Zu Ihrer Antwort auf die Frage von Ernst Fritsch vom 09.06.2008
hätte ich folgende Frage:
Weshalb sollen wir ALG-II-Bezieher bei der Umstellung von Sozialhilfe auf "Hartz IV" die Leidtragenden sein - sprich die deswegen keine Leistungen bekommen, die uns jedoch nach dem Gesetz zustehen, nur weil der Staat und die verantwortlichen Behörden mit der Einführung des ALG-II-Gesetzes offenbar (und auch tatsächlich) überfordert ist. Wir Bürger müssen auch sofort alles können und vorallem unsere Pflichten erfüllen.
Wenn ich umziehe, dann muß ich mich auch peinlich genau an die Gesetze und Vorschriften halten und dafür sorgen, daß die normale Verwaltung und Büroarbeit weitergehen kann und kann schon garnicht diese schwache dümmliche Argumentation für eine Ausnahmeregelung anführen.
Weshalb also diese Ungleichbehandlung und Entrechtung ausgerechnet auf Kosten der ärmsten Bevölkerungsteile ?
Ich hoffe, daß SIE verstehen daß ich und viele andere Bürger diesen Staat mit seiner ungerechten Behandlung und nicht vorhandenen Solidarität den schwächsten Bürgern gegenüber bis obenhin "satt" habe und sehr gewichtige Argumente für dieses Verhalten und diese Ansicht fordere !!!
Gerade auch in Ihrem Wahlkreis herrschen sehr schlimme Zustände !
weiterer Hinweis und Frage:
Daß die "Arbeitslosigkeit" zurückgeht heißt noch lange nicht, daß dies auch tatsächlich so ist. Wer von der ARGE in irgendwelche Maßnahmen oder zu Ernteeinsätzen geschickt wird (die von der ARGE dann sogar ganz oder teilweise bezahlt werden) fällt aus dieser Statistik - und kommt danach in der Regel wieder zurück. Wann gibt es denn einmal eine Statistik, die auch stimmt ?
Was verstehen SIE unter einem vorsorgenden Sozialstaat ?
"Unser Ziel bleibt es, die Menschen wieder in Arbeit zu bringen, sie fordern und fördern – sie nicht nur mit Transferleistungen zu versorgen."
Wen meinten Sie mit "uns" ? Ist das auch Ihr Ziel ? Wann fangen SIE endlich an zu fördern, nachdem schon seit dem 1.1.2005 nur gefordert wird ?