Birgit Homburger (FDP)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Birgit Homburger
Jahrgang
1965
Berufliche Qualifikation
Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Konstanz
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Baden-Württemberg
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(...) Der Unterhaltsvorschuss wird derzeit maximal 72 Monate bis zu einem Höchstalter des Kindes von 12 Jahren gezahlt. Ein Anspruch des Kindes eines alleinerziehenden Elternteils auf Leistungen besteht, wenn es vom anderen Elternteil keinen oder nur teilweise Unterhalt erhält. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
29.03.2007
Von:

Wann gibt es endlich eine KV die auch Helmut Schmidt ver- steht und wo man einfach ablesen kann, was man für seinen Beitrag erhält und was nicht ? Wann gibt es eine KV die länger als ein halbes Jahr gleich bleibt ?
MfG
Antwort von Birgit Homburger
3Empfehlungen
30.03.2007
Birgit Homburger
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage zum Thema "Gesundheit" habe ich erhalten.

Die FDP setzt in der Gesundheitspolitik auf Wahlfreiheit, Wettbewerb und Transparenz und will den privaten Krankenversicherungsschutz mit sozialer Absicherung für alle.

Erst im Februar hat die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag eine sogenannte Gesundheitsreform beschlossen, die zum 1. April 2007 in Kraft tritt. Dieses Gesetz ist bürokratisch, kostentreibend, bevormundend, wettbewerbsfeindlich und verschlechtert die Versorgung der Patienten. Es wird den Zielen, die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung längerfristig auf ein tragfähiges Fundament zu stellen, die Beiträge und damit die Lohnzusatzkosten zu senken und den Wettbewerb zu stärken, in keinster Weise gerecht.

Sie sehen daran, daß die FDP Ihre Unzufriedenheit mit der jetzigen Situation im Gesundheitswesen teilt. Leider konnten wir als Oppositionsfraktion unsere Politik nicht durchsetzen. Damit wird die unbefriedigende Situation auf unbestimmte Zeit bleiben.

Weitere Informationen zur Gesundheitspolitik der FDP und zur Kritik am Gesetz der Koalition aus CDU/CSU und SPD finden Sie in einem Entschließungsantrag, den ich Ihnen anbei zur Kenntnis übersende.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Homburger
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Frage zum Thema Internationales
30.03.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Homburger,

1)Raketenabwehr
a)Ist es nicht gefährlich seine Hoffnungen und Strategien auf Wunderwaffenhoffnungen einer Raketenabwehr zu setzen,bei deren Funktionsfähigkeit erhebliche Zweifel angebracht sind?
Schließlich wäre der Ernstfall der einzig verläßliche Testfall.
Wäre es nicht besser auf eine klare Abschreckung zu setzen?
b) Soweit ich de Hoop Scheffer und andere Politiker verstanden habe, möchte man eine Arbeitsteilung: Die USA Raketenabwehr für Langstrecken, die Europäer ein eigenes Raketenabwehrsystem für Kurzstrecken für den Südosten.Wie weit ist eigentlich die technologische Entwicklung europäischer Systeme gediehen?Ich kann mich noch an die Europäische Verteidigungsinitiative EVI von Helmut Kohl/ Manfred Wörner erinnern, die ein taktisches Raketenabwehrsystem vorsah. MBB hatte auf dem Reißbrett einen Hochenergielaser, der auf einen Panzer montiert werden sollte.Das Projekt wurde scheinbar nie verwirklicht und außer MEADS, dem auch die Grünen zustimmten,scheint es ja noch keine anderen fertigungsreifen Projekte zu geben.
2) Wie wahrscheinlich ist es, daß die deutsche Bundesmarinebei einem Konflikt im Persischen Golf/der Straße von Hormuz eingesetzt wird--sei es als Blockadebrecher oder Minenräumer?Könnte sich daraus ein NATO-Fall ergeben?Der Fall um den deutschen Seemann und nun um die britischen Seeleute zeigt ja, daß sich hier eine Art Golf-von Tongkin-Affäre wiederholen könnte.Ahamdinedschad dürfte an solchen außenpolitischen Provokationen Interesse haben, seit sein Stern innenpolitisch seit den Kommunalwahlen 2007 im Sinkflug begriffen steht.Würde die FDP einem Einsatz der Bundesmarine im Persischen Golf zustimmen?
Antwort von Birgit Homburger
3Empfehlungen
03.04.2007
Birgit Homburger
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Fragen zum Thema Raketenabwehr und der Wahrscheinlichkeit für einen Einsatz der Deutschen Marine am Persischen Golf/Straße von Hormuz habe ich erhalten.

Zum Thema Raketenabwehr übersende ich Ihnen anbei einen Beschluß des Bundesvorstandes der FDP sowie zwei Reden meiner Kollegen Elke Hoff, MdB, sowie Dr. Werner Hoyer, MdB. Diesen Unterlagen können Sie die Position der FDP-Bundestagsfraktion entnehmen.

Für einen Einsatz der Deutschen Marine an der Straße von Hormuz gibt es kein Mandat. Die Frage eines möglichen Bundeswehreinsatzes stellt sich nicht. Überlegungen, die in diese Richtung gehen, sind reine Spekulation.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Homburger
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Frage zum Thema Internationales
30.03.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Homburger,

die Forderung von Angela Merkel nach einer Europaarmee ist überfällig und man dachte schon die EVSP sei eingeschlafen.
Andererseits sind 30 Jahre als Perspektive zu lange.In dieser Zeit kann zuviel passieren.Wäre es nicht besser, wenn Deutschland und Frankreich hier vorangehen inklusive Force de frappe (vgl.die Forderung von F.J.Strauß nach einer europäischen Atommacht) und eine Art Coalition of the willing herstellen ohne dabei jedoch aus der NATO auszutreten. Würde eine eigene europäische Abschreckungsoption das Verhandlungsgewicht in den transatlantischen Beziehungen nicht erhöhen?

MfG
Antwort von Birgit Homburger
5Empfehlungen
03.04.2007
Birgit Homburger
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage zum Thema "Europa-Armee" habe ich erhalten.

Liberale Sicherheitspolitik setzt sich dafür ein, daß die NATO für Europa und Nordamerika unverändert das wichtigste militärische Bündnis bleibt, um unter Wahrung des Gewaltmonopols der UNO angemessen auf die globalen Bedrohungen reagieren zu können. Daneben ist die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) auszubauen.

Europa muß in die Lage versetzt werden, Konfliktfällen allein vorbeugen zu können und gegebenenfalls schnell, gemeinsam und flexibel zu reagieren. Längerfristiges Ziel ist die Schaffung gemeinsamer europäischer Streitkräfte unter einem einheitlichen Oberbefehl. Eine funktionierende und sich in diese Richtung entwickelnde ESVP stärkt nicht nur Europa, sondern auch die atlantische Allianz.


Mit freundlichen Grüßen
Birgit Homburger
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
20.04.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Homburger,

wie stehen Sie zur neuen Rechtschreibung, die jetzt bekanntlich verbindlich ist? In Ihren Antworten benutzen Sie noch alte Schreibweisen, die auch die Presseerzeugnisse nicht mehr anwenden, die lange Zeit Widerstand geleistet haben. Handelt es sich bei Ihnen um ein Versehen oder steht eine bewusste Ablehnung dahinter?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Birgit Homburger
3Empfehlungen
22.05.2007
Birgit Homburger
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage zur Rechtschreibreform habe ich erhalten.

Ich halte die in den letzten Jahren von den Kultusministern geführte Diskussion für kropfunnötig. Die Kultusministerkonferenz hätte sich besser mit der Situation im Bildungswesen und deutlich wichtigeren Problemen in diesem Bereich intensiv befasst.

Der ganze Ablauf zeigt, daß die übergangsweise in Kraft gesetzte Rechtschreibreform unausgegoren war. Nicht ohne Grund wurde sie dann ja in etlichen Punkten rückgängig gemacht. Nach der abschließenden Entscheidung hat sowohl die FDP-Bundespartei als auch die FDP-Bundestagsfraktion die neue Rechtschreibung übernommen, obwohl die neuen Regeln keinerlei Fortschritt, keinerlei Vereinfachung und keinerlei Modernisierung erbringen. Der ganze Vorgang hat nur zu Chaos und Verunsicherung geführt.

Die Neuregelung hat in etlichen Punkten lediglich dazu geführt, unter Varianten wählen zu können, weil sowohl die alten als auch die neuen Schreibweisen möglich sind. Mit Klarheit in der Rechtschreibung hat das nichts zu tun. Ich selbst habe sie in meinem Büro teilweise umgesetzt. Vor allen Dingen finde ich die Neuregelung bei "daß" und "dass" völlig uneinsichtig und unverständlich. Hier führt die neue Rechtschreibung mit zwei "ss" nur dazu, daß noch häufiger "daß" und "das" verwechselt werden, was mich persönlich sehr stört. Aus diesem Grunde habe ich weiterhin an der Schreibweise "daß" festgehalten. Im Laufe der Zeit werden wir sicherlich auch in meinem Büro die Rechtschreibregeln vollständig umsetzen. Die Sache ist aber in keiner Weise prioritär, mir persönlich auch nicht wichtig und ich habe bisher keine Zeit und keine Lust gehabt, mich mit den Details auseinanderzusetzen.

Ich glaube, daß die Weiterentwicklung der Sprache durch den Sprachgebrauch der Menschen und ihre gelegentliche Feststellung durch die Dudenredaktion eine vernünftige Angelegenheit ist. Ich hoffe, daß dies zukünftig wieder so gemacht wird.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Homburger
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
22.04.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Homburger,
in der gestrigen Zeitung entnahm ich Ihre Stellungnahme zur Gentechnik in der Landwirtschaft. Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, welche Auswirkung die Gentechnik auf die Bestäubung der Planzen durch Bienen hat. Ich bin zwar kein Imker, aber ich habe vor einer Woche eine erschütternde Sendung in SWR2 gehört und bin entsetzt mit welchen Argumenten Sie für die Gentechnik eintreten. Wie schätzen Sie die Folgen ein, wenn keine Bestäubung der Pflanzen durch Insekten erfolgen kann. In USA werden bereits Ventilatoren eingesetzt.
Mfg
Antwort von Birgit Homburger
3Empfehlungen
22.05.2007
Birgit Homburger
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage habe ich erhalten. Ich persönlich und auch die FDP Baden-Württemberg hat sich intensiv mit der Frage der Nutzung der Biotechnologie/Gentechnik auseinandergesetzt. Mehrere Expertengremien der FDP Baden-Württemberg haben über viele Monate unter Hinzuziehung externer Experten in Anhörungen das Thema vorbereitet und an der Erarbeitung des Leitantrags unseres Landeshauptausschusses gearbeitet. Dabei sind selbstverständlich auch Kritiker der Technik zu Wort gekommen.

Nach eingehender Beratung haben wir am letzten Samstag einen Antrag beschlossen, den ich Ihnen anliegend zu Ihrer Information beifüge. Wir haben die Diskussion intensiv geführt und ich persönlich habe in der Woche vor dem Parteitag eine ganze Reihe von Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg besucht, um mich persönlich vor Ort bei den Instituten noch einmal kundig zu machen.

Wir haben uns dabei auch mit der Frage der Bienen auseinandergesetzt. In Deutschland wird nur in geringem Umfang Bt-Mais angebaut, Mais der den Wirkstoff des Bodenbakterium Bazillus thuringiensis (Bt) enthält. Präparate mit Sporen dieses Bakteriums werden in der biologischen Schädlingsbekämpfung seit Jahrzehnten angewandt. Bt-Mais ist gegenüber dem Maiszünsler resistent, einem Schadinsekt, das in den Befallsgebieten insbesondere im Oderbruch die Erträge um bis zu 30% mindert und durch zusätzlichen Pilzbefall die Qualität des Maises deutlich verschlechtert. Bei mehreren Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Befall von Mais mit Mykotoxinen, also hochgiftigen Pilzen, bei gentechnisch verändertem Bt-Mais signifikant geringer war, als bei herkömmlichen Sorten unter gleichen Bedingungen.

Der Wirkstoff von Bazillus thuringiensis ist nicht gesundheitsgefährdend für Säugetiere, auch nicht für den Menschen. Dafür gibt es jahrzehntelange Erfahrungen. Der Endbericht des in Bayern durchgeführten Bt-Mais-Monitorings stellt fest, dass mit dem Anbau von Bt-Mais "keine anderen Risiken und Nebenwirkungen verbunden sind, als durch Anwendung von seit vielen Jahren auch im Ökolandbau zugelassenen Bazillus thuringiensis-Präparaten". Der vierjährige Feldversuch wurde in Bayern auf Großparzellen an fünf Standorten durchgeführt. Die Untersuchung der Bodenmikrobiologie und die bodenzoologischen Untersuchungen von Indikatororganismen wie z. B. Regenwürmern und verschiedenen häufigen Nichtzielorganismen ergaben keine signifikanten Einflüsse des Bt-Maises. An der Universität Jena wurde die Wirkung von Bt-Mais auf Bienen speziell untersucht. Die Ergebnisse bestätigen die bayrischen Untersuchungen.

Ich hoffe, Sie können erkennen, daß wir uns mit dem Thema intensiv beschäftigt haben. Uns geht es auch in keiner Weise um das Vorschreiben einer Technik. Wir wollen Wahlfreiheit für die Verbraucherinnen und Verbraucher und analog zu den auf europäischer Ebene geltenden Regeln, eine Koexistenz der verschiedenen Anbauformen. Dies bedeutet, daß sich die Landwirte aus unserer Sicht frei für eine Anbauform entscheiden können müssen.

Unter Vorgabe klarer gesetzlicher Regeln und Grenzwerte sowie mit einer begleitenden Sicherheitsforschung müssen die Rahmenbedingungen der Nutzung der Gentechnik in Deutschland verbessert werden, wenn wir nicht weltweit von den Entwicklungen abgehängt und von anderen abhängig werden wollen. Mir ist es im übrigen lieber, Forschung unter klaren Kriterien und der Aufsicht gründlicher deutscher Behörden in Deutschland durchzuführen und damit auch Einfluß auf zukünftige Entwicklungen zu haben, als dies alles dem Ausland zu überlassen.

Der Einsatz der Biotechnologie/Gentechnik fordert eine Risikoabwägung. Daher geht es uns vor allem um Sachinformation und Aufklärung. Es darf und es muß nicht alles gemacht werden. Aber es kann und muß mehr gemacht werden, als das was derzeit in Deutschland zugelassen ist. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen für die Nutzung der Biotechnologie/Gentechnologie verbessert werden. Dafür setzen wir uns ein.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Homburger
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Ihre Frage an Birgit Homburger
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