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Sehr geehrte Frau Zypries!
Herr

weist Sie in seiner hier am 3.04.09 an Ihre Adresse gestellten Frage auf die in der ARD-Sendung "Monitor" behandelten prekären Arbeitsbedingungen einer Dame, die sich für einen Stundenlohn von 4,50 Euro auf Weisung der Arbeitsverwaltung verdingen musste.
Zitat Herr

:
"Erst nach einem Prozess von 2 Jahren (!), stellte das Landesarbeitsgericht fest, dass es einem Arbeitnehmer unzumutbar ist, einen solchen Dumpinglohn zu akzeptieren.
Erst daraufhin zeigte der zuständige Behördenleiter etwas Reue, allerdings sehr gedämpft.
Dieser Vorgang zeigt mal wieder, wie Behörden – speziell die Arbeitsverwaltung, aber auch andere - schamlos und unverfroren Druck auf Bürger ausüben. (...) "
Herr

stellt Ihnen diesbezüglich die Frage:
"Meine Frage an Sie, Frau Minister:
Halten Sie ein solches Verfahren für sozial vertretbar? "
www.abgeordnetenwatch.de
In Ihrer Antwort vom 6.05.09 gehen Sie zwar für mich nachvollziehbar auf die mit der Klärung dieser Frage im Zusammenhang stehenden juristischen Belange ein.
Das ändert aber nichts an der m.E. im vorliegenden Fall haarsträubenden Unsozialität von der alleinerziehenden Mutter (!)im vorliegenden Fall erlittenen Arbeitsbedingungen beim Textildiscounter Kik.
Als Information verweise ich auf die Internetpräsenz der Monitorsendung vom 2.04.09:
www.wdr.de (bitte dort bis etwa zur Mitte scrollen)
Frage 1:
Halten Sie die dort dargestellten Arbeitsbedingungen beim Textildiscounter Kik in einem modernen Industrieland für hinnehmbar?
Frage 2:
Erkennen Sie Handlungsbedarf?
Mit Bedauern nehme ich zur Kenntnis, dass Sie sich sich am 22.01.09 weder an der Abstimmung zu Mindestarbeitsbedingungen sowie an der für den Mindestlohn für sechs weitere Branchen beteiligt haben.
Frage 3:
Werden Sie sich engagiert für einen Mindestlohn einsetzen, wenn ja, in welcher Höhe?
Mit freundlichen Grüßen
