Armin Laschet (CDU)
Abgeordneter Nordrhein-Westfalen 2010-2012
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Grunddaten
Armin Laschet
© CDU NRW
Geburtstag
18.02.1961
Berufliche Qualifikation
Studium Rechtswissenschaften, Journalist
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Parlamenatrischer Geschäftsführer
Wohnort
Aachen
Wahlkreis
Aachen II , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
39,5%
Landeslistenplatz
5
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(...) Die Bibliotheken liegen der CDU sehr am Herzen. Aus diesem Grunde hat meine Fraktion in der vergangen Legislaturperiode den Entwurf zu einem Bibliothekengesetz in den Landtag eingebracht. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Integration
01.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Laschet!

"Die Nachkommen der meisten polnischen Bergleute haben den wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg in Deutschland geschafft, weil sie sich darum gekümmert haben, dass es ihren Kindern einmal besser geht als ihnen selbst."

Dieses Zitat stammt aus Ihrer Antwort zur Frage von Frau Kowalski vom 21.06.2010. Ich möchte vor allem den zweiten Teil Ihrer Antwort hervorheben: sie haben sich gekümmert...
Das ist meines Erachtens das Entscheidende: Die polnischen Zuwanderer selber und NICHT der Staat haben sich gekümmert.
Anscheinend benötigt es keiner Hilfe seitens des Staates, sich in Deutschland zu integrieren, wenn der Wille vorhanden ist.

Ich habe den Eindruck, zu meiner Jugendzeit vor 30 Jahren war der Integrationswille im Allgemeinen, und speziell innerhalb der türkisch abstammenden Gemeinde deutlich höher als heute. Ich empfinde das Verhalten, die Lebensart und die Aussagen vieler türkisch stämmiger Jugendlichen heute als bewusste Ab- und Ausgrenzung von der restlichen Gesellschaft.
Die Integrationswilligen sind, wie die polnischen Zuwanderer Anfang des letzten Jahrhunderts, doch längst integriert und Bestandteil unserer Gesellschaft: In den Sportvereinen, als Arbeitgeber etc.

Wie möchten Sie diesen Menschen begegnen, denen der Wille zur Integration fehlt, denen die Einstellung fehlt, dass es ihren Kindern einmal besser gehen soll, die dieses Land, seine Gesetze, Bewohner und Gepflogenheiten nicht respektieren?

Mit freundlichem Gruß,

G.
Antwort von Armin Laschet
1Empfehlung
09.02.2011
Armin Laschet
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mai! vom 2. Februar 2010, in der Sie auf die Thematik Zuwanderung und Integration eingegangen sind.

Zu lange hat die Politik den realitätsnahen Umgang mit dem Thema Migration tabuisiert und darauf vertraut, dass sich die Dinge von selbst lösen würden. So wenig sich die Annahme realisierte, dass Gastarbeiter wieder in ihre Heimatländer zurückkehren, so wenig erfüllte sich der naive Traum einer funktionierenden Multi-Kulti-Gesellschaft, die Toleranz mit Beliebigkeit verwechselte.

Nordrhein-Westfalen nahm in der Vergangenheit immer wieder Zugewanderte auf. Dazu gehörten polnische Zuwanderer - Sie sprechen sie in Ihrer Mai! selbst an - oder auch die Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag zum Aufbau oder Wiederaufbau des Landes und bereicherten unser Land und unsere Kultur. Und sie integrierten sich, so dass sie Teil dieses schönen Landes wurden.

Integration ist natürlich zuvörderst eine Leistung des Zugewanderten. Aber auch die Mehrrleitsgesellscrlaft kann diese Menschen unterstützen, indem sie z. B. Angebote macht, die Sprache zu erlernen. Der Bund stellt für Integrationskurse so viel Geld zur Verfügung wie nie zuvor in der Geschichte, der nationale Integrationsplan greift zunehmend, und dass heute ganz selbstverständlich Sprachstandtests vor Beginn der Grundschule stattfinden und nicht mehr als "Zwangsgermanisierung" bezeichnet werden, ist Verdienst der CDU.

Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Wir werden in Zukunft die Bereitschaft der Zugewanderten stärker einfordern müssen. Im Beschluss der CDU Deutschlands zum 23. Parteitag am 14.-16. November 2010 heißt es:

"Deutschland ist Heimat und Teil unserer Identität. Unsere kulturellen Werte, geprägt durch das Erbe der Antike, die jüdisch-christliche Tradition, die Aufklärung und historischen Erfahrungen, sind die Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und bilden die Leitkultur in Deutschland, der sich die CDU besonders verpflichtet weiß. Wir erwarten von denjenigen, die zu uns kommen, dass sie diese respektieren und anerkennen."

Und weiter:

"Integration erfordert aber auch Konsequenz. Deshalb treten wir Integrationsverweigerem entschieden entgegen. Hierzu braucht es einen starken Staat - auch im Interesse der großen Mehrheit rechtstreuer Zuwanderer. Wer sich seinen Pflichten entzieht, für den sind Sanktionen mit Folgen für seinen Aufenthaltsstatus und seine Leistungsansprüche vorgesehen. In Fällen von Integrationsverweigerung darf es keine Toleranz mehr geben. Wir werden deshalb künftig noch stärker dafür Sorge tragen, dass die Sanktionsmöglichkeiten konsequent angewandt werden und prüfen, ob weitere Verschärfungen notwendig sind."

Ich hoffe, ich konnte Ihnen darstellen, dass wir als Partei und als Landtagsfraktion auf dem Feld der Integration nicht untätig sind. Jedoch können wir immer nur so erfolgreich sein, wenn möglichst alle Menschen in unserem Land - also Bürgerinnen und Bürger sowie Zugewanderte - am Ziel mitarbeiten, Deutschlands und Nordrhein-Westfalens Zukunft gemeinsam zu gestalten. Darum möchte ich Sie abschließend bitten.

Mit freundlichen Grüßen

Armin Laschet
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Frage zum Thema Finanzen
03.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Laschet,

wie vereinbaren Sie Ihren Wahlkampfeinsatz in Rheinland-Pfalz als Schattenkabinettler mit Ihren Pflichten als Landtagsabgeordneter in NRW?
Schließlich bezahlen wir Steuerzahler in NRW Sie schließlich! Legen Sie doch Ihr Mandat nieder, wenn Sie in Rheinland-Pfalz und nicht mehr in NRW arbeiten! Ihr Nachrücker engagiert sich dann hoffentlich für NRW.

MfG
Antwort von Armin Laschet
1Empfehlung
08.02.2011
Armin Laschet
Sehr geehrter Herr ,

ich bin nicht Mitglieder des Schattenkabinetts in Rheinland-Pfalz, sondern habe lediglich der Spitzenkandidatin Julia Klöckner ebenso wie Heiner Geißler und Friedrich Merz zugesagt, sie zu beraten. Die CDU in Rheinland-Pfalz ist sehr am Aufbau eines Generationen- und Integrationsministeriums interessiert und will von den guten Erfahrungen in Nordrhein-Westfalen profitieren. Ich habe ja seit 2005 das erste Ministerium dieser Art in Deutschland geleitet. Es kann Nordrhein-Westfalen nur nutzen, wenn auch andere Länder diesem Beispiel folgen.

Selbstverständlich bleibe ich Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion in Düsseldorf und arbeite für die Menschen in meinem Wahlkreis Aachen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Armin Laschet
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Frage zum Thema Finanzen
19.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Laschet,

warum sprechen sie sich für Eurobonds aus?

Sollten Sie nicht eigentlich Schaden vom deutschen Volk abwenden?

Glauben Sie wirklich mit Eurobonds werden die Haushaltssünder in Europa bekehrt, wo bereits die Maastricht Kriterien nicht kontrolliert und eingehalten worden?

Ist es nicht ein Gebot der Stunde das deutsche Volk und seine Steuerzahler zu schützen?

Ich freue mich auch Ihre Sicht der Dinge

Mit freundlichen Gruß

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Frage zum Thema Bildung und Forschung
11.10.2011
Von:
Jan

Sehr geehrter Herr Laschet,

Ende August ging ein offener Brief der "Laizistischen Sozis" an Sie und andere Mitglieder des Ausschusses zur Schulgesetznovelle, bezüglich der Rechtmäßigkeit des Gottesbezugs im Schulgesetz von NRW und der Gerechtigkeit sogenannter "Bekenntnisschulen" – Grundschulen unter kirchlicher Leitung, aber in staatlicher Trägerschaft.

Leider ist bis heute keine Stellungnahme Ihrerseits oder des Ausschusses erschienen (auch keine Empfangsbestätigung). Da das Gesetz eine Dauer bis 2023 haben soll, werden damit langfristig die Weichen gestellt – in einer offensichtlich im Umbruch befindlichen Situation in der Bevölkerung und (ihrer Beziehung zu) den Kirchen. Eine Unrechtssituation könnte so zementiert werden.

Darf ich fragen, wie sie zu den Punkten der "Laizistischen Sozis" stehen?

Viele freundliche Grüße von Jan
Antwort von Armin Laschet
1Empfehlung
14.11.2011
Armin Laschet
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 11. Oktober 2011 an mich.

In Artikel 7 der Verfassung Nordrhein-Westfalens werden die Grundsätze der Erziehung normiert. Hier wird der Gottesbezug verfassungsrechtlich festgelegt. Dies greift der Gottesbezug im Schulgesetz auf. Er ist damit eindeutig rechtsmäßig und vom Verfassungsgeber gewünscht.

Artikel 12 der Landesverfassung NRW ist die Grundlage für § 26 Abs. 3 des Schulgesetzes, in dem die Möglichkeit für Bekenntnisschulen geregelt ist.
Die CDU-Landtagsfraktion steht voll und ganz hinter diesen rechtlichen Setzungen, die dem religiösen Bedürfnis der Menschen in unserer Gesellschaft gerecht werden. Es ist gut, dass dies nicht nur bis 2023, sondern weit darüber hinaus festgeschrieben wird.

Mit freundlichen Grüßen

Armin Laschet
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Frage zum Thema Umwelt
17.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Laschet,

da Sie mir auf meine Anfragen ( 21. Sept. + 7.November 2011) per e-mail zu den Dichtigkeitsprüfungen bisher nicht geantwortet haben, versuche ich es jetzt auf diesem Weg. Wie ich jetzt durch die online-Nachrichten von Haus & Grund Rheinland erfahren habe, hat sich jetzt die Fraktion der NRW-CDU für die Beibehaltung der Dichtigkeitsprüfungen ausgesprochen, trotz der Kenntnis, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass Leckagen von privaten Abwasserleitungen das Grundwasser gefährden. Auch vor dem Hintergrund der Abstimmung im Wirtschaftsausschuss und den berechtigten Fragen des Petitionsausschuss ist diese neue Einstellung nicht nachzuvollziehen. Auch die Stellungnahme des Experten für öffentlichen Rechts, Herrn Prof.Muckel von der UNI Köln,zeigt, dass die gesetzlichen Regelungen über die Dichtigkeitsprüfungen von privaten Abwasserleitungen verfassungswidrig sind!!

Da Sie bekunden, sich für die Menschen in Ihrem Wahlkreis Aachen einzusetzen, bitte ich Sie, mir und meinen Mitstreitern mitzuteilen, ob Sie für oder gegen die Beibehaltung der Dichtigkeitsprüfungen sind.

Auch wir sind für den Schutz des Grundwassers. Bitte aber keine unangebrachten flächendeckende Dichtigkeitsprüfungen. Nur in begründeten Fällen bei nachgewiesener Gefährdung des Grundwassers sollte man solche Prüfungen vornehmen.

Mit freundlichen Grüßen

B.Schröder

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