Verena Föttinger (ÖDP)
Kandidatin Bundestagswahl 2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Verena Föttinger
Jahrgang
1956
Berufliche Qualifikation
Diplom-Theologin und Familienfrau
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Fluorn-Winzeln
Wahlkreis
Calw
Ergebnis
0,8%
Landeslistenplatz
-, Baden-Württemberg
(...) Zu Ihrer Frage ist zu sagen, dass die ödp ein grundsätzlich anderes familienpolitisches Konzept vertritt. Sie möchte die Erziehungsvollmacht der Eltern stärken und tritt dafür ein, dass die Familienförderung direkt bei den Eltern ankommt ,dass also die Fördergelder nicht einseitig in den Ausbau öffentlicher Kinderbetreuungseinrichtungen gehen. Das heißt, dass die Erziehungsarbeit der Eltern mit einem steuer- und sozialversicherungspflichtigen Erziehungsgehalt als Arbeit anerkannt und honoriert wird. (...)

Transparenz-Check

Selbstverpflichtung von Verena Föttinger: Im Fall meiner Wahl ins Parlament werde ich mich einsetzen für*:

  • Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung
  • komplette Veröffentlichung von Nebeneinkünften
  • unverzügliche Veröffentlichung aller Parteispenden über 10.000 €

* abgeordnetenwatch.de hat den Kandidierenden die Möglichkeit gegeben, die Selbstverpflichtung für Transparenz und gegen Korruption zu unterschreiben sowie ihre Steuererklärung zu veröffentlichen. Weitere Informationen zum Transparenz-Check

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Frage zum Thema Umwelt
13.09.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Föttinger,

Der hohe Fleischkonsum hierzulande stellt eine erhebliche Belastung der Umwelt dar. Ihre Partei trägt den Umweltschutz im Namen. Von Seiten der Grünen bestehen Forderungen nach einem "Veggieday" für Kommunen und öffentliche, bzw. private Einrichtungen. Meiner Meinung nach fühlen sich viele Wähler zu Recht von grüner Regulierungswut bevormundet. Das Etikett der "Verbotspartei" verschreckt liberale Klientel. Wie stehen sie zu derartigen Vorschlägen und was kann die ÖDP tun, um für liberale und umweltbewusste Wähler interessant zu sein?

Mit freundlichen Grüßen,

J. G.
Antwort von Verena Föttinger
bisher keineEmpfehlungen
14.09.2013
Verena Föttinger
Sehr geehrter Herr ,

zunächst bedanke ich mich für Ihr Interesse an diesem wichtigen
Thema.

Ich stimme Ihnen zu, dass es nicht darum geht, ständig neuen Bevormundungen der Bürger und Bürgerinnen Vorschub zu leisten. Die ödp setzt auf Eigenverantwortung und Subsidiarität und auf marktwirtschaftliche ökologisch-soziale Kritierien. Die von Ihnen kritisierte "Regulierungswut" zeichnet leider in zunehmendem Maß auch gegenwärtige Regierungspolitik aus, wobei grundsätzliche Herausforderungen wie etwa eine Regulierung der Großbanken, ein konsequenter Umbau der Energiewirtschaft auf 100% alternative Energien, Schutz der Regenwälder, Artenschutz u.a. insofern unbearbeitet bleiben, als kaum Fortschritte zu verzeichnen sind. So eignet sich der Vorschlag eines "Veggidays" höchstens als symbolischer Hinweis darauf, dass wir einen viel zu hohen Fleischverbrauch zu verzeichnen haben.

Ich bin aber ebenso wie Sie dagegen, den Menschen einen solchen Tag vorzuschreiben, obwohl ich selbst seit vielen Jahren Vegetatierin bin. Es handelt sich um eine grundsätzlichere Problematik. Der ständig gestiegene Fleischverbrauch in den letzten Jahren wäre nicht möglich geworden, wenn für die Ressource "Natur" und deren Verbrauch ein gerechter Preis bezahlt werden müßte, wenn wir die Rechte der Tiere achten würden und nicht in Kauf nähmen, dass die Urwälder, eine der wichtigsten Ressourcen der Erde, abgerodet werden, um Platz zu machen für den Anbau von Soja, das Kraftfutter in der Fleischerzeugung. Wir bekommen allzu oft Billigfleisch serviert, das von artwidrig gehaltener Intensiv- und Massentierhaltung stammt, nicht selten belastet mit Hormonen und Schadstoffen, eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher, die nicht hinnehmbar ist. Deshalb setzt sich die ödp dafür ein, dass wir in der Landwirtschaft zurückkehren zu einer Flächenbindung pro Großvieheinheit mit weitgehender Fütterung auf eigenbewirtschafteten Flächen. Agrarsubventionen für industrielle Fleischerzeugung müssen gestrichen werden. Finanzielle Anreize sind nötig für Betriebe, die naturverträglich wirtschaften, den Tierschutz umsetzen und die Artenvielfalt schützen.

Eine regionalisierte möglichst ökologische Landwirtschaft und damit eine Lebenmittelversorgung auf kurzem Wege ist zu fördern. Die ödp hat immer im Blick, dass es nicht auf eine kurzfristige Wohlstandsmaximierung weniger Menschen, sondern auf die Lebensqualität aller Menschen, auch künftiger Generationen ankommt. So setzt sie sich konsequent dafür ein, dass natürliche Lebensgrundlagen geschützt und die begrenzt verfügbaren Ressourcen effizient und sparsam genutzt werden. Das kann auch Befreiung von Überfluss bedeuten. Vielleicht sind in Zukunft immer mehr Menschen freiwillig bereit, öfter auf Fleisch zu verzichten, wenn sie sich die wahren "Kosten" bewußt machen.

Ich grüße Sie herzlich

Verena Föttinger
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Frage zum Thema Familie
17.09.2013
Von:
-

Liebe Verena Föttinger,

was unterscheidet die ödp von den Grünen?
Gibt es zum Beispiel Unterschiede im Bereich der Familien- oder Umweltpolitik?
Antwort von Verena Föttinger
bisher keineEmpfehlungen
18.09.2013
Verena Föttinger
Sehr geehrte Frau -,

zunächst herzlichen Dank für Ihr Interesse. Zu Ihrer Frage ist zu sagen, dass die ödp ein grundsätzlich anderes familienpolitisches Konzept vertritt. Sie möchte die Erziehungsvollmacht der Eltern stärken und tritt dafür ein, dass die Familienförderung direkt bei den Eltern ankommt ,dass also die Fördergelder nicht einseitig in den Ausbau öffentlicher Kinderbetreuungseinrichtungen gehen. Das heißt, dass die Erziehungsarbeit der Eltern mit einem steuer- und sozialversicherungspflichtigen Erziehungsgehalt als Arbeit anerkannt und honoriert wird. Wahlfreiheit bedeutet, dass die Eltern selbst über die finanziellen Mittel verfügen und entscheiden sollen, von wem ihre Kinder betreut werden sollen.

Die ödp spricht sich gegen eine Lenkungswirkung durch den Staat aus, dass Eltern letztendlich gezwungen werden, ihre Kinder in einem Stadium der Entwicklung in fremde Betreuung abzugeben, wo das Kind noch die besondere Zuwendung durch eine einzige Bezugsperson (Mutter oder Vater oder ausgewählte andere feste Bezugsperson) braucht.

So wird die Arbeit in den Familien, die ja geleistet werden muß und nicht einfach "so nebenher" erledigt werden kann - dies meist auf dem Rücken der Frau, die einer unzumutbaren Doppelbelastung ausgesetzt ist, wenn sie eine Familie versorgen und einer üblichen Erwerbsarbeit nachgehen soll, um finanziell "überleben" zu können - endlich aufgewertet und gleichgestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Verena Föttinger
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