Udo Voigt (NPD)

Udo Voigt
Udo Voigt aktuell
Angaben zur Person
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Diplompolitologe
Ausgeübte Tätigkeit
Angestellter
Wohnort
-
Wahlkreis
Treptow-Köpenick WK 4
Ergebnis
5,4%
Landeslistenplatz
1, Treptow-Köpenick
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Frage zum Thema Integration
12.08.2006
Von:
Cem

Sehr geehrter Herr Voigt,

Meine Familie wohnt seit vier, fünf Jahrzenten in Berlin, ich selbst bin in Deutschland geboren und aufgewachsen.

Ihre Antwort an Herrn Walter zeigt ganz deutlich, dass die mit Ihrem "Ausländerrückführungsgesetz" das Problem der hohen Ausländerkriminalität nicht an der Wurzel packen. Dutzende sozialwissenschaftliche Untersuchungen (und nicht nur die von der Bundesregierung finanzierten) zeigen, dass sich die erhöhte Straffälligkeit von Immigranten nicht an ihrem Ausländersein selbst, sondern an der fehlgeschlagenen sozialen und wirtschaftlichen Integration der Straffälligen in die deutsche Gesellschaft festmachen lässt. Und die ist natürlicherweise bei Menschen mit Migrationshintergrund weniger ausgeprägt. Sozial und wirtschaftlich entwurzelte deutschstämmige Bevölkerungsteile fallen ebenfalls durch (auch ausländerfeindliche) Delikte auf. Ihre Gleichung "Weniger Ausländer = weniger Ausländerkriminalität" geht deshalb nicht auf. Wie gedenken Sie deshalb angesichts dieser Erkenntnis ihre "Integrations-" oder besser "Rückführungspolitik" den Berliner WählerInnen zu verkaufen?

Gruß
Cem
Antwort von Udo Voigt
6Empfehlungen
12.08.2006
Udo Voigt
Sehr geehrter Herr ,

ich bin mir nicht sicher, ob ich Ihre Frage hier überhaupt beantworten kann, da mir die letzten Antworten allesamt zensiert wurden. Für den Fall, daß meine Antwort ausnahmsweise durch die Zensur rutscht, muß ich Ihnen sagen, daß Ihre angeführten sozialwissenschaftlichen Vergleiche keineswegs meiner Aussage widersprechen. Die Gleichung, weniger Ausländer = weniger Ausländerkriminalität geht dennoch auf. Dazu kommt, daß dann Deutsche mehr Arbeit finden und weniger sozial entwurzelt werden. Die Kriminalität dürfte also bei einer anderen Ausländerpolitik generell zurückgehen.

Es handelt sich jedoch um eine politische Grundsatzentscheidung für oder gegen den Versuch einer multikulturellen Gesellschaft. Wir Nationaldemokraten wollen keine multikulturelle Gesellschaft und zwangsläufig auch keine Integration, die wir als Zwangsgermanisierung bezeichnen und strikt ablehen. Wir wollen, daß die im Landbefindlichen Ausländer in ihrer Heimatsprache, Kultur und in ihrenSitten und Gebräuchen unterrichtet werden, damit ihnen eines Tages die Rückkehr in ihre Heimat leichter fällt.

Wir sind nicht der Meinung, daß wir uns dem Wunsch des Kapitals beugen sollten und eine moderne Völkerwanderung unterstützen sollten, die bewußt Menschen entfremdet und als billige Arbeitssklaven mißbraucht. Wir treten für eine raumorientierte Wirtschaft ein, die sich am Menschen orientiert. Im Klartext heißt das, daß die Mensche dort Arbeit finden sollen, wo sie wohnen und wo ihre Heimat ist.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Voigt
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Frage zum Thema Integration
16.08.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Voigt,

von der öffentlichen NPD-Veranstaltung im Rathaus Tempelhof war ich sehr angetan, zumal ich mit einer derartigen Vielfalt an Informationen nicht gerechnet habe. Insbesondere Ihr Gastredner und Sie selbst haben mich begeistert und zum Nachdenken gebracht.
Mich würde nun interessieren inwieweit der Ausbau der NPD in den westlichen Stadtbezirken vorangetireben werden soll?
Dem Kreisverband Tempelhof/Schöneberg wünsche ich starkem "Mitglieder"-Zuwachs, da ich die Neugründung dieses Verbandes als einen mutigen Schritt empfinde. Viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Udo Voigt
4Empfehlungen
17.08.2006
Udo Voigt
Sehr geehrter Herr ,

recht herzlichen Dank für Ihr freundliches Schreiben.

Die Westverbände in Berlin sind seit einem Jahr massiv im Aufbau.
Der NPD-Landesverband konnte im letzten Jahr vier neue Kreisverbände im Westen der Stadt gründen. Leider gestaltete sich dies früher sehr zäh, da bis zur Wiedervereinigung 1990 der NPD in Westberlin durch Kommandatura-Befehl der drei westlichen Stadtkommandanten von Berlin jegliche öffentliche politische Betätigung verboten war. So taten sich dort zunächst die BRD-Patrioten der REP hervor und nach deren Niedergang geht es mit der NPD auch in Westberlin schwunghaft aufwärts.

Wegen der vielen neuen Mitglieder werden wir sicher nach der Wahl aus dem Doppelverband Tempelhof/Schöneberg zwei Kreisverbände machen können. Wir hoffen hierzu auf verstärkte Unterstützung der Bürger, die bis jetzt noch abseits standen, jetzt aber zum Wohl eines deutschen Berlins handeln wollen!

Mit freundlichen Grüßen
Udo Voigt
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Frage zum Thema Integration
23.08.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Voigt,

Bezugnehmend auf ihr "Ausländerrückführungsgesetz" würde ich gerne an dieser Stelle erfahren, wie dieses prakisch Anwendung findet gegenüber Personen wie Safet Babic, welcher in ihrer Partei eine Vorstandsfunkion ausübt?

Wie würden sie mit sog. "Mischlinskindern" verfahren, hätte es die freie Wahl, sich für eine Nationalität zu entscheiden?

Des Weiteren interessiert es mich, wieso ihre "Parteizeitung" die Deutsche Stimme in Polen produziert wird und z.B. nicht bei ihrem Bündnispartner Herrn Frey (DVU), welcher über einen eigenen Verlag hier in Deutschland verfügt?

Zu guter letzt würde ich gerne noch erfahren, wie sie zur "Mehrparteienlandschaft" in der Bundesrepublik Deutschland stehen?


Mit freundlichen Grüßen

M.
Antwort von Udo Voigt
3Empfehlungen
24.08.2006
Udo Voigt
Sehr geehrter Herr ,

ohne durch Beantwortung der ersten beiden Teile Ihrer Frage eine neue Abstammungsdiskussion auslösen zu wollen muß ich Ihnen klar sagen, daß es zu allen Zeiten Ausnahmeregelungen gab. Die Ausnahme bestätigt bekanntermaßen die Regel nicht!Diese sind übrigens im Reichsstaatsbürgerschaftsgesetz von 1913 weitgehend geregelt. Es ist allerdings oft falsch, von Namen auf Herkunft oder Abstammung schließen zu wollen. Auch Mischlingskinder gab es, seid Menschen unterschiedlicher Abstammung zueinander fanden. Ihnen kann und darf man daraus keinen Vorwurf machen und sie sollen sich natürlich entscheiden können.

Leider werden in Deutschland die Verlage von linken Gewalttätern bedroht und wirtschaftlich unter Druck gesetzt, die früher mit uns zusammengearbeitet haben. Die Auflage unserer Zeitung ist nicht so groß, daß es ein Geschäft für einen Verlag wäre, nur die Deutsche Stimme zu drucken, wenn andere Zeitungen sie boykottieren. Rollenoffset ist ein sehr aufwendiges Druckverfahren. Wir arbeiten derzeit mittelfristig daran, unsere Zeitung im eigenen Verlag zu drucken und dann stellt sich das Problem der Erpressbarkeit unabhäniger Betriebe in der BRD nicht mehr. Es ist traurig, daß solche Situationen überhaupt in einer Demokratie entstehen können. In Polen wird die Deutsche Stimme übrigens nicht gedruckt.

Das Mehrparteiensystem, was meinen sie damit? Das derzeitige System der Berliner "Blockparteien" etwa, wo selbsternannte "Demokraten" im Reichstag darüber befinden, wer Demokrat ist, und wer nicht? Wo die Herrschenden mit dem Instrument des Verfassungsschutzberichtes die Parteienlandschaft in Gut und Böse einteilen und mißliebige Parteien benachteiligt. Wo eine Oppositionspartei tagtäglich vor Gericht darum kämpfen muß, daß "Chancengleichheit" und "Chancengerechtigkeit" auch gegenüber der NPD eingehalten werden muß. Ein System, daß bestimmte Parteien übervorteilt und andere benachteiligt wird von uns sicher nicht gefördert. Wir Nationaldemokraten haben keine Angst vor den Argumenten anderer Parteien und setzen uns massiv für Gleichbehandlung aller Parteien ein.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Voigt
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Frage zum Thema Integration
13.09.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Voigt,

mich würde -gerade als Jurist- interessieren, wie Sie eine "Rückführung" von Ausländern bewerkstelligen wollen. Welche Ausländer sollen hiervon betroffen sein? Wollen Sie unbefristete Aufenthaltsgenehmigungen widerrufen? Was soll mit Ausländern passieren, die mit Deutschen verheiratet sind oder die mit Deutschen Kinder haben? Was ist mit EU-Bürgern? Oder sagen Sie einfach konkret, welche Gruppe von Ausländern hier bleiben "dürfen", sollten Sie Verantwortung haben. Und was ist mit Deutschen jüdischen Glaubens? Soll es hier irgendwelche Einschränkungen bei den staatsbürgerlichen Rechten geben?

In letzter Zeit loben Sie in Ihren Medien die Politik des Iran. Ich denke mir, dass hat mit der radikalen Politik der Regierung gegen Israel und auch die USA zu tun. Wie verträgt sich aber die Politik dieser Islamisten mit Ihrer Vorstellung von nationaler Politik?
Schließlich würde mich noch interessieren, was Sie machen würden, wenn Sie die Mehrheit im Parlament hätten. Würden Sie dann versuchen, die anderen Parteien zu verbieten und müssten Vertreter anderer Parteien mit Repressalien rechnen, wie nach der Wahl 1933 und dem folgenden Ermächtigungsgesetz? Oder stehen Sie voll auf dem boden des Grundgesetzes und akzeptieren ein demokratisches, pluralistisches Mehrparteiensystem.
Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Antwort von Udo Voigt
6Empfehlungen
14.09.2006
Udo Voigt
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben da eine ganze Menge Fragen und Themen gestellt, die Sie in unserem "Aktionsprogramm für ein besseres Deutschland" den NPD-Seiten im Weltnetz unter www.npd.de weitestgehend beantwortet bekommen. Dennoch versuche ich eine kurze Antwort auf Ihre vielschichtigen Fragen zu geben.

Unserer Ansicht nach ist zunächst ein grundsätzlicher Wandel in der deutschen Ausländerpolitik nötig. Dem zu erklärenden politischem Willen, daß Deutschland kein Einwanderungsland ist, werden entsprechende Gesetze, wie das Ausländerheimführungsgesetzes, nebst Ausführungsbestimmungen folgen. Die Tatsache, daß damit die hier lebenden und künftig einwandernden Ausländer aus dem deutschen Sozialversicherungssystem ausgegliedert werden, wird dann dazu führen, daß Arbeitgeber beschäftigte Ausländer künftig privat versichern müssen. Wer dann nichts mehr in die Sozial- und Gesundheitskassen einzahlt, hat auch keine Ansprüche mehr. Wer binnen drei Monaten keine Arbeit nachweisen kann, muß Deutschland verlassen. Bei einer konsequenten Ausländerpolitik ist es nicht nötig nach Staatsbürgerschaften Klassfizierungen vorzunehmen. Wir sagen, daß zuviele Fremde in unserem Land leben und wollen die Chancen auf Arbeit und besseres Einkommen für Angehörige unseres erhöhen. In einem Volk von 70 oder 80 Millionen wird es immer Ausländer geben, nur die Zahl ist derzeit zu hoch! Mischehen oder daraus hervorgegangene Kinder sind sicher nicht das Problem. Wichtig ist, daß das politische Signal, das Deutschland kein Einwanderungsland ist gesetzt, verstanden und durch entsprechende Gesetze untermauert wird. Die Zahl der Neueinwanderer wird so drastisch zurückgehen und viele schon länger hier lebenden ausländischen Mitbürger werden die Chance ergreifen, sich die bislang eingezahlten Beiträge aus den Sozialversicherungen auszahlen zu lassen um sich damit in der Heimat eine neue Zukunft aufbauen zu können. Andere werden vielleicht lieber hier bleiben wollen und sich künftig privat absichern wollen, die Entscheidung darüber erfolgt persönlich nach individuellen Abwägungen.
Sofern Deutschland Mitglied der EU bleiben wird, gelten natürlich die
EU-Gesetze weiter.
Die Frage nach Deutschen jüdischen Glaubens stellt sich nicht, da die NPD für Religionsfreiheit ist.

Ich bin für das altbewährte Prinzip der Nichteinmischung in die innere Politik anderer Völker und Nationen. Islamisten haben meiner Meinung nach in unserem Land nichts verloren. Wie diese ihren Staat aber im inneren gestalten, ist ihre Sache.

Die NPD würde niemals andere Parteien verbieten. Verbote können eine politische Bewegung deren Zeit gekommen ist nicht aufhalten. Wir können doch in die eigene Geschichte schauen. Verbote haben weder die SPD, noch die Kommunisten oder die Nationalsozialisten daran hindern können, später Regierungsverantwortung zu übernehmen. Ich bin für den demokratischen Wettbewerb, für Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit. Wer in der Politik nichts leistet und das Volksvermögen verplempert, den Menschen keine sozial gesicherte Zukunft bieten kann, der muß jederzeit vom Volk abgewählt werden können.

Die NPD ist eine legalistische Partei und anerkennt natürlich das Grundgesetz als vorläufige Verfassung genauso an, wie die hier geltenden Gesetze. Das ändert aber nichts daran, das wir Vieles daran kritisieren und das bestehende liberalkapitalistische System der BRD zum Wohle unseres Volkes überwinden wollen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Voigt
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Frage zum Thema Integration
14.09.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Voigt,
Ich bin zur Hälfte Inder und zur Hälfte Deutscher, was soll denn ihrer Meinung nach mit Leuten wie mir geschehen?
Sie wollen ja eine Trennung der Ethnien.
Der so genannte BRD Pass ist ja für die NPD ein wertloses Stück Papier.
Antwort von Udo Voigt
13Empfehlungen
14.09.2006
Udo Voigt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Interesse an der NPD. Die NPD begreift sich als Partei der ethnischen Deutschen gemäß Artikel 116 des Grundgesetzes. Da wir ihre biologischen und kulturellen Parameter nicht kennen, wissen wir nicht, ob Sie zu den Menschen zählen, die zwar einen Deutschen Elternteil haben, aber dennoch als integrationsunfähig angesehen werden können. Nähere Ausführungen dazu entnehmen Sie bitte dem Reichstaatsbürgerschaftsgesetz von 1913, welches bis 2001 Gültigkeit hatte und von der NPD als verbindlich angesehen wird.

Ich hoffe Ihre Frage beantwortet zu haben .

Mit freundlichen Grüßen
Udo Voigt
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