Willi Brase (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Willi Brase
Jahrgang
1951
Berufliche Qualifikation
Großhandelskaufmann, Sozialpädagoge
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Gewerkschaftssekretär
Wahlkreis
Siegen - Wittgenstein
Landeslistenplatz
16, Nordrhein-Westfalen
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(...) Die von Ihnen angesprochenen Pläne zum Ausbau der B 62 gibt es nicht. Die angedachten Pläne umfassen die Ortsumgehungen Kreuztal, Dahlbruch, Hilchenbach, Lützel und Erndtebrück und resultieren aus einem Planungsauftrag des Bedarfsplanes für die Bundesfernstraßen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
28.07.2009
Von:

Sehr geehrter Brase

Wie Wollen sie noch unabhänig Politisch freie entscheidungen treffen?
bei der anzahl ihrer nebentätigkeiten ob mit oder ohne Bezahlung.Ich kann mir offen gesagt nicht vorstellen wie sie noch die Intressen
von den Kleinen Leuten Vertreden wollen . Dann Habe ich da noch eine
Frage wie gehen sie mit den im budestag grossen Anzahl von Lobysten
um meinen sie nicht das diese Lobysten mehr einfluss auf die Politiker
haben als Politisch gewollt was tun sie persönlisch um zuwiederstehen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Willi Brase
3Empfehlungen
29.07.2009
Willi Brase
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Beitrag auf Abgeordnetenwatch und Ihrem Interesse an meiner Arbeit.
Das so genannte "freie Mandat" ist im Grundgesetz festgeschrieben. In Artikel 38 (1) heißt es: "Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen. Diesem Gesetz fühle ich mich als Abgeordneter für Siegen-Wittgenstein absolut verpflichtet. Das beantwortet auch von meiner Seite aus Ihre Fragen nach dem Einfluss von Lobbyisten. Natürlich ist es im politischen Alltag so, dass Vertreter verschiedenster Vereine, Verbände etc. probieren, ihre Interessen durchzusetzen. Ich halte es auch für wichtig, ihre Stellungsnahmen anzuhören und zu reflektieren – meine Meinung daraus bilde ich mir allerdings unabhängig und lasse sich mich nicht für Lobbyisten "vor den Karren spannen".
Als Abgeordneter meines Wahlkreises bin ich für alle Bürgerinnen und Bürger zuständig. Um ihnen einen Blick hinter die Politik-Kulissen zu gewähren, bieten alle Bundestagsabgeordnete die so genannten BPA-Fahrten (Fahrten des Bundespresseamtes) nach Berlin an. Weitere Informationen dazu erhalten Sie über mein Wahlkreisbüro in Siegen-Wittgenstein. Über öffentliche Termine, an denen Sie sehr gerne auch auf mich zukommen können, bekommen Sie auf meiner Homepage www.willi-brase.de einen Überblick.

Mit besten Grüße
Willi Brase
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
13.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Brase,

in "der Westen" liest man, Sie seien "entsetzt darüber, dass Sie (die IHK Siegen) den Republikanern eine Plattform zur Selbstdarstellung geboten haben", weil die IHK die Haltung der Republikaner zu den Wahlprüfsteinen der IHK veröffentlicht hat.

Ich würde nun gerne 2 Dinge von Ihnen wissen:

1. Worauf gründet sich KONKRET ihr "Entsetzen"? Ich würde mich freuen, wenn Sie in diesem Zusammenhang meinen Verdacht zerstreuen könnten, dass Ihr "Entsetzen" damit zusammenhängt, dass die veröffentlichten Positionen der Republikaner Ihrer Verteufelung der Republikaner als "rechtsextrem" widersprechen.
2. Wären Sie auch "entsetzt" gewesen, wenn die IHK die SED/Linke (für die das Etikett extrem hingegen geradezu gemacht ist) ebenso befragt und ihre Antworten veröffentlicht hätte?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Willi Brase
1Empfehlung
26.08.2009
Willi Brase
Sehr geehrter Herr ,

ich habe meiner Stellungnahme gegenüber der IHK Siegen nichts hinzuzufügen - meine Haltung zu diesem Thema konnten Sie bereits aus der lokalen Presse erfahren.

Mit freundlichen Grüßen

Willi Brase MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.08.2009
Von:
-

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

mit Sorge betrachte ich die offensichtliche Einflussnahme der Lobbyisten bei der Gesetzgebung mittlerweile in zahlreichen Gremien. Diese Einflussnahme verursacht mittlerweile einen immensen finanziellen und unwiderbringlichen wirtschaftlichen Schaden für die allgemeinee Bevölkerungsschicht. Hier kann man doch wohl nicht mehr von einem unabhängigen Staat und Politiker reden der sich auf den geschworenen Eid und das Grundgesetz beruft. Die Fakten sprechen eigentlich eine ganz andere Sprache...

Nehmen Sie sich doch bitte etwas Zeit und schauen sich Sie doch einmal die Hinntergrundreportage von Frontal21 einmal an. Der Einfachheit habe ich hierzu einen Link bereits eingefügt.

Lobbyisten regieren mit
Verfassungsrichterin warnt vor Einfluss
von Steffen Judzikowski und Hans Koberstein

Die Einflussnahme von Lobbyisten auf die Gesetzgebung in Deutschland ist nach Meinung der Richterin am Bundesverfassungsgericht, Christine Hohmann-Dennhardt, in der derzeitigen Form nicht akzeptabel. Wenn in Ministerien Interessenvertreter an Gesetzen mitarbeiteten, fehle es an der erforderlichen Unabhängigkeit und Transparenz, warnte die Richterin gegenüber Frontal21.

frontal21.zdf.de

Wie stehen Sie zu diesem Hintergrundbericht - und was wolllen Sie während iher Abgeordnetenzeit persönlich dagegen tun? Ich bedanke mich bereits für ihre ausführliche Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen

-
Antwort von Willi Brase
1Empfehlung
26.08.2009
Willi Brase
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 20. August 2009, die sich mit "externen" Mitarbeitern in Ministerien oder nachgeordneten Behörden des Bundes und der damit im Zusammenhang stehenden Einflussnahme bei der Gesetzgebung befassen.

Das Thema Lobbyismus ist kein Novum und so befasst sich u.a. der Bundesrechnungshof bereits seit einigen Jahren damit. Angestoßen durch die öffentliche Diskussion in den letzten Jahren, trat durch das Bundesministerium des Innern am 17. Juli 2008 eine Verwaltungsrichtlinie ("Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Einsatz von außerhalb des öffentlichen Dienstes Beschäftigten (externen Personen) in der Bundesverwaltung") in Kraft, die die Dauer und Einsatzbereiche von externen Mitarbeitern einschränkt. Seitdem ist die Zahl der Vertreter z. B. von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden rückläufig. Dies wird auch deutlich aus den Berichten des Bundesinnenministeriums, die Rechenschaft über den Einsatz von externen Personen in der Bundesverwaltung seit 2008 ablegen.

Grundsätzlich befürworte ich es, wenn ein Erfahrungs- und Wissensaustausch mit Vertretern von Vereinen, Verbänden und anderen Gruppen erfolgt, denn dieser hilft beispielsweise den Abgeordneten bei öffentlichen Anhörungen im Laufe eines Gesetzgebungsprozesses, das nötige Hintergrundwissen und die unterschiedlichen Haltungen zu einem Gesetzesentwurf zu erfahren und so eine informierte Entscheidung treffen zu können. In diesem Zusammenhang möchte ich allerdings darauf hinweisen, -- dies können Sie auch aus meiner Antwort an die von Herrn Klaus zum Thema Lobbyismus gestellte Frage vom 29.7.2009 entnehmen -- dass ich mir meine Meinung durchaus unabhängig bilde und mich nicht von Lobbyisten "vor den Karren spannen" lasse.

Ich halte es für selbstverständlich nicht in Ordnung, wenn Vertreter aus der Wirtschaft am Schreiben von Gesetzentwürfen unmittelbar beteiligt sind oder an der Vergabe von Aufträgen beteiligt werden. Gleiches gilt für die Übernahme von Leitungspositionen in den Ministerien bzw. in nachgeordneten Behörden. Ob man die derzeit bestehenden Vorschriften zum Beispiel durch die Formulierung eines Verhaltenskondex präzisieren sollte, bleibt dahingestellt. Jedoch sollte sichergestellt werden, dass externe Mitarbeiter keine Entscheidungsbefugnisse besitzen dürfen.

Des Weiteren sollte die Bundesregierung den Bundestag regelmäßig darüber unterrichten, wie viele externe Mitarbeiter in den Ministerien und Behörden des Bundes tätig sind und welche Aufgaben diese jeweils wahrnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Willi Brase MdB
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