Thomas Jurk (SPD)
Kandidat Landtagswahl Sachsen 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Thomas Jurk
Jahrgang
1962
Berufliche Qualifikation
Funkmechaniker, Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit
Ausgeübte Tätigkeit
Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit
Wohnort
-
Wahlkreis
Niederschlesische Oberlausitz I
Ergebnis
24,7%
Landeslistenplatz
1
Ich habe nie geäußert, dass ich zur Durchsetzung meiner politischen Ansichten Verstöße gegen das Grundgesetz hinnehmen würde. Ich habe mich einzig dazu geäußert, dass ich den Intentionen eines Gesetzes zustimme, dass verfassungskonform ist. (...)
Fragen an Thomas Jurk
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Wirtschaft
07.08.2009
Von:

Sehr geehter Herr Jurk,

warum ist es nicht möglich, als engagierter, junger Unternehmer eine auf abriss geplante Militärbrache auf dem Flugplatz Rothenburg zu erwerben, um dort einer luftfahrtaffinen Firmentätigkeit nachzugehen?

Ende 2008 habe ich ein Angebot in Höhe von 15 000 für ein auf abriss geplantes Gebäude abgegeben. Daraufhin wurde ein Gutachten erstellt, welches das Abrissgebäude plötzlich mit 60 000 Euro auswies. Nach langen Wartezeiten habe ich dann den Erschließungszustand erfahren. Da alles vom Militär erschlossen war, fielen keine Beiträge an, worauf ich mein Angebot auf 20 000 Euro erhöhte und die Grundstücksfläche sogar noch verringerte. Plötzlich wurden Gründe erfunden, das Objekt doch nicht zu verkaufen, da ominöse Investoren Interesse angemeldet hätten. Investoren, die es aber offensichtlich nicht gibt. Selbst die Bürgermeisterin der Stadt kennt diese nicht.

Man hat mir als Alternative ein unbeautes Gewerbegebiet direkt am Flugplatz angeboten, voll erschlossen, Kaufpreis 5 Euro/m². Im Kleingedruckten stand, dass die Erschließungsbeiträge noch nicht erhoben wurden, dass archäologische Grabungen notwendig sind, dass der Stromanschluss nicht vorhanden ist und 24500 Euro kostet, dass kein Telefonanschluss vorhanden ist. Was soll das denn bitte schön für ein Gewerbegebiet sein?

Sind das die Methoden, um Sachsen voran zu bringen? Der Flugplatz wird vom Landkreis Görlitz betrieben, welchem auch das Grundstück gehört, Landrat Lange ist der Vorsitzende, mit ihm hatte ich schon mehrfach ergebnislose Gespräche zu diesem Thema.

Wie können Landkreis und Kommune einen Flugplatz betreiben, welcher aufgrund von unnötig vielen Mitarbeitern defizitär ist und dann noch mit Absicht jegliche Entwicklung behindern? Es gibt ähnliche Beispiele im ganzen Land. Was ist los in Sachsen? Welche Ziele verfolgt man damit?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Thomas Jurk
1Empfehlung
10.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

da ich davon ausgehe, dass es Ihnen um das Projekt an sich geht, schlage ich vor, dass Sie mir kurz Ihre Daten zukommen lassen (0351/564-8001) und das Wirtschaftsministerium mit dem Landkreis und Ihnen klärt, wo das Problem liegt und wie man das lösen kann. Die Frage von Kaufpreisen und Erschließungskosten sollten wir nicht auf abgeordnetenwatch.de führen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Jurk
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
08.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Jurk,

wo hatten Sie die Polizeikelle eigentlich her? Kann man so etwas legal kaufen? Und wenn ja, wo? Und wo ist die Polizeikelle jetzt?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Thomas Jurk
7Empfehlungen
12.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

Staatsminister Jurk hat mich gebeten, Ihnen zu antworten. Die Polzeikelle lag bereits im Dienstwagen. Der Erwerb solcher Kellen ist nicht verboten. Der Gebrauch solcher Kellen unterliegt den Regelungen des Straßenverkehrsrechts. Die Kelle wurde aus dem Auto entfernt. Herr Jurk hat sein Fehlverhalten frühzeitig eingestanden, dafür einen Strafbefehl erhalten und beglichen.

Mit freundlichen Grüßen
Melanie Giebel
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Wirtschaft
10.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Staatsminister Thomas Jurk,

von allen demokratischen Parteien werden als ein Schwerpunkt zur Überwindung der Wirtschaftskrise und zum weiteren Aufbau des Freistaates Sachsen, Innovationen und sächsische Erfindungen besonders von dem Mittelstand gefordert. Gleichzeitig wird bekundet dass diese umfassend zu unterstützen sind.

Meine Fragen:
1.Mit welchen Aktionen hat Ihr Ministerium, auch aus den zurückliegenden Legislaturperioden, z.B. die sächsischen Erfindungen aus dem Jahr 1997, (siehe "Vom Spinner zum Gewinner" MDR Sachsenspiegel Reportage vom 10.09.1997 / 20:15 Uhr) unterstützt? Ich kann Ihnen gern kurzfristig meine Kopie leihweise zur Verfügung stellen.

2.Welche der vorgestellten sächsischen Erfindung hat sich am Markt behaupten und durchsetzen können?

3.Welche Gründe können genannt werden, wenn dies nicht erfolgt ist?

Gern höre ich von Ihnen.

Antwort von Thomas Jurk
4Empfehlungen
17.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

die sächsische SPD setzt in der Tat auf Innovation und hat deshalb u.a. das Leitbild einer ökologischen Industriepolitik entworfen. Damit sollen innovative und ressourcenschonende Produkte und Dienstleistungen sowie neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze gefördert werden – insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien. Auf dem Weg zum modernen Industrieland Sachsen und für eine sichere Energiepolitik ohne Atomkraft setzen wir auf drei energiepolitische Säulen: auf Energieeffizienz, auf die Kraft-Wärme-Kopplung und auf erneuerbare Energien. Durch die gezielte Ansiedlung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden wir Sachsen in den kommenden zehn Jahren zum Zentrum von Umwelt- und Energietechnik in Deutschland und Europa machen.

Leider ist es mir auch nach intensiver Recherche nicht gelungen, die Einzelheiten aus dem gesendeten MDR-Betrag zu recherchieren. Da ich aber gerne Ihre Fragen beantworten möchte, senden Sie mir doch bitte eine Liste der genannten Erfindungen. Ich werde Ihnen dann schnellstmöglich zu den einzelnen Projekten schriftlich antworten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Jurk
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
12.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Jurk,

ich zitiere aus Ihrer Antwort vom 04.08.2009: "Selbstverständlich bin ich nicht gegen die Abschaffung der Verfassung [...] "

Daraus entnehme ich: Sie sind nicht gegen die Abschaffung - also sind sie dafür.

Kann es sein, dass es sich bei diesem Satzteil um ein sehr schweres Versehen Ihrerseits handelt? Ist es nicht sehr unglücklich, dass Sie sich seitenlang gegen den Vorwurf der Verfassungsuntreue wehren müssen und nun dank eines "Versprechers" ausgerechnet die Ihnen vorgeworfene Gegenposition einzunehmen scheinen?
Bei so einem fatalen Widerspruch mögen Sie mir und den anderen Fragestellern unsere Hartnäckigkeit verzeihen.

Ihre Position zur Verfassungsmäßigkeit des Zugangserschwerungsgesetzes ist mir durchaus klar geworden. Mir geht es aber nicht um das angesprochene Gesetz. Sie haben angedeutet, dass sie evt. gegen die Verfassung verstoßen würden, wenn dies zur Verfolgung von Pädophilen notwendig wäre.

Wieso versuchen Sie also zur Verteidigung darauf zu beharren, dass das Zugangserschwerungsgesetz verfassungstreu sei, wenn Sie in Zukunft erwägen würden, die Verfassung doch zu umgehen? Daraus kann ich lediglich entnehmen, dass Sie Ihre bisherige Arbeit als Politker stets im Einklang mit der Verfassung sehen - nicht aber Ihre Kommende.
Wie kann der Bürger sich sicher sein, dass Sie bei zukünftigen Streitthemen nicht wieder verfassungsfeindliche Positionen einnehmen?

Ich verstehe auch nicht, wieso Sie versuchen auf das Problem der sexuellen Gewalt gegenüber Kindern abzulenken. Was hat das mit unserem Grundgesetz zu tun? Das Grundgesetz macht bei Kinderpornographie keine Ausnahme. Diese Straftat muss schon auf anderem Wege bekämpft werden, aber doch nicht indem man das Grundgesetz umgeht.

Solange Sie also nur ausweichen und sich nicht klar davon distanzieren, dass Sie zur Strafverfolgung einen Verfassungsbruch erwägen würden, ist ihre Position meines Erachtens für einen Politker nicht tragbar.

Mit freundlichen Grüßen,
F.

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 7 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
12.08.2009
Von:

Sehr verehrte Staatsminister,

weshalb verstoßen Sie persönlich gegen den Planfeststellunsgbeschluss zum Leipziger Flughafen. Durch die von Ihnen genehmigte Betriebsgenehmigung verstoßen Sie gegen, auch in Ihrem Ministerium vorgelegte Bewertung vom 28.08.2007 von Herrn Kaufmann, die Bedenken Ihres Hauses.
Weshalb stellen Sie die südliche Abflugroute nicht ein? Sie ist nicht erforderlich. Hannover beweißt es, und so war es seinerzeit versprochen. Jetzt in der Regierung gehen Sie nicht gegen diese Sache vor, als Opposition schon - seltsam!

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Thomas Jurk
1Empfehlung
20.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail an Herrn Staatsminister Jurk. Er hat mich gebeten Ihnen zu antworten.

Zunächst möchte ich Sie über das Verfahren zur Festlegung der Flugrouten informieren.

Flugrouten sind nicht Gegenstand der Planfeststellung oder der Betriebsgenehmigung eines Flughafens. Sie werden in einem von diesen unabhängigen Verfahren als Rechtsverordnung erlassen. Die rechtliche Gesamtverantwortung für den Erlass der Verordnungen liegt dabei in der Hand des Luftfahrt-Bundesamtes. Dieses wird fachlich unterstützt von der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH. Beide Organisationen sind dem Bundesministerium für Verkehr Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) unterstellt. Die Luftfahrtbehörde des Freistaates Sachsen selbst hat keinen direkten Einfluss auf die Festlegung der Flugrouten am Flughafen Leipzig/Halle.

Die mit Verordnung vom 04.06.2007 eingeführte Abflugstrecke der Südabkurvung wurde durch das Luftfahrt-Bundesamt zuvor nicht abgestimmt. Das BMVBS wurde durch das SMWA deshalb umgehend um eine Überprüfung der Entscheidung gebeten.

Das BMVBS stellte in seinem Antwortschreiben fest, dass die Festlegung der An- und Abflugrouten für den Flughafen Leipzig/Halle durch seine nachgeordneten Organisationen rechtmäßig erfolgte. Der Freistaat Sachsen kann diesen Sachverhalt auf Grund der fehlenden Einflussmöglichkeiten nur zur Kenntnis nehmen.

Ungeachtete der Sachlage setzt sich die Fluglärmkommission am Flughafen Leipzig jedoch fortlaufend für die Erarbeitung von Alternativrouten durch die Deutsche Flugsicherung (DFS) ein. In jüngster Vergangenheit konnte so eine lärmschutztechnische Optimierung des Routenverlaufs auf der Südabkurvung erreicht werden.

Ich kann Ihnen versichern, dass wir im Rahmen der Möglichkeiten weiterhin alles Vertretbare unternehmen, um die Belastungen für die Bürger zu begrenzen. Im vorliegenden Fall können wir jedoch, wie geschildert, nur bedingt Einfluss nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Melanie Giebel
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Thomas Jurk
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.