Annette Groth (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Annette Groth
Geburtstag
16.05.1954
Berufliche Qualifikation
Soziologin
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Stuttgart
Wahlkreis
Pforzheim
Ergebnis
6,8%
Landeslistenplatz
5, Baden-Württemberg
weitere Profile
(...) Der Free-Gaza-Bewegung ging es darum, auf die anhaltende Blockade des Gaza-Streifens aufmerksam zu machen, und einen Beitrag zu leisten, sie zu beenden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Annette Groth
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Arbeit
25.10.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Groth,

Produktionshelfer, Montagehelfer oder Lagerfachkraft – und das alles oft auf Leih- oder Zeitarbeit-Basis. Ist das alles, was der deutsche Stellenmarkt bzw. die deutsche Industrie als Alternative für Fachkräfte zu bieten hat, die sonst keine Chancen mehr in ihrem angestammten Arbeitsbereich bekommt? Die vielleicht auch mit dem permanenten Leistungsdruck und der stetigen Arbeitsüberwachung nicht klar kommen? Die sich nach beruflicher Erfüllung und nicht nach einem Meeting bzw. einem so genannten Erfolgscoaching nach dem anderen sehnen?

Was könnten Ihrer Meinung nach Alternativen sein – denn nicht jeder ist für körperlich harte Arbeit in stickigen Industriehallen geeignet – gäbe es da nicht sinnvollere Beschäftigungsmöglichkeiten – etwa im Umweltschutz?

Viele Grüße

Antwort von Annette Groth
bisher keineEmpfehlungen
26.10.2012
Annette Groth
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Sie sprechen ein Problem an, dass DIE LINKE seit vielen Jahren beschäftigt. Wir halten es für völlig inakzeptabel, dass immer mehr Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, und ungesicherter und unterbezahlter Beschäftigung arbeiten müssen. Durch die neoliberale Arbeitsmarktpolitik werden immer mehr Menschen in Arbeit gezwungen, die sie trotz Arbeit in die Armut drückt. Wir setzten uns dafür ein, dass jede Erwerbstätigkeit sozial versichert sein muss und Menschen durch ihre Arbeit einen Rentenanspruch erwerben können, von dem sie im Alter auch menschenwürdig leben können.

Wir kämpfen dagegen, dass immer mehr reguläre Beschäftigung durch Leiharbeit, Scheinselbstständigkeit, Endlospraktikaschleifen oder Minijobs ersetzt wird. Ausdrücklich möchte ich sie unterstützen, dass dies Strategie vieler Unternehmen, nur noch Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter zu beschäftigen nicht akzeptabel ist.Seit vielen Jahren fordern wir die Bundesregierungen auf, endlich menschenwürdige Arbeitsplätze zu schaffen, die in gesellschaftlich sinnvollen Bereichen, wie beispielsweise soziale Betreuung, Altenpflege oder Umweltschutz liegen.

Kein Mensch darf zu einer Arbeit gezwungen werden, die ihm körperlich krank macht oder überfordert. Hier müssen Menschen die Chance haben zu unterbezahlter und krankmachender Arbeit Nein sagen zu können, ohne dass sie dafür bestraft werden. Ausdrücklich setzten wir uns für eine sanktionsfreie, bedarfsorientierte Grundsicherung ein.
Um Menschen einen Zugang zu Erwerbsarbeit zu ermöglichen, setzt sich DIE LINKE für die Schaffung eines Öffentlichen Beschäftigungssektor ein, der sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten soll. Wir sind der Überzeugung, das Menschen ein Recht auf Arbeit haben, die so ausgestaltet sein muss, dass sie nicht krank macht und Menschen mit ihrem Einkommen damit menschenwürdig leben können. Hierfür müssen wir mithelfen, dass die Gewerkschaften wieder mehr Möglichkeiten bekommen, die Interessen der Beschäftigten durchzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Groth
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Internationales
30.10.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Groth,

in Ihrer Stellungnahme zu meiner Frage zur Besetzung der nigerianischen Botschaft haben Sie sich um die entscheidende Antwort herumgedrückt. Erkennt die Partei Die Linke das Wiener Übereinkommen an oder nicht?

Müssen Recht und Gesetz nicht für alle gelten - egal, ob sie eine richtige oder eine falsche Politik betreiben? Nach Ihrer Antwort verfestigt sich der Eindruck, dass die Linkspartei nur jenen den Schutz des Gesetzes zubilligt, die politisch auf Ihrer Linie liegen.

Dazu würde ich gern wissen: Ist das nur Ihre persönliche Meinung oder die Ihrer ganzen Partei?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Annette Groth
bisher keineEmpfehlungen
01.11.2012
Annette Groth
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Grundsätzlich ist das Wiener Übereinkommen ein wichtiger Teil des internationalen Rechts. Das Wiener Übereinkommen ist eine wichtige Grundlage, zur Sicherstellung von internationalen diplomatischen Beziehungen.


In Ihrer Frage beziehen Sie sich auf den Artikel 22 des "Wiener Übereinkommen vom 18. April 1961 über diplomatische Beziehungen". Dort wird ausgeführt:

/ "(1) Die Räumlichkeiten der Mission sind unverletzlich. Vertreter des Empfangsstaats dürfen sie nur mit Zustimmung des Missionschefs betreten./

/ /

/(2) Der Empfangsstaat hat die besondere Pflicht, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um die Räumlichkeiten der Mission vor jedem Eindringen und jeder Beschädigung zu schützen und um zu verhindern, dass der Friede der Mission gestört oder ihre Würde beeinträchtigt wird./

/ /

/(3) Die Räumlichkeiten der Mission, ihre Einrichtung und die sonstigen darin befindlichen Gegenstände sowie die Beförderungsmittel der Mission genießen Immunität von jeder Durchsuchung, Beschlagnahme, Pfändung oder Vollstreckung."/

Das Wiener Übereinkommen fordert von den Empfangsstaat, das er alle geeigneten Maßnahmen unternimmt, die Mission zu schützen. Da bei einem solchen Eindringen in die Botschaft der Entsendestaat betroffen ist, habe ich mich an den Botschafter von Nigeria in Deutschland gewandt und ihm gebeten, von einer Verfolgung der Flüchtlinge abzusehen, da sie aus einer Notsituation heraus die symbolische Besetzung der Botschaft durchgeführt haben. Sie wollten mit ihrer symbolischen Aktion darauf aufmerksam machen, dass die Zusammenarbeit der Botschaft von Nigeria mit den deutschen Behörden zur Abschiebung von Menschen ohne Papiere, in der bestehenden Form inhuman und nicht zu verantworten ist.

Gleichzeitig möchte ich Ihnen zum Nachdenken geben, dass das Grundgesetz gerade aus den Erfahrungen der Geschichte Menschen ein Recht zum Widerstand ausdrücklich einräumt. Das Grundgesetz regelt, dass wenn demokratische und soziale Regeln nicht eingehalten werden, ein Recht auf Widerstand besteht.

Im Grundgesetz steht dazu:

/"Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist."
//Grundgesetz Art. 20 Abs. 4/

Die heutige Asylpraxis hat sich schon lange von einer demokratischen und sozialen Regelung entfernt. Die Festung Europa selektiert Menschen und weist sie in Spannungsgebiete aus. Durch die Festung Europa werden Menschen in lebensbedrohliche Situationen gezwungen. Alleine im Mittelmeer sind bereit mehr als 16 000 Tote zu beklagen.

Wenn Menschen auf dieses tägliche Sterben aufmerksam machen, ist für mich bei einer Güterabwägung zwischen der Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens und der symbolischen Besetzung einer Botschaft meine Solidarität klar: Sie ist bei denjenigen, die für das ureigenste Menschenrecht auf Leben eintreten!

Mit freundlichen Grüßen
Annette Groth
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
17.11.2012
Von:
P.

Frau Abgeordnete Groth,

mit Entsetzen habe ich in der Presse gelesen, das der deutsche Generalkonsul in der griechischen Stadt Thessaloniki von griechischen Demonstranten attackiert und mit Wasser und Kaffee übergossen wurde, weil der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium behauptet hatte, 1000 Deutsche im öffentlichen Dienst könnten die Arbeit von 3000 Griechen erledigen (womit er wahrscheinlich Recht hat). Wenn ich weiter daran denke, das deutsche Touristen in Griechenland als Nazis beschimpft und bespuckt werden, die Bundeskanzlerin (wahrlich nicht meine Freundin) in SS-Uniform und mit Hitlergruß in der Presse abgebildet wurde und gewisse griechische Parteien noch Reparationen von Deutschland erstreiten wollen, muss daran erinnert werden, das sich Griechenland mit wissentlich falschen Angaben in den Kreis der Euro-Länder gemogelt hat, reiche Griechen keine Steuern zahlen und andere Griechen mit Pöstchen im öffentlichen Dienst belohnt werden.

Und Sie entblöden sich nicht, diesen Griechen und diesen "Demonstranten" Ihre Solidarität auszusprechen und auch noch zu sagen, gegen Faschismus müsse gekämpft werden. Als Deutscher muss ich mich in Griechenland also als Nazi beschimpfen und bespucken und mit Wasser und mit Kaffee begießen lassen. Als Dank bezahlt der deutsche Steueresel dann die Schulden derjenigen, die sich mit kriminellen Methoden (wissentlich falschen Angaben) in den Euroraum gemogelt haben.

Wie war das noch mal? Hat ihre Partei nicht vor kurzem dem Unterdrücker Fidel Castro zu seinem Geburtstag die herzlichsten und brüderlichsten Wünsche zu seinem nicht faschistischem Verbrechersytem ausgesprochen?

Was sagen Sie dazu, das viele Griechen einfach keine Steuern zahlen und sich vom deutschen Steuerzahler aushalten lassen wollen?

Was sagen Sie zu dem unerhörten Vorfall mit dem deutschen Konsul?

Was sagen Sie dazu, das deutsche Touristen in Griechenland bespuckt und als Nazis beschimpft werden?

P.

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Wirtschaft
22.02.2013
Von:

Wie konnte es passieren, dass sich seit 2003 auf deutschen Autobahnraststätten ein Unternehmen namens "Sanifair" ( www.sanifair.de ) breit gemacht, hat dass nun das Toiletten-Monopol auf den deutschen Autobahnen besitzt und de facto so etwas wie eine "Pinkelsteuer" einzieht? Zunächst konnte man den Preis für´s Pinkeln ja noch mit einem Warenkauf verrechnen. Aber nun, nach der Einführung, erhöht das Unternehmen die Pinkelsteuer über diesen Verrechnungspreis. Als Steuerzahler werden wir ja schon vom Staat genug geschröpft. Warum müssen wir nun auch noch eine Besteuerung durch private Unternehmen akzeptieren? Haben wir nicht eigentlich Kartellbehörden, die solche Monopole wie "Sanifair" verhindern müssten? In Frankreich ist das Pinkeln an Autobahnraststätten jedenfalls noch kostenlos. Warum auch nicht? Die Betreiber der Raststätten haben ohnehin erhöhte Preise. Damit können sie doch den Betrieb von Toiletten finanzieren.
=>
1) Was tun Sie als mein Abgeordneter gegen solche Entwicklungen?
2) Spendet das Unternehmen "Sanifair" an Ihre Partei? Wenn ja: wieviel?

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Ihre Frage an Annette Groth
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:

Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen. Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Spamschutz - wie viel ist 11 + 4:
  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de einverstanden. Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden. Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.