Ute Hauth (Piratenpartei)
Kandidatin Landtagswahl Baden-Württemberg 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Ute Hauth
© Fotograf: Piratenpartei Peter Schmenger
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Diplom-Informatikerin (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
Selbständige Webautorin
Wohnort
Konstanz
Wahlkreis
Konstanz , Stimmen (Wahlkreis): 1.608
(...) Danke für Ihre Fragen, die ich gern beantworte. Ich empfinde die PIRATEN nicht als Männerpartei. Obwohl wir keine Quote haben, ist der Anteil an Frauen in Ämtern im Verhältnis zu den Bewerberinnen sehr hoch. (...)
 
Persönliche Website
www.ute-hauth.de
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miradlo
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Frage zum Thema Gesellschaft
11.02.2011
Von:

Guten Tag,

Leider kenne ich Sie persönlich nicht. Wo kann man Sie treffen? Mir fällt auf, dass es zwischen politischen Aussagen der Piratenpartei und dem Programm von Grünen oder SPD viele Übereinstimmungen gibt. Den Piraten geht es außerdem um informationelle Selbstbestimmung und Netzfreiheit, soweit klar. Im Netz äußern sich Piraten zum Beispiel bei Twitter aber oft sehr abschätzig gegenüber anderen Parteien. Das gefällt mir nicht. Finden Sie persönlich das Runtermachen politischer Gegner gut? Leider nehmen die Piraten an Podiumsdiskussionen - genauso wie übrigens Ulrich Müller (CDU) im Bodenseekreis - eher nicht teil. Haben Sie keine Lust, sich den Fragen Ihrer Wähler zu stellen? Auf mich wirkt das arrogant. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße Lilly
Antwort von Ute Hauth
8Empfehlungen
13.02.2011
Ute Hauth
Guten Tag Frau ,
danke für Ihre Fragen. Sie können mich treffen, wenn Sie sich die Seite Termine auf meiner Kandidatenseite ansehen: www.ute-hauth.de

Die Piratenpartei kommt mit ihrem umfassenden Programm zur Landtagswahl, welches zu allen relevanten landespolitischen Themen Aussagen enthält, sicherlich an einigen Punkten auch den Aussagen der Grünen oder der SPD nahe. Als Grundlage für eine sinnvolle politische Arbeit ist das sicherlich kein Nachteil. Die Piratenpartei Baden-Württemberg hat sich basisdemokratisch für eine Vielfalt an Themen in ihrem Programm entschieden, siehe auch: www.ute-hauth.de

Was ich von Piraten lese sind zuweilen kritische Aussagen zum Handeln anderer Parteien. Vergleiche ich das mit ganzen Kampagnen anderer Parteien gegen ihre vermeintlichen Gegner, dann halte ich die Kritik der Piraten überwiegend für sachlich und fundiert.
Ich stelle mich jederzeit gern den Fragen der Wähler und Interessierten. Leider kann ich das nur bei wenigen Gelegenheiten. Das Kultusministerium unsere Teilnahme an Podiumsdiskussionen verboten, von anderen Veranstaltern werden wir oft nicht eingeladen oder auch wie kürzlich geschehen nach ursprünglicher Zusage, später doch wieder ausgeladen.

Wir sind die größte nicht im Bundestag vertretene Partei, wir treten in allen 70 Wahlkreisen in Baden-Württemberg zur Wahl an, doch das ändert leider nichts daran, dass uns sowohl Veranstalter, als auch Medien in weiten Teilen ignorieren oder bewusst ausschließen. In einer Demokratie hatte ich gehofft, dass alle Parteien fair und gleich behandelt werden, das ist leider nicht so.



Viele Grüße

Ute Hauth
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Frage zum Thema Familie und Soziales
15.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Hauth,

in den Medien liest man regelmäßig, die PIRATEN seien eine Männerpartei.

Wie empfinden Sie das und was hat Sie als Frau dazu bewogen, ausgerechnet in die Piratenpartei einzutreten? Fühlen Sie sich dort trotz der "männlichen Übermacht" wohl, und wie hoch ist überhaupt die Frauenquote in der Piratenpartei?

Schöne Grüße

Antwort von Ute Hauth
6Empfehlungen
15.02.2011
Ute Hauth
Guten Tag Herr ,

danke für Ihre Fragen, die ich gern beantworte. Ich empfinde die PIRATEN nicht als Männerpartei. Obwohl wir keine Quote haben, ist der Anteil an Frauen in Ämtern im Verhältnis zu den Bewerberinnen sehr hoch. Es ist nicht schwierig inhaltlich und im alltäglichen Umgang innerhalb der Partei ernstgenommen zu werden. Mehr dazu siehe auch das Parteiprogramm der Piratenpartei Deutschland wiki.piratenpartei.de

Eingetreten bin ich in die Piratenpartei, weil mir die Themen wichtig sind. Ich glaube, dass wir in unserem Land eine Partei brauchen, die sich um Themen wie Neue Medien, Bürgerrechte und Mitbestimmung kümmert. Aus meiner Sicht bietet das Internet eine Vielfalt an Möglichkeiten, die es auf anderen Wegen nicht oder nur schwer gibt. Deshalb möchte ich, dass auch dort weiterhin dieselben Regeln gelten wie außerhalb, dafür ist Kompetenz bei Politikern nötig. Erste Erfolge in dieser Richtung haben die Piraten meines Erachtens bereits erreicht, obwohl wir noch nicht in einem Landtag oder im Bundestag vertreten sind.

Für mich war es in meiner ersten Ausbildung bereits nicht ungewöhnlich als einzige Frau mit über 40 Männern zu arbeiten. Im Vergleich zum Frauenanteil in der Informatik, insbesondere beim Studium der Technischen Informatik, ist der Anteil an Frauen bei den Piraten recht hoch. Genaue Zahlen gibt es nicht, da das Geschlecht der Mitglieder nicht erfragt wird. In Baden-Württemberg schätze ich den Anteil bei den Aktiven, die ich selbst kenne auf etwa 10%.

Unser Programm wurde jedoch erst im letzten Jahr auch um zahlreiche Programmpunkte erweitert, die über die Themen, die eher für Informatiker interessant sind hinausgeht. Ich bin sicher, dass sich der Frauenanteil erhöht, sobald mehr Frauen uns besser kennen und feststellen, dass wir viele spannende Ideen auch in Themen wie Bildung, Umwelt, Kultur, Sozialpolitik usw. haben.

Falls Sie weitere Fragen haben, freue ich mich darauf antworte gerne.

Mit besten Grüßen

Ute Hauth
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
15.02.2011
Von:

Guten Tag Frau hat,

gerne wüsste ich mehr über Ihre persönlichen Beweggründe, in der Piratenpartei aktiv zu sein. Ich vermute Langeweile ist es nicht. Welche persönlichen Ziele verbinden Sie mit Ihrer Kandidatur im Landtag? Zu Ihrem Mut beglückwünsche ich Sie.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort. Ich nehme an Piratinnen antworten persönlich und haben keinen Schreiberling.

Antwort von Ute Hauth
6Empfehlungen
16.02.2011
Ute Hauth
Guten Tag Frau ,

danke für Ihr Interesse, gern beantworte ich Ihre Fragen.

Mein Hauptgrund zu kandidieren war und ist, dass die Themen der Piratenpartei von den etablierten Parteien nur aufgenommen werden, wenn sie Konkurrenz befürchten. Ich glaube, dass wir auch in Baden-Württemberg mehr Medienkompetenz brauchen, um unsinnige Regelungen insbesondere im Internet zu verhindern. Ich nutze das Internet sowohl beruflich als auch privat intensiv und ich möchte dies auch weiterhin.

Wichtig sind mir darüber hinaus Themen, wie freie Bildung, vor allem die Aufhebung von Studiengebühren, mehr Mitbestimmung und Transparenz in öffentlichen Entscheidungen. Zur Kandidatur entschieden habe ich mich daher bewusst erst nach dem ersten programmatischen Parteitag in Tübingen. Ich wollte, dass in Konstanz jemand kandidiert, der/die auch möglichst viel über diese Stadt weiß und bei einem Einzug in den Landtag die Interessen gut vertreten kann. Ja, ein bisschen Mut gehörte dazu, mich endgültig für die Kandidatur zu entscheiden. Ich bin jedoch sicher, richtig entschieden zu haben.

Sie vermuten richtig, Piratinnen antworten selbst. Es kommt vor, dass Kandidaten bei anderen Piraten nachfragen, ob eine Antwort passend formuliert ist. Sollte tatsächlich ein Kandidat nicht selbst antworten können, so würde eine Antwort eindeutig als Teamarbeit gekennzeichnet werden.

Beste Grüße

Ute Hauth
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Frage zum Thema Gesellschaft
24.02.2011
Von:

Guten Abend Frau Hauth,

Würden Sie sich dafür einsetzen, dass das Land einspringt, wenn der Bund Mittel für die soziale Stadt kürzt und Integrationsarbeit wie gemeinsames Kochen in Quartierszentren oder Deutschkurse für Migrantenmütter gefährdet wird? Was halten Sie von interkulturellen Gärten, würden sie solche Projekte auch mit Landesmitteln unterstützen?

Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort von Ute Hauth
5Empfehlungen
25.02.2011
Ute Hauth
Guten Tag Frau ,

auf jeden Fall würde ich mich für die Weiterführung einsetzen. Es ist dank der Arbeit teils ehrenamtlicher Helfer gelungen ein Projekt in einem sehr benachteiligten Stadtteil zu etablieren. Wenn der Bund hier die Mittel streicht ist das unverantwortlich und das Land sollte einspringen. Ich selbst habe die Grundschule im Berchengebiet besucht und habe daher zusätzlich einen persönlichen Bezug zu diesem Gebiet.

Zum Thema Gärten habe ich als ursprünglich gelernte Blumen- und Zierpflanzengärtnerin ebenfalls einen besonderen Bezug. Ich bin mir sehr sicher, dass solche Projekte den interkulturellen Umgang sehr viel intensiver unterstützen als manch andere Idee. In Baden-Württemberg brauchen wir alle Menschen für ein gutes Zusammenleben und als Grundlage für die Zukunft. Ich sehe es als eine Landesaufgabe möglichst viele Projekte dieser Art mit zu unterstützen.

Wer an solchen Projekten spart, kürzt Mittel an der falschen Stelle.

Falls Sie Rückfragen haben, beantworte ich diese gern.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende,

Ute Hauth
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
28.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Hauth,

die PIRATEN setzen sich für die Aufhebung der Studiengebühren in Baden-Württemberg ein. Dabei handelt es sich sicher um ein lobenswertes Unterfangen, das ich als Student nur begrüßen kann.

Allerdings wurden die Landesmittel, welche die Hochschulen erhalten im Zuge der EInführung der Studiengebühren meines Wissens gekürzt - und zwar ca. in der Höhe der zu erwartenden Studiengebühren. Der Wegfall der Mittel aus Studiengebühren müsste also kompensiert werden. Daher meine Frage: Wie werden sie die Abschaffung der Studiengebühren finanzieren?

mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Ute Hauth
4Empfehlungen
01.03.2011
Ute Hauth
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage.

Wie Sie bereits selbst unserem Programm entnommen haben, ist es uns wichtig die Studiengebühren vollständig abzuschaffen, um einkommensunabhängig jedem zu ermöglichen zu studieren.

Nach allem was ich weiß, sollen Studiengebühren zwar nur der Qualität der Lehre dienen, die allgemeine Praxis sieht jedoch anders aus. Hochschulen können Haushaltsmittel umschichten und die ursprünglich für die Lehre gedachten Mittel für andere Ausgaben nutzen. Damit können anschließend Studiengebühren verwendet werden, um die eigentliche Lehre mitzufinanzieren. Genutzt werden die Studiengebühren also auch heute schon nicht in jedem Fall zusätzlich für die Lehre, sondern teils eher als Ersatz.

Die Piratenpartei Baden-Württemberg setzt sich dafür ein - im Zweifel - lieber an anderen Stellen als an der Bildung Kosten einzusparen, siehe auch (Finanzierung von Bildung und Forschung) www.piratenpartei-bw.de

Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass durch die Nutzung von freier Software und Lehrmitteln unter freien Lizenzen, Kosten gesenkt werden können.

Weiteres Einsparungspotenzial sehen wir im Bereich Open Access. Derzeit zahlt der Steuerzahler unnötigerweise mehrfach für die Kosten wissenschaftlicher Ergebnisse.

Auf keinen Fall darf es vom persönlichen Einkommen der Studierenden abhängen, ob sie studieren können oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Ute Hauth
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