Birgit Homburger (FDP)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
11.04.1965
Berufliche Qualifikation
Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hilzingen
Wahlkreis
Konstanz
Ergebnis
14,8%
Landeslistenplatz
1, Baden-Württemberg
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(...) Die Tradition der Streitschlichtung neben staatlichen Gerichten durch selbsternannte Mediatoren entspricht der traditionellen Sichtweise im islamischen Bereich. (...) Eine Übertragung dieser Verantwortung auf Dritte, die nicht der deutschen Rechtsordnung kraft Amtes verpflichtet sind, wird von der FDP nicht akzeptiert. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Wirtschaft
07.11.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Homburger,

das Mietwagenunternehmen Sixt hat am heutigen 07.11.2010 eine Demonstration dazu genutzt Guerillamarketing zu betreiben.
Ziel dieser Aktion war ganz offenbar nicht den gesellschaftlichen Diskurs zu bereichern, sondern als Trittbrettfahrer lediglich eigene kommerzielle Ziele zu verfolgen.
Details hierzu finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.sixtblog.de

In diesem Zusammenhang habe ich folgende Fragen an Sie:

1. Wie stehen Sie dazu dass Unternehmen Demonstrationen für kommerzielle Zwecke missbrauchen?

2. Halten Sie das Demonstrationsrecht für so wertvoll dass es ihnen sinnvoll erscheint Massnahmen zu ergreifen um Unternehmen zukünftig derartige Betätigung effizient und umfänglich verbieten zu können.

3. Sollten Sie die vorangehende Frage mit JA beantworten, welche konkreten Massnahmen dürfen wir als Wähler von Ihnen diesbezüglich erwarten?

Mit freundlichen Grüßen,

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Frage zum Thema Umwelt
07.11.2010
Von:

Im Bericht des Bundesverbandes der Energiewirtschaft 2009 steht, daß die Summe von in Deutschland überproduziertem (!) Strom + Wind-,Bio- und Sonnenenergie bereits die Hälfte des Stromes der Kernenergie ausmacht, Tendenz deutlich steigend.
Also könnte man doch - vereinfacht gesagt - bereits die Hälfte der deutschen Kernkraftwerke ohne Klimaschaden abschalten. Warum haben Sie dennoch für die Laufzeitverlängerung aller bestehenden deutschen Kernkraftwerke gestimmt?

Mit freundlichem Gruß aus Ihrer sonnigen Nachbarschaft
Dr.
Antwort von Birgit Homburger
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23.11.2010
Birgit Homburger
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Email über Abgeordnetenwatch vom 7. November 2010 habe ich erhalten.

Beim Strom kommt es nicht nur auf die erzeugte Menge an, sondern auch darauf, dass die Versorgung auch zu Zeiten der höchsten Nachfrage gedeckt ist. So war beispielsweise die Zeit zwischen dem 25. und 31. Januar 2009 besonders windarm und es bestand gleichzeitig eine sehr hohe Stromnachfrage. Ohne Kern- und Kohlekraftwerke wären in Deutschland im Januar sprichwörtlich die Lichter ausgegangen.

Die Koalition aus CDU, CSU und FDP hat zum ersten Mal seit 1973 ein konsistentes Energiegesamtkonzept für Deutschland vorgelegt. Es markiert den Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien. Mit der Verlängerung der Laufzeiten werden Gewinne bei den Unternehmen abgeschöpft, die in großen Teilen einem neuen Fonds zur umfassenden Förderung im Bereich der erneuerbaren Energien zugute kommt. Die großen Herausforderungen der Zukunft liegen im Bereich der Netzintegration und bei den Speichertechnologien. Hier soll die Förderung hauptsächlich ansetzen. Um das Zeitalter der erneuerbaren Energien in Deutschland zu erreichen, ist eine höhere Energieeffizienz ebenso unerlässlich wie ein höherer Anteil erneuerbarer Energien. Diese müssen dann aber auch dort verfügbar sein, wo sie gebraucht werden. Deshalb ist die Netzintegration von ganz entscheidender Bedeutung. Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Bezahlbarkeit der Energieversorgung in Deutschland sind die Eckpfeiler des neuen Energiekonzepts. Die Laufzeitverlängerung bei den Kernkraftwerken trägt wesentlich zur Erreichung dieser Ziele bei. Dabei bleibt es auch im neuen Energiekonzept bei der Begrenzung der Laufzeiten. So bauen wir die Brücke ins Zeitalter der erneuerbaren Energien.


Mit freundlichen Grüßen


Birgit Homburger
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Frage zum Thema Finanzen
26.12.2010
Von:

Frau Homburger,
wie geht dass zusammen
bei den Koalitionsverhandlungen für diese Super-Regierung wurden in der NRW-Landesvertretung für 8400.--EUR Wein verbraucht..ca.90 Flaschen zu ca.94.--EUR.

Das ist Römische Dekadenz.oder doch eher mehr Netto vom Brutto.
Auf ein Erfolgreiches Wahljahr 2011.
Ich kenne 9 Wähler die keine FDP mehr wählen.
Ich grüsse Sie

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Frage zum Thema Verlängerung von AKW-Laufzeiten
13.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Homburger,

laut einem Bericht der Welt ( www.welt.de ) wollen Sie uneingeschränkt am Atomstrom (bzw. der Verlängerung der Laufzeiten von deutschen AKWs) festhalten.

Laut dem Bericht in der Welt geben Sie an, dass "das Atom-Unglück in Japan stelle den Beschluss (zur Verlängerung der AKW Laufzeiten) nicht infrage".

Meine Frage an Sie ist, was in Ihren Augen dazu geeignet ist, endlich aus der Atompolitik auszusteigen? Würden Sie Ihre Haltung ändern, wenn diese schrecklichen Unfälle in Deutschland passiert wären?

Gleichzeitig würde mich auch interessieren, wie wir in Deutschland mit dem Restrisiko umgehen sollen. Ab wie viel Opfern sind Sie der Meinung, man solle sich Gedanken über die Sicherheit von Nukleartechnologie machen?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.04.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Homburger

Ihr Mitarbeiter Deutschmann hat eine Presseerklärung für Ihre Fraktion herausgegeben ( www.fdp-fraktion.de ).

Ich frage mich, ob ein Politiker, der selber reichhaltige Kadererfahrung hat und treuer Diener des DDR-Regimes war, der richtige Mann ist, sich glaubwürdig zu einem solchen Thema zu äußern. In seiner eigenen Biographie ( www.reiner-deutschmann.de ) finden Sie, dass er Lehrer für Deutsch und Geschichte war.
Dass der Herr Deutschmann ein hervorragender Vermittler des DDR-Regimes im Sinne seines Dienstherren war und wohl auch mit dem entsprechenden Eifer daran gegangen ist, zeigt seine Beförderung innerhalb der SED-/DDR-Hierarchie zum Kulturstadtrat, auch wenn er Mitglied einer Blockpartei war - die NDPD war übrigens auf Befehl Josef Stalis als Auffangbecken für Alt-Nazi gegründet worden ( www.wikipedia.org )

Daher meine Fragen
1) Geschichtslehrer waren wesentlicher Teil der Vermittlung der "Errungenschaften" der DDR und diffamierten die freiheitlich demokratische Grundordnung der westlichen Welt. Als Stadtrat für Kultur war er zudem führender Kader dieses Systems, welches systematisch Andersdenkende unterdrückte. Halten Sie einen Menschen mit einer solchen Vergangenheit in einer Partei tragbar, die sich dem Liberalismus und der freiheitlichen Gesellschaftsordnung verschrieben hat?
2) Ist es nicht ein Hohn auf die Opfer des Regimes, dass eine Regimestütze sich heute zu diesem Thema äußert?


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