Thomas Oppermann (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Thomas Oppermann
Geburtstag
27.04.1954
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
Göttingen
Wahlkreis
Göttingen
Ergebnis
36,8%
Landeslistenplatz
5, Niedersachsen
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(...) Sie weisen darauf hin, dass bei der Berechnung der Regelsätze tatsächlich noch einige Frage offen bleiben. Die Bundesregierung hat an dieser Stelle auf ihrer Rechtsauffassung beharrt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
22.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Oppermann,

ich studiere Medienwirtschaft und Journalismus an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. Im Rahmen einer Rechercheübung haben wir nun die Aufgabe, Einstellungen von Bundestagsabgeordneten zum Thema "unterirdische Co2- Speicherungen herauszufinden. Da ich aus dem Raum Göttingen stamme, interessiere ich mich besonders für Politiker aus diesem Wahlkreis. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mir in kurzen Worten beschreiben könnten, was sie von dieser Technologie halten.

Viele Grüße,

Antwort von Thomas Oppermann
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24.10.2011
Thomas Oppermann
Sehr geehrte Frau ,

die CCS muss differenziert betrachtet werden: Es handelt sich um eine Technologie im Entwicklungsstadium. Viele Bürgerinnen und Bürger stehen CCS kritisch gegenüber, weil sie in den erneuerbaren Energien die zukünftigen Energieträger sehen oder weil sie die mögliche Verunreinigung des Grundwassers und andere Gefahren für Mensch und Umwelt ausschließen wollen. Andererseits könnte CCS nach Meinung vieler Wissenschaftler jedoch vor allem in der Stahl-, Chemie- oder Zementbranche einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Für die SPD-Bundestagsfraktion gilt der Grundsatz: Vermeidung und Wiederverwertung von CO2-Emissionen vor Verpressung. Außerdem ist es wichtig, zunächst alternative Produktionsmethoden und stoffliche Alternativen zu erforschen. Als letzte Rückfalloption vor allem in der Industrie darf man CCS aber gerade vor dem Hintergrund unserer Verpflichtungen im Klimaschutz nicht von vornherein ausschließen.

Bis CCS als anwendbare Technologie zur Verfügung stehen wird, gilt es zahlreiche Probleme zu lösen:
• CCS benötigt einen hohen zusätzlichen Energieeinsatz,
• Pipelines müssen über große Entfernungen gebaut werden,
• im Untergrund bestehen Nutzungskonkurrenzen,
• mögliche Grundwasserbelastungen und weitere Risiken für Mensch und Natur sind nicht ausgeräumt,
• neben insgesamt hohen Kosten fehlt jeder Nachweis einer Langzeitsicherheit,
• somit können durch Austritte von CO2 große Probleme durch Klimaeffekte und Gesundheitsschäden hervorgerufen werden.

Deshalb müsste es ein Gesetz geben, das aus unserer Sicht folgende Aspekte sicherstellt:

• die Gewährung höchstmöglicher Sicherheits- und Umweltstandards im Rahmen des "Standes von Wissenschaft und Technik" insbesondere für Transport und Speicherung von CO2,
• eine faire Berücksichtigung der Interessen der Oberflächeneigentümer,
• ein hohes Maß an Transparenz und eine umfassende Beteiligung der Bevölkerung vor Ort,
• eine Schonung der öffentlichen Hand, indem z.B. die Haftung dauerhaft und ab der ersten Tonne CO2 beim Betreiber bzw. gegebenenfalls mittelbar bei dem Akteur liegt, dem die CO2–"Erzeugung" zuzurechnen ist und ggf. eine insolvenzfeste Rückstellungssumme,
• die Gewährleistung angemessener Nachsorgebeiträge im Sinne des Verursacherprinzips sowie
• eine größtmögliche geographische Nähe zwischen Abscheidung und Speicherorten.

Der Gesetzentwurf der schwarz-gelben Koalition wurde diesen Anforderungen nicht gerecht. Deshalb habe ich ihm im Bundestag nicht zugestimmt.

Viele Grüße und viel Erfolg für Ihr Studium!

Thomas Oppermann
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
14.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Oppermann,

Ihre Fragen, hauptsächlch an die Landesregierung Thüringen gerichtet, sind völlig berechtigt. Warum aber fragen Sie und die Journalisten nicht danach, wie die drei Terroristen so viele Jahre ihren Lebensunterhalt finanziert haben? Bankraub ist eine sehr unregelmäßige Einnahmequelle. Waren die drei am Ende sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder gar Hartz IV- Empfänger? Wieso stellt niemand diese naheliegenden Fragen?
Antwort von Thomas Oppermann
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21.11.2011
Thomas Oppermann
Sehr geehrter Herr ,

ich bin entsetzt und schockiert, dass es einer rechtsextremen Bande gelingt, über 10 Jahre lang unbehelligt in Deutschland, Morde zu begehen. Wir müssen uns fragen, was da bei der Aufklärung schief gegangen ist. Immerhin standen die mutmaßlichen Täter schon in den neunziger Jahren unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

Weitere Helfer der Bande, auf die es Hinweise gibt, müssen ermittelt und hart bestraft werden.

Für uns alle ist dies ein unmissverständlicher Weckruf: Wir müssen die Gefahr des Rechtsextremismus ernst nehmen und entschieden bekämpfen. Diese Täter zielen auf unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung. Die müssen und werden wir verteidigen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Oppermann
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
20.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Oppermann,

ich habe da mal ne Frage: es wurde nunmehr bekannt, dass eine rechtsterroristische Gruppe in den letzten 12 Jahren 9 Menschen ermordet hat.
Aus diesem Grunde wird nunmehr eine Gedenkveranstaltung für die Angehörigen durchgeführt und ihnen eine Entschädigung (?) gezahlt.

Von einer linksterroristischen Gruppe wurden vor Jahren neben Schleyer, Bubak, Ponto usw. auch geringverdienende Personenschützer ermordet. Mir ist nicht bekannt, dass diesen Angehörigen eine Gedenkfeier gewidmet oder eine Entschädigung gezahlt wurde.

Meine Frage: warum werden Angehörige rechtsterroristischer Opfer anders behandelt als Angehörige linksterroristischer Opfer? Wenn Terroristen Opfer hinterlassen – sollten diese nicht gleich behandelt werden? Bitte erklären Sie mir das.
Antwort von Thomas Oppermann
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22.11.2011
Thomas Oppermann
Sehr geehrter Herr ,

ich weiß nicht, in welcher Form der Staat um die Opfer des RAF-Terrors getrauert hat und den Angehörigen gerecht geworden ist, aber ich finde es in jedem Fall gut, dass Bundespräsident Wulff die Angehörigen der Opfer zu einem Gespräch eingeladen hat. Ich bin mir sicher, dass in dem Gespräch beim Präsidenten der richtige Rahmen für die Trauerfeier gefunden wird.

Unsere Demokratie schuldet den Opfern und ihren Hinterbliebenen nicht nur Trauer und Mitgefühl. Wir schulden ihnen auch die rückhaltlose Aufklärung der Verbrechen und vor allem eine Erklärung dafür, warum sich in Deutschland ein nationalsozialistischer Untergrund über ein Jahrzehnt hinweg Morde, Banküberfälle und Bombenanschläge ausführen konnte, ohne dass unsere Sicherheitsbehörden etwas davon wussten.

In der Plenardebatte zum Rechtsextremismus habe ich betont, dass wir erst am Beginn der Aufklärung dieser Verbrechen stehen. Wir können aber schon jetzt sagen - es ist ein durch und durch deprimierender Befund -: Die deutschen Sicherheitsbehörden haben es den rechten Terroristen einfach gemacht, diese Morde zu begehen. Das ist das Ergebnis einer systematischen Unterschätzung des Rechtsextremismus in Deutschland.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Oppermann
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Oppermann,

wie bewerten Sie, angesichts der Wahlmanipulationen in Russland sowie der nachweislichen Menschenrechtsverletzungen und der Unterdrückung der Meinungsfreiheit, das Engagement von Gerhard Schröder bei Gazprom und seine immer wieder bekräftigte Aussage, Wladimir Putin sei ein Demokrat?

Beste Grüße
Antwort von Thomas Oppermann
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16.12.2011
Thomas Oppermann
Sehr geehrter Herr ,

die Berichte über die russischen Parlamentswahlen habe ich mit Sorge verfolgt.
Meine Fachkolleginnen und –kollegen im Auswärtigen Ausschuss befassen sich intensiv mit diesen Entwicklungen. Russland darf demokratische Spielregeln nicht länger ignorieren.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Oppermann
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Frage zum Thema Finanzen
20.12.2011
Von:

Werter Herr Oppermann,

die SPD fordert, die Reichen höher zu beteuern. Nun habe ich im Gesamthaushalt der Bundesrepublik 2010 folgende Angaben gefunden.
1. Dienstfahrzeuge, Benzinkosten, Versicherungen u. Zinsen, wenn nicht genug Geld vorhanden ist vom Bürgermeister bis zur Kanzlerin
282, 171 Milliarden
2. Pensionen für Beamte und Politiker mit stark steigender Tendenz
über 30 Milliarden
3. Krankenversicherung - Zuzahlungen für die Beihilfe an Politiker und Beamte. Dies muss jeder Privatversicherte selbst zahlen.
9,3 Milliarden
Wäre es nicht sinnvoller, dass Beamte und Politiker selbst für ihre Pensionen einzahlen?
Bei den Dienstfahrzeugen können auch noch einmal 100 Milliarden gespart werden.
Warum stellen Sie nie diese Forderung?
Beamte und Politiker verdienen entsprechend ihrer Ausbildung sehr viel.
Warum können sie nicht selbst die Kosten für die überdurchschnittlich gute Behandlung selbst tragen?
Es gibt kaum noch Bürger, die Vertrauen in die Politik haben; bzw. Politiker hoch schätzen.
Wäre es nicht aus diesem Grunde schon sinnvoll, gemeinsame Maßstäbe für alle Bürger dieses Landes einzuführen?

Mit freundlichem Gruß

E.
Antwort von Thomas Oppermann
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17.01.2012
Thomas Oppermann
Sehr geehrter Herr ,

angesichts der Vielzahl von Fragen, die Sie zu den Themen Diäten und Pensionen immer wieder an Thomas Oppermann richten, bitten wir um Verständnis, dass er nicht auf jede einzelne eingehen kann und verweisen auf frühere Antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Büro Thomas Oppermann
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