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Sehr geehrte Frau Zypries,
welchen Sinn macht eine Bewährungsstrafe?
Warum lassen Richter in Deutschland Intensivtäter laufen, die sich nicht bewährt haben?
Im folgenden Beispiel (
www.mopo.de ) wurde ein Intensivtäter jetzt zum dritten Mal zur Bewährung verurteilt. Wie ist das möglich? Warum darf ein Intensivtäter noch mehr Gelegenheiten bekommen, um Straftaten zu begehen?
Was mich aber noch brennender interessiert ist die Frage: Was passiert, wenn – wie in diesem Beispiel – der Täter seine Androhung wahr macht und seine Ex-Freundin tötet? Kann dann der Richter den Schleier der Unwissenheit über sich hängen? Wenn die Morddrohung schon ausgesprochen, der Täter vor Gericht die Drohung zugegeben und deswegen "verurteilt" wurde, der Täter dann die Tat begeht …. Müsste er dann laut Gesetz wegen Mordes, oder wegen Totschlags verurteilt werden?
In Ihrer Antwort vom 18.12. 2008 an Herrn Schlüter (
abgeordnetenwatch.de ) schrieben Sie "Die Bundesregierung unternimmt selbstverständlich alles, um den bestmöglichen Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten."
Was bringt es dem Opfer, wenn die Bundesregierung angeblich alles zum Schutz der Bürger tut, aber die Richter es einfach ignorieren? Warum wird der Täterschutz in Deutschland mehr geachtet als der Opferschutz? Ein Opfer muss für die Behandlungskosten (Psychologen, Wiedereingliederung) kämpfen und teilweise selber aufkommen. Der Weiße Ring hat seine Existenz, weil Opfer vom Gesetzgeber benachteiligt werden/wurden. Der Täter erhält einen kostenlosen Anwalt, kostenlosen Aufenthalt im Gefängnis (wenn überhaupt Freiheitsstrafe), kostenlose Speisen und Getränke im Gefängnis, psychologische Betreuung zum Abbau der Aggressionen und das damit verbundene kostenlose Kampfsporttraining.
Warum setzen uns Richter den Gefahren von Intensivtätern aus?
Besten Dank für ausführliche Antworten
