Andreas Waldowsky (GRÜNE)
Abgeordneter Hamburg 2008-2011
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Grunddaten
Andreas Waldowsky
Jahrgang
1967
Berufliche Qualifikation
Diplom-Finanzwirt (FH), Französisch, Geschichte, Erziehungswissenschaften (2. Staatsexamen)
Ausgeübte Tätigkeit
Studienrat an der IGS Norderstedt mit den Fächern Französisch und Geschichte
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Fuhlsbüttel - Alsterdorf - Langenhorn , Listenplatz 1
Landeslistenplatz
-
Wie Ihnen Frau Gregersen bereits in ihrer Antwort auf ihre Frage mitteilte, kann auch ich Ihren Unmut bezüglich der Taktung der S-Bahnverbindung von Blankenese nach Wedel sehr gut verstehen. Im Koalitionsvertrag zwischen GAL und CDU wurde folgendes vereinbart: "Es wird nach Möglichkeiten gesucht, den Zehn-Minuten-Takt bis nach Wedel auszuweiten."

Auch als Mitglied im Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft kann ich hier sagen: Dieses wollen wir auch weiterhin umsetzen! Dazu bedarf es nicht nur der Gespräche mit Schleswig-Holstein, es muss sich auch über die Finanzierung der Streckenkosten geeinigt werden, da Wedel in die Zuständigkeit der Schleswig-Holsteiner fällt. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
14.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Waldowsky,

am 6. Juni sind Sie zur Familien-Demo in Klein Borstel gekommen. Mit dem Protestzug wollten wir auf die desolate Kita-Situation aufmerksam machen: 60 Kinder sind seit einem Jahr im Container untergebracht, 200 Familien stehen auf der Warteliste. Und der Bezirk Nord sieht keine Notwendigkeit zum Handeln.
Während der Demo sagten Sie, Klein Borstel sei bei der Kita-Plaung "unter die Räder" geraten und versprachen, dass etwas passieren werde.
Daher meine Fragen:
1. Was haben Sie bislang in Sachen Kita Kleine Horst in Klein Borstel unternommen?
2. Welche Chancen sehen Sie, dass die beengte Unterbringung der Kinder in Containern auf dem Schulparkplatz (ohne eigenes Außengelände) ein baldiges Ende findet? (Selbst wenn jetzt gebaut wird, bedeutet dies mindestens 2 Jahre Containerleben für die Kinder)
3. Gibt es eine Planung, um schnell mehr Betreuungsplätze (auch Krippen- und Ganztagesplätze) in Klein Borstel und Umgebung zu schaffen?

Viele Grüße,
Antwort von Andreas Waldowsky
1Empfehlung
14.12.2009
Andreas Waldowsky
Sehr geehrte Frau ,

ich muss mich für die späte Antwort entschuldigen und hoffe, dass Sie dafür Verständnis haben. Im Gespräch mit verschiedenen Stellen hat sich für mich abermals herausgestellt, dass die Situation zur Kindertagesbetreuung in Klein Borstel nach wie vor schwierig ist, sich aber alsbald ändern wird. Hierzu ist der rechtskräftige Bebauungsplan geändert worden: Anstelle der vorgesehenen 60 Betreuungsplätze werden nun 80 Plätze im Neubau angeboten werden können.

Das Bezirksamt Hamburg-Nord - Träger des geplanten KiTa-Neubaus - hatte dabei einen schwierigen Ausgleich zu finden: Schätzungen der zuständigen Landesbehörde die einen Bedarf von 60 Betreuungsplätzen ermittelt hatten und AnwohnerInnen die mit einer benachbarten KiTa von 60 Betreuungsplätzen ihre Grundstücke erworben hatten (Vertrauensschutz) standen dabei gegen einen erfreulichen aber ungewöhnlich hohen Anteil an im Kita-Alter befindlichen Kindern und damit auch einem erheblichen Mehrbedarf an Betreuungsplätzen.

Im Rahmen der Rechtsetzung und in schwieriger Kompromissfindung mit den Anwohnerinnen und Anwohnern aber vor allem auch im Ausgleich mit der Vereinigung der Kindertagesstätte konnte das Bezirksamt die Planungen nun auf 80 Betreuungsplätze erhöhen. Dieses Angebot ist von der Vereinigung der Kindertagesstätte nun auch endlich angenommen worden. Damit kann die Phase des Baubeginns alsbald in Angriff genommen werden.

Sofern ein über diese 80 Plätze hinaus bestehender Mehrbedarf an Betreuungsplätzen ermittelt wird, gilt es, dass der Bezirk und die zuständige Fachbehörde schnell einen Zusatzstandort definieren. Zudem hat der Bezirk das Angebot unterbreitet, alternative Betreuungsangebote (Mütternetzwerke oder Tagesmütter) für die Übergangsphase zu finden. Wenn ich Ihnen hierbei noch Kontakte vermitteln kann, würde es mich freuen, wenn sie von diesem Angebot gebrauch machen würden.

Mit besten Grüßen

Ihr Andreas Waldowsky
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
07.01.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Waldowsky

Ich schreibe Sie als Vertreter der Grünen im Verkehrsausschuss an.

In unserer Stadt werden zu Zeit verschiedenste Verkehrs - Großprojekte, die von den Grünen mit getragen werden, diskutiert. Die meisten reichen bereits in der Planungs- und erst recht in der Durchführungsphase über die Legislaturperiode hinaus. Über diese Großprojekte wird viel diskutiert aber die Lebenssituation der Bürger wird sich selbst bei ihrer Umsetzung, die ich in jedem Fall für unwahrscheinlich halte, nicht verändern.

Im Gegensatz dazu adressierte der Wahlkampf der Grünen wesentlich pragmatischere und kleinere Themen. Zum Beispiel erinnere ich mit an
• die Veränderung der S-Bahn Taktung in Richtung Rissen. Das Angebot Öffentlicher Verkehrsmittel ist im Allgemeinen hinter Blankenese eine Zumutung (Fahrpläne, Pünktlichkeit, Zustand der Bahnhöfe, Routen der Busse etc.)
• den Ausbau der Radwege. Radwege sind überall verschmutzt oder die Oberflächen sind für moderne und schnelle Räder nicht hinnehmbar.

Bisher sehe ich in beiden Themen, die aus meiner Sicht einfach zu ändern wären, keine Veränderung und damit in Summe überhaupt keine positive Veränderung im Verkehrsgeschehen dieser Stadt, das ich mit Ihrer Partei in Verbindung bringen kann.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir möglichst konkrete Angaben zum Stand dieser beiden Projekte (S-Bahn in Rtg. Westen und Radwege) geben können und möchte anregen, lieber viele kleine Verbesserungen umzusetzen als die Umsetzung der großen Projekte nur zu versuchen.

Mit freundlichen Grüßen,

C. D.
Antwort von Andreas Waldowsky
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20.01.2010
Andreas Waldowsky
Sehr geehrter Herr ,

wie Ihnen Frau Gregersen bereits in ihrer Antwort auf ihre Frage mitteilte, kann auch ich Ihren Unmut bezüglich der Taktung der S-Bahnverbindung von Blankenese nach Wedel sehr gut verstehen. Im Koalitionsvertrag zwischen GAL und CDU wurde folgendes vereinbart: "Es wird nach Möglichkeiten gesucht, den Zehn-Minuten-Takt bis nach Wedel auszuweiten."

Auch als Mitglied im Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft kann ich hier sagen: Dieses wollen wir auch weiterhin umsetzen! Dazu bedarf es nicht nur der Gespräche mit Schleswig-Holstein, es muss sich auch über die Finanzierung der Streckenkosten geeinigt werden, da Wedel in die Zuständigkeit der Schleswig-Holsteiner fällt. Frau Gregersen hat ihnen darüber hinaus ja auch angeboten, den genauen Sachstand zu den von Behördenseite bisher geführten Gesprächen abzufragen und ihnen eine Antwort hierzu zuzuleiten.

Ein erheblicher Grund für die Verspätungen ist die Tatsache, dass die Strecke zwischen Blankenese und Wedel größtenteils eingleisig geführt wird. Wenn es dann auf der S1 irgendwo zu einer Verspätung kommt, hat dieses gleich enorme Auswirkung auf diesen Streckenabschnitt, da die Züge an den Bahnhöfen aufeinander warten müssen.

Zu den Radwegen: Diese sind in Hamburg nach wie vor an vielen Stellen verbesserungswürdig. Im Koalitionsvertrag ist hierzu explizit die Umsetzung der Radverkehrsstrategie vereinbart worden (siehe auch: edoc.difu.de ). In dieser unter der Mitwirkung der Bürgerschaftsfraktion entwickelten Radverkehrsstrategie sind viele gute und richtige Punkte vereinbart worden. In diesem Zusammenhang wurden im Hamburger Haushalt für die Jahre 2009 und 2010 etwa 19 Millionen Euro für den Radverkehr eingestellt. Allein für den Ausbau des Radverkehrs ca. 12 Mio Euro. Dieses Geld wird dazu verwendet um bestehende Fahrradwege zu verbessern und neue Radwege und Trassen anzulegen. Vornehmlich soll es zu einer Verlagerung des Radverkehrs auf die Straße erfolgen. Die Planungsprozesse laufen. Derzeit lässt der Senat auf 150 Straßen diese Verlagerungsmöglichkeiten untersuchen. Nach und nach wird dieses umgesetzt. Und auch bei allen Grundinstandsetzungen an Straßen wird gleichzeitig der Radverkehr miteinbezogen und optimiert.

Frau Gregersens Hinweis auf den Besuch einer der Landesarbeitsgemeinschaften der GAL Hamburg schließe ich mich ausdrücklich an. Hier werden und wurden diese und andere Themen diskutiert. Eine Parteimitgliedschaft ist für die Mitarbeit nicht notwendig. Mehr über die LAG Verkehr der GAL tinden Sie hier: www.hamburg.gruene.de

Mit besten Grüßen
Ihre Andreas Waldowsky
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
28.04.2010
Von:

Sehr geehrtr Herr Waldowsky

1. Ist es richtig, dass Sie in der Bürgerschaft gegen eine Begrenzung der Gehälter der HSH auf 500 000€ / Jahr gestimmt haben?

2.Ist es richtig, das alleine Herr Nonnnenmacher in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der HSH derzeit deshalb ein Jahresgehalt in Höhe von ca.10% der durch die Erhöhung der Kitabeiträge zu erwartenden Mehreinnahmen bezieht?

3.Handelt es sich bei der Erhöhung der Kitabeiträge um bis zu 100€ pro Kind um ein Bruch gegen ihre Koalitionsvereinbarung Seite 6, Abs. 2, Abs.3, Abs.7 ?

4. Welche Bevölkerungsgruppe, außer Familien mit kleinen Kindern, muß sich nun in Hamburg in vergleichbarer Höhe (bis zu mehreren 100 Euro/Monat) an den Folgen der Weltwirtschaftskrise beteiligen?

Mit freundlichen Grüßen

F.
Antwort von Andreas Waldowsky
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25.05.2010
Andreas Waldowsky
Sehr geehrter Herr ,


vielen Dank für Ihre Fragen.

Zu 1.+2.: Es ist falsch, dass ich oder meine Fraktion gegen eine Begrenzung der Vorstandsgehälter auf 500.000,00 Euro gestimmt haben. Das Gegenteil ist richtig. Sowohl Herr Nonnenmacher als auch alle anderen Vorstandsmitglieder der HSH Nordbank verdienen 500.000,00 Euro, so wie es die GAL zusammen mit der CDU und SPD in der Bürgerschaft beschlossen hat.

Zu 3.: Seit Herbst letzten Jahres ist das letzte Kita-Jahr beitragsfrei, so wie wir es im Koalitionsvertrag vereinbart haben. Das kostenlose letzte Kita-Jahr hatte Schwarz-Grün 2009 eingeführt. Diese Entlastung wird in der gegenwärtigen Proteststimmung gern vergessen. Damit werden bisherige Höchstbeitragszahler im letzten Kita-Jahr pro Jahr um bis zu 3.504,00 Euro an Gebühren sparen. Wir werden in den nächsten Jahren 40 % mehr Kitaplätze und 20 % mehr Hortplätze schaffen, um mehr berufstätigen Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Richtig ist, dass wir angesichts der dramatisch zurückgegangenen Einnahmen der Stadt den Rechtsanspruch für 2-Jährige nicht mehr wie geplant finanzieren können und ein Viertel der Eltern mit einer Beitragserhöhung am oben geschilderten Ausbau des Kita- und Hortbereiches beteiligen müssen.

Zu 4.: Der Senat hat im November letzten Jahres ein umfassendes und sozial ausgewogenes Sparungspaket in Höhe von 1,15 Milliarden Euro beschlossen. Nur ein kleiner Teil davon beinhaltet direkte finanzielle Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger. Die Konsolidierungsmaßnahmen des Senats verteilen sich über verschiedenste Bevölkerungsgruppen. Neben der Erhöhung des Kita-Beitrages für Familien mit einem Nettoeinkommen ab ca. 3.000 Euro wurden weitere Maßnahmen vereinbart, die sich nicht ohne weiteres bestimmten Bevölkerungsgruppen zuordnen lassen. Beispiele dafür sind Baugebühren, Wasserentnahmegebühren, Gebühren für Veterinärkontrollen und in der Parkraumbewirtschaftung, Verwahrgebühren für sichergestellte Fahrzeuge und die Erhöhung des Eintritts bei den staatlichen Bühnen wie Staatsoper, Deutsches Schauspielhaus und Thalia-Theater. Daneben werden die Bezirksämter ebenfalls für eine Reihe von Dienstleistungen die Gebühren erhöhen. Die Abstimmung zwischen den Bezirken ist noch nicht abgeschlossen.

Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Waldowsky
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
07.05.2010
Von:

Die Berechnung der Kita-Beiträge kann nicht sozial gerecht sein! Bei der Berechnung werden im Haushalt lebende Personen / Kinder berücksichtigt (beitragsmindernd), jedoch Kinder aus vorherigen Beziehungen nicht, obwohl für diese Kindesunterhalt gezahlt wird und somit Kosten anfallen! Bei der Beitragsberechnung werden jegliche Unterhaltszahlungen so bewertet, als wenn sie weiterhin der neuen Familie in voller Höhe zur Verfügung stehen. Hier ist eine Ungleichbehandlung von Erst-(hier werden alle Familienmitglieder berücksichtigt und das Einkommen steht diesen alleine zur Verfügung) und Folgeehen (welche Unterhaltszahlungen zu leisten haben und somit ein gemindertes Einkommen haben). Welche Möglichkeiten bestehen, um hier eine angemessene Berücksichtigung der tatsächlien wirtschaftlichen Verhältnisse der beantragenden Familie zu erhalten?
Antwort von Andreas Waldowsky
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02.06.2010
Andreas Waldowsky
Sehr geehrte Frau ,

bei der Ermittlung des Kita-Elternbeitrags für Kinder aus der neuen Familie können Unterhaltsverpflichtungen gegenüber Kindern aus früheren Beziehungen schon heute berücksichtigt werden. Gemäß §9 Absatz 3 Kinderbetreuungsgesetz kann ein Kind, für das Unterhalt gezahlt wird, als sogenanntes Zählkind angegeben werden. Ein "Zählkind" erhöht rechnerisch die Familiengröße, so dass im Ergebnis ein geringerer Elternbeitrag zu leisten ist. Auf diese Weise wird auch im Hamburger Kita-Gutschein-System der Belastung Rechnung getragen, die Väter und Mütter aufgrund von Unterhaltszahlungen haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas Waldowsky
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
03.01.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Waldowsky,

ich poste hier meine auch an Herrn Kerstan von der GAL gestellten Fragen zur Thematik Teilräumliche Entwicklungsplanung Mittlerer Landweg:

1.) Wird die GAL im Falle einer Regierungsbeteiligung nach den Neuwahlen am 20.02.2011 darauf bestehen und die notwendigen Schritte einleiten, um die im aktuellen Flächennutzungsplan auf dem Standort des Bebauungsplanes "Allermöhe 29" ausgewiesene Art der Nutzung "Wohnbauflächen" und "Gewerbliche Bauflächen" zugunsten der europarechtlich geschützten Uferschnepfen-Population durch den lebensumweltlichen Status quo zu ersetzen und diesen Status Quo als Naturschutzgebiet ausweisen?

2.) Wird die GAL im Falle einer Regierungsbeteiligung nach den Neuwahlen am 20.02.2011 darauf bestehen und die notwendigen Schritte einleiten, um die in den Haushaltsplänen der letzten Jahre fortlaufend geführte "Industrie- und Gewerbefläche Mittlerer Landweg" ersatzlos aus dem "Einzelplan 7 der Behörde für Wirtschaft und Arbeit" zu tilgen?

3.) Wird die GAL im Falle einer Regierungsbeteiligung nach den Neuwahlen am 20.02.2011 darauf bestehen und die notwendigen Schritte einleiten, das Bebauungsplanverfahren "Billwerder 28/ Allermöhe 30" einzustellen?

4.) Wie verhält sich die GAL zu der Forderung der ehemaligen Sanatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Frau Hajduk (GAL), in einer als "ohne konkrete planerische Vorgaben" ausgegebenen "Teilräumlichen Entwicklungsplanung Mittlerer Landweg", einen "relevanten Flächenanteil für Gewerbe" vorzusehen"?

5.) Wie verhält sich die GAL vor dem Hintergrund "Hamburg European Green-Capital 2011" zu der Forderung der ehemaligen Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Frau Hajduk (GAL), in dem letzten Landschaftskorridor zwischen dem "Green-Capital Kapital" Naturschutzgebiet "Boberger Niederung und dem "Green-Capital Kapital" Marschland einen "relevanten Flächenanteil für Gewerbe" vorzusehen"?

MfG

(Dokumente anfordern von seidel@risikoregister.de)
Antwort von Andreas Waldowsky
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26.01.2011
Andreas Waldowsky
Sehr geehrter Herr ,

auch ich bedanke mich für ihre Fragen über das Portal abgeordnetenwatch.de. Meine Antwort beanspruchte ein wenig Zeit, da ich die Fragenzusammenhänge, mit meinen KollegInnen in der Fraktion und den ehemaligen BehördenmitarbeiterInnen den aktuellen Sachverhalt ermitteln musste. Wie Ihnen auch bereits Herr Kerstan auf ihre Fragen am 24. Januar antworten konnte, hat sich die GAL in der Regierungsverantwortung für den Erhalt des ökologisch wertvollen Raums und der Habitate der Uferschnepfe eingesetzt. Selbstverständlich werden wir dies auch weiterhin tun.

Die von ihnen angesprochenen Entscheidungen und Verfahren sind allerdings Kompromisse aus den Zeiten des schwarz-grünen Senats gewesen, die in Abstimmung mit anderen Behörden des Koalitionspartners zustande gekommen sind.

Den Bebauungsplan Allermöhe 29 mit der Ausweisung Wohnungsbau und Gewerbe wollten wir als GAL nicht und haben auch durchgesetzt, dass die Arbeiten daran eingestellt wurden. Allerdings steht die entsprechende abschließende Änderung des Flächennutzungsplanes noch aus. Für den Bebauungsplan Billwerder 28/Allermöhe 30 haben wir eine teilräumliche Entwicklungsplanung eingeleitet. Das finden wir inhaltlich richtig, weil der gesamte Mittlere Landweg ein Konzept braucht. Der politische Preis war allerdings, dass dafür an anderer Stelle ein Ausgleich für Gewerbe als Ersatz für Allermöhe 29 gefunden werden sollte.

Grundsätzlich wollen wir die Ausweisung im Flächennutzungsplan als Gewerbe zurücknehmen. Das ist aber ein harter Kampf mit den beiden großen Parteien. Dass die SPD die vorgebliche Nachgiebigkeit der CDU gegenüber den Grünen als die wirtschaftsfeindlichste Politik eines Senates seit 1946 brandmarkt zeigt, dass dieser Kampf mit der SPD wahrscheinlicher noch härter wird. Sollte es nicht gelingen, die Rücknahme durchzusetzen ist unser Ziel, die neuen Gewerbeflächen an möglichst naturverträglichen Standorten anzusiedeln.

Dafür möchte ich mich auch persönlich einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Waldowsky
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