Angelika Jahns (CDU)
Abgeordnete Niedersachsen 2008-2013
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Grunddaten
Angelika Jahns
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Diplomverwaltungswirtin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Wolfsburg
Ergebnis
45,2%
Landeslistenplatz
60
(...) Das Tragen von Namensschildern oder Identifizierungsschildern kann auch die Privatsphäre der Polizeibeamten betreffen. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Angelika Jahns
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
01.04.2011
Von:

Wie stehen sie zur forderung einer individuellen kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte ?

Ich meine keine Namen, damit fällt das argument der Privaten sicherheit weg, ich meine z.B. eine individuelle Kennzeichnung anhand von Nummern !

mfg
Antwort von Angelika Jahns
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13.04.2011
Angelika Jahns
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworte. In Niedersachsen haben wir bereits im Jahre 1996 Namensschilder für unsere Polizisten eingeführt. Damit wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass sich polizeiliches Handeln nicht hinter Anonymität des Amtes verstecken muss. Das Tragen dieser Namensschilder erfolgt jedoch – wie in anderen Bundesländern auch – auf freiwilliger Basis. Das Tragen von Namensschildern oder Identifizierungsschildern kann auch die Privatsphäre der Polizeibeamten betreffen. Repressalien gegen Beamte sind nie ausgeschlossen. Diese Repressalien sind sowohl bei Namensschildern, als auch bei anonymisierten Schildern zum Teil zu befürchten. Erst im Januar vergangenen Jahres hat der Landtag Niedersachsen die Landesregierung aufgefordert, weiter darauf hinzuwirken, dass Polizeibeamte vor Gewalt geschützt werden. Eine Verpflichtung insbesondere zur namentlichen Kennzeichnung würde dem widersprechen. Durch eine Verpflichtung zum Tragen von Nummern könnten Polizisten dennoch Beschuldigungen ausgesetzt sein, in dem ihre Nummern an der Kleidung benannt werden, auch ohne dass es zu einem Vorfall gekommen ist.

Ich werde Ihre Frage und Anregung gerne aufnehmen und in unserer Fraktion besprechen.
Mit freundlichen Grüßen

Angelika Jahns
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.06.2012
Von:
Kai

Sehr geehrte Frau Jahns,

auf einer von Integrationsministerin Özkan aufgetragenen Integrationstagung führte der über alle Parteigrenzen hinweg anerkannte Migrationsforscher Prof. Dr. Klaus Bade am 7.6.2012 u.a. aus:

"… Das SVR-Migrationsbarometer 2011, das sich auf eine Befragung vom November / Dezember 2010 stützt, zeigt u.a.: Ein überraschend hoher Prozentsatz der Befragten votiert für eine erleichterte Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden. ... Das sollte auch dem niedersächsischen Innenministerium zu denken geben, das in humanitären Konfliktfällen mitunter eine auffallende Härte zeigt. Das gilt z.B. für die seit sieben Jahren durch Teilabschiebung der schwangeren Frau mit einem Kleinkind zerrissenen Familie Siala / Salame, die in den 1980er Jahren aus der Bombenhölle von Beirut geflohen war und deren Schicksal inzwischen bundesweit Aufsehen erregt hat.
In zahllosen Eingaben haben sich dazu international anerkannte humanitäre Organisationen zu Wort gemeldet wie Amnesty International, Pro Asyl, terre des hommes, die Internationale Liga für Menschenrechte, die Deutsche Korczak-Gesellschaft, der Interkulturelle Rat, die Remarque-Gesellschaft, Aktion Courage, die AWO, das DRK, der Deutsche Kinderschutzbund u.a.
Andere Eingaben tragen große Namen wie Rita Süssmuth, Herta Däubler-Gmelin, Bundesinnenminister a.D. Rudolf Seiters, der Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Dt. Bundestages Tom Koenigs, DGB-Bundesvorstand Annelie Buntenbach, aber auch viele kleinere Namen wie z.B. Klaus J. Bade, der nie eine Antwort bekommen hat und sich deshalb hier öffentlich zu Wort meldet.
Wenn alle diese Anfrager und Bittsteller hier alle gleicher Ansicht sind, dann sollte das doch Anlass sein, diesen Fall noch einmal zu prüfen ..."

Der Fall der Familie Siala/Salame stellt die Glaubwürdigkeit der CDU als Familienp. Setzen Sie sich dafür ein, dass das seit sieben Jahren andauernde Leiden der durch Abschiebung auseinander gerissenen Familie im Intersse v.a. der Kinder endlich ein Ende findet?
Antwort von Angelika Jahns
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14.06.2012
Angelika Jahns
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

in Niedersachsen leben viele Flüchtlinge und Asylsuchende die den Wunsch haben, für immer hier leben zu können. Das zeigt, dass die Bedingungen um den Aufenthalt dieser Menschen scheinbar recht gut sind. In manchen Familien entstehen durch verschiedene Bleiberechtsregelungen bzw. den unterschiedlichen Aufenthaltsstatus eine differenzierte Rechtslage. Ich bedauer außerordentlich, dass dies auch Familientrennungen zur Folge hat. Gegenwärtig wird im Rahmen der Prüfungen der Härtefallregelungen sowie der qualifizierten Mehrheitsfindung in der Härtefallkommission an einer Verbesserung bzw. Erleichterung der Situation für Betroffene gearbeitet.

Ich bin fest davon überzeugt, dass gemeinsam mit allen Beteiligten eine gute Lösung für Niedersachsen gefunden wird.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Jahns MdL
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
21.12.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Jahns,

wir Bürger und Wähler wüssten gerne wie Sie und Ihre Partei sich in Fragen der Zuwendungen an Kirchen/ kirchliche Einrichtungen und Trennung von Kirche und Staat positionieren.

Ich nehme an, es ist Ihnen bekannt, dass der christliche Anteil der Bevölkerung sinkt und aktuell bei ca. 58% liegt. Hingegen steigt der Anteil der konfessionsfreien inklusive der Andersgläubigen.


Forderungen der konfessionsfreien Bürger an den Staat und seine Vertreter:

• Transparenz der Finanzierung der Kirchen und deren Einrichtungen durch die öffentliche Hand.

• Staatsleistungen an die beiden christlichen Kirchen beenden und – wo unvermeidlich – ablösen!

• Einschränkung der staatlichen Privilegien der christlichen Kirchen statt Ausweitung auf Muslime und islamische Einrichtungen. ->
Einführen eines integrativen Pflichtfachs zur Wertevermittlung (wie in Berlin "Ethik" und in Brandenburg "LER").

• Eigene und angemessene Vertretung der Konfessionsfreien in Ethikräten, Rundfunkräten, Bundesprüfstellen, u.a.m.

• Gleichbehandlung der säkularen Organisationen (konfessionslose, Freidenker, Giordano-Bruno-Stiftung, Humanisten, etc.) in den öffentlich-rechtlichen Medien, besonders bei den Sendezeiten, da die Medien sich schließlich an alle Bürger wenden, darunter ein Großteil konfessionsfreier Bürger.

• Auch in Einrichtungen, die in kirchlicher Trägerschaft stehen, soll das allgemeine Arbeits- und Sozialrecht gelten (Betriebsverfassungsgesetz + Allg. Gleichbehandlungsgesetz) und das Sonderrecht des sogenannten 3. Weges soll abgeschafft werden.

• Die Ausgaben-Praxis der Kirchen und sozialen Einrichtungen für die erhaltenen Finanzmittel muss transparent sein und vom Staat geprüft werden.

• Förderung religiös bzw. weltanschaulich neutraler Sozial-, Kultur- und Bildungseinrichtungen.


Wie positionieren Sie sich zu dem Thema? Vertreten Sie Standpunkte, die für uns Konfessionsfreie wichtig sind?

Im Voraus danke für die Antwort und mit freundlichen Grüßen
Antwort von Angelika Jahns
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13.01.2013
Angelika Jahns
Sehr geehrter Herr ,

ich habe die Beantwortung Ihrer Frage nicht vergessen. Dieses Thema bedarf einer genauen Betrachtung und weckt sehr unterschiedliche Beurteilungen. Ich habe in der Zwischenzeit mit Bürgern sowie Politikern über Ihre Fragen diskutiert. Sie haben Recht, wenn Sie Transparenz bei den Einnahmen der beiden großen Kirchen fordern. Diesen Wunsch unterstütze ich ausdrücklich. Auch, dass sich immer mehr Bürger von den beiden großen Kirchen abwenden trifft zu.. In Deutschland hat sich gesamtgesellschaftsmäßig vieles verändert. Wir sind tolerant gegenüber jeglicher Konfession bzw. auch konfessionsfreien Gemeinschaften gegenüber. In der Regel finanzieren sich die Freien Gemeinschaften durch eigene Einnahmen oder Mitgliedsbeiträge. Allerdings besteht unter gewissen Voraussetzungen auch für andere Kirchengemeinschaften die Möglichkeit, z.B. Kirchensteuer zu erheben. Von einigen freien Glaubensgemeinschaften habe ich erfahren, dass zum Teil der Wunsch besteht, keine Berührung mit dem Staat haben zu wollen.

Da ich nicht weiß, zu welcher Glaubensgemeinschaft Sie gehören, kann ich natürlich hierzu auch keine Beurteilung abgeben.

Grundsätzlich steht die CDU zu beiden christlichen Kirchen. Wie aber bereits oben angeführt, tolerieren wir Andersgläubige. Bezüglich Ihrer weitergehenden Fragen und Forderungen bitte ich Sie mitzuteilen, welche Gemeinschaften diese unterstützen und welche Ziele Sie in Ihrem Glauben verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Jahns
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
04.01.2013
Von:

Guten Tag Frau Jahns,

da ich ein Kind aus der Jugendarbeit bin, finde ich es sehr schade, dass Mitteln in diesem Bereich gekürzt wurden sind.

Ich finde freie Träger mit gute Konzepte verdienen IHRE Unterstützung. Leider haben Sie in Ihrer letzten Arbeitszeit weiterhin diese Mitteln gekürzt.

Kinder und Jugendliche haben keinen Raum mehr, um sich selbst zu verwirklichen. Musikschulen, Museen und sogar Büchereien werden weiterhin nicht mehr gefördert. Viel schlimmer! Sozialschwachen Einwandererfamilien können sich nicht integrieren. Sie diskriminieren also bewusst die "Unterschicht"!

Oder wollten Sie damals als Sie mit Ihren Job anfingen, den Spielplatz nur für Leute mit Reichtum aufbauen? Ist IHR Spielplatz eigentlich noch intakt? Könnte ich mir diesen bitte angucken?

Ein Wolfsburger!
Antwort von Angelika Jahns
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08.01.2013
Angelika Jahns
Sehr geehrter Herr ,

ich weiß nicht auf welche Kürzungen Sie sich beziehen. Wir haben in der Jugendarbeit nichts gekürzt. Im Gegenteil: Niedersachsen ist zum Musikland deklariert worden. Die Musikschulen werden unterstützt, wir haben Ehrenamtscards entwickelt, viele Vergünstigungen dafür eingeführt, das Bildungspaket ermöglicht gerade sozial schwächer gestellten Familien die Teilnahme an sportlichen und kulturellen Angeboten. Darüber hinaus haben wir gerade für die Integration zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt, z.B. Integration durch Sport, Mädchenfußball u.v.m.

Zum Spielplatz kurze Anmerkung: Er existiert natürlich noch :-) Sie können gern einen Termin mit mir machen und dann eine Besichtigung vor Ort vornehmen. Würde mich sehr freuen!

Ihre Angelika Jahns
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