Vera Lengsfeld (CDU)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Vera Lengsfeld
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Philosophin
Ausgeübte Tätigkeit
Publizistin
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Friedrichshain - Kreuzberg - Prenzlauer Berg Ost
Ergebnis
11,6%
Landeslistenplatz
6, Berlin
(...) Hartz IV sollte auch dann gezahlt werden, wenn Arbeitslose aus eigener Initiative eine Weiterbildung aufnehmen. Perspektivisch setze ich mich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein, das solche Probleme, wie Sie sie geschildert haben, gar nicht erst aufkommen läßt. (...)
 
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Vera Lengsfeld hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Finanzpolitik
21.09.2009
Von:
und

Permanent wird von Schulden in Billionenhöhe gesprochen und der jeweils gegnerischen Partei oder den Banken die jeweilige Schuld zugesprochen oder angedichtet.Eine Frage stellt sich dem Normalen Bürger dann doch.Er trägt sein Erspartes zur Bank seines "Vertrauens",glaubt den Versprechungen der jeweils Verantwortlichen ( Banken, Stadtregierung und Staat ) und verliert alles was er oder sie in ihrem Leben aufgebaut haben, nur weil die Menschen eben jenen vertraut haben. Nun stellt sich für mich die Frage ,das wenn schon so kleine Betrüger unbedarfte Menschen (Mitbürger)so ohne weiteres Betrügen konnten,was mit den wirklich großen Gangstern ( Politiker ) geschehen würde. Aber um auf die Anfangsfrage zurück zu kommen.BEI wem haben wir diese enormen Schulden . Wem bezahlen wir soviel Geld das unsere Wirtschaft funktionieren darf . Bitte erklären sie es einem unbedarften Menschen. WARUM HABEN WIR SO VIELE SCHULDEN UND AN WEN MÜSSEN WIR SIE BEZAHLEN UND WARUM SAGT NIEMAND DIE WAHRHEIT:::
Eine andere frage ist warum redet niemand darüber ????
Antwort von Vera Lengsfeld
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22.09.2009
Vera Lengsfeld
Liebe s,

Sie sprechen eines der bittersten politischen Kapitel an. Man muß befürchten, dass niemand mehr genau überblickt, wo welche Schulden aufgelaufen sind und bei wem. Kürzlich habe ich einen Artikel eines Finanzexperten gelesen, der erklärt hat, das sei alles nicht so schlimm, denn das Geld, das der Staat für "Rettungsschirme"und Kredite ausgebe, würde im "Geldkreislauf"verbleiben und nicht gegen Realwerte eingelöst werden. Das war für mich der Beweis, dass auch Finanzexperten nicht mehr durchsehen. Ich halte es mit der Weisheit meines Großvaters, der mit beigebracht hat, dass man tunlichst nur das ausgeben soll, was man erwirtschaftet hat. Ich wäre zur Zeit extrem vorsichtig mit langfristigen Geldanlagen. Vertrauen kann man zur Zeit in Banken nicht haben.Was die Politik betrifft kann ich Ihnen nur versprechen, dass ich als Abgeordnete mich mit ganzer Kraft für einen wirklichen Schuldenabbau einsetzen werde.

Mit besten Grüßen!

V.L.
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Frage zum Thema Soziales und Familie
21.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Lengsfeld,

Freunde von mir - beide Studenten kurz vorm Abschluß - wurden von 2 Jahren Eltern von Drillingen. Sie bekamen insgesamt 900 EUR Elterngeld. Andere Freunde von mir wurden zeitgleich Eltern von einem Kind, hatten ihr Studium bereits abgeschlossen und bereits ein Jahr gearbeitet. Sie bekamen 1.800 EUR Elterngeld. Ich persönlich empfand das als ausgesprochen ungerecht.
1. Können Sie sich vorstellen, Mehrlingseltern in ihrer gewaltigen und vielfältigen Herausforderung besser zu unterstützen, nicht nur finanziell?
2. Welche konkreten Hilfestellungen könnten Sie in der kommenden Legislaturperiode für Mehrligselter realisieren?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Vera Lengsfeld
1Empfehlung
22.09.2009
Vera Lengsfeld
Sehr geehrter Herr ,

erst einmal Glückwunsch an ihre Freunde. Drillige sind wirklich selten. Wenn ich richtig unterrichtet bin, soll das Elterngeld den Verdienstausfall ersetzen, den junge Eltern haben, wenn sie sich für eine Elternzeit entscheiden. Wenn ihre Freunde beide noch Studenten sind, wird sich das Elterngeld nach dem Stipendium berechnen. Ich bin mir aber sicher, dass es bestimmt noch andere Hilfen bei einer Mehrlingsgeburt geben kann. Wenn das wirklich nicht der Fall sein sollte, wäre ich für einen Hinweis dankbar und ich werde mich als Abgeordnete dafür einsetzen, dass sich das ändert.

Mit besten Grüßen!

V.L.
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Frage zum Thema Soziales und Familie
23.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Lengsfeld,

Sie haben bereits eine Frage von mir beantwortet - ich hätte durchaus Verständnis, wenn Sie für eine zweite Antwort jemand anderes bevorzugen. Dennoch: In der aktuellen Siegessäule, (dem Magazin für Lesben Schwule und Trans*), las ich neben Interviews von Guido Westerwelle, Andrea Nahles, Cem Özedmir und Gregor Gysi, dass keine(r) von 13 angefragten Spitzenpolitikern- und politikerinnen der CDU zu einem Interview bereit war! Ich konnte das nicht glauben und schrieb vor vier Tagen eine Mail an die CDU Deutschland, in der ich nach dem Grund fragte - keine Antwort. Wie erklären Sie sich diese Sprachlosigkeit? Wie ignorant muss eine Partei eigentlich sein, die in ihrem traditionellen Gesellschaftsbild die Augen davor verschließt, dass einer der kinderreichsten Bezirke Berlins auch einer der homofreundlichsten ist? Bitte machen Sie sich Ihre Antwort nicht leicht.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Vera Lengsfeld
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23.09.2009
Vera Lengsfeld
Sehr geehrter Herr ,

vielleicht lag es an den Anfragen. Ich habe zum Beispiel keine erhalten. ich hätte es nicht abgelehnt, Stellung zu nehmen.

Mit besten Grüßen!

Vera Lengsfeld
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Frage zum Thema Umweltpolitik
23.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Lengsfeld,

kurz vor der Wahl mache ich mir Gedanken, wie sich die Abgeordnenten zum Thema Klimaschutz positionieren (Leider scheint dies kein Wahlkampfthema zu sein). Bitte erläutern Sie mir doch, wie Sie zu Deutschlands Versprechen die Emissionen um 40 % zu reduzieren stehen? Außerdem wüßte ich gerne welche konkreten Maßnahmen Sie favorisieren, um Entwicklungsländern - die am meisten unter den Folgen des Klimawandels leiden - beim Klimaschutz und der Anpassung an die Folgen zu helfen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
U.
Antwort von Vera Lengsfeld
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24.09.2009
Vera Lengsfeld
Sehr geehrte Frau ,

die Ziele des Kyoto-Protokolls wurden total verfehlt- und zwar von allen Unterzeichnerstaaten. Der Effekt liegt, wenn es überhaupt einen gibt, nach Schätzungen von Wissenschaftlern im 0,8°- Bereich, trotz der Hunderten Milliarden, die für den Klimaschutz eingesetzt wurden. Ich bin deshalb der Meinung, dass das Geld besser den Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt werden sollte, um die eventuellen Folgen des Klimawandels besser abfedern zu können.

Mit besten Grüßen!

Vera Lengsfeld
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Frage zum Thema Außenpolitik
23.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Lengsfeld,

Die CDU versteht sich als "Christlich Demokratische Union".

Dabei legt sie in einer aktuellen Stellungnahme zu den christlichen Werten ( www.cdu.de )
Wert auf "(...) das christliche Menschenbild (als) Grundlage ihrer Politik".
Des Weiteren fühlt sie sich gegenüber "(...) der Wahrung der christlichen Werte und ihrem Schutz vor politischen sowie rechtlichen Einschränkungen" verpflichtet.
Ferner verlangt sie in der oben genannten Stellungnahme "die Achtung jedes einzelnen Menschen als Person".

Das Parteiprogramm der CDU befürwortet jedoch ebenfalls den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, bei dem "die militärische Absicherung" Priorität hat.

Mit dieser "militärischen Absicherung" in Afghanistan sind durch internationalen Eingriff auch zivile Opfer verbunden und somit eine Einschränkung der zivilen Rechte.

Wie erklärt die CDU diesen Konflikt oder auch Widerspruch, einerseits christliche Werte wahren und die Achtung jedes einzelnen Menschen gewähren, gleichzeitig jedoch den Afghanistan-Einsatz auch zukünftig unterstützen zu wollen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Vera Lengsfeld
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24.09.2009
Vera Lengsfeld
Sehr geehrte Frau ,

erst einmal möchte ich daran erinnern, dass der Afghanistan- Einsatz von der Rot-Grünen Bundesregierung unter Kanzler Schröder beschlossen wurde. Ziel war es, die zivile Hilfe beim Aufbau des Landes militärisch abzusichern.
Auch wenn das Ziel noch nicht erreicht werden konnte, gab es wesentliche Fortschritte. Mädchen und junge Frauen können in Afghanistan wieder zur Schule gehen und studieren. Sie müssen, wenn sie das nicht wollen, keine Burka mehr tragen. Sie können wieder ohne männliche Begleitung auf die Straße gehen, ohne gesteinigt zu werden. All das kann ich sehr gut mit meinem christlichen Menschenbild vereinbaren.Große Probleme habe ich bei dem Gedanken, was diesen Frauen blüht, sollte Afghanistan wieder ein Taliban- Staat werden. Das es bedauerlicherweise zivile Opfer gibt, liegt nicht daran, dass die Bundeswehr oder eine andere Truppe dort Rambo spielt, sondern weil sie von Terroristen angegriffen werden.
Diese Terroristen werden auch von Zivilisten unterstützt , freiwillig, manchmal auch unfreiwillig. Kürzlich habe ich alle afghanischen Stammesführer im ZDF gesehen. Es war eine Sendung nach der Bombardierung der entführten Tanklaster. Die Stammesführer haben bestätigt, dass es dabei zivile Opfer gab, es sich aber um Unterstützer der Taliban gehandelt habe. Anschließend haben die Stammesführer darum gebeten, dass die Bundeswehr in A. bleibt. So lange das so ist, kann man den Einsatz der Bundeswehr in A. vertreten .

Mit besten Grüßen!

Vera Lengsfeld
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