Udo Voigt (NPD)
Kandidat Abgeordnetenhauswahl Berlin 2006
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Udo Voigt
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Diplompolitologe
Ausgeübte Tätigkeit
Angestellter
Wohnort
-
Wahlkreis
Treptow-Köpenick WK 4
Ergebnis
5,4%
Landeslistenplatz
1, Treptow-Köpenick
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Persönliche Website
www.udovoigt.de
Fragen an Udo Voigt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.09.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Voigt,
vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Frage!
Ich gebe Ihnen Recht, dass die Person Hitlers zunächst nichts mit der Berliner Politik zu tun hat. Trotzdem interessiert mich natürlich die Einstellung der NPD zur Geschichte; bei den anderen Parteien ist dies ja klar, bei Ihrer nicht so ganz. Da Sie sich "NAtionaldemokraten" nennen, könnte man ja davon ausgehen, dass Sie nicht in der Tradition Hitlers und seiner Partei stehen, das waren schließlich unstreitig keine Demokraten. Richtig ist auch, dass Hitler die Arbeitslosigkeit beseitigt hat. Aber um welchen Preis denn? Jegliche Opposition wurde brutal unterdrückt, das Individuum hatte auf Kosten der "Volksgemeinschaft" zurückzutreten. Das ganze jüdische Volk sollte maschinell vernichtet werden, ebenso Zigeuner, Schwule, Geistliche der Bekennenden Kirche etc. Diese Verbrechen kann man doch beim besten Willen nicht gutheißen, wenn man sich nur ein wenig mit Geschichte auskennt.
Was den Krieg angeht scheint im übrigen auch unstrittig zu sein, dass Deutschland Polen zunächst überfallen hat und England wegen eines Beistandspaktes in den Krieg eingetreten ist. Und was ist mit dem Hitler-Stalin-Pakt? Den hat doch wohl Hitler gebrochen und die Russen ohne Vorwarnung angegriffen. Dass die Alliierten auch Kriegsverbrechen begangen haben (Hiroshima, Dresden) ist doch klar. Auch klar, dass die Sieger völkerrechtswidrig handelten, indem sie Deutsche vertrieben und ein Großteil des Territoriums Deutschland wegnahmen. Aber das kann m.E. niemals die Verbrechen der Nazis aufwiegen oder relativieren. Deswegen meine abschließende Frage: Sehen Sie sich in der Nachfolge der NSDAP, so wie die PDS in der der SED oder nicht? Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Mfg
W.
Antwort von Udo Voigt
16Empfehlungen
16.09.2006
Udo Voigt
Sehr geehrter Herr ,

zu den nationaldemokratischen Traditionen zählen die Bauernaufstände des 12. und 15. Jahrhunderts genauso, wie der deutsche Befreiungskampf gegen Napoleon. Das Handeln der Lützow´schen Jäger genauso, wie das der Schill`schen Offiziere und der preußischen Reformer, von Hardenberg über Gneisenau bis Scharnhorst. Das Hambacher Fest mit dem Wunsch nach der Einheit Deutschlands ist für uns genauso vorbildlich, wie die Revolution von 1848 und der erste deutsche verfassungsgebende Versammlung in der Frankfurter Paulskirche des gleichen Jahres.

Gerade die Zeit Napoleanischer Fremdherrschaft, die damalige Zerstrittenheit der Deutschen, sowie die Übernahme französischer Sprach- und Kulturelemente und Unterwürfigkeit gegenüber den Herren der Besatzungsmacht zeigt eindeutige Parallitäten zum heutigen Verhalten etablierter Politiker und dem omnipräsenten "american way of life".
Die in der Metternichzeit praktizierte Patriotenverfolgung und die Einsetzung politischer Geheimdienste zur Bespitzelung national gesinnter Bürger prägten die damalige Zeit genauso, wie die heutige. Wie Sie schon richtig erkannt haben, sind wir die Nationaldemokratische Partei Deutschlands. Wir beschränken unsere historischen Traditionen nicht auf die zwölf Jahre Nationalsozialismus und haben genau dies oft genug publiziert.

Ich hoffe, daß Sie Verständnis dafür haben, das dies hier nicht die Zeit für eine historische Debatte ist und ich Ihnen dennoch ein umfassenderes nationaldemokratisches Geschichtsbewußtsein schildern konnte.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Voigt
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Frage zum Thema Internationales
15.09.2006
Von:

"Letzlich ein kleiner unstrittiger historischer Hinweis zum Verhältnis von Ursache und Wirkung, der heute oft unterschlagen wird: Meines Wissens haben England und Frankreich Deutschland den Krieg erklärt und nicht umgekehrt."

Dies schreiben Sie in einer Antwort vom14.09.
Sie stimmen mir doch sicher zu, dass Deutschland den 2. Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen (ohne Kriegserklärung) begonnen hat, woraufhin dann Großbritannien und Frankreich auf der Seite Polens Deutschland als Reaktion den Krieg erklärten.

Gott sei dank mit dem uns bekannten Ergebnis.

H.
Antwort von Udo Voigt
9Empfehlungen
16.09.2006
Udo Voigt
Da die Antwort des Kandidaten gegen unseren Codex verstößt hat sich das Kuratorium entschlossen, die Antwort nicht frei zu schalten. Die Antwort wurde der Fragestellerin bzw. dem Fragesteller zugestellt. Rückfragen bitte an: moderation@kandidatenwatch.de
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Frage zum Thema Arbeit
16.09.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Voigt.
Warum benutzen sie dieses Forum, um mit ihren Parteigenossen zu kommunizieren? M.E. kandidiert doch Herr Stefan Punct auf Listenplatz 3 für den Kreisverband Tempelhof/Schöneberg. Ich hätte erwartet, das Herr Punct ihr Programm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in dieser Stadt kennt :-)

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