Anne Beeger (GRÜNE)
Kandidatin Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Anne Beeger
Jahrgang
1980
Berufliche Qualifikation
Juristin
Ausgeübte Tätigkeit
angehende Rechtsreferendarin
Wohnort
-
Wahlkreis
Hamburg - Mitte , Listenplatz 3, Stimmen (Wahlkreis): 2.687, 2,9%
Landeslistenplatz
keinen
(...) Gründe für neun Jahre Schule für alle gibt es viele. Die Pisa-Studie hat ergeben, dass sich gerade das frühe Aufteilen der Kinder als negativ auf den Lernerfolg auswirkt. (...)
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
11.12.2007
Von:

Wie Sie bestimmt wissen, ist das Portugiesenviertel Anwohnerparkzone. Was Sie vielleicht nicht wissen: Die Wache 14 ist anscheinend personell hoffnungslos damit überfordert, im Viertel auch regelmäßig auf Parkscheiben und Bewohnerausweise zu kontrollieren. Als ich neulich dort anrief, teilte man mir mit, dass man verstärkt den Brauerknechtgraben und NUR diesen kontrollieren würde, weil sich da ständig einer beschwere, andere Straßen könne man aufgrund der angespannten Personalsituation derzeit nicht berücksichtigen. Das Eigenartige: Die Polizeipressestelle konnte mir auch nicht weiterhelfen (Zitat: "Sie kriegen kein Interview, die Anfrage ist von der Polizeiführung abschlägig beschieden worden, diese Entscheidung haben Sie nicht zu hinterfragen"), gleichzeitig bot mir aber der Revierleiter ein Gespräch an, und plötzlich wird NUR in meiner Straße kontrolliert – reines Kaschieren und Mundtotmachen. Der Innensenator sagt, es gebe keinen Personalmangel bei der Polizei, ich erlebe jeden Tag etwas anderes. Zitate aus Telefonaten mit der Wache: "Keine Chance, wir saufen hier ab", oder "Sagen Sie dem Revierleiter mal, wir bräuchten mehr Personal".

Vor dem Madison-Hotel oder beispielsweise in der Karpfangerstraße parken teils wochenlang Autos ohne Parkscheibe, ohne Bewohnerausweis – und ohne ein Knöllchen. Ebenso drehen die Angestellten der vielen Restaurants hier den ganzen Tag lang ihre Parkscheiben weiter, was auch nicht im Sinne der Anwohnerzone sein dürfte.

Wie gedenken Sie, das abzustellen, damit hier endlich mal die Menschen hier ihr Fahrzeug abstellen, für die der Parkraum ausgeschildert ist?
Antwort von Anne Beeger
1Empfehlung
27.12.2007
Sehr geehrter Herr ,
die Anwohnerparksituation in der südlichen Neustadt ist in der Tat verbesserungsbedürftig. Ich selbst wohne, wie Sie auch, in der südlichen Neustadt und kann sehr gut verstehen, dass Sie mit der derzeitigen Lage höchst unzufrieden sind. Nach Rücksprache mit meinen KollegInnen kann ich Ihnen versichern, dass der Bezirksfraktion der GRÜNEN in Hamburg-Mitte diese Lage bekannt ist. Die Bezirksfraktion der GRÜNEN in Mitte wird sich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Kontrolle flächendeckend verstärkt wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass die bestehenden Regeln eingehalten werden und sich die Parksituation für die AnwohnerInnen verbessert. Zusätzlich wollen wir prüfen, ob eine Parkraumbewirtschaftung mit zeitlich begrenzten Parkscheinen sinvoll sein könnte. Jeder der dort parkt, müsste einen Parkschein kaufen, ausgenommen wären AnwohnerInnen. Ein kostenloses Parken mit Parkscheiben wäre nicht mehr zulässig. Ein einfaches Weiterdrehen der Parkscheibe wäre dann nicht mehr möglich. Dies könnte die Situation für die Anwohner deutlich verbessern. Wir prüfen diese Möglichkeit für den Bereich südliche Neustadt, also Bezirk M 101. Es kann aber gut sein, dass sich eine solche Möglichkeit nur im Portugiesenvietrel anbietet, nicht im restlichen Bezirk M 101. In jedem Fall setzen wir GRÜNE uns aber für flächendeckende verstärkte Kontrollen ein. Wenn Anwohnerparkgebiete bestehen, muss auch sichergestellt werden, dass Anwohner dort parken können.Sie können Sich bei weiteren Fragen jederzeit gerne an die GRÜNEN wenden.
Entschuldigen Sie bitte auch die, wegen technischer Probleme, etwas verzögerte Antwort.
Mit
freundlichen Grüßen,
Anne Beeger
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Frage zum Thema Bildung
10.02.2008
Von:
Ang

Sehr geehrte Frau Beeger,

Ich finde es sehr lobenswert, dass Sie zu den Politikern gehören die zumindest die meisten Fragen beantworten, vielleicht habe ich auch Glück.

mein Sohn besucht zwar erst die 1. Klasse, übrigens einer Privatschule, weil das Bildungssystem in Hamburg dermaßen schlecht ist; aber er kommt irgendwann in eine weiterführende Schule.

Für welche Auswahl, die die Eltern dann haben sollen, setzen Sie sich ein? Elitegymnasium und Resteschule?

Was mache ich wenn mein Sohn

a) nicht gut genug fürs Gymansium ist oder
b) nicht gut genug sein darf, da er aus einem sozial schwächeren Elternhaus kommt?

Bitte antworten Sie mir schnell, da diese Frage für mich sehr wahlentscheidend ist.

mfG
a.krogh
Antwort von Anne Beeger
3Empfehlungen
12.02.2008
Wir Grüne wollen, dass alle Kinder zusammen bis zur neunten Klasse zur Schule gehen. Erst nach neun Jahren soll sich entscheiden, ob die Schülerin oder der Schüler bis zum Abitur weitermachen möchte, oder die Schule mit einem Abschluss verlässt, der zur Berufsausbildung qualifiziert.

Gründe für neun Jahre Schule für alle gibt es viele. Die Pisa-Studie hat ergeben, dass sich gerade das frühe Aufteilen der Kinder als negativ auf den Lernerfolg auswirkt. Es ist zu früh, ein zehnjähriges Kind als praktisch oder theoretisch intelligent einstufen zu wollen. Zumal in der Praxis der Druck, ob das Kind es auf das Gymnasium schafft, bereits mit der Einschulung beginnt.

Schwächere Schüler haben so länger eine Chance, ihr Verhalten zu ändern und doch noch etwas für die Schule zu tun. Sie haben Recht damit, dass es die Kinder ungleich schwerer haben, die aus Elternhäusern kommen, in denen sich die Eltern nicht um den Schulerfolg ihrer Kinder kümmern. Gerade für diese Kinder ist es besonders schlimm, dass so früh entschieden wird, ob das Kind auf das Gymnasium kann oder nicht. Das frühe Aussortieren der Kinder ist somit in hohen Maße unsozial. Es trifft häufig Kinder, die zwar intelligent sind, aber aus bildungsfernen Elternhäusern stammen.

Aber auch stärkere Schüler profitieren von einer Schule für alle. Indem stärkere Schülern den schwächeren Schülern helfen und den Stoff selbst erklären, lernen auch die stärkeren Schüler umso intensiver. Zum anderen wird jeder Personalchef unterstreichen, dass Teamkompetenz für den Erfolg im Beruf enorm wichtig ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Anne Beeger
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Frage zum Thema Wirtschaft
11.02.2008
Von:

Hallo Frau Beeger,

in Horn gibt es einige Gebäude, die über lange Zeit (Monate oder Jahre) leerstehen. An wen kann ich mich wenden, damit diese Gebäude/ Mietshäuser nicht auf ewig leerstehen und verrotten?
Wer könnte in solchen Fällen tätig werden oder setzen Sie sich für diese Objekte ein?

Danke für eine Antwort.
Antwort von Anne Beeger
1Empfehlung
14.02.2008
Sehr geehrte Frau ,

ich kann Sie sehr gut verstehen. Häuser, die nicht renoviert werden und um die sich niemand kümmert sind störend. Befinden sich diese Häuser im Privatbesitz, kann der Staat allerdings nur dann eingreifen, wenn eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht, dies wäre beispielsweise der Fall, wenn das Haus einzustürzen droht. Sollten Sie Sicherheitsbedenken bei einem Gebäude haben, ist dafür die Bauprüfabteilung des Bezirks Mitte zuständig.

Wir Grüne sind darüber hinaus bemüht, mit einem aktiven Management der Vermittlung und Ansprache die Missstände abzubauen. Gerne können Sie sich mit der Grünen Bezirksfraktion Mitte in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Anne Beeger
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