Sehr geehrter Herr

, lieber Vogtländer,
ja, das Vogtland soll für junge Menschen eine anziehende Region werden und nicht zum Altersheim verkümmern. Dazu zählt für mich zuallererst eine moderne Bildungslandschaft mit flächendeckenden Angeboten an Krippen- und Kindergartenplätzen, ein dichtes Schulnetz, eine Fachhochschule und Berufsakademie, Volkshochschulen, Bibliotheken und natürlich ausreichend qualitativ hochwertige Ausbildungsplätze. Solide Ausbildung und Arbeit zu finden, das war in den vergangenen 20 Jahren kaum möglich. Deshalb verließen viele der sonst bodenständigen vogtländischen Jugendlichen ihre Heimat.
Jetzt haben wir auch in unserer Region eine Entwicklung, dass zunehmend alte, erfahrene Arbeitskräfte in Rente gehen und junge, gut Ausgebildete gesucht werden. Die Suche wird aber nur erfolgreich sein, wenn endlich in Ost und West gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt wird. Sonst laufen die jungen Leute weg, zur besser bezahlten Arbeit.
Sie wissen selbst, welch kluge Köpfe es im Vogtland gibt. Wir haben also beste Voraussetzungen, Forschung und Entwicklung eng mit Handwerk und Industrie zu verbinden. Intelligente Technologien, langlebige Produkte made in Vogtland... Und mit einem Vogtlandzeichen versehen, das auch die Vogtländerinnen und Vogtländer zum Kauf lockt, könnten erste Schritte zu regionalen Wirtschaftskreisläufen gegangen werden. Auch die heimische Landwirtschaft würde profitieren, wenn Vogtländer wieder zunehmend Lebensmittel aus dem Vogtland kaufen.
Wichtig sind für mich die Vorstellungen der jungen Menschen selbst von einer attraktiven Region, in der sie gern leben. Vielleicht gäbe ja ein Runder Tisch "Junges Vogtland" die Möglichkeit, Gedanken zu sammeln und Ideen zu entwickeln, um jungen Menschen wieder Perspektiven und mehr Lebensqualität im Vogtland zu bieten.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Roth