Annette Sawade (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Diplom-Chemikerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Schwäbisch Hall - Hohenlohe
Ergebnis
21,5%
Landeslistenplatz
19, über Liste eingezogen, Baden-Württemberg
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(...) Ich habe die Zeit genutzt, um zum Themenkomplex der Europäischen Staatsschuldenkrise eine öffentliche Stellungnahme zu verfassen. Dabei war es mir wichtig, die Materie sachlich, kritisch und allgemein verständlich anzugehen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
13.06.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Sawade,

ich möchte ihnen dieselbe Frage stellen, die bereits von Herrn an Herrn Ebner gestellt wurde:

Werden Sie dem ESM-Vertrag zustimmen ?

Dieser Vertrag beendet die finanzielle Souveränität Deutschlands und schafft neue undemokratische Institutionen, die darüberhinaus noch vollkommenen Rechtsschutz genießen.

Falls Ja: Warum möchten Sie zustimmen, obwohl alle großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, der Bund der Deutschen Steuerzahler, Der Bund der Europäischen Steuerzahler, unzählige Verfassungssrechtler und Wirtschaftsweise davor warnen und dringend abraten?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Annette Sawade
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07.09.2012
Annette Sawade
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben sich im Vorfeld der Abstimmung im Deutschen Bundestag zum Europäischen Fiskalpakt und zum Rettungsschirm ESM an mich gewandt. Sie brachten Ihren Unmut bezüglich dieser Maßnahmen zum Ausdruck und fragten nach meiner Position.

Zuerst einmal bitte ich um Entschuldigung und gleichzeitig um Verständnis, dass ich erst jetzt ausführlich dazu Stellung nehme. Wie Sie sehen, haben ich Sie weder vergessen noch "zu den Akten gelegt" - aber ich brauchte auch die Zeit während der parlamentarischen Sommerpause, um mich als neue Abgeordnete fachlich einzuarbeiten und meinen Wahlkreis zu betreuen.

Ich habe die Zeit genutzt, um zum Themenkomplex der Europäischen Staatsschuldenkrise eine öffentliche Stellungnahme zu verfassen. Dabei war es mir wichtig, die Materie sachlich, kritisch und allgemein verständlich anzugehen. Es ist ein Versuch, meine Entscheidung für den Fiskalpakt und meine Überzeugung von Europa transparent und nachvollziehbar zu machen, auch wenn diese Position nicht von allen geteilt wird.

Es ist ein persönliches Statement, das ich auch auf meiner Homepage www.annette-sawade.de veröffentlicht habe. Aufgrund der Brisanz des Themas und der zahlreichen Nachfragen vieler Bürgerinnen und Bürger schien es mir die geeignetste Form des "Dialogs" zu sein. Das Papier habe ich dieser Antwort angehängt.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Sawade
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
21.10.2012
Von:
Ute

Sehr geehrte Frau Sawade,

bitte erklären Sie mir, warum es bei Konserven und Tiefkühlprodukten keine Kennzeichnungspflicht über die Herkunft der enthaltenen Zutaten - siehe z.B. Früchte in Marmeladen aus China(!) usw. - gibt?

Mit freundlichen Grüssen

Ute
Antwort von Annette Sawade
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20.11.2012
Annette Sawade
Sehr geehrter Frau ,

Vielen Dank für Ihre Frage.
Da Ihre Frage keines meiner Fachthemen betraf, habe ich mich bei meinen Fraktionskollegen umgehört, daher hat meine Antwort ein wenig Zeit in Anspruch genommen, ich bitte dies zu entschuldigen. Die Herkunftskennzeichnung ist ein komplexes Thema. Bisher gilt im Lebensmittelrecht lediglich, dass der Hersteller bzw. verantwortliche Importeur des Produkts auf der Verpackung erkennbar sein muss, um Schadensersatz geltend machen zu können und die Rückverfolgbarkeit sicher zu stellen.
Das Thema Herkunftskennzeichnung ist inzwischen europarechtlich harmonisiert, so dass wir national die Kennzeichnung selbst nicht mehr regeln können.
In der Lebensmittelinformationsverordnung der Europäischen Union ist jetzt geregelt, dass zumindest bei Fleisch und Milch eine Herkunftskennzeichnung eingeführt werden kann. Beim Fleisch ist dieser Prozess schon seit weit fortgeschritten (bedingt bspw. durch die BSE Vorfälle in England). Bei vielen anderen wird die Einführung gerade noch von der Europäischen Union geprüft (hierzu soll bis Ende 2014 ein Bericht vorliegen).
Ich selbst würde mir wünschen und werde mich dafür einsetzen, dass diese Angaben deutlich schneller gemacht werden um auch für die Bürgerinnen und Bürger Ihren Einkauf noch einen Schritt transparenter zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Sawade, MdB
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Frage zum Thema Frauen
14.12.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Sawade,

Ich interessiere mich persönlich sehr für Ihre Arbeit. Für mich und meinen Freundeskreis ist die Frage der Frauenquote für die kommende Wahl entscheidend.
Gerne würde ich daher Ihre Meinung zu diesem Thema erfahren und wie Sie im Falle einer Abstimmung über die Frauenquote votieren würden.
Über eine baldige und ausführliche Antwort freue ich mich!

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Annette Sawade
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21.12.2012
Annette Sawade
Sehr geehrte Frau ,

für mich als Sozialdemokratin ist klar: Die Führungsetagen in Deutschland müssen weiblicher werden. Denn obwohl Frauen mindestens genauso gut ausgebildet sind wie Männer, fehlen sie immer wieder in den oberen Hierarchieebenen von Unternehmen, Verwaltungen, Wissenschaft und Politik.

Seit der freiwilligen Verpflichtung der Wirtschaft von 2001, Frauen in Führungspositionen zu fördern, hat sich wenig verändert. Hinzu kommt, dass Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass sich nur mit einer gesetzlichen Quote etwas bewegt. Ohne die Einführung einer Quote würde es voraussichtlich noch Jahrzehnte dauern, bis wir geschlechtergerechte Führungsgremien haben.

Aus diesen Gründen unterstütze ich den Hamburger Gesetzentwurf zur Förderung gleichberechtigter Teilhabe von Frauen und Männern in Führungsgremien (Drucksachennummer 17/ 11139), den wir zusammen mit der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen am 23. Oktober 2012 in den Deutschen Bundestag eingebracht haben. Dieser Entwurf sieht eine gesetzliche Mindestquote für die Besetzung von Aufsichtsräten mit Frauen und Männern vor - mit langen Übergangsfristen, um eine breite Akzeptanz durch die betroffenen Unternehmen zu gewährleisten. Ziel ist, dass bis 2018 mindestens 20 Prozent der Aufsichtsratsmandate mit Frauen besetzt sein sollen. Bis 2023 soll ihr Anteil 40 Prozent erreichen.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wissen um die Notwendigkeit, einen breiten gesellschaftlichen Konsens in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft herzustellen. Der vorliegende Gesetzentwurf, den der Bundesrat mit den Stimmen der CDU-regierten Länder Saarland und Sachsen-Anhalt beschlossen hat, schafft nun die gesetzliche Grundlage für Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern - auch in der Wirtschaft.

Übrigens: Auch auf Landesebene haben sich die Regierungsfraktion von SPD und Grüne in Baden-Württemberg geeinigt, das Kommunalwahlrecht zu novellieren - mit dem Ziel, den Frauenanteil in Gemeinderäten und Kreistagen zu steigern. Frauen sollen darüber hinaus durch wirksame Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Mandat, Familie und Beruf zur Kandidatur auf Kommunalwahllisten motiviert werden. Dass ich mich auch darüber sehr freue, habe ich direkt auf meiner Facebook-Seite www.facebook.com gepostet. Aktuelle Statements und Pressemitteilungen sowie Fotos meiner Termine und Veranstaltungen stelle ich hier immer wieder online.


Mit freundlichen Grüßen
Annette Sawade, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
20.12.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Sawade,

Das Projekt Stuttgart 21 wird immer treuerer. Seit Tagen und Wochen gibt es immer wieder Meldungen in den Massenmedien dass das Großprojekt den bisherigen Kostendeckel von 4,5 Milliarden (4 500 000 000) € schon längst gesprengt hat. Die neusten Zahlen gehen schon in Richtung 7 Milliarden (7 000 000 000) €. Hierbei ist sicher noch nicht die gesamte Fahnenstange erreicht. All das macht mich sehr nachdenklich auch vorallem im Zusammenhang der Finanzkrise.

Ich habe gehört das sie sich bisher immer für dieses Projekt aussprachen. Hat sich mit den Hiobsbotschaften der letzten Zeit (3 fachen Zugentgleisungen in Stuttgart, weitere Erhöhungen von S21 usw..) Ihre Einstellung nun geändert. Sprechen Sie sich nun für eine Neubewertung aus? Sind mit diesen immensen Kosten nicht andere Finanzierungen wie der sonstige Nahverkehr (siehe auch den erbärmlichen Zustand der Bahnhöfe insbesondere auch den in Schwäbisch Hall Hessental oder z. B. der Ausbau der Rheintalsstrecke für den Güterverkehr damit gefährdet?
Antwort von Annette Sawade
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29.01.2013
Annette Sawade
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage zum Bahnprojekt "Stuttgart 21" trifft einen Punkt, den ich auch durch meinen "Bahn-Tag" am 14. November angesprochen und thematisiert hatte.

Ja ich habe mich bisher stets für das Projekt ausgesprochen, aber auch unter der Prämisse, dass dadurch nicht der Nahverkehr in den ländlichen Regionen leidet. Was seitens der DB auch nicht klug wäre, da ein großer Umschlagbahnhof von den Zubringerverkehren lebt. Anlässlich meines Bahn-Tages habe ich den DB-Akteuren gezeigt, dass die Bahnhöfe, besonders in Schwäbisch Hall und Hessental, in keinem guten Zustand sind. Trotz der Beteuerungen der Deutschen Bahn, viel Geld in den Erhalt aller Bahnhöfe zu investieren, sieht man hier in Hohenlohe leider sehr wenig davon.

Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass sich auch die Situation in Hohenlohe verbessert, unabhängig der Entwicklungen des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Ich erwarte nach wie vor, dass die Deutsche Bahn Wort hält, und die übrigen Bahnhöfe in Baden-Württemberg, trotz der Entwicklungen in Stuttgart, instand hält. Ich werde, genauso wie meine anderen Abgeordnetenkollegen, hartnäckig dran bleiben, bis eine Verbesserung bei uns eintritt.

Was die Finanzierung von "Stuttgart 21" angeht, bin ich auch gespannt, wie sich die Vertragspartner des Projekts einig werden. Ich erwarte Transparenz darüber, was die Begründung für die Kostensteigerung anbelangt und darüber, wie die Weiterführung des Projekts seitens des Bahn vorgesehen ist.

Mit freundlichen Grüßen
Annette Sawade, MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
06.05.2013
Von:
de

Sehr geehrte Frau Sawade!

Mit Erstaunen stelle ich fest, dass Herr Steinbrück als Sozialdemokrat mehr Marktwirtschaft in Apothekerkreisen fordert ( an sich schon ein echter Widerspruch) und dabei auch Versandapotheken als positives Beispiel erwähnt.
Ist es Ihnen denn nicht bekannt, dass in Inhaber/innen geführten Apotheken über 80% der Belegschaft weiblich ist und zum gleichen Tarif wie die männlichen Kollegen arbeitet, während große Versandapotheken bevorzugt in Bundesländern ohne festen Tarifvertrag ihren Sitz haben oder unter Umgehung dieser Tarifverträge Billiglohn-Arbeitsplätze anbieten. Hier werden die Arbeitsbedingungen und Arbeitslohn von Frauen aktiv verschlechtert und dass soll gut für das Gesundheitssystem sein??? Durch den Preisdruck der großen Versandhändler entstehen zunehmend weniger neue Arbeitsplätze und es werden vermehrt qualifizierte Mitarbeiterinnen in der Apotheke vor Ort entlassen. Das ist doch weder sozial noch demokratisch gewollt.
Warum soll ein zusätzliches Porto pro Packung sparen helfen? Dass kann doch nur auf Kosten der überwiegend weiblichen Belegschaft gehen!!!
Warum fordert die SPD denn solche Maßnahmen???
Haben Frauen in der SPD keine Stimme mehr???
Woher kommen denn solche Ideen???
Wer versorgt die Bevölkerung wenn die Post mal wieder streikt?

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

J. de

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