Volker Blumentritt (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Volker Blumentritt
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Koch, Ortsbürgermeister Jena Neu-Lobeda
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Gera - Jena - Saale-Holzland-Kreis
Landeslistenplatz
7, Thüringen
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(...) Der Plan Rente mit 67 klingt sicher in manchem Einzelfall erst einmal relativ hart, ist aber gesamtpolitisch betrachtet die einzige Möglichkeit, Rente überhaupt noch finanzierbar machen zu können Die Regelung zur Rente mit 67 schaffen die Rahmenbedingungen um die Früchte einer solchen Arbeitsmarktentwicklung für die Rentenversicherung nutzbar zu machen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
12.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Blumentritt,

mit Erschrecken musste ich letzte Woche feststellen, daß die Bundesregierung beschließen will, die Funsportart Paintball zu verbieten. Der Zusammenhang zwischen Amokläufen und Paintball entzieht sich meinem logischen Verständnis. Kein Amokläufer in der Vergangenheit war im Paintball-Sport tätig.

Müsste man nach dem Amoklauf nicht den Gebrauch und Zugang von tödlichen Waffen reglementieren? Oder will man es sich mit den Wählern aus der Waffenlobby lieber nicht verscherzen?

Als mit der Materie bewandtem Bürger, bekommt man es mit der Angst zu tun, wenn man sieht, wie wenig Politiker Ihre Aufgaben recherchieren müssen. Ich spiele seit vielen Jahren begeistert und regelmäßig Paintball. Der Vorwurf, es würde sich bei diesem Funsport um eine menschenverachtende Handlung oder gar eine Tötungssimulation handeln, ist absolut haltlos und kann nur von Menschen ausgesprochen werden, die sich nicht im geringsten mit dem Thema befasst haben. Das wir Spieler als unbescholtene Bürger nun auf einmal in die Illegalität getrieben werden sollen, ist für uns alle ein großer Schock. Besonders hart trifft es die Ladengeschäfte, Onlineshops und Spielfelder. Hier haben sich aufrichtige Bürger und Steuerzahler legal eine Existenz aufgebaut, von der sie leben können. Die Paintballgemeinde kenne ich als sehr friedlich und familiär. Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten haben hier ihren Spaß zusammen, ohne Bezug zu Gewalttaten. Einen Verbotsbefürworter, der keine Zeit hat, sich ein paar Hintergrundinformationen zu beschaffen, könnte man trotzdem nach dem internationalen Vergleich fragen: Warum ist Paintball in den anderen Ländern unumstritten als Funsportart akzeptiert und in Deutschland nicht? Irren sich in diesem Falle alle, bis auf die Bundesregierung?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Volker Blumentritt
3Empfehlungen
16.06.2009
Volker Blumentritt
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage vom 12.05. 2009 zum geplanten Paintball Verbot. Wie sie den Pressemitteilungen der vergangenen Tage entnehmen konnten, ist das Paintball Verbot für die 16. Legislaturperiode "vom Tisch". Wie der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Dr. Dieter Wiefelspütz bestätigte, klammert die Verschärfung des Waffenrechts Paintball vorerst aus.

Die öffentliche Diskussion der letzten Monate hat einerseits auf die kontroversen Ansichten, zum anderen auf den Beratungs- bzw. Aufklärungsbedarf auf diesem Gebiet verwiesen. Im weiteren Vorgehen wird der Deutsche Bundestag in einem Prüfungs- und Untersuchungsauftrag ermitteln, welche Gründe für bzw. gegen die Ausübung von Paintball sprechen.

Mit freundlichen Grüßen,
Volker Blumentritt
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Frage zum Thema Soziales
13.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Blumentritt,

ich als Betroffene bin zutiefst enttäuscht, über Ihre Entscheidung um das "Versorgungsunrecht" im Bundestag vom 28.05.2009!
Wie können Sie so rücksichtslos über DDR-Schicksale hinwegurteilen und bestimmen, hängen doch so viele Einzelschicksale dran?!

Sozialstaatssekretär Franz Thönnes (SPD) begründete die ablehnende Haltung der Bundesregierung mit einem bemerkenswerten Argument: "Sonderlösungen für den Osten führten zu Schlechterstellung im Westen!"

Wieso "Sonderlösung" oder WARUM NICHT?

Unsere damalige staatliche Ballett-Ausbildung [7-jähriges Studium Palucca Schule Dresden] ist in keinster Form vergleichbar mit einer so genannten im Westen.
Und 14 Jahre Bühnenerfahrung an ein und demselben Haus, kann uns Heute auch kaum noch einer nachmachen!

Es werden so viele Steuergelder verschleudert, aber wenn es um Minderheiten geht, geht immer noch etwas rauszuholen resp. vorzuenthalten! Diese Gruppen können sich am wenigsten wehren.
Da steckt nun mal kein Lobbyismus dahinter!

Ein vor Jahren von mir beantragter Bildungsgutschein bei der BfA wurde abgewiesen, obwohl ich als 42-jährige Balletttänzerin logischerweise NICHT mehr in diesem Beruf arbeiten konnte und kann.

Jetzt bin ich 46 Jahre alt!

Soll ich mich aufgeben, weil es einfach keine angemessene Arbeit gibt, von der ich meine Miete und meine Grundbedürfnisse zahlen kann?

Oder soll ich als IHRE Wählerin dieses Deutschland verlassen, auf das ich wirklich nicht mehr stolz sein kann? Und dies nicht nur wegen der verweigerten Rentenansprüche.

Wie gesagt, zu DDR-Zeiten hätte uns eine kleine Tänzerrente zugestanden, die aber 1989/90 einfach von der BRD gestrichen wurde.

Die Rente für ehemalige DDR-Ballett-Mitglieder!!!

Was raten Sie mir Herr Blumentritt?

Ich bin 46 Jahre? Ich bin im besten Alter; will noch viel leisten. ABER……….

Ich bin gespannt auf Ihre Antwort!
Ganz besonders darauf, warum SIE als Sozialist gegen den Antrag der Linken. gestimmt haben!


Mit freundlichem Gruß
M.
Antwort von Volker Blumentritt
2Empfehlungen
23.06.2009
Volker Blumentritt
Sehr geehrte Frau ,

mit meiner Stimmabgabe vom 28. Mai 2009 habe ich nicht beabsichtigt über einzelne "DDR-Schicksale hinweg(zu)urteilen". Mein "Nein" im Rahmen der namentlichen Abstimmung zum Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Änderung des Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz (2. AAÜG-ÄndG) bedeutet nicht, dass ich die beantragten Sachverhalte für unwichtig halte. Ich halte sie für bedeutend, möchte aber, dass es zu einer schnellstmöglichen Vereinheitlichung des Rentenrechts kommen soll. Eine solche Vereinheitlichung des Rentenrechts (im Rahmen eines Rentenüberleitungsabschlussgesetz) betrifft alle Menschen in den neuen Bundesländern und nicht nur wie beantragt die Altersversorgung einzelner Berufs- oder Personengruppen. Ein Rentenüberleitungsabschlussgesetz bedeutet eine einheitliche Anerkennung aller ostdeutschen Erwerbsbiographien. Das halte für gerechter als einzelne Berufs- bzw. Personengruppen zu benachteiligen oder zu bevorzugen. Die SPD setzt sich für ein einheitliches Rentenrecht in Ost und West ein.

In der Hoffnung Ihnen mein Abstimmungsverhalten dargelegt zu haben, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Volker Blumentritt
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Frage zum Thema Arbeit
15.06.2009
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr Blumentritt,

wie geht aus Sicht Ihrer Partei, mit der privaten Arbeitsvermittlung und den Vermittlungsgutschein, nach Ablauf im Dez.2010 weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe
Antwort von Volker Blumentritt
bisher keineEmpfehlungen
23.06.2009
Volker Blumentritt
Sehr geehrter Herr ,

wie Sie vielleicht wissen, ist der Vermittlungsgutschein (VGS) für Arbeitssuchende im Jahr 2002 als arbeitsmarktpolitisches Förderinstrument der Bundesgentur für Arbeit eingeführt worden. Im Jahr 2007 haben sich die Koalitationsfraktionen auf die Verlängerung der Vermittlungsgutscheine bis Ende 2010 verständigt.

Wir als SPD, sind bestrebt die Zahl der Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler aufzustocken. Das Vermittlungsangebot sollte, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie den Jetzigen, in denen ein erhöhter Unterstützungsbedarf besteht, für jeden Einzelnen hoch sein. So gilt es, die Betreuung und Vermittlung und das Beratungsangebot für arbeitssuchende Personen weiterhin zu verbessern. Zum Beispiel indem die Vermittlungshemmnisse für Arbeitssuchende abgebaut werden und bestehende Förderinstrumente (wie Vermittlungsgutscheine) verlängert werden. Auch das Bundesprogramm "Kommunal-Kombi" zur Schaffung neuer sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse, besonders für Regionen mit verfestigter (Langzeit-) Arbeitslosigkeit wird weiter ausgebaut. Die SPD sieht es als eine ihrer Hauptaufgaben, die (Langzeit-)Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Das ist und bleibt Ziel, auch über das Jahr 2010 hinaus.

Mit freundlichen Grüßen
Volker Blumentritt
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Frage zum Thema Arbeit
30.06.2009
Von:

Wann wird es in diesem Staat endlich einen Politiker geben der die Wahrheit spricht?

Was nutzt die Aufstockung von Arbeitsvermittlern wenn es keine Arbeit gibt? Glauben Sie wirklich daran das es Vollbeschäftigung für alle geben wird, so wie von der Politik versprochen ?
Antwort von Volker Blumentritt
bisher keineEmpfehlungen
04.08.2009
Volker Blumentritt
Sehr geehrter Herr ,

die Aufstockung an Arbeitsvermittlern bei der Agentur für Arbeit dient der verbesserten Betreuung für arbeitsuchende Menschen. Im Ergebnis soll dies die Erfolgsquoten bei der Vermittlung und Wiedereingliederung in ein Arbeitsverhältnis erhöhen.

Sicherlich, für das oben genannte Ziel die Arbeitssuche möglichst kurz zu gestalten, kann die verbesserte Unterstützung für Arbeitssuchende, z.B. durch die Aufstockung der Arbeitsvermittler, nur eine Maßnahme unter vielen anderen sein.

Ziel einer sozialen und guten Arbeitsmarktpolitik ist und bleibt es, gerecht entlohnte (Vollzeit-) Arbeit unter Teilhabe an sozialen Sicherungssystemen zu schaffen.

Uns und der Wirtschaft muss es gelingen neue Arbeitsfelder, z.B. durch die Investitionen in zukunftsweisende Branchen und Technologiezweige, zu erschließen. Das auf diese Weise geschaffene nachhaltige Wirtschaftswachstum würde neue Zugänge zum Arbeitsmarkt und erweiterte Wahlmöglichkeiten für Menschen die ein (neues) Anstellungsverhältnis suchen, schaffen.

Eine lang anhaltende Abhängigkeit von staatlichen Sozialleistungen ist nachvollziehbar weder für das eigene Selbstwertgefühl noch für die Erwerbsbiographie positiv. Deshalb ist es neben der Vermittlung besonders wichtig, die Möglichkeiten zur Qualifizierung durch geeignete Trainingsmaßnahmen und durch Bildungsgutscheine zu nutzen.

Als wesentliche Voraussetzung für gute Arbeit, guten Lohn und beruflichen Aufstieg, erscheinen eine gute (Aus-)Bildung und Qualifikationen. Aus diesem Grund hält die SPD zum einem an ihrem Konzept des Mindestlohns fest und entwickelte einen Ausbildungsbonus für Jugendliche ohne Lehrstelle. Darüber hinaus gibt es den von der SPD geforderten Rechtsanspruch auf das Nachholen eines Hauptschulabschlusses.

Haben Sie persönlich Probleme mit der Praxis des Vermittlungsgutscheins, melden Sie sich für ein persönliches Gespräch in meiner Bürgersprechstunde (unter: 03641/ 50 48 80) an.

Mit freundlichen Grüßen
Volker Blumentritt
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Frage zum Thema Internetsperren
09.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Blumentritt,

Ich schreibe bezüglich meiner Bedenken über das kürzlich eingeführte Zugangserschwernis Gesetz zu kinderpornografischen Inhalten im Internet an Sie, da Sie zu meiner Bestürzung für dieses Gesetz stimmten.

In diesem Gesetz heißt es, dass die Sperrung von Webseiten mit kinderpornografischem Material zumindest auf der Ebene des DNS statt finden soll und wahrscheinlich auch allein hier von den Provider hergestellt wird.
DNS ist so etwas wie ein Telefonbuch. Zu einem Namen erhält man eine Telefonnummer (Im Internet ist dies die sogenannte IP Adresse).

Da es eine Vielzahl von DNS Servern (also Telefonbüchern gibt) entschied ich mich schon vor vielen Jahren dazu freie DNS Server für meine Computer zu nutzen.

Diese Server sind nicht von den Sperren betroffen, da Sie nicht von deutschen Internet Service Providern bereit gestellt werden.

Meine Frage an Sie ist nun:

Laufe ich Gefahr durch den Einsatz dieser freien DNS Server eine Straftat zu begehen? Durch den Einsatz dieser Server habe ich ja schon vor Jahren das jüngst beschlossene Gesetz außer Kraft gesetzt. (Frau Von der Leyen sagte dazu in einem Interview: die Leute, die dies tun sind meist schwer pedokriminell, Herr Sascha Raabe meinte kürzlich, dass dieses Verhalten von krimineller Energie getrieben ist).

Wie stehen Sie des weiteren zu den Forderungen, diese Sperren aus zu weiten auf z.b. Computerspiele?

Ich danke Ihnen schon im Voraus für Ihre Stellungnahme.

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