Bernd Christiansen (DIE LINKE)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Bernd Christiansen
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Industriekfm. - Betriebswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Unternehmensberater Controlling
Wohnort
-
Wahlkreis
Lokstedt - Niendorf - Schnelsen , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 1.965, 2,4%
Landeslistenplatz
keinen
(...) So verstehe ich jedenfalls den Artikel 2 GG - freie Entfaltung der Persönlichkeit, sowie das Recht auf Selbstbestimmung - und den Artikel 12 GG - freie Berufausübung -. Ich finde, dass der Staat den Bürger bereits heute schon in viel zu vielen Bereichen bevormundet. Bizarr erscheint daher aus meiner Sicht, dass der Bürger nur kurz vor den Wahlen und an der Wahlurne als mündig erachtet wird. (...)
 
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
16.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Christiansen,

wie kann es sein, dass Sie sich so deutlich von Bewerbern, die sich mit Ihnen auf einer Liste befinden, distanzieren?

oder anders gefragt: warum scheint keiner in der Linken gewusst zu haben, worauf man sich mit einem Deal "Wir setzten Dich auf unsere Liste, dafür wirbt die DPK, die Linke zu wählen" einlässt?

Kommt Ihre Distanzierung zumindest zu Herrn Harms (es sind ja noch neun weitere DPK-Bewerber auf der "Die Linke"-Liste) nicht ein bisschen spät?

Ich danke Ihnen für Ihre Antwort.
Antwort von Bernd Christiansen
5Empfehlungen
17.02.2008
Bernd Christiansen
Sehr geehrter Herr ,

zunächst danke ich Ihnen für Ihre Frage. Ich distanziere ich mich nicht von einem Bewerber, sondern lediglich von seiner, wenngleich offenkundig taktisch und medial wirksam aus dem Zusammenhang gerissenen Aussage. Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurde auf diversen Versammlungen demokratisch und unter Beachtung der Wahlvorschriften gewählt. Die DKP-Mitgliedschaft von Olaf Harms war und ist kein Geheimnis gewesen - wir bekennen uns zu unseren Offenen Listen. Ich kandidiere im Übrigen für den Wahlkreis 7 und nicht auf der Landesliste.

Ich hoffe nunmehr mich in dieser Kürze deutlicher ausgedrückt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Christiansen
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Frage zum Thema Umwelt
19.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Christiansen,

wie stehen Sie oder auch die Linke Eimsbüttel dazu in der Niendorfer Straße einen Recyclinghof zu bauen. Hat Naturschutz für Politiker gar keinen Stellenwert mehr?

Mit Spannung erwarte ich Ihre Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Bernd Christiansen
2Empfehlungen
19.02.2008
Bernd Christiansen
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Das von Ihnen angesprochen Projekt erscheint aus meiner Sicht nicht sonderlich klug was den geplanten Standort anbelangt. Leider wird vielfach ökologischer Unsinn geplant und auch gegen den Willen der Anwohner entschieden. Ein gutes Beispiel scheint dafür gerade jetzt wieder die viel diskutierte Ansiedlung des Möbelgroßmarktes Höffner in einem Landschaftsschutzgebiet zu sein.

Allerdings ist ausschließlich die CDU uneingeschränkt für dieses Projekt. Andere Parteien, so ist jedenfalls einigen Presseberichten zu entnehmen, würden nur dann zustimmen, wenn das Verkehrsproblem nachhaltig gelöst würde. Derartige Spiele mit dem Bürgerwillen wollen wir nicht zulassen. Die Linkspartei Eimsbüttel lehnt die Bebauung eines ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet, als auch von Naturschutzgebieten kategorisch ab. Punkt. Was die Niendorfer Straße anbelangt sehe ich das genauso. Gerade die Anwohner der Niendorfer Straße in der Nähe der Umgehungsbahn sind bereits heute über alle Gebühr durch den Eisenbahnverkehr und den Fluglärm belastet. Hinzu kommen die regelmäßigen Überschwemmungen in diesem Gebiet. Einen Recyclinghof, also die Aufbewahrung von problematischen Sondermüll in einem zeitweise überschwemmten Gebiet zu errichten erscheint aus meiner Sicht bereits als sehr abenteuerlich. Ich hoffe das wir beide Projekte nach dem Einzug in die Hamburger Bürgerschaft noch abwenden können. Wie jeder weiß, hat es der Bürger in der Hand am 24.02. einen Volksvertreter zu wählen, der seine Interessen nachhaltig vertritt. Ich hoffe wir sehen Sie an der Wahlurne.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Christiansen
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Frage zum Thema Familie und Generationen
21.02.2008
Von:

Sehr geerhter Herr Christiansen,
was halten Sie von dem Rauchverbot in den sogenannten "Eckkneipen"? Sollte nicht jeder Gastwirt selber bestimmen können, ob in seiner Gaststätte geraucht wird oder nicht? Mich würde Ihre Einstellung und die Haltung der Linken zu diesem Thema interessieren. Mit Erwartung auf Ihre Antwort

MfG
Antwort von Bernd Christiansen
2Empfehlungen
22.02.2008
Bernd Christiansen
Sehr geehrte Frau n,

zunächst besten Dank für die an mich gerichtete Frage.

Die abschließende Position der DIE LINKE zu diesem Thema kenne ich noch nicht, da sie sich erst entwickeln muss. Jedenfalls gibt es hier auch Raucher wie Nichtraucher. Ich jedenfalls bin der Auffassung, dass jeder Gastwirt es selber in der Hand haben sollte, ob er das Rauchen in seinen Räumlichkeiten zulässt oder nicht. In seiner Gaststätte hat der Wirt das Hausrecht. Auch kann er am besten die Kundenstruktur beurteilen. Er kann durch ein Symbol am Eingang und darüber hinaus in und an der Gaststätte selbst eindeutig kennzeichnen, ob in dieser Gaststätte geraucht werden darf oder ob nicht. Diese Kennzeichnung ließe sich gesetzlich vorschreiben.
Als Gast kann ich mich dann entscheiden, ob ich diese Gaststädte betrete oder ob ich es lasse.

Das selbe gilt im Übrigen für etwaiges Personal. Ersten werden diese Gaststätten i.d.R. nur von dem Wirt selber bzw. mit zeitweiliger Hilfe von engen Angehörigen betrieben. Aber selbst wenn Personal benötigt würde, so kann dieses sich doch auch entscheiden ob es hier tätig werden möchte. So verstehe ich jedenfalls den Artikel 2 GG - freie Entfaltung der Persönlichkeit, sowie das Recht auf Selbstbestimmung - und den Artikel 12 GG - freie Berufausübung -. Ich finde, dass der Staat den Bürger bereits heute schon in viel zu vielen Bereichen bevormundet. Bizarr erscheint daher aus meiner Sicht, dass der Bürger nur kurz vor den Wahlen und an der Wahlurne als mündig erachtet wird. Danach, siehe beispielhaft den Verkauf der LBKs gegen das eindeutige Votum der Wähler, ist es mit der Mündigkeit vorbei.

Übrigens hat der Hamburger Innensenator als genießender Pfeifenraucher Udo Nagel seine Diensträumen zur Raucherzone erklärt.. Diese wurden durch ihn kurzerhand zur Raucherzone erklärt. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer konnten sich 2007 auf ein weitgehendes Rauchverbot in allen Gaststätten einigen, aber den Ländern bleibt es vorbehalten, Ausnahmen für Kneipen zuzulassen. In Behörden sollen aber keine Ausnahmen möglich sein. Auch habe ich gehört, dass in der Hamburger Spielbank das Rauchen weiterhin erlaubt sein soll. Mit einer Cohiba zwischen den Zähnen ist der Verlust von ein paar tausend Euro am Abend augenscheinlich nicht so schmerzhaft.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Christiansen
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