme aus den eigenen Reihen - Ihrer!

Ich wäre sehr interessiert, wenn Sie uns schildern könnten, warum SIe sich gegen ihre Fraktion gestellt haben. Das finde ich bemerkenswert, denn die ganzen Male die ich in der Bürgerschaft zugesehen habe hat jede Fraktion immer nur geschlossen gestimmt-wie langweilig.

Welche Gründe haben Sie dazu bewogen, gegen den Wahlstift zu stimmen? GIbt es Ihrer Meinung nach (als Sicherheitsexperte) ein Sicherheits-defizit bei diesem Stift???

Würde mich sehr über Antwort freuen

Antwort von Bruno Claußen
1Empfehlung
07.11.2007
Bruno Claußen
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage und Ihr Interesse an der Sicherheit des Digitalen Wahlstiftes, der am 24. Februar kommenden Jahres bei den Wahlen zur Bürgerschaft und den Bezirksversammlungen eingesetzt wird.

Vorab: Ich habe *nicht* gegen die Einführung des Wahlstiftes gestimmt. Die Hamburgische Bürgerschaft hat in ihrer Sitzung vom 26. April 2006 *einstimmig* einen gemeinsamen Antrag von CDU und SPD beschlossen, in dem der Einsatz von Digitalen Wahlstiften zur Erleichterung des Auszählungsvorgangs gefordert wird. Der Digitale Wahlstift stellt sicher, dass das Wahlergebnis noch am Wahlabend festgestellt werden kann – bei konventioneller Auszählung per Hand wäre dies aufgrund des neuen, komplexen Wahlrechts nicht möglich und würde mehrere Tage dauern.

Zweifel an der Sicherheit des Digitalen Wahlstift-Systems habe ich nicht, da es besonders hohe Sicherheitsanforderungen (beispielsweise spezielle Schutzprofile gegen Manipulationen) erfüllen muss. Zudem ermöglicht der Digitale Wahlstift auch die herkömmliche Stimmenauszählung per Hand. Und: bei einem Test im Rahmen der Bundestagswahl 2005 fand der Digitale Wahlstift großen Zuspruch bei den Hamburger "Testwählern".

Ich gehe davon aus, dass Sie mit Ihrer Frage auch auf mein Abstimmungsverhalten in Bezug auf das Wahlrecht anspielen. Meine Beweggründe habe ich hier im Abgeordnetenwatch-Forum am 5. Oktober 2006 in Antworten auf drei entsprechende Fragen dargelegt.

Mit freundlichen Grüßen

Bruno Claußen
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