Torsten Wrage (Einzelbewerber)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Torsten Wrage
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Schuhmacher
Ausgeübte Tätigkeit
Selbst. Arbeitsvermittler
Wohnort
-
Wahlkreis
Barmbek - Uhlenhorst - Dulsberg , Stimmen (Wahlkreis): 658, 0,7%
Landeslistenplatz
keinen
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(...) Sie sehen es gibt viele Möglichkeiten mich zu unterstützen. Vielleicht fallen Ihnen oder Ihren Bekannten noch weitere Möglichkeiten ein, wie man mich oder einen der anderen Einzelkandidaten unterstützen kann. Eines steht jedoch fest, jeder Einzelkandidat braucht Unterstützung. (...)
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
18.01.2008
Von:

Was sind Ihre politischen Ziele, die Sie mit dieser Kandidatur verfolgen?

Welche Erfahrungen haben Sie bisher im Wahlkampf gemacht?

Berichten die Medien ausreichend über Ihre Kandidatur und Ihre politischen Ziele?
Antwort von Torsten Wrage
15Empfehlungen
20.01.2008
Sehr geehrte Frau ,

Ich danke ihnen für Ihre Fragen.
zu Frage 1: ( Was sind Ihre politischen Ziele, die Sie mit dieser Kandidatur verfolgen? )

Ich kämpft für ein demokratisches, gerechtes Hamburg!

Der Hamburger Senat soll Volksentscheide schnellstmöglich umsetzen. Dadurch, daß die HamburgerInnen dann direkt an der Hamburger Demokratie teilnehmen können, wird auch das Interesse und der Informationsbedarf an Politik steigen.

Die Meinung der HamburgerInnen muß rechtlich bindend sein. Eine hohe Zahl an Volksentscheiden bedeuten nicht etwas negatives, sondern deutet auf ein hohes, politisches Interesse hin und ist erstrebenswert.

Ich kämpft für ein kinderfreundliches Hamburg!

Kinder dürfen nicht als Belästigung / Belastung empfunden bzw. betitelt werden. Es muß gesetzlich verankert werden das es keinen Kinderlärm gibt, der gerichtlich anerkannt wird. Somit auch keine Schließung oder Verlegung von Kindergärten, wegen Lärmbelästigung, möglich wird.

Kinderbetreuung und Bildung muß kostenfrei sein. Sowohl der Besuch des Kindergartens, der Vorschule, der Schule als auch der Uni/Fachhochschule. Bildung muß für alle zugänglich gemacht werden. Egal wie vermögend die Eltern sind.

Es ist nicht kinderfreundlich Kinder schon im Alter von 10 Jahren zu selektieren. Weder zwischen 3 noch zwischen 2 Schulen darf dieses geschehen. Ein Schulsystem was alle SchülerInnen bis zur 10. Klasse führt, ist wesentlich kinderfreundlicher. Wer dann noch sein Abitur machen möchte, kann dieses durch weitere 3 Jahre erreichen.

Ich kämpft für ein sozialeres Hamburg!

Es ist a-sozial Alg II-EmpfängerInnen 18,- Euro pro Monat für den Nahverkehr zu zahlen, aber für eine CC-Karte im Gesamtbereich Hamburg 66,- Euro pro Monat zu verlangen.Es ist a-sozial Jugendliche auf der Strasse sich Selbst zu überlassen, anstatt mehr HdJ´s zu öffnen und Sportvereine finanziell zu unterstützen, die Kinder und Jugendliche kostenlos aufnehmen. Jugendliche brauchen Vorbilder! Es ist a-sozial anzukündigen, wenn der Senat am 3.4.2002 verkündet, daß bis 2005 25.000 neue Wohnungen gebaut würden, er aber im Zeitraum von 2002 bis 2005 insgesamt nur rund 14.700 neue Wohnungen bauen läßt. Es ist a-sozial auf dem ehemaligen Krankenhausgelände des AK-Barmbek Luxuswohnungen für die Ärzte zu schaffen, was den Mietspiegel in der Umgebung anhebt und somit bezahlbare Wohnungen verteuert.

Ich kämpft für die Einkaufsmeile "Fuhle" in Hamburg!

Die Einkaufsmeile "Fuhle" erstreckt sich nicht nur auf der Länge vom Museum für Arbeit bis zur U-Bahnüberführung Fuhlsbüttler Str./Mardorffweg, wie der Hamburger Senat festgelegt hat, sondern bis zum AK-Barmbek. Wir brauchen auf der gesamten Länge der "Fuhle" Unterstützung für den Einzelhandel. Denn die gesamte "Fuhle" ist Kerneinkaufsgebiet.

Ich kämpft für ein lohngerechtes Hamburg!

Hamburg ist bekannt und berühmt für seine hanseatisch, gerechte Kaufmannstradition. Doch wo bleibt sie bei Netto-Stundenlöhnen von nicht einmal 2,- Euro. Die Hamburger Politik kann zwar leider keine Mindestlöhne festlegen, aber ein Prüfsiegel einführen. Angestellte, Geschäftspartner und Kunden können so erkennen, welches Unternehmen seine Mitarbeiter ausnutzt und welches Unternehmen seine Mitarbeiter als wichtiges Gut betrachten, in dem es vernünftige Löhne zahlt.

Ich kämpft für kein rauchfreies Hamburg!

Hamburger Gastwirte können selber entscheiden, ob seine Gäste rauchen wollen, wenn sie sich zu einem Bier, Wein oder Kaffee treffen. Es muß möglich sein, das diese Gastwirte eine Genehmigung für eine Raucher-Gaststätte/Bar erhalten können. Durch Kenntlichmachung als Raucher-Gaststätte/Bar kann jeder Gast selber entscheiden, ob er diese Gaststätte/Bar besuchen möchte. Öffentliche Gebäude und Behörden, wo Nichtraucher keine Wahl haben, muß striktes Rauchverbot gelten. Wir Hamburger wollen ein "Tor zur Welt" für alle Menschen sein, nicht nur das der Nichtraucher.

Ich kämpft für ein umweltfreundliches Hamburg!

Wenn Herr von Beust es ernst meint, Hamburg eine Vorreiterrolle im Klimaschutz zuweisen zu wollen, reicht es nicht davon nur zu reden. Der Senat muß endlich einmal handeln. Hamburg will, soll und muß bis 2020 den co2-Ausstoß um 40 % senken. Wie will Hamburg das schaffen, wenn der Senat seit über 3 Jahren es nicht schafft, daß die GWG/Saga (an der die Stadt Hamburg beteiligt ist) Wasserzähler in jede Wohnung einbauen läßt.

Was bringen solche Gesetze, wenn der Hamburger Senat nicht einmal eigene Gesetzt einhält?

Herr von Beust, setzen Sie sich erst einmal ein, daß bestehende Gesetze umgesetzt werden, bevor Sie neue Gesetze erlassen wollen. Natürlich wird so etwas wohl kaum von einem Komitee belohnt werden, somit auch kein Prestige für unseren Bürgermeister einbringen, jedoch würden Hamburger sehen, daß Politiker ihre Aufgaben ernst nehmen.

zu Frage 2: ( Welche Erfahrungen haben Sie bisher im Wahlkampf gemacht? )

Es ist schon sehr angenehm, wieviel positive Resonancen man von den Mitbürgern erhält. Es zeigt sich auch, das junge Menschen nicht das Interesse an Politik verloren haben, aber an den derzeitigen Parteien. Diese Aussage treffe ich auf Grund dessen, das ich sehr viel Hilfe und Unterstützung erhalte.

zu Frage 3: ( Berichten die Medien ausreichend über Ihre Kandidatur und Ihre politischen Ziele? )

Die Presse jedoch ist sehr unterschiedlich. Tageszeitungen wie Hamburger Abendblatt oder Bild Zeitung erwähnen die Einzelbewerber nicht namentlich, geschweige denn Ihre Ziele. Andere Tageszeitungen wie die Mopo nennen wenigstens den Namen und die Welt will auch die Ziele nennen. Der NDR hat ebenfalls nach den Zielen gefragt, das Fernsehen hat sich jedoch noch gar nicht gemeldet. Mir fällt das besonders auf, da ich bei der Bundestagswahl doch sehr viel Presse erhalten habe.
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
20.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Wrage,

was muß aus Ihrer Sicht wie geändert werden, damit Einzelbewerber wie Sie jedenfalls im Wahlkampf genügend Raum in den Medien erhalten, um ihre politischen Ziele und Programme den Wählern mitzuteilen?

Ich denke z. B. an ein Gesetz in Frankreich, daß bestimmt, daß die Kandidaten in den 14 Tagen vor den Wahlen gleichen Raum in den Print-Medien erhalten müssen.

Ich ersuche Sie um Formulierung Ihrer diesbezüglichen Vorstellungen und Forderungen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Torsten Wrage
14Empfehlungen
20.01.2008
Sehr geehrter Herr ,

sicher ist es schwer in den Print -Medien genannt zu werden, geschweige denn seine Ziele vorzustellen.Meiner Meinung nach wäre hier ein Gesetz sicher hilfreich, jedoch sollte man vorsichtig mit der Pressefreiheit um gehen. Ein Gesetz welches den Umfang der Berichterstattung vorschreibt, ist nicht nach meinen Vorstellung. Ein Gesetz jedoch, welches festlegt, in den letzten zwei Wochen vor einer Wahl müssen alle Kandidaten und Kandidatinnen mit einer Kontaktmöglichkeit genannt werden.
Dieses Gesetz müßte jedoch von Politikern erlassen werden. Da die Politiker aber keine kleinen, politischen Gruppierungen und Einzelkämpfer in den Parlamenten haben wollen, da sie nicht so einfach zu dirigieren sind, werde ich und andere darauf warten müssen, bis Volksentscheide rechtsbindend sind.
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
21.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Wrage,

wie stehen Sie zum in Hamburg erlassenen Hundegesetz? Wie stellen Sie sich die Ausweisung neuer Auslaufflächen speziell in Barmbek Süd vor?

Ihr "Kollege" Herr Voet van Vormizeele vergleicht in diesen Zusammenhang gerne Kinder mit Hunden. Wie stehen Sie zu solchen vergleichen? Finden sie nicht auch, dass Kinder und Hunde unterschiedlich behandelt werden sollten, beide jedoch ein Recht auf ein friedvolles Leben haben?

Vielen Dank für Ihre Antwort
Antwort von Torsten Wrage
7Empfehlungen
22.01.2008
Sehr geehrter Herr ,

gerade als Besitzer von zwei Hunden habe ich mich sehr ausführlich mit dem neuen Hundegesetz beschäftigt. Auch wenn meine Hunde sehr menschenlieb sind, kann und muß ich auch verstehen das es Menschen gibt, die vor Hunden Angst haben oder sie einfach nicht mögen. Diese Menschen brauchen Sicherheit. Das alle Hundebesitzer allerdings ihre Hunde neu anmelden und die Kosten tragen mußten, auch wenn die schon angemeldet waren, das der Hundeführerschein ( zumindest der erste Versuch ) nicht mit der Hundesteuer bezahlt ist, usw. sind sicher Dinge die falsch gelaufen sind.

Zur Frage der Auslaufflächen sehe ich zur Zeit keinen Bedarf Gesetze zu ändern aber auf jeden Fall geltende Gesetze, wie das Prüfen aller öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen auf Freigabe der Nutzung von Hunden mit Hundeführerschein. Hier ein Link zu den derzeit bestehenden Freiflächen:
fhh.hamburg.de

Zu dem Vergleich zwischen Kindern und Hunden muß ich sagen, dass das ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen ist. Auch wenn beides Lebewesen sind, bleibt ein Kind ein Mensch und ein Hund ein Tier. Daraus ergibt sich, dass beide unabhängig von einander betrachtet und entsprechende Entscheidungen getroffen werden müssen.
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
23.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Wrage,

warum haben Sie sich zu dieser Kandidatur als Einzelbewerber entschlossen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Torsten Wrage
12Empfehlungen
24.01.2008
Sehr geehrter Herr ,

die Entscheidung als Einzelperson Politik zu machen traf ich zuerst nicht alleine. Ich war bereit mich in einer Partei einzubringen, SPD und WASg, mußte allerdings feststellen das Helfer und Finanzgeber, durch Beiträge, gerne gesehen waren, neue Gehirne allerdings nicht. Das soll heißen, solange man den Mund hält, bzw. alles abnickt ist die Welt ok. Macht man den Mund auf und kritisiert innerhalb der Partei, ist man unerwünscht. Daraufhin organisierte ich mich als Einzelkandidat.
Heute bin ich dankbar dafür, weil ich somit den Wählern die Möglichkeit gebe, sich mit dem Wahlgesetz im Einklang zu befinden. Es ist vorgesehen das der Wähler 5 Erststimmen und 1 Zweitstimme besitzt. Mit der Erststimme soll der Wähler einen Direktkandidaten wählen, die Ihn / Sie in der Bürgerschaft vertreten, unabhängig seiner Parteizugehörigkeit. Soll heißen, auch wenn die Partei etwas durchsetzen möchte, soll der Direktkandidat nach seinem Wahlkreis entscheiden. Dieses kann niemand der einer Partei angehört. Mit der Zweitstimme wählt man dann die Partei.
Da ich unparteiisch bin, kann und werde ich nur im Sinne meines Wahlkreises, Barmbek - Hohenfelde - Dulsberg, entscheiden und abstimmen.
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Frage zum Thema Bürokratie / Verwaltung
28.01.2008
Von:
Ole

Sehr geehrter Herr Wrage,

in der Wochenendausgabe des Hamburger Abendblatts vom 25.01.2008 und auf Hamburg.de wurde mit einem großen Artikel bekannt gegeben, wer im Februar für die Bürgerschaft kandidiert. Leider konnte ich weder Sie noch einen anderen Einzelbewerber namentlich wiederfinden.

Meine Frage: Haben Sie ihre Kandiddatur zurückgezogen oder war es die "Macht" der Medien, dass Einzelbewerber für die Bürgerschaftswahl öffentlich genannt werden?

Gerade in Ihrer schwierigen und dennoch besonderen Position sollten doch wenigstens von der Seite der Stadt die Chance erhalten, hier chancengleich aufgelistet zu werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Ole C.
Antwort von Torsten Wrage
10Empfehlungen
29.01.2008
Sehr geehrter Herr ,

leider mußte auch ich feststellen, das die Behörde für Inneres, Landeswahlamt, Herr Ralf Kunz, nur die Parteien bekanntgegeben haben, die um die Zweitstimme kämpfen, nicht die Direktkandidaten. Das Problem liegt darin, das die Bekanntmachung vom 25.01 absolut mißverständlich formuliert ist.
Ich vermute es ist hier ein Fehler aufgetreten ist, der erst durch meinen Anruf bei Herrn Kunz auffiel. Zu dieser Vermutung bin ich gelangt, nachdem Herr Kunz behauptet hat, ich würde nicht für die Bürgerschaft , da dieses als Einzelkandidat nicht Möglich sei, sondern für die Bezirkswahl antreten. Nachdem ich Herrn Kunz über seinen Fehler aufmerksam gemacht habe, bekam ich die Auskunft, das die Kandidaten für die 5 Erststimmen heute, den 29.01.08 bekanntgegeben werden sollen.
Jetzt bleibt abzuwarten wann die richtige Bekanntmachung veröffentlicht wird und ob die Presse hierüber informiert wird. Der Bericht des Hamburger Abendblattes bezog sich auf die falsche Bekanntmachung.
Ich hoffe, dass das Abendblatt dann auch meine Kandidatur nennt und mich nicht - wie bisher bei dieser Bürgerschaftswahl - ignoriert.

Mit freundlichem Gruß
Torsten Wrage
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