Wolfgang Kubicki (FDP)
Abgeordneter Schleswig-Holstein 2009-2012
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Wolfgang Kubicki
Geburtstag
03.03.1952
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt; Volkswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Fraktionsvorsitzender
Wohnort
-
Wahlkreis
Rendsburg-Ost
Landeslistenplatz
-, über Liste eingezogen
weitere Profile
(...) Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie ist eine langjährige Forderung der FDP Schleswig-Holstein endgültig umgesetzt worden. Die Zukunft ist Strom aus Erneuerbaren Energien. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Gesundheit
02.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Kubicki,

mir geht es bei meiner Frage um das Soziale im Verständnis der FDP, wenn es um die freie soziale Marktwirtschaft geht.
Ich zitiere mal aus einem Artikel der Zeitung des SoVD (Januar 2012):
Spätestens mit der Einführung des Gesundheitsfonds wurde die Abkehr von der Solidarität politisch zementiert. Damals legte die Bundesregierung einen einheitlichen Beitragssatz per Rechtsverordnung fest. Während der Anteil der Arbeitgeber mittlerweile eingefroren wurde, zahlen die Versicherten zusätzlich zu ihrem Anteil noch immer einen sogenannten Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent. Von paritätischer Finanzierung kann keine Rede mehr sein. Das gilt umso mehr, als künftige Kostensteigerungen allein von den Versicherten getragen werden müssen (Zitat Ende).
Jetzt geht es um die Praxisgebühr, 2004 eingeführt von der rot-grünen Bundesregierung. Die 10 Euro im Quartal haben den beabsichtigten und zweifelhaften Erfolg nicht gebracht. Jetzt möchte, wenn ich alles richtig verstanden habe, der derzeitige Bundesgesundheitsminister (FDP) eine Praxisgebühr von 5 Euro pro Arztbesuch einführen. Nach Festschreibung der Beitragssätze für die Arbeitgeber (Bundesgesundheitsminister FDP), ein weiterer Schlag gegen das (soziale) Gesundheitswesen. Mir drängen sich zwei Fragen auf.
1. Ist die freie soziale Marktwirtschaft nur sozial, wenn Gesetze dies regeln? Muss man also diese Gesetze ändern?
2. Wie stehen Sie persönlich zur Einführung einer Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch.
Antwort von Wolfgang Kubicki
1Empfehlung
03.01.2012
Wolfgang Kubicki
Sehr geehrter Herr ,

zunächst möchte ich Ihnen für Ihre Fragen und das damit zum Ausdruck kommende Interesse an meiner Position beziehungsweise an der Position der FDP danken.
Sie greifen einen komplexen Sachverhalt auf, der die Grundpfeiler sowohl unseres Gesundheitssystems als auch die unserer sozialen Marktwirtschaft betrifft.

Lassen Sie mich Ihre Ausführungen um einige zentrale Aspekte ergänzen:
Ihre Feststellung, dass der Koalitionsvertrag auf Bundesebene eine Überprüfung der Praxisgebühr vorsieht (Seite 88 Koalitionsvertrag FDP/CDU), da die erhoffte Steuerungswirkung nicht eingetreten, die Zahl der Arztbesuche in Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin sehr hoch ist und zudem unnötige Bürokratie geschaffen wurde, ist korrekt.
Allerdings ist es nicht richtig, dass die FDP eine Praxisgebühr pro Arztbesuch einführen will. Überlegungen, die Praxisgebühr pro Arztbesuch zu erheben, stammen ausdrücklich nicht aus dem liberal geführten Bundesgesundheitsministerium. Es handelt sich vielmehr um einen Vorschlag aus der Union. Die FDP hingegen lehnt diese Idee ab. Wir setzen vielmehr auf mehr Eigenverantwortung der Versicherten, z.B. durch mehr Transparenz bei den Behandlungskosten. Nur durch die Stärkung der Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger im Sinne einer gesundheitsbewussten Lebensweise und nicht einer staatlichen Reglementierung kann es zu einem Paradigmenwechsel in unserem Gesundheitswesen kommen. Es muss gelingen, unser Gesundheitswesen verstärkt präventiv auszurichten. Prävention sorgt für besseren Gesundheitsschutz jedes Einzelnen und mindert gleichzeitig den Kostendruck in unserem Gesundheitswesen. Eine angemessene Eigenbeteiligung, so wie sie heute besteht, ist Teil unseres solidarischen Krankenversicherungssystems.

In einem weiteren Punkt möchte ich Ihre Ausführungen ergänzen und richtigstellen: Der Beitragssatz wurde sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer festgeschrieben (die nicht paritätische Finanzierung wurde im Übrigen von einer Sozialdemokratin eingeführt). Krankenkassen, die nicht wirtschaftlich arbeiten, müssen jetzt ihr Defizit durch Zusatzbeiträge decken. Jedem Versicherten ist es dabei unbenommen, zu einer Kasse zu wechseln, die keine Zusatzbeiträge erhebt. Die Zusatzbeiträge, die auch einen unbürokratischen Sozialausgleich beinhalten, waren notwendig, um wieder ein wenig Wettbewerb in das Gesundheitssystem zu bringen, damit überhaupt eine positive Entwicklung im Kostenbereich ermöglicht wird. Von einem "Schlag" gegen unser Gesundheitswesen kann in diesem Zusammenhang nicht gesprochen werden. Es ist doch vielmehr hervorzuheben, dass liberale Gesundheitsminister dafür gesorgt haben, dass das Gesundheitssystem insgesamt nicht kollabiert. Schließlich hatte die Vorgängerregierung durch ihre verfehlte Politik für ein Milliardendefizit gesorgt. Durch das Gesetz zur solidarischen und nachhaltigen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung ist der Umstieg in eine stabile, nachhaltige und soziale Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung gelungen. Unser Gesundheitssystem wird dadurch wieder leistungsstark. Im Gegensatz zu früheren Reformen im Gesundheitswesen konnten durch diese Reform zudem Leistungskürzungen für Versicherte vermieden werden. Flankiert wird diese Reform durch weitere Maßnahmen. Durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz wird die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln sichergestellt. Weiterhin wurde dafür gesorgt, dass Patientinnen und Patienten im Krankheitsfall die besten und wirksamsten Medikamente zur Verfügung stehen. Jüngst wurde zudem durch die Verabschiedung des Versorgungsstrukturgesetzes die flächendeckende und bedarfsgerechte medizinische Versorgung sichergestellt. Zielorientierte Maßnahmen wurden ergriffen, um dem zunehmenden Ärztemangel vor allem in ländlichen Gegenden zu begegnen. Gerade für Schleswig-Holstein ist diese Reform von großer Bedeutung.

Die Zielsetzung Ihrer ersten Frage erschließt sich mir nur bedingt, da hierzu weitergehende Präzisierungen erforderlich wären. Ich möchte jedoch betonen, dass wir in einem Rechtsstaat leben, dessen Kern eine demokratische Gesetzgebung bildet. Gesetze geben den Rahmen für unser Zusammenleben. Sofern Veränderungen herbeigeführt werden sollen, so ist dies ein für unser Demokratieverständnis selbstverständlicher Vorgang, der demokratisch herbeigeführt wird.

Ich danke Ihnen nochmals für Ihr Interesse und hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Kubicki
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Frage zum Thema Gesundheit
03.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Kubicki,

zuächst bitte ich um Entschuldigung, dass ich meine Anfrage vom 02.01.12 ohne Grußformel gesendet habe.
Ich möchte gerne meine erste Frage präzisieren: Die freie Marktwirtschaft nimmt jede Gelegenheit wahr, Kosten zu sparen und Gewinne zu maximieren. Nur Gesetze verhindern einen weiteren Abbau der sozialen Komponente. Ist es nicht die Aufgabe der Politik ein vernünftiges Gleichgewicht zu schaffen, bzw. zu erhalten? Ich habe den Abbau unter Rot/Grün mit einiger Verwunderung gesehen. Die eingetretenen Folgen (Leiharbeit, Arbeitsbefristungen, Minijobs) werden jetzt nicht korrigiert. Die fehlenden lohnabhängigen Einzahlungen in die sozialen Systeme machen eben diese Systeme funktionsunfähig.
Zu ihrer Antwort, Arbeitnehmer würden nicht einseitig belastet: Die Zusatzbeiträge, die z.Z. von keiner GKV erhoben werden, würden nur vom Versicherten (Arbeitnehmer) zu tragen sein. Die 0,9 Prozent Sonderbeitrag auch.
Das Bewustsein, gesund leben zu müssen, wird einem mäßig bis schlecht bezahltem Arbeitnehmer sicher nicht abhanden gekommen sein. Leider wird er seinen Bedarf an Lebensmitteln nicht im Bio-Laden decken können. Eine bescheidene Urlaubsreise könnte seine Arbeitskraft und Gesundheit erhalten. Nur, die von der FDP beschworene Eigenverantwortung kann man ohne ausreichendes Geld nicht leben. Da geben Sie mir Recht?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Wolfgang Kubicki
1Empfehlung
15.03.2012
Wolfgang Kubicki
Sehr geehrter Herr ,

zunächst danke ich Ihnen für Ihre Antwort und die Präzisierung Ihrer ursprünglichen Frage.
Sie erläutern darin Ihre Auffassung, dass ein eigenverantwortliches Leben vom Einkommen abhängt. Ich teile Ihre diesbezüglichen Ausführungen nur sehr bedingt. Aus meiner Sicht tun Sie vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern unrecht, die trotz schwieriger persönlicher Rahmenbedingungen Verantwortung für sich selbst und andere tragen und durch ihren Einsatz eine stützende Rolle für unsere Gesellschaft übernehmen.
Im Hinblick auf Ihre Ausführungen zu den Zusatzbeiträgen möchte ich Folgendes ergänzen: Zunächst haben Sie recht, wenn Sie feststellen, dass die Zusatzbeiträge allein von den Versicherten getragen werden müssen. Es steht allerdings jedem Versicherten offen, zu einer Kasse zu wechseln, die keine zusätzlichen Beiträge erhebt. Hier bleibt es jedem Bürger unbenommen, eigenverantwortlich zu handeln und das für ihn persönlich beste Angebot zu wählen.
Auch Ihrer allgemeinen Kritik an unserer sozialen Marktwirtschaft kann ich Ihnen nur sehr bedingt zustimmen. Ich möchte gern noch einmal hervorheben, dass wir eine Staatsquote von über 46 Prozent haben, über 50 Prozent des Bundeshaushaltes für Sozialausgaben verausgabt werden und insgesamt über ein Drittel unserer gesamtwirtschaftlichen Leistungen in soziale Leistungen fließt. Wenn es Ihnen jedoch darum geht, unser soziales Sicherungssystem passgenauer zu gestalten, dann findet das meine volle Unterstützung. Sowohl im Bund als auch im Land arbeiten deshalb liberale Regierungen daran, unsere Sozialsysteme zu verbessern. Ich nenne hier nur beispielhaft für das Land die Reform der Eingliederungshilfe, die landesseitig eingeführte Schulsozialarbeit oder den forcierten Ausbau im Kita- und Krippenbereich und für den Bund die bessere Unterstützung von Familien, die Reformen beim Arbeitslosengeld II oder die kürzlich beschlossene Anhebung der Verdienstgrenze bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen auf 450 Euro.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und hoffe, Ihnen mit diesen ergänzenden Ausführungen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Kubicki
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Frage zum Thema Wirtschaft
06.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Kubicki,

an Sie wurden ja nun eine Reihe von Fragen zum Thema der sog. Erneuerbaren Energien" und deren Konsequenzen für Mensch und Natur gestellt.

Um das Ganze einmal aus der wirtschaftpolitischen Sicht zu betrachten, für das die FDP ja auch die Kompetenz einfordert:
Ist Ihnen bekannt dass sich in der Atmosphäre derzeit 0,038 Prozent CO2 befinden. Davon produziert die Natur gut 96 Prozent, die restlichen vier Prozent gehen auf das Konto des Menschen. Der Anteil Deutschlands am globalen CO2-Ausstoß liegt bei 3,1 Prozent. Somit stammen 0,00004712 Prozent des menschenverursachten "Luft-CO2" aus Deutschland.

Haben Sie bei diesen Zahlen nicht auch den Eindruck, dass der Anspruch Deutschlands, bzw. unserer Politiker, Vorreiter bei der CO2-Einschränkung zu sein, ziemlich anmaßend ist. Diese Führungsrolle kostet darüber hinaus uns Deutsche an Steuern und sonstigen Belastungen jährlich mehr als 50 Milliarden Euro.

Einmal abgesehen davon, dass die Rolle des CO2 bei der Klimaveränderung von immer mehr Wissenschaftlern bestritten wird und der sog. Hockeyschlägereffekt im Oskarprämierten Fantasiefilm von Al Gore von der Natur selbst inzwischen widerlegt ist - ist da richtig, diese Milliarden an Kaufkraft und Vermögen zu veschwenden, wenn dann noch nicht einmal die großen CO2-Produzenten USA. Kanada, China und Indien unser Spiel mitspielen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Wolfgang Kubicki
1Empfehlung
11.03.2012
Wolfgang Kubicki
Sehr geehrter Herr ,

zunächst möchte ich Ihnen herzlich für Ihr Schreiben danken. Sie betrachten darin den Themenkomplex der CO2-Emissionen aus, wie Sie ausführen, wirtschaftspolitischer Sicht. Ich kann Ihnen allerdings nur bedingt zustimmen, da Sie als Grundlage Ihrer Überlegungen aus meiner Sicht nicht den für die Erörterung der Energiediskussion notwendigen ganzheitlichen Ansatz wählen.

Die von Ihnen angesprochene Energiewende wurde in erster Linie auf Grund des Beschlusses zum Ausstieg aus der Kernenergie eingeleitet. Das Ziel, die Energieversorgung primär durch Erneuerbare Energie zu gewährleisten, hat zudem den großen Vorteil, dass die Menge der CO2-Emissionen reduziert und schließlich minimiert wird.

Deutschland gehört bisher zu den Industrieländern, die auf den Import von Rohstoffen zur Energiegewinnung angewiesen sind. Und zwar zum einen, weil der Abbau von Steinkohle in den letzten Jahrzenten in Deutschland unwirtschaftlich geworden ist, und zum anderen, weil Öl- und Erdgasvorräte nur in begrenztem Maß vorhanden sind. Ziel unserer Energiepolitik ist es, die Exportabhängigkeit zu reduzieren und die Energieversorgung eigenständig zu organisieren.

Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie ist eine langjährige Forderung der FDP Schleswig-Holstein endgültig umgesetzt worden. Deutschland sollte diese Chance nutzen und in die Zukunft investieren: Die Zukunft ist Strom aus Erneuerbaren Energien.



Mit freundlichen Grüßen


Wolfgang Kubicki
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Frage zum Thema Umwelt
06.01.2012
Von:
Erb

Sehr geehrter Herr Kubicki,

in Ihrer Antwort an Herrn Bernardi haben Sie festgestellt, daß der Ausbau der erneuerbaren Energien im Zentrum Ihrer Energiepolitik steht. Sie kündigen an, daß der Normalverbraucher auch zukünftig die Stromkosten bezahlen können soll.

Ist Ihnen bekannt, daß der Strompreis derzeit durch die Regelungen des EEG um über vier Cent pro Kilowattstunde erhöht wird? Ist Ihnen bewußt, daß dadurch allein in diesem Jahr rund 15 Milliarden EURO umverteilt werden von den vielen Stromkunden mit geringsten Einkommen zu denjenigen, die sich die Investition in Wind-, Solar- und Biogasanlagen leisten können? Wissen Sie, daß die Normalverbraucher für Ihre Mehrkosten keinerlei Gegenleistung erhalten, insbesondere keine größere Versorgungssicherheit und keine Preisdämpfung?

Sie behaupten, der Mensch stehe für Sie im Mittelpunkt, obwohl Sie mitverantwortlich sind für die menschenverachtende Abstandsregelung, die Mindestabstände von nur 400 Metern zu Einzelhäusern und Splittersiedlungen erlaubt.

Können Sie verstehen, daß die Betroffenen eher den Eindruck haben, Ihrer Energiepolitik im Wege zu stehen?

Ihr Parteivorsitzender hat heute beim Dreikönigstreffen ausgeführt: "Das EEG muss nach marktwirtschaftlichen Prinzipien umgebaut werden. Überlebensfähigkeit heißt Marktfähigkeit."

Unterstützen Sie seine Forderung, aus der man ableiten kann, daß er das EEG für eine planwirtschaftliche Regelung hält? In welcher Weise und in welchem Zeithorizont wollen Sie das EEG umbauen? Wann werden Sie das EEG abschaffen und die Erzeuger von Ökostrom auf die Regeln des Marktes verweisen?

Mit freundlichen Grüßen.
Antwort von Wolfgang Kubicki
bisher keineEmpfehlungen
11.03.2012
Wolfgang Kubicki
Sehr geehrter Erb,

danke Ihnen für Ihren Fragenkatalog zum Thema "Erneuerbare Energien", in dem Sie zahlreiche Themen ansprechen, die zum Teil noch der abschließenden Klärung bedürfen.

Einerseits stehe auch ich als Liberaler einem Eingriff in den Markt, wie er im Zusammenhang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) derzeit durchgeführt wird, kritisch gegenüber. Andererseits sehe ich jedoch auch die vielen Erfolge, die das EEG im Bereich des Umbaus der Energieversorgung in Deutschland in den letzten Jahren erzielt hat. Deutschland ist heute nicht nur Vorreiter, sondern auch Vordenker im Bereich der Erneuerbaren Energien und kann, wenn die Chancen die dadurch entstehen in den nächsten Jahren konsequent genutzt werden, ein Vorbild im Bereich der Energieversorgung werden. Und das nicht nur innerhalb der Europäischen Union, sondern weltweit.

Für eine exportorientierte Wirtschaft wie die deutsche, die in erster Linie Innovationen und neue Technologien exportiert, bietet der Umbau der Energieversorgung bedeutsame Möglichkeiten. In den letzten Jahren wurden in diesem Bereich eine große Anzahl neuer Arbeitsplätze geschaffen. Aufgrund dieser herausragenden Chancen sind die Maßnahmen des EEG daher grundsätzlich im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger Deutschlands.

Die Bundesregierung hat das EEG in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert, um die negativen Auswirkungen zu minimieren und um das Gesetz insgesamt zu optimieren.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben, und verbleibe



mit freundlichen Grüßen


Wolfgang Kubicki
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
23.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Kubicki,

vielen Dank für ihre Gutachten.

Könnten Sie klären wer die U-Boot Subventionsauszahlungen und über welche Beträge in Kiel tätigte?

Warum konnten Sie es sich bis zuletzt nicht leisten Minister zu sein?

Wie sehen Sie die Zukunftschancen von Mobilcom und Bonusstrom?

Könnten Sie im Rahmen ihrer Politikertätigkeit offenlegen wie Sie mit ihrer Mobilcom Beteiligung verfahren sind - auch in Hinsicht auf ihre dankend erhaltenen Gutachten?

Ihre
Antwort von Wolfgang Kubicki
1Empfehlung
24.01.2012
Wolfgang Kubicki
Sehr geehrte Anonymus,

Ihre Anfrage ist verwirrend, weil ich weder für Sie, noch sonst Gutachten gefertigt habe.

Im Übrigen bitte ich um Verständnis dafür, dass ich aufgrund gesetzlicher Vorschriften aus Mandatsverhältnissen keine Informationen erteilen kann.

Dass ich es mir nicht leisten könne, Minister zu sein, war scherzhaft gemeint.
Allerdings verfüge ich als Fraktionsvorsitzender über größere Möglichkeiten, mich in allen Politikbereichen zu äußern, als ein Minister in der Regierung.

Darauf lag und liegt mein Schwerpunkt.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfgang Kubicki
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