Andrea Roth (DIE LINKE)Kandidatin Landtagswahl Sachsen 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.
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Ziele von Andrea Roth
Gründe und Ziele, warum ich noch einmal für den Landtag kandidiere:1. Grund: Im hektischen politischen Geschäft und beim Denken in Legislaturperioden ist es nicht gerade üblich, Projekte konsequent über viele Jahre zu verfolgen.
Da mein politisches Credo aber lautet, den Menschen ein Podium zu schaffen, die kaum gefragt und selten gehört werden und ihnen zu helfen, Ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen und mit ihnen gemeinsam diese Gesellschaft zu verändern, kann ich nicht im 5-Jahres-Rhythmus denken. Mein Credo lässt sich nur verwirklichen, wenn über viele Jahre hinweg beharrlich Bündnisse aufgebaut, gepflegt und weiter entwickelt werden.
Beispiele dafür:
- Seit 1992 arbeite ich gemeinsam mit der AG Ökologie der Landtagsfaktion. Die AG stellt das Bindeglied zwischen Kommunal-, Landes- und Bundespolitik dar, hat enge Beziehungen zu Umweltverbänden, Wissenschaft und Wirtschaft. Ich sehe die AG ein bisschen als Umweltgewissen der Linksfraktion im Sächsischen Landtag.
- Seit rund 10 Jahren stehe ich für ein vertrauensvolles Miteinader von Landtagsfraktion, Kommunalpolitikern, linken Bürgermeistern und Ortsvorstehern.
- Seit 1998 organisiere ich die Treffen von Bürgerinitiativen für sozialverträgliche Abgaben. 2008 konnten wir das 50. Treffen feiern. Es ist einmalig in Deutschland, auch bei den LINKEN, dass diese Beratungen von Bürgerinitiativen, Kommunalpolitik und Wissenschaft zu einer festen Institution geworden sind. Das 53. Treffen wird am 26. September 2009 in Torgau stattfinden und sich mit dem Problem beschäftigen, dass (nicht nur) bei der Abwasserentsorgung immer weniger Menschen immer mehr bezahlen müssen. Welche Wege gibt es aus dieser Preisspirale?
- Seit 2000 stehe ich für die Treffen der Schulinitiativen in Verantwortung. So wird Weiterbildung, Erfahrungsaustausch und Vernetzung von Landes- und Kommunalpolitkern, Eltern, Lehrern und Schülern ermöglicht.
Mein 2. Grund: Ich bin ein alter Hase (alte Häsin) in der parlamentarischen Arbeit, sowohl in der Gemeinde, als auch im Kreis und im Landtag. Hier arbeitete ich als umweltpolitische Sprecherin und als Sprecherin für direkte Demokratie. Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende bin ich für die Zusammenarbeit mit außerparlamentarischen Kräften verantwortlich. Ich bin die Beauftragte für Bürgeranliegen. Und Erfahrungen in und mit Untersuchungsausschüssen sammelte ich als Vorsitzende des Untersuchungsausschusses Arzberg-Beilrode in der 2. Wahlperiode und Mitglied im jetzigen so genannten Sachsensumpf - Untersuchungsausschuss. Ich kann damit auf umfangreiches Fachwissen und politische Erfahrungen zurückgreifen. Genauso wie auf enge Bündnisse mit Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften und auf Kooperationen mit Institutionen und Unternehmen.
Ich meine, auch in einer Landtagsfraktion bürgt eine gesunde Mischung für Qualität. Eine Mischung aus Jung und Alt, aus frischem Schwung und neuen Ideen, reichem Wissen und wertvollen Erfahrungen.
Der 3. Grund: Meine rote Partei ist noch nicht grün genug!
DIE LINKE will eine nachhaltige Politik machen. Ich will, dass nachhaltig im wahren, nicht im abgedroschenen Sinne gemeint ist. Nachhaltigkeit als Zusammenklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem.
CDU und FDP stehen für die Wirtschaft. Die Grünen sind die Ökopartei und die SPD tut so, als wäre sie die Partei der sozialen Gerechtigkeit.
DIE LINKE sollte die Partei der Nachhaltigkeit sein. Denn das gesellschaftliche Zusammenspiel von Wirtschaft, Umwelt und Sozialem lässt sich nicht auseinanderreißen. Der Klimawandel z.B. wird verheerende Folgen für die Wirtschaft und die Menschen haben, für unsere Kinder, für alle Kinder weltweit. DIE LINKE muss sich stärker diesem Problem stellen.
Ich möchte den Ecken des Dreiecks auf dem i des Logos der LINKEN Bedeutungen geben: Die lange Spitze symbolisiert das Soziale, die beiden gegenüberliegenden Ecken stehen für Ökonomie und Ökologie: das rote Nachhaltigkeitsdreieck der LINKEN!