Ulla Lötzer (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Ulla Lötzer
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Buchhändlerin, Informatikerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Gewerkschaftssekretärin
Wahlkreis
Leverkusen - Köln IV
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
Zur Reduzierung der Lärmbelästigung setze ich mich gemeinsam mit meiner Partei Die LINKE in Köln für ein Nachtflugverbot für Passagiermaschinen ein. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
JA
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
NEIN
18.06.2009
Internetsperren
NEIN
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
NEIN
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
NEIN
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
JA
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
NEIN
20.03.2009
Enteignung von Banken
NEIN
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
enthalten
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
enthalten
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
NEIN
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
enthalten
28.11.2008
Haushalt 2009
nicht beteiligt
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
NEIN
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
NEIN
12.11.2008
BKA-Gesetz
nicht beteiligt
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
NEIN
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
NEIN
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
JA
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
NEIN
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
NEIN
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
NEIN
30.05.2008
Bahnprivatisierung
NEIN
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
NEIN
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
NEIN
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
NEIN
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
NEIN
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
nicht beteiligt
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
NEIN
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
NEIN
22.06.2007
Emissionshandel
NEIN
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
NEIN
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
NEIN
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
NEIN
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
JA
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
NEIN
09.03.2007
Rente mit 67
NEIN
09.03.2007
Tornado-Einsatz
NEIN
02.02.2007
Gesundheitsreform
NEIN
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
nicht beteiligt
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
NEIN
30.06.2006
Föderalismusreform
NEIN
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
NEIN
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
NEIN
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
NEIN
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
NEIN
Fragen an Ulla Lötzer
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Frage zum Thema Umwelt
08.04.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Lötzer,

da Ihr Kollege Lauterbach auf Anfragen sowie nicht antwortet, versuche ich mein Anliegen an Sie zu richten.

Wir sind in Köln-Mühlheim aufgrund der Einflugschneise Köln/Bonn einer extremen Lärm- und Umweltbeeinflussung ausgesetzt. Dieser Zustand ist nicht mehr tragbar. Würden wir in Marienburg oder Hahnenwald leben, hätte die Politik längst reagiert.
Was unternimmt die Politik um den Bürger und Steuerzahler vor so einer extremen Belastung zu schützen? Wer kann uns hier helfen?

Mit freundlichen Grüßen
T.
Antwort von Ulla Lötzer
5Empfehlungen
05.05.2009
Ulla Lötzer
Sehr geehrter Herr ,

zur Reduzierung der Lärmbelästigung setze ich mich gemeinsam mit meiner Partei Die LINKE in Köln für ein Nachtflugverbot für Passagiermaschinen ein.

Mit dem Frachtflugbetrieb ist auch eine Vielzahl von Arbeitsplätzen verbunden, für deren Erhalt sich auch die Gewerkschaften einsetzen. Um dennoch die Lärmbelästigung zu verringern, unterstütze ich ausdrücklich die Forderung aus dem Kommunalwahlprogramm der Kölner LINKEN:

"Für Frachtmaschinen fordern wir den Einsatz von moderneren und leiseren Frachtflugzeugen und sprechen uns gegen eine Steigerung der Zahl der Frachtflugbewegungen in der Nacht aus. Durch gestaffelte Start- und Landegebühren sollen Anreize geschaffen werden, die Flüge tagsüber abzuwickeln. Diese Anreize sind in der Art zu gestalten, dass die Nachtflüge langfristig unökonomisch werden."

Als Bundestagsabgeordnete habe ich allerdings keine direkten Einflussmöglichkeiten, da über die Betriebsgenehmigung des Flughafens und die Bedingungen für Nachtflüge im Verkehrsministerium des Landes entschieden und überwiegend im Düsseldorfer Landtag beraten wird.

Die Auswahl der Einflugschneisen und damit die Verteilung des Fluglärms innerhalb Kölns und der Region erfolgt übrigens nach den Informationen des Flughafens Köln/Bonn vorwiegend abhängig von der Windrichtung und nicht unmittellbar nach politischen oder sozialen Kriterien. Eine Karte dazu finden Sie unter www.koeln-bonn-airport.de Im Internet.

Mit freundlichen Grüßen
Ulla Lötzer
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Frage zum Thema Wirtschaft
06.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Lötzer

die derzeitig Finanzkrise wirft die Frage auf warum noch kein dafür verantwortlicher Bänker bzw Bank weltweit zur verantwortung gezogen wurde, sprich sich gerichtlich dafür verantworten muss.
Es kann doch nicht sein das die Verantwortlichen weiter ihr unwesen treiben dürfen während der einfache Arbeiter seine Arbeit verliert oder durch die Kurzarbeit auf einen erheblichen Teil seines Einkommens verzichten muss.
Das die Banken Miliardenbürgschaften bekommen und der kleine Bürger langsam nicht mehr weiss wie er seine Familie ernähren soll.
Ich bin selbst von Kurzarbeit betroffen und in meinem Betrieb geht das "Schreckgespenst Sozialplan" um. Für mich persönlich würde es bedeuten wenn ich entlassen werde das die Chance auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz aufgeben kann da ich schon 46 Jahre alt bin. Auch die Aussicht auf eine Abfindung finde ich nicht so rosig da nach einem Jahr Harz IV droht und ich erstmal von der Abfindung leben muss.
So nun nochmal meine Frage:
Was gedenken Sie zu unternehmen um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen wenigstens EU weit um ein Mindestmass an Gerechtigkeit wieder aufkommen zu lassen.

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Ulla Lötzer
2Empfehlungen
14.07.2009
Ulla Lötzer
Sehr geehrter Herr ,

sie haben völlig Recht. Die Linke tritt deshalb dafür ein, dass die Verantwortlichen zur Kasse gebeten werden. Wir haben im letzten Jahr viele Demonstrationen und Veranstaltungen unterstützt und organisiert, die unter dem Motto standen: Wir zahlen nicht für Eure Krise.
Im Bundestag haben wir eine Reihe von Initiativen eingebracht, die darauf zielen einen Schutzschirm für die Menschen zu errichten, die unschuldig an den Folgen der Krise leiden und diejenigen Vermögen und Einkommen an der Finanzierung dieses Schutzschirms zu beteiligen, die bisher oft rücksichtslos ihren Reichtum gesteigert haben. Die LINKE fordert daher die Einführung einer Millionärsteuer, die Privatvermögen oberhalb einer Million Euro in Höhe von mindestens fünf Prozent zur Kasse bittet.

Dazu kommen viele weitere steuerpolitische Vorschläge, aber auch Vorschläge um das Spekulationscasino an den Finanzmärkten endgültig zu schließen. Direkt auf ihre Frage und damit auf individuelles Fehlverhalten von Managern bezogen, schlagen wir vor, in einem ersten Schritt Managergehälter durch die Einführung von Obergrenzen zu beschneiden. Dies schließt die drastische Reduzierung der Boni und die Einführung einer Bonus-Malus-Regelung ein. Bonuszahlungen haben Banker zu einem Verhalten angespornt, das Banken ruiniert und ganze Volkswirtschaften an den Rand des Abgrunds treibt. Nach US-Vorbild sollten unangemessene Bonuszahlungen für Banker mit Strafsteuern belegt werden. DIE LINKE fordert eine 80-Prozent-Steuer auf alle Einkommen in der Finanzbranche, die über 600.000 Euro hinausgehen.

Die Haftung von Managern ist zu verschärfen, die offensichtliche Veruntreuung von Geldern durch Bankmanager (krasseste Beipiele IKB, HRE, Landesbanken) sind zur Anzeige zu bringen. Vermögen ist bei Verdacht vorab zu beschlagnahmen. Außerdem bemüht sich die Linke im Bundestag intensiv im sog HRE-Untersuchungsausschuss um Aufklärung zu dem Hintergründen und Machenschaften der Finanzkrise und wird noch in diesem Sommer auch entsprechende personelle Konsequenzen bei den politischen Verantwortlichen fordern.

Dividendenzahlungen und andere Gewinnausschüttungen (Genussscheine etc.) an Aktionäre und andere Investoren sind befristet auszusetzen und für den Erhalt von Arbeitsplätzen zu verwenden.

Kurz: Die Krise sollte mehrheitlich von denjenigen finanziert werden, die sie angerichtet haben.

Mit den besten Wünschen für Ihre Zukunft und mit freundlichen Grüßen,

Ulla Lötzer
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Frage zum Thema Wirtschaft
29.07.2009
Von:
H.

Sehr geehrte Frau Lötzer,
in Ihrer Antwort zum Nachtflugverbot schreiben Sie:

"Mit dem Frachtflugbetrieb ist auch eine Vielzahl von Arbeitsplätzen verbunden, für deren Erhalt sich auch die Gewerkschaften einsetzen."

Kann ich daraus eine grundsätzliche Haltung "Arbeitsplatz hat Vorrang" ableiten?
Was mich doch etwas betrüben würde, wären damit u.a. Waffen- und Atomexport "legitimiert".

Mit freundlichen Grüßen,
H.
Antwort von Ulla Lötzer
1Empfehlung
30.07.2009
Ulla Lötzer
Sehr geehrter Herr ,

ich möchte Ihnen für Ihre Frage zunächst ausdrücklich danken, weil sie mir eine Gelegenheit zur Klarstellung bietet.

Eine solche grundsätzliche Haltung gibt es bei mir und meiner Partei nicht.

Im Gegenteil: Der als Totschlagsargument zur Begründung von Umweltzerstörung aus Profitgier benutzte angebliche Widerspruch von Ökologie, Frieden und Ökonomie muss und kann auch überwunden werden.

In unserem Wahlprogramm haben wir deshalb konkrete Vorschläge dafür gemacht, wie durch Investitionen in z.B. Klimaschutz, öffentliche Verkehrssysteme und erneuerbare Energien zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden können. Wir sind in vielen Initiativen im Bundestag gegen den Rüstungsexport und seine Ausweitung eingetreten. Da gibt es keine Kompromisse.

In der Diskussion um öffentliche Beteiligungen an Unternehmen habe ich mich
persönlich immer dafür eingesetzt und auch entsprechende Anträge in den
Bundestag eingebracht, dass öffentliche Beteiligungen mit erweiterten
Mitbestimmungsrechten der Beschäftigten verbunden und von einem demokratisch
auch mit Beteiligung der Umweltverbände kontrollierten Zukunftsfonds
vergeben werden, um die Profitdominanz auch in den
Unternehmensentscheidungen selbst zurückzudrängen und den ökologischen Umbau
der Industrie voranzubringen.

Ich gehe aber auch davon aus, dass sich gesellschaftliche Mehrheiten für den dringend nötigen sozial- ökologischen Umbau nur dann gewinnen lassen, wenn es gelingt, auch in konkreten Situationen die Arbeitsplatzinteressen von Beschäftigten und gesellschaftlichern Interessen durch konkrete Vorschläge zur Konversion mit Umweltinteressen zusammen zu bringen. Das betrifft insbesondere sicherlich auch die notwendige Konversion von Rüstungsindustrie und die Energiepolitik.

In diesem Sinne wollte ich mit dem von Ihnen zitierten Satz aus meiner Antwort auf eine Frage zur Situation am Kölner Flughafen den Hintergrund erläutern, vor dem der Kölner Kreisverband der LINKEN mit Bezug auf Diskussionen zwischen Beschäftigten und Anwohnerinitaitiven unterstützte Kompromiss zu verstehen ist.

Mit freundlichen Grüßen,
Ulla Lötzer
www.ulla-loetzer.de
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Frage zum Thema Soziales
12.10.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Lötzer,

aufgrund Ihrer Aussagen und Forderungen (auch der Aussagen Ihrer Parteifreunde) unterstelle ich den Vertretern der Patei DIE LINKE eine hohe Sozialkompetenz. Gilt diese Sozialkompetenz nur hinsichtlich Ihrer Forderungen an ANDERE Institutionen oder ist Ihr Verhalten oder das Verhalten Ihrer Kollegen den eigenen Mitarbeitern gegenüber ebenfalls von dieser Soziallkompetenz geprägt?
Insbesondere Fragen nach der Weiterbeschäftigung Ihrer Mitarbeiter nach den Wahlen kann zu interessanten Rückschlüssen hinsichtlich der Sozialkompetenz dieser Abgeordneten führen. Auch eine evtl. Unterstützung nicht übernommener Mitarbeiter bei der Suche nach einer neuen Anstellung zeugt von vorhandener oder nicht vorhandener Sozialkompetenz.
Von Abgeordneten anderen Parteien wird teilweise recht Positives berichtet, leider nur von anderen Parteien. Gibt es positive Ansätze auch von den Abgeordneten der Partei DIE LINKE zu berichten? Oder endet bereits bei dieser Frage die Sozialkompetenz !
Als Wähler dieser Partei habe ich inzwischen leider berechtigte Zweifel!
Was ist z. B. aus Ihren Mitarbeitern oder den Angestellten des MB Paul Schäfer geworden?
Wie ist das Verhältnis zwischen Entlohnung und Bezahlung?
Kann auch hier noch von Sozialkompetenz gesprochen weden?
Sind das nur Forderungen an ANDERE ?

Freundliche Grüße

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