Albrecht Pallas (SPD)
Kandidat Landtagswahl Sachsen 2009
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Albrecht Pallas
Zur Person Albrecht Pallas
Biografisches:

Ich wurde am 17. Februar 1980 hier in unserem schönen Dresden geboren, wo ich trotz Aufenthalten in anderen Städten wegen Ausbildung und Studium immer meinen Lebensmittelpunkt hatte. Meine zwei Geschwister und ich wuchsen in der Dresdner Südvorstadt auf. So ging ich hier in den Kindergarten der Lukaskirchgemeinde und zur Schule, erst in die 117. POS und später in eine Klasse mit besonders gefördertem Fremdsprachenunterricht in der 46. POS. Die Verwurzelung meiner Familie in der Lukaskirchgemeinde, vor allem aber die Arbeit meines Vaters als Ortsamtsleiter des Ortsamtes Dresden-Plauen verstärkte noch meine Bindung an den Dresdner Süden.



Nach einem kurzen Intermezzo in Pieschen und Nausslitz wohne ich seit 2003 mit meiner Frau Anne, unserem Sohn und unseren beiden Katzen in Plauen auf der Zwickauer Straße.



Mein Abitur machte ich 1998 auf dem Marie-Curie-Gymnasium. Danach begann meine Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst an der Polizeifachschule in Kamenz. Im Anschluss arbeitete ich fast sechs Jahre bei der sächsischen Bereitschaftspolizei in Sebnitz. Seit 2006 studiere ich an der Hochschule der sächsischen Polizei Rothenburg (FH), um die Befähigung für den gehobenen Polizeivollzugsdienst zu erlangen. Das Studium endet im September 2009.





Politisches Engagement:

Seit 2004 bin ich Mitglied der SPD. Sowohl bei den Jusos Dresden als auch in meinem Ortsverein Dresden-Plauen, wo ich heute Vorsitzender bin, war ich im Vorstand aktiv. Außerdem arbeite ich mit im Arbeitskreis Innere Sicherheit der sächsischen SPD.

Im Juni 2009 wurde ich in den Dresdner Stadtrat gewählt. Für die SPD-Fraktion bin ich ordnungs- und sicherheitspolitischer sowie umweltpolitischer Sprecher und Mitglied im Kriminalpräventiven Rat der Stadt Dresden.





Ehrenamt:

1995/96 - Mitglied des Jugendprojekts im Studentenclub "Semper-Club" e.V.

1997 - Eintritt in den Klub Neue Mensa e.V., wo ich heute noch Mitglied bin. In dem Studentenklub, der die Bierstube in der Neuen Mensa betreibt, war ich in von 2000 bis 2003 stellvertretender Vereinsvorsitzender.

Anfang 2008 - Mitwirkung bei der Gründung des Gewerbevereins Dresden Plauen e.V. gemeinsam mit engagierten Plauener Gewerbetreibenden

Seit 2011 - Eintritt in den Verein zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien Sachsen





Diese Vereine unterstütze ich durch meine Mitgliedschaft:

Dresdner Tafel e.V.

Mieterverein Dresden und Umgebung e.V.

Arbeiterwohlfahrt

Die Falken

Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
16.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pallas,

Ihre Meinung als Polizeibeamter interessiert im Zusammenhang mit den tragischen Ereignissen von Erfurt und Winnenden. Das größte Risiko besteht nach wie vor darin, dass Waffen und Munition (in erheblichen Mengen) in privaten Haushalten verfügbar sind, Die kürzlich verabschiedeten Änderungen des Waffengesetzes, dem die Abgeordneten Ihrer Partei im Bundestag zugestimmt haben, sind völlig unzureichend. Insbesondere bringen verstärkte Kontrollen keinerlei Sicherheitsgewinn, zumal in den Ländern nicht genügend Kontrollpersonal vorhanden ist. Was halten Sie persönlich von dem Vorschlag, dass Sportschützen Waffen und Munition getrennt aufbewahren müssen. Eine mögliche Realisierung wäre z.B., dass Munition grundsätzlich zentral gelagert wird. Damit entfiele das oft verwendete Argument, Waffenlager an Schützenhäusern könnten Angriffsziele für Kriminelle und Terroristen darstellen. Andererseits wären Sportler kaum in der Ausübung ihres Sport beeinträchtigt, denn sie fänden die Munition ja genau dort vor, wo sie diese auch in der Regel benötigen, nämlich am heimischen Schießplatz.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Albrecht Pallas
2Empfehlungen
18.08.2009
Albrecht Pallas
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Frage zur Waffengesetzgebung nach den
Amok-Ereignissen der letzten Jahre.

Zwei Punkte sehe ich in Bezug auf die Verhinderung von Amok-Läufen als wesentlich an:
1. Abbau der Tatgelegenheitsstrukturen (Zugang zu Waffen) und
2. Frühzeitige Erkennung von Amok-gefährdeten Personen.

Zu 1.)
Ich stehe hinter der Entscheidung, die Waffen nicht zentral zu lagern und die Besitzer in die Pflicht zu nehmen. Selbst, wenn nur die Munition zentral gelagert würde, wäre das Gefährdungspotential enorm. Problematisch bei der dezentralen Aufbewahrung der Waffen ist die Einhaltung der im Waffenrecht vorgesehenen Sicherheitsbestimmungen. Hier war es notwendig, die Kontrollbefugnisse der Waffenbehörden im rechtsstaatlichen Rahmen auszuweiten. Ich persönlich finde es darüber hinaus auch moralisch vertretbar, Waffenbesitzern diese Kontrollen zuzumuten, da schon vom reinen Waffenbesitz eine gewisse Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.

Zu 2.)
Viel wichtiger zur Verhinderung von Amokläufen scheint mir die frühzeitige Erkennung gefährdeter Personen zu sein. Inzwischen wurden die Schul-Amok-Fälle der letzten Jahre wissenschaftlich analysiert und wir wissen, dass die Amok-Tat der Höhepunkt eines Prozesses im Täter ist, der über mehrere Jahre dauert. Die Täter zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine tiefgreifende oder dauerhafte Erfahrung des Scheiterns in der Gesellschaft, in der Schule, gemacht haben und bestimmte weiter Eigenschaften, wie eine Affinität zu Waffen, teilen. Ich finde, dass die Forschung in diesem Bereich verstärkt werden muss, damit wir die Erkenntnisse in die Aus- bzw. Fortbildung von Lehrern, Schulpsychologen und Sozialarbeitern einfließen lassen können. Außerdem bedarf es der personellen Intensivierung der Schulsozialarbeit, damit gerade Schüler, die persönliches Scheitern erleben müssen, adäquat betreut werden können.

Ich hoffe, meine Position hinreichend klar beschrieben zu haben. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Mehr Informationen zu meiner Person, zur SPD und unseren Zielen finden Sie auch auf meiner Homepage www.albrechtpallas.de.

Herzliche Grüße

Ihr Albrecht Pallas
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