Ute Vogt (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Ute Vogt
Zur Person Ute Vogt
Lebenslauf



- geboren am 03. Oktober 1964 in Heidelberg

- aufgewachsen in Wiesloch / Rhein- Neckar- Kreis

- Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Wiesloch

- Studium an der Universität Heidelberg und an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer

- Abschluss mit dem zweiten juristischen Staatsexamen, danach selbstständige Rechtsanwältin



politischer Lebenslauf




- seit 1983 bei den Jusos engagiert

- 1984 Eintritt in die SPD

- 1989 - 94 Stadträtin im Wieslocher Gemeinderat, alternierend auch als Fraktionsvorsitzende

- 1991 - 94 Sprecherin des Juso- Landesverbandes

- von Oktober 1994 bis Oktober 2005 Abgeordnete des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Pforzheim/Enzkreis

- am 27. September 1998 den Wahlkreis Pforzheim/Enzkreis erstmals für die SPD direkt gewonnen

- seit 1999 Landesvorsitzende der SPD Baden- Württemberg

- Spitzenkandidatin der SPD Baden- Württemberg für die Landtagswahlen 2001 und 2006

- von November 2002 bis November 2005 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister des Innern

- April 2006 bis Januar 2008 Fraktionsvorsitzende der SPD- Landtagsfraktion Baden- Württemberg

- Seit März 2006 Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Bretten

- Seit Oktober 2003 Präsidiumsmitglied der SPD



Mitgliedschaften




- DLRG (Deutsche Lebens- Rettungs- Gesellschaft e.V.), Vizepräsidentin

- THW, Ehrenpräsidentin der THW- Jugend Baden- Württemberg

- ACE (Automobil Club von Europa)

- ADFC (Allgem. Deutscher Fahrradclub)

- AK Asyl Stuttgart

- Bergwacht Schwarzwald

- BiWu - Beschäftigungsinitiative Wiesloch und Umgebung e.V.

- EuroSolar

- Europa- Union Deutschland e.V. (Landesverband BW - EUD BW)

- Fördermitglied im BUND

- Förderkreis Kulturhaus Osterfeld

- Gegen vergessen - Für Demokratie e.V.

- Gewerkschaft ver.di

- Kinderzentrum Maulbronn

- Kuratorium der Fachhochschule für Wirtschaft und Gestaltung, Pforzheim

- Lilith e.V.

- Männergesangverein Arlinger

- Mieterverein Stuttgart

- Naturfreunde

- SGK Baden- Württemberg

- ... und weitere örtliche Vereine.
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Ute Vogt hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Soziales und Familie
25.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Vogt,


1977 waren Rentner und Pensionäre bei vergleichbarer Lebensleistung gleichgestellt. 2009 sind die Pensionen mehr als doppelt so hoch. Wie sorgen Sie hier für mehr Gerechtigkeit?
Meines Wissens beträgt der bisherige Anspruch auf Altersruhegeld nach 4 Jahren Bundestag ca. € 1400. Die Rente eines relativ gut bezahlten Facharbeiters nach 48 Jahren beträgt ca. € 1200. Finden Sie das richtig?
Warum hat Herr Mißfelder dies nicht angeprangert?
In allen Bereichen wird mehr und mehr aus Ausgewogenheit geachtet. So z.B. in Unternehmen mit Betriebsrat. Auch die Ausgewogenheit nach Geschlecht wird mehr und mehr umgesetzt. In den Parlamenten sind deutlich überproportional Beamte vertreten. An zweiter Stelle rangieren selbstständige wie z.B. Anwälte. Dies liegt nach meiner Meinung an der relativen Sicherheit dieser Berufsstände und an der großzügigen Freistellung bei materieller Sicherheit von Beamten.
Was gedenken Sie zu tun, um auch hier für mehr Ausgewogenheit zu sorgen?

Wie wollen Sie das bestehende Chaos bei der Krankenversicherung beenden und endlich für faire Bedingungen für alle Versicherten sorgen?
Wie wollen Sie die kolossale Geldverschwendung durch die Gesundheitslobby abstellen? Beispiel kann ich Ihnen gerne bei Rückmeldung liefern.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Ute Vogt
bisher keineEmpfehlungen
30.09.2009
Ute Vogt
Sehr geehrter Herr ,

Beamte haben es in schwierigen Zeiten tatsächlich besser als andere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In besseren Zeiten, wenn dagegen viele Arbeitsplätze frei sind, ist es bemerkenswert, dass der öffentliche Dienst dann eher Schwierigkeiten hat, gute Beschäftigte zu finden, weil die Bezahlung in der freien Wirtschaft im Schnitt in vergleichbaren Berufen höher ist. Die vergleichsweise hohen Pensionen nach dem Arbeitsleben sind dann quasi ein Ausgleich dafür, dass die Besoldung im Vergleich zu Gehältern bei gleicher Qualifikation eher geringer ausfallen. Und man muss sich immer vor Augen halten, dass nicht jeder als Ministerialdirektor bezahlt wird, sondern die meisten auch im öffentlichen Dienst eher am unteren Ende der Gehaltsskala zu finden sind.

Insgesamt finde ich, dass wir das Berufsbeamtentum mit vielen historisch gewachsenen Besonderheiten grundlegend reformieren müssen und vor allem die Zahl der Beamtenverhältnisse reduziert werden müssen. Die SPD will daher die Begrenzung des Berufsbeamtentums auf die Bereiche von Polizei, Justiz und Finanzverwaltung begrenzen. In allen anderen Bereichen, zum Beispiel an Schulen, in Universitäten oder auch in den Rathäusern braucht es heute so ein besonderes Dienstverhältnis nicht mehr.

Warum sitzen so viele Beamte im Bundestag? Hier ist das Problem, dass neben den klassischen Berufsgruppen in den Parlamenten viele Menschen aus vielen anderen Berufen zum Teil ganz schlechte Wiedereinstiegschancen haben, wenn sie z.B. nach vier oder acht Jahren nicht mehr in den Bundestag gewählt werden. Es gibt Beispiele von einigen, die danach nicht wieder richtig Fuß fassen konnten und darum im Alter wenigstens dann gesichert sind. Die andere Seite ist die von höheren Angestellten, Selbständigen oder Ärzten: Wenn ich auch diese Gruppen vertreten haben möchte, müssen die Diäten eine gewisse Höhe haben ? in der freien Wirtschaft würden viele weitaus mehr verdienen und könnten sich noch größere Renten ansparen. Es ist und bleibt also immer ein Spagat. Übrigens werden die Diäten darum neuerdings in immer mehr Länderparlamenten auch strikter an die Besoldung von Richtern oder vergleichbaren Berufsgruppen automatisch gekoppelt.

Statt Krankenversicherung wollen wir die ?Bürgerversicherung?, an der sich alle ohne Ausnahme beteiligen. Wir werden einen Risikoausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung einführen. Wir sind auch gegen eine Zwei-Klassen-Medizin, und wollen in allen Regionen die gleiche Teilhabe am medizinischen Fortschritt. Ich fürchte allerdings, dass das Themengebiet der Gesundheitspolitik eines der schwierigsten bleiben wird.

Herzliche Grüße,
Ute Vogt
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