Uta Zapf (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Uta Zapf
Jahrgang
1941
Berufliche Qualifikation
k.A.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Offenbach
Ergebnis
40,0%
Landeslistenplatz
6, Hessen
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Frage zum Thema Wirtschaft
15.09.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Zapf,

werden Sie die Arbeitskosten-Diskussion mit der Wirtschaft endlich einmal darauf lenken, dass heute meist 80% der Arbeitskosten in der Produktion Fixkosten (Maschinen etc.) sind?

Das heißt, dass wesentlich höhere Sparpotential liegt nicht bei den ständig kritisierten Lohn- oder Lohnnebenkosten, sondern in der Vermeidung von Leerkosten und der Senkung der Fixkosten. Eine Optimierung der Unternehmen in diesem Bereich sollte so manche betriebsbedingte Kündigunmg erübrigen.

Danke für Ihre Antwort!
Antwort von Uta Zapf
1Empfehlung
15.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

Ich gebe Ihnen recht mit der Einschätzung, dass bei der Diskussion um die zu hohen Lohn-, Lohnneben- und Produktionskosten oftmals sehr kurzschlüssig und unsachgemäß argumentiert wird. Trotzdem macht es auch Sinn, die Lohnnebenkosten zu senken, allerdings ohne die mit ihnen finanzierten Solidarischen Sozialsysteme wie Kranken- und Pflegeversicherung aufzugeben oder die staatliche Rentenversicherung, sind die Vorhaben der SPD wie Bürgerversicherung für Kranken- und Pflegeversicherung sinnvoll, da sie den Faktor Arbeit entlasten durch Beteiligung anderer Einkommensquellen. Ebenso die Einführung und Verbesserung der Riester- und Betriebsrenten als zusätzliche Säule der Altersabsicherung. Hier ist durch Umstellung von Besteuerung und durch staatliche Subventionen für kleine und mittlere Verdiener schon einiges auf den Weg gebracht.

Einen direkten Eingriff in die individuelle Firmenstrukturen hat die Politik natürlich nicht. Hier sind die unserer Meinung nach so wichtigen Betriebsräte und Gewerkschaftsvertretungen gefragt, die ja auch mit in den Aufsichtsräten vertreten sind. Deren wichtige Funktion zu sichern und nicht abzubauen, wie z.B. die FDP es vorschlägt, ist Ziel unseres Betriebsratsverfassungsgesetzes gewesen.

Ich hoffe, Ihnen einige Hinweise gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Uta Zapf
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