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Sehr geehrte Frau Koczy,
Sie waren kürzlich in Ecuador, um sich über die Yasuni-Initiative zu informieren. Dazu einige Fragen:
1. Unabhängig vom Ausgang des Yasuni-Projektes hat Ecuador das Ziel formuliert, seine Ölfördermenge in den kommenden Jahren zu steigern. Öl, dass im ITT Gebiet von Yasuni in der Erde bleibt, führt somit zu verstärkter Förderung (und Waldrohdung) an anderer Stelle. Wie schätzen Sie vor diesem Hintergrund die Effekte des Projektes für Klima-/Umweltschutz ein?
2. Wie beurteilen Sie die Tatsache, dass das Projekt international als Schutz eines Nationalparkes "beworben" wird, tatsächlich aber nur ein kleiner Teil (ITT-Gebiet) des Parkes geschützt werden soll, während in weiten Teilen des Parkes massiv Öl gefördert wird?
3. Was halten Sie von Herrn Niebels Vorschlag, Yasuni in das "Reducing Emissions from Deforestation und Forest Degradation (REDD)" Programm zu integrieren und gibt es aus Ihrer Sicht für den Einsatz von Steuergeldern zum Schutz des Regenwaldes andere, effektivere Instrumente als das von Ecuador vorgestellte Projekt?
4. Aus Ecuador kommen in den letzten Jahren gehäuft Nachrichten, die beunruhigen. Stichwort: Prozesse gegen oppositionelle Journalisten, Nähe zu Staatsführern wie Castro, Gaddafi oder Ahmadinedschad, Ausweisung der US-Botschafterin, Nichtig-Erklärung der ausländischen Staatsschulden etc.
Halten Sie die Regierung um Rafael Correa für einen zuverlässigen Vertragspartner?