Wolfgang Große Brömer (SPD)
Abgeordneter Landtag NRW

Grunddaten
Wolfgang Große Brömer
© SPD NRW
Geburtstag
23.05.1952
Berufliche Qualifikation
Ltd. Gesamtschuldirektor (beurlaubt)
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
Oberhausen
Wahlkreis
Oberhausen I , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
54,9%
Landeslistenplatz
-
Vor dem Hintergrund, dass zurzeit und auch in den nächsten Jahren eine große Pensionierungswelle im Schulbereich stattfindet bzw. sich fortsetzen wird, befürchte ich keine Arbeitslosigkeit für die kommenden Referendarinnen und Referendare. Im Gegenteil, ich sehe die Gefahr einer drohenden Unterversorgung - insbesondere in den bekannten Mangelfächern. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.01.2013
Von:

Sehr geehrter Brömer

Finanzkrise, Rentenkrise, Facharbeiterkrise, Umweltkrise Krise.....
Wir haben eine Systemkrise!!
Durch den schnellen Datenaustausch, Entwicklung neuer Technologien kommen die Krisen immer schneller zum Vorschein.
Worin liegen die Ursachen?
Die Politik beschäftigt sich mehr um Machtstrukturen als um effektive, einfache Wirtschaftsstrukturen, die allen Menschen dient, und zwar auf der ganzen Welt.
Welche Fehler haben wir:
1. Wir haben einen Exportüberschuss. Theoretisch sollen sich Export und Import die Waage halten
2. Wir produzieren nicht nach dienlicher Qualität sondern nach unnötiger Quantität. Folge: Mülllproduktion, Umweltprobleme...
3. Wir haben keine Preisbindung. Folge: Kinderarbeit, Billiglohn, Altersarmut.....
4. Patente und Copyright gehören abgeschaft.
Folge: Verlangsamen des technischen und geistigen Fortschrittes.
5. Medizin: Heute 5 min. Medizin, morgen 1 Minute Medizin?
6. Wir haben keine festgelegte Regularien wie:
Land kann man nicht kaufen, nur pachten. Die Gemeinden könnten sich damit finanzieren und nicht die Banken unterstützen.
Die kreisende Geldmenge wird durch die Anzahl der gemeldeten Einwohner eines Landes (Welt)bestimmt.
Selbst eine einheitliche Ausbildungspolitik – bes. Schulen- sind nicht gegeben, und und und...

Lösungsansätze bietet das kostenlose e-book – oder gebundene Buch- von Herrn Bernd Hückstädt !
"Gradido" natürliche Ökonomie des Lebens.
gradido.net ; ISBN 978-1-4717-0374-4


Meine Frage:
1. Sind Sie bereit, dieses Buch zu lesen?
2. Sind Sie bereit zu einer öffentlichen Stellungnahme?
Die 2 Fragen können Sie direkt beantworten und zwar mit JA oder NEIN
3. Ich erwarte Ihre öffenliche Stellungnahme auf abgeordnetenwatch und Ihrer Homepage frühstens nach 6 Wochen.
So lange habe ich gebraucht um mich von meinem "Tunnelblick" zu befreien


Diese Fragen stelle ich allen Abgeordneten und öffentlichen Personen.!!!
Meine Kommentare zur Ihrer Antwort finden sie auf Facebook.
MfG Gradido (Danke)

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Frage zum Thema Bildung und Forschung
07.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Brömer,

bezugnehmend auf meine letzte Frage bedauere ich, keine Antwort von Ihnen erhalten zu haben. Ich habe mittlerweile von einigen Schulen erfahren, die bereits für dieses Schuljahr kein AO-SF für die ersten drei Schuljahre durchführen durften, dass dort in der ersten Grundschulklasse katastrophale Verhältnisse herrschen sollen. In diesen Schulen werden Schüler, die bislang mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache oder emotionale Entwicklung in Förderschulen oder nur mit GU in Regelschulen eingeschult wurden als Regelschüler ohne zusätzliche Förderung in normalen Grundschulklassen nach Regelschulrichtlinien unterrichtet. Die Grundschullehrer beteuern, dass sie außer Stande seien, unter den gegebenen Rahmenbedingungen diese Schüler gezielt oder individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt zu unterrichten, was dazu führe, dass die behinderten Kinder nicht nur nichts lernten, sondern auch den Unterrichtsablauf störten, da sie dem Unterricht nicht folgen könnten. Viele dieser Schüler wechselten nun zum Halbjahreswechsel doch auf eine Förderschule, durch eine bis dahin permanente Überforderungssituation völlig frustriert und mittlerweile lernunwillig. Daher fordere ich Sie auf, mir zu erklären, weshalb der Landtag völlig untätig duldet, dass sich die Landesregierung über folgende Landtagsbeschlüsse hinwegsetzt: 1. das AO-SF gegen ein neues auf die Inklusion abgestimmtes Verfahren zu ersetzen, 2. dass Kindern mit Behinderung weiterhin sonderpädagogische Förderung zusteht und 3. dass Sonderpädagogen in das Kollegium der Regelschulen fest übernommen werden müssen und statt dessen viel mehr zulässt, dass die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs durch die Administration verboten und Kinder mit Behinderung wie Regelschüler unterrichtet werden? Geht es der SPD nur darum, die UN-BRK zur Maskierung von Sparmaßnahmen zu missbrauchen, indem man einfach die sonderädagogische Förderung von Kindern mit Behinderung abschafft?

MfG
Antwort von Wolfgang Große Brömer
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07.03.2013
Wolfgang Große Brömer
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre wieder sehr engagiert formulierten Fragen. Ihre dramatischen Schilderungen der Zustände an mehreren Grundschulen scheinen offensichtliche Einzelfälle zu sein. Deshalb bitte ich Sie, "Ross und Reiter" zu benennen, ansonsten muss ich von einer pauschalierenden Darstellung ausgehen, auf die ich sachlich nicht reagieren kann.
Ihre Frage hinsichtlich der Duldung von Verstößen gegen gültige Landtagsbeschlüssen durch die Landesregierung erübrigt sich, da ihre Sachstandbeschreibung nicht zutrifft. Ich möchte Sie erneut darauf verweisen, dass sich der Landtag als Gesetzgeber in Kürze mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz befassen und dieses beschließen wird - dies jedoch erst nach einer sehr umfassenden und gründlichen Anhörung aller beteiligten Verbände und Interessensorganisationen.
Sollte Ihre Frage im letzten Satz ernst gemeint sein, darf ich Sie freundlichst darauf verweisen, dass das Ministerium für Schule und Weiterbildung unter der Leitung einer GRÜNEN Ministerin steht.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Große Brömer
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
10.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Brömer,

vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Ihrer Bitte, "Ross und Reiter" beim Namen zu nennen, kann ich nicht nachkommen, die betroffenen Lehrer und Schulleiter, von denen ich Schilderungen erhalten haben, müssten sich wenn, dann selbst namentlich in die öffentliche Diskussion einbringen. Ihrer "Einzelfallhyppothese" gebe ich insofern nicht recht, als dass für die ersten Klassen an den Schulstandorten - derer es nur "Einzelne" sind, deren Zahl ich aber nicht recherchieren kann - an denen z.Z. kein AO-SF mehr durchgeführt werden darf, meine Schilderungen den Regelfall beschreiben dürften! Daher noch ein mal meine Frage an Sie, wie Sie als Parlamentarier dazu stehen, dass v o r der Verabschiedung des 9. Schuländerungsgesetzes einzelne Schulträger solche systemischen Änderungen mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen einfach mal rechtswidrig durchführen?

In den Landtagsbeschlüssen war auch von einem "ehrlichen Zeitplan" die Rede. Ich kann einfach nicht verstehen, wie es möglich ist und warum es in Ordnung sein soll, dass vor Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens die Administration neue Regelungen implementieren kann, die zudem das Anliegen der Inklusion konterkarieren. Selbst wenn es nur Einzelfälle wären, das macht doch rechtswidriges Handeln nicht weniger rechtswidrig. Gesetzlich geregelte Rechtsansprüche müssen doch für jeden gleichermaßen gelten. Ihre Argumentationslinie scheint mir hier an den Grundfesten unseres Rechtssystems zu rütteln. Nur weil ein Kind behindert ist, ist doch sein Rechtsanspruch auf sonderpädagogische Förderung nicht willkürlich durch die Administration zu handhaben. Das will ich Ihnen natürlich nicht als Aussageabsicht unterstellen. Aber genau das passiert, wenn die parlamentarische Kontrolle nicht mehr ernst und wahrgenommen wird. Da Sie meines Wissens den Vorsitz in dem betreffenden Sachausschuss inne haben, wende ich mich an Sie und nicht an einen Abgeordneten der Grünen.


MfG

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Frage zum Thema Schulen
17.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Brömer,

allgmein wird eine abnehmende Leistungs- und Ausbildungfähigkeit der jungen Menschen in unserem Land festgestellt. Dies führt dazu, dass einige Ausbildungsbetriebe auf die Ausbildung von jungen Menschen verzichten wollen, da "Aufwand und Ertrag" in keinem Verhältnis mehr zueinander stehen. Jeder vierte Auszubildender bricht seine Ausbildung ab.
Ein pensionierter Lehrer hat mir berichtet, dass heutige Zehntklässler nur noch das Bildungsniveau von Achtklässlern in den achtziger Jahren erreichen.
Trifft es zu, dass der Bewertungsrahmen für eine ausreichende Leistung von 50 % auf 38 % gesenkt worden ist.
Wenn dem so wäre, entsteht zwangsläufig der Eindruck ,dass Minderleistungen kaschiert werden sollen.
Eine solche Entwicklung wäre in einem Land wie Deutschland, in dem wesentliche Anteile des BSP über die Intelligenz und fundierte Ausbildung der Bevölkerung erwirtschaftet werden, auf lange Sicht katastrophal.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Wolfgang Große Brömer
bisher keineEmpfehlungen
18.03.2013
Wolfgang Große Brömer
Sehr geehrter Herr ,

der traurigen Tatsache, dass eine viel zu hohe Anzahl von Auszubildenden die (erste) Berufsausbildung abbricht, ist nach meiner Einschätzung nur durch ein verbessertes Übergangssystem von der Schule zum Beruf zu begegnen. Hier hat jetzt die rot-grüne Landesregierung Initiativen ergriffen, um insbesondere einen frühzeitigen Kontakt der Schülerinnen und Schüler mit der realen Berufswelt zu ermöglichen.
Die Aussage, dass heutige Zehntklässler nur noch das Bildungsniveau der Achtklässler der 80-ger Jahre erreichen, halte ich nicht für belastbar. Der PISA-Schock des Jahres 2000 hat belegt, wie mittelmäßig unser Schulsystem im internationalen Vergleich ist. Und das war mit Sicherheit bereits in den 80-gern schon so - wir wussten es nur noch nicht.
Seit 2000 hat es nun eine Reihe von Verbesserungsmaßnahmen gegeben - sicherlich aber keine Absenkung der Anforderungen wie Sie sie beschreiben.
Aktuell hat das Schulministerium den Entwurf eines Referenzrahmens Schulqualität veröffentlicht. Über die Homepage des Ministeriums kann sich jeder / jede Interessierte mit eigenen Stellungnahmen und Vorschlägen an dieser Beschreibung von schulischen Qualitätsanforderungen beteiligen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Große Brömer
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