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Ihre Ausführungen zur 2m Regelung vom 8.4.2013
Lieber Herr Reusch-Frey, zu Ihren Ausführungen stellen sich Fragen:
Worin besteht das Konfliktpotential, das Sie Schildern und weshalb werden spezielle Aktivitäten (bsw. Radfahren) als Auslöser herangezogen? Ist es denn nicht so, dass erst durch die 2m Regel gewisse Gruppen meinen ein Recht beanspruchen zu können und dadurch erst der Konflikt entsteht? Ein Wanderer tritt bsw. beiseite, da ein Radfahrer kommt und ärgert sich aufgrund der Regelung darüber. Kommt ihm eine 10-köpfige Wanderergruppe entgegen, tritt er auch beiseite, grüßt aber freundlich. Das Entscheidende ist doch der Umgang miteinander und gegenseitige Rücksicht - auch auf die Bedürfnisse, wie jeder seine Freizeit in der Natur gestaltet.
Ihr Argument, Natur zu schützen, ist meine ich hinreichend widerlegt. Radfahrer nutzen um an den Ort der Erholung zu kommen höchst selten das Auto. Wanderer indes in sehr vielen Fällen. Und tatsächliche Zerstörung durch den Breitensport Mountainbike wurde bestimmt auch noch nicht dokumentiert. Die "Waldpflege" durch schweres Gerät wie Vollernter richten im Wald wohl den größten und über Jahre hinweg nicht wieder gut zu machenden Schaden an.
Und ja, selbstverständlich wird die Unfallgefahr im Wald verringert, wenn sich weniger Personen im Wald aufhalten. Wenn keine drin wären, gäbe es keine Unfälle. Aber mal im Ernst, haben Sie tatsächlich schon einmal von einem Zusammenstoß eines Mountainbikers mit einem Wanderer gehört?
Sind Sie sich auch wirklich sicher, dass eine Justitiabilität gegeben ist? Wie viele Fälle kennen Sie, wo ein Bruch dieser Regelung zu einer rechtlichen Konsequenz führte? Jeder mittelmäßig geschulte Rechtsanwald würde wohl einen Prozess gegen einen möglichen Kläger gewinnen. Da dies so ist, wird das Gesetz nicht durchgesetzt... Und das ist auch gut so.
Bitte überdenken Sie Ihre Aussagen und Ihre Haltung hin zu einer für alle Verständlichen und fairen Regelung.
Beste Grüße
Stefan