Wolfgang Gehrcke-Reymann (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Wolfgang Gehrcke-Reymann
Jahrgang
1943
Berufliche Qualifikation
Verwaltungsangestellter / Journalist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Frankfurt am Main II
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Hessen
weitere Profile
(...) Das Protokoll des Bundestages sieht allerdings keine Entschuldigung vor, so dass eben in jedem Falle der Nichtanwesenheit, aus welchen Gründen auch immer, nur das "nicht teilgenommen" zum Beispiel bei Namentlichen Abstimmungen erscheint. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
nicht beteiligt
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
nicht beteiligt
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
nicht beteiligt
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
nicht beteiligt
20.03.2009
Enteignung von Banken
NEIN
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
NEIN
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
NEIN
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
NEIN
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
enthalten
28.11.2008
Haushalt 2009
nicht beteiligt
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
nicht beteiligt
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
NEIN
12.11.2008
BKA-Gesetz
NEIN
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
NEIN
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
NEIN
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
JA
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
NEIN
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
NEIN
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
NEIN
30.05.2008
Bahnprivatisierung
NEIN
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
NEIN
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
NEIN
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
NEIN
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
NEIN
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
nicht beteiligt
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
NEIN
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
NEIN
22.06.2007
Emissionshandel
NEIN
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
NEIN
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
NEIN
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
NEIN
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
JA
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
NEIN
09.03.2007
Rente mit 67
NEIN
09.03.2007
Tornado-Einsatz
NEIN
02.02.2007
Gesundheitsreform
NEIN
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
NEIN
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
NEIN
30.06.2006
Föderalismusreform
NEIN
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
NEIN
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
NEIN
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
NEIN
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
NEIN
Fragen an Wolfgang Gehrcke-Reymann
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Frage zum Thema Internationales
25.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gehrcke,

wie kann ein Rückzug aus Afghanistan in verantwortbarer Weise aussehen?
Ist für eine Übergangszeit eine Schutzzone für Flüchtlinge erforderlich?

Muß Europa bei der Bekämpfung des Terrors seine eigenen Sicherheitsinteressen mehr beachten?
Kommt die Gefahr für Europa aus Nordafrika?
Dazu ein Auszug aus einer Reisewarnung des Auswärtigen Amtes: In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus. Al-Kaida im Maghreb sucht derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung.

Brauchen die Sicherheitskräfte in Algerien und anderen bedrohten afrikanischen Staaten mehr Entwicklungshilfe und Unterstützung bei der Ausbildung ihrer Polizei?
Ist hier die rechtzeitige Bekämpfung von Al-Kaida auch deshalb erforderlich, weil man den Amerikanern keinen Grund für einen neuen Krieg liefern darf?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Wolfgang Gehrcke-Reymann
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2009
Wolfgang Gehrcke-Reymann
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Um den Terrorismus zu bekämpfen, ist der sicherste Weg, rasch den "Krieg gegen den Terror" zu beenden. Denn in der islamischen Welt wird dieser Krieg als Krieg gegen den Islam empfunden. Das schürt Hass auf den Westen. Kugeln und Bomben lösen das Problem nicht. Daher brauchen wir so schnell wie möglich einen Waffenstillstand, den der Westen erklären muss. Darüber hinaus muss die ökonomische und soziale Lage in den arabischen und islamischen Ländern massiv verbessert werden. Dafür ist materielle Hilfe ohne Bevormundung seitens der ökonomisch entwickelten Staaten des Westens unumgänglich.

Die unmittelbare Sicherheitslage muss schnell verbessert werden: durch den friedlichen, zivilen Aufbau und den Schutz der Zivilbevölkerung, durch eine effektive und nicht nur Partikularinteressen verpflichtete Polizei sowie deren Modernisierung, angemessene Ausrüstung und Entlohnung. Indem sich Europa nicht am Krieg gegen den Terror beteiligt, kann es am besten die eigenen Sicherheitsinteressen wahrnehmen. Statt Krieg zu führen, sollte ein Dialog der Kulturen begonnen werden.

Parallel zu einem schrittweisen Abzug aus Afghanistan schlägt die LINKE vor, einen Prozess zur nationalen Versöhnung in Afghanistan einzuleiten. Dafür müssen die derzeit in Afghanistan intervenierenden Mächte und die afghanischen Politikerinnen und Politiker mit allen Beteiligten reden, auch mit den Taliban. Eine neue Loya Jirga (Große Versammlung) muss einberufen werden, die alle gesellschaftlichen Gruppen einbezieht: ethnische Minderheiten, religiöse Gruppen, Frauen sowie unterschiedliche politische Kräfte. Aus der Loya Jirga kann ein demokratischer Neubeginn hervorgehen. Der aber wird nur möglich sein, wenn sich der Westen nicht weiter einmischt. Wir brauchen eine regionale Sicherheitskonferenz ähnlich der OSZE, in die alle Nachbarstaaten, auch der Iran, einbezogen werden müssen.

Im Rahmen eines solchen Prozesses der Stabilisierung und eines sozialen und politischen Neubeginns Afghanistans werden hoffentlich Fluchtgründe und neue Flüchtlingsströme entfallen. Es wäre eine Kompromisslösung, die auch vermutlich weite Teile der Taliban zu akzeptieren bereit wären.

MdB Wolfgang Gehrcke
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gehrcke,

wie steht ihre Partei zum Grundgesetz?

Freundliche Grüße

Christine

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