Ute Schäfer (SPD)
Abgeordnete Nordrhein-Westfalen

Angaben zur Person
Ute Schäfer
Geburtstag
22.03.1954
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport
Wohnort
Lage/Lippe
Wahlkreis
Lippe I über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
46,5%
Landeslistenplatz
5
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(...) Sie kritisieren, die Erhöhung der Zahl der betreuten Kinder in der Gruppenform II, da diese nach Ihrer Auffassung zu einer Absenkung der Standards in der U3 Betreuung führt. Ich kann Ihnen versichern, dass ich keiner Standardabsenkung zugestimmt habe und dies auch nicht tun werde. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
04.10.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerin Schäfer,

ich habe Sie neulich in einem Interview auf WDR 5 sagen gehört, eine größere Gruppenstärke in der U3-Betreuung (13-15 Kinder statt wie bisher max. 10 Kinder) würde bei unverändertem Personalschlüssel ("mehr Kinder = mehr Personal") keine Einbußen in der Qualität der Betreuung mit sich bringen und die Standards würden dadurch nicht verändert. Diese Aussage halte ich unter erziehungswissenschaftlichen und psychologischen Gesichtspunkten für verfehlt. Ein- bis zweijährige Kinder haben sich noch nicht vollständig aus der symbiotischen Beziehung zu ihrer Mutter gelöst, die Fremdbetreuung stellt für diese Kinder einen permanenten emotionalen Stress dar, entsprechende Langzeitstudien aus den USA, auch zu den langfristigen Konsequenzen dieses Dauerstresses für die Entwicklung liegen vor. Je größer die Gruppenstärke, um so größer auch der Stress für die Kinder. Gerade in der U3-Betreuung dürfte nur mit sehr kleinen Gruppen, deutlich noch unter 10 Kindern, gearbeitet werden, wollte man den emotionalen Bedürftigkeiten der Kleinkinder einigermaßen gerecht werden. Kinder sind keine tote Materie, bei der es keinen Unterschied macht, ob ich 30 kg in drei Behältern á 10 kg oder in 2 Behältern á 15 kg lagere.
Psychologische Aspekte dürfen von der Politik nicht einfach ignoriert werden. Können Sie für Ihre Planungen und Standards auf Expertisen von Fachleuten zurückgreifen? Können Sie die von Ihnen getroffenen Behauptungen durch Studien belegen und untermauern? Wie wollen Sie sicherstellen, dass man die Gruppenstärke von bis zu 15 Kindern nicht einfach beibehalten wird, wenn der Ausbau der Kindertagesstätten weiter fortgeschritten sein wird? Was planen Sie als zusätzliche Unterstützung für die U3-Kinder, die es auch unter den heutigen Standards nicht schaffen, sich von der Mutter zu lösen oder nur gewaltsam unter dem Preis schwerer psychischer Traumatisierung - ein Umstand, den ich regelmaßig beobachten kann?

Hochachtungsvoll

Maria
Antwort von Ute Schäfer
bisher keineEmpfehlungen
04.12.2012
Ute Schäfer
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen herzlich für Ihre Anfrage bei Abgeordnetenwatch.

Sie kritisieren, die Erhöhung der Zahl der betreuten Kinder in der Gruppenform II, da diese nach Ihrer Auffassung zu einer Absenkung der Standards in der U3 Betreuung führt. Ich kann Ihnen versichern, dass ich keiner Standardabsenkung zugestimmt habe und dies auch nicht tun werde. Denn: Das seit 2008 geltende KiBiz lässt Kombinationen und Variationen von Gruppenformen zu. Gemäß § 18 Absatz 4 Kinderbildungsgesetz (KiBiz) soll sich dabei die Zahl der Kinder pro Gruppe und die Personalausstattung an den Beschreibungen der Gruppenform der Anlage zu § 19 Absatz 1 KiBiz orientieren. Dies bedeutet, dass auch andere Gruppenformen oder Gruppenkombinationen gebildet werden können, wenn entsprechendes Personal mit entsprechender Betreuungsstundenzahl vorgehalten wird und wenn das entsprechende Raumangebot vorhanden ist. Anhand eines Beispiels will ich Ihnen dies gerne verdeutlichen: Werden bisher in einer Gruppe 10 U3-Kinder mit 35 Stunden wöchentlicher Betreuungszeit betreut, sind dafür mindestens zwei Fachkräfte mit insgesamt 77 Fachkraftstunden vorgesehen. Wird eine ganze Gruppe mit einer halben Gruppe kombiniert, sind entsprechend der Anlage zu § 19 KiBiz mindestens drei Fachkräfte mit insgesamt 115,5 Fachkraftstunden vorgesehen. In beiden Varianten können weitere Personalkraftstunden hinzukommen. Der Personalschlüssel bleibt unverändert und es kommt nicht zu einer Absenkung des U3 Standards. Auch hinsichtlich der Anpassungen des Raumprogramms, die wie die Hinweise zum Personalschlüssel in Abstimmung mit den beiden Landesjugendämtern erfolgen, ist NRW im Bundesvergleich nach wie vor führend. Ich hoffe ich konnte Ihnen verdeutlichen, dass für uns in NRW beim U3-Ausbau Quantität und Qualität Hand in Hand gehen und dies gerade auch vor dem Hintergrund der besonderen Herausforderungen, die der U3-Ausbau mit sich bringt.

Mit freundlichen Grüßen

Ute Schäfer MdL
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
04.12.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerin Schäfer,

ich danke Ihnen für Ihre Antwort auf meine Anfrage vom 04.10.12. Mir ist klar, dass sich Standards, nur mathematisch über Zahlenverhältnisse innerhalb eines Betreuungsschlüssels definiert, bei größeren Gruppen mit gleichbleibendem Betreuungsschlüssel nicht verändern. Das KiBiz lässt diese Sichtweise sicherlich zu, entspricht diese Gesetzesauslegung aber auch dem Geist des Gesetzes?

Ich muss leider konstatieren, dass Sie auf die zentrale inhaltliche Aussage meiner Frage nicht eingehen oder es gar vermeiden wollen, dies tun zu müssen. Je mehr Kinder in einer Gruppe sind, um so mehr Unruhe gibt es, um so mehr zu "erleben" gibt es und um so mehr soziale Interaktionen finden statt. Dies gilt unabhängig vom Betreuungsschlüssel. Es macht für die Kinder also durchaus einen Unterschied, ob sie bei gleichem Betreuungsschlüssel in größeren oder kleineren Gruppen untergebracht sind. Daher will ich meine Frage anders formulieren, nicht bezogen auf den Begriff "Standards", der ja juristisch sehr dehnbar ist:

Wie bzw. mit welchen zusätzlich zur Verfügung gestellten Ressourcen wollen Sie sicherstellen, dass die U3-Kinder, für die aus entwicklungspsychologischer Sicht die außerfamiliäre Betreuung ein enormer Stressor darstellt, da sie zwangsweise von ihren primären Bezugspersonen im Stadium der noch vorhandenen symbiotischen Bindung an diese getrennt werden, in der Unterbringung in größeren Gruppen durch die Zunahme an Eindrücken und sozialen Interaktionen nicht noch zusätzlich belastendem emotionalem Stress ausgesetzt werden? Anhand welcher Kriterien definieren Sie Qualität einer Betreuung so, dass das Kindswohl auch tatsächlich eine Rolle spielt? Sind Sie sich des Problems der möglichen Traumatisierung von Kindern in U3-Gruppen bewusst? Hatten Sie sich in der politschen Dikussion auch mit den psychologischen Erfordernissen der Fremdbetreuung von Kleinkindern inhaltlich auseinandergesetzt?

Hochachtungsvoll

Maria

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Frage zum Thema Familie
20.03.2013
Von:
von

Sehr geehrte Frau Schäfer,

vorab will ich sie wissen lassen, dass meine Meinung von PolitikerInnen sehr niedrig ist, dabei spielt es keine Rolle welcher Partei der/die angehört. Ich bin durchaus politisch interessiert, aber nach meinemDafürhalten gibt es keine Politikverdrossenheit in Deutschland sondern vielmehr eine Politikerverdrossenheit.

Doch zu meiner Frage; mit welchem Recht dirkreditieren Sie und auch andere Kolleginnen der SPD (namentlich Schwesig und Nahles) Menschen und Bürger die das Betreuungsgeld gut finden. Man kann durchaus unterschiedlicher Meinung sein, dies sollte aber fair vonstatten gehen.

Immer wieder hört man, dass gerade von der SPD, das Betreuungsgeld als Herdprämie verungimpft wird. Oder es wird als KITA Fernbleibeprämie abgetan. Fürmich und meinen Mann kommt es nicht in Frage unsere Zwillinge in eine KITA zu geben und das mit gutem Grund, ich denke nämlich, sie sind nirgendwo besser aufgehoben als bei der Mutter. Alles andere kann immer nur die zweitbeste Lösung sein

Besonders stören mich folgende Anwerfungen: Gerade "bildungeferne" Familien würden das Betreuungsgeld anderweitig verwenden. Keine Ahnung wo Sie das hernehmen, aber wir (eine ganz normale Familie Mann Frau und drei Kinder) würden es für unsere Kinder einsetzen. Ausserdem verwahre ich mich dagegen "bildungsfern" zu sein. Ich bin Dipl.Ing. (ich habe Elektro Technik studiert). Wäre es nicht besser seinen Standpunkt fairer und niemand verunglimpfend zu vertreten? Umgekehrt würde ich nie den Standpunkt vertreten, dass Mütter, die Ihre Kids in eine KITA geben Rabenmütter seien. Vielleicht machen Sie sich mal darüber Gedanken, über eine Antwort würde ich mich sehr freuen

Mit freundlichen Grüssen

von

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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
12.09.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Schäfer.

Vor der letzten Landtagswahl hat uns Ihre Partei mit Frau Kraft versprochen das die Dichtheitsprüfung für private Hauskanäle nicht kommt.Nach der Wahl war dieses versprechen vergessen,und es müssen alle Hauskanäle bis 2015 nun doch überprüft werden.Das ist für mich eine Wahllüge.Warum sollte ich bei der Bundestagswahl am 22.09.die SPD wählen,denn ich weiss ja nicht ob das was mir von Ihrer Partei jetzt versprochen wird nach der Wahl auch noch Gültigkeit hat.
Antwort von Ute Schäfer
bisher keineEmpfehlungen
20.09.2013
Ute Schäfer
Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Beantwortung der Frage übermittle ich nachstehend die Pressemitteilung des umweltpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion im Landtag: Norbert Meesters vom 19. September 2013.

Mit freundlichen Grüßen

Ute Schäfer MdL


Norbert Meesters:
"SPD und Grüne bleiben bei ihren Zusagen in Sachen Dichtheitsprüfung"

"Wie zu erwarten, setzt die FDP ihre wirre Kampagne gegen die Dichtheitsprüfung fort. Sie hat keinerlei Interesse, fachlich zu argumentieren, sondern will nur die Bevölkerung verunsichern. Dabei kehren die Liberalen mal wieder unter den Tisch, dass sie lange Jahre die Dichtheitsprüfung begrüßt und verteidigt haben. SPD und Grüne bleiben bei ihren Zusagen: Eine Dichtheitsprüfung für Privatpersonen wird es nur in Wasserschutzgebieten geben", bekräftigt Norbert Meesters, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW.

"Die Landesregierung hat in Zusammenarbeit mit den Regierungsfraktionen eine durchaus flexible und bürgerfreundliche Lösung zur Prüfung der Abwasserkanäle vorgelegt. Diese ersetzt die alte schwarz-gelbe Regelung, an die sich die FDP nicht mehr erinnern will. Wir halten so unser Wahlversprechen und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Grundwassers", sagte Norbert Meesters im Nachdruck.
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