Thomas Hitschler (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2013-2017

Angaben zur Person
Thomas Hitschler
Geburtstag
22.06.1982
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaftler
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Bundestages
Wohnort
Frankweiler
Wahlkreis
Südpfalz
Ergebnis
28,0%
Landeslistenplatz
6, über Liste eingezogen, Rheinland-Pfalz
weitere Profile
(...) Hier ist es wichtig, dass wir für den Bereich des Mittleren Dienstes auf militärischer, wie auf ziviler Seite attraktivere Arbeitsbedingungen schaffen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
23.06.2017
Abschaffung der sachgrundlosen Befristung
NEIN
22.06.2017
Ausschluss extremistischer Parteien von der Parteienfinanzierung
JA
22.06.2017
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Kosovo (KFOR)
JA
21.06.2017
Verlegung der Bundeswehr aus der Türkei nach Jordanien
JA
08.06.2017
Rentenüberleitungsgesetz
JA
01.06.2017
Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs
JA
01.06.2017
Schaffung einer zentralen Gesellschaft für Autobahnen und Bundesstraßen
JA
01.06.2017
Vorläufiger Abschiebestopp nach Afghanistan
JA
18.05.2017
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Mali (EUTM)
JA
18.05.2017
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Somalia (Atalanta)
JA
30.03.2017
Bundeswehreinsatz in Somalia (EUTM)
JA
30.03.2017
Einführung eines Verbandsklagerechts im Lohngerechtigkeitsgesetz
NEIN
24.03.2017
Anpassung der PKW-Maut
NEIN
09.03.2017
Keine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 2 Prozent des BIP
NEIN
09.03.2017
Verbesserung der Mietpreisbremse
NEIN
26.01.2017
Fortsetzung der Ausbildungsunterstützung im Irak
JA
26.01.2017
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Mali
JA
19.01.2017
Rentenansprüche für DDR-Bergleute
NEIN
19.01.2017
Verkauf des Dragoner-Areals
NEIN
15.12.2016
Bekämpfung der Schwarzarbeit
JA
15.12.2016
Bundeswehreinsatz in Afghanistan
JA
15.12.2016
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
15.12.2016
Verantwortung für die kerntechnische Entsorgung
JA
15.12.2016
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Südsudan
JA
01.12.2016
Drittes Gesetz zur Änderung des Seefischereigesetzes
JA
01.12.2016
Ermittlung von Regelbedarfen
JA
25.11.2016
Haushalt 2017
JA
11.11.2016
Arzneimittelreform
JA
10.11.2016
Einsatz deutscher Streitkräfte gegen den IS in Syrien
JA
29.09.2016
Bundeswehrbeteiligung an NATO-Operation SEA GUARDIAN
JA
29.09.2016
Zweite Mietrechtsnovelle vorlegen
NEIN
22.09.2016
CETA weiterverfolgen
JA
08.07.2016
Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
JA
07.07.2016
Reform des Sexualstrafrechts (Nein heißt Nein)
JA
24.06.2016
Erbschaftssteuerreform
JA
24.06.2016
Fracking-Neuregelung
JA
23.06.2016
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Kosovo (KFOR)
JA
23.06.2016
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon (UNIFIL)
JA
13.05.2016
Einstufung von Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsstaaten
JA
12.05.2016
Höhere Regionalisierungsmittel für den Bahnverkehr
NEIN
12.05.2016
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Mali (EUTM)
JA
12.05.2016
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Somalia
JA
28.04.2016
Fracking-Verbot
NEIN
13.04.2016
Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen
JA
25.02.2016
Neuzulassung von Glyphosat verhindern
NEIN
25.02.2016
Verschärfung des Asylrechts (Asylpaket II)
JA
17.02.2016
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Somalia
JA
28.01.2016
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Mali
nicht beteiligt
28.01.2016
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Nord-Irak
nicht beteiligt
17.12.2015
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr
JA
17.12.2015
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Mittelmeer (OAE)
JA
04.12.2015
Einsatz deutscher Streitkräfte gegen den IS in Syrien
JA
03.12.2015
Umsetzung Aktionsprogramm Klimaschutz 2020
NEIN
12.11.2015
Verlängerung Bundeswehr-Einsatz in Darfur (UNAMID)
JA
12.11.2015
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Südsudan (UNMISS)
JA
06.11.2015
Verbot von geschäftsmäßiger Sterbehilfe
NEIN
16.10.2015
Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung
JA
15.10.2015
Verschärfung des Asylrechts (Asylpaket I)
JA
01.10.2015
Bundeswehreinsatz zur Bekämpfung von Menschenschmuggel im Mittelmeer (EUNAFOR MED)
JA
19.08.2015
Gewährung eines 86 Mrd. Euro Kreditpakets für Griechenland
JA
17.07.2015
Verhandlungsmandat für Griechenland-Finanzhilfen
JA
02.07.2015
Neubausubventionen für Atomkraftwerke in der EU verhindern
NEIN
02.07.2015
Neubestimmung Bleiberecht und Aufenthaltsbeendigung für Flüchtlinge
NEIN
19.06.2015
Verlängerung Bundeswehreinsatz Libanon (UNIFIL)
JA
19.06.2015
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Kosovo (KFOR)
JA
19.06.2015
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Mali (MINUSMA)
JA
18.06.2015
Rückwirkende Erhöhung von Kinderfreibetrag und Kindergeld
NEIN
22.05.2015
Tarifeinheitsgesetz
JA
21.05.2015
Verlängerung Bundeswehreinsatz Liberia
JA
21.05.2015
Verlängerung Bundeswehreinsatz Somalia (Operation Atalanta)
JA
27.03.2015
Nachhaltige und zukunftsweisende Liegenschaftspolitik
NEIN
27.03.2015
PKW-Maut
NEIN
26.03.2015
Kooperative Holzvermarktung
NEIN
27.02.2015
Finanzhilfen für Griechenland
JA
26.02.2015
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Mali (EUTM Mali)
JA
29.01.2015
Ausbildungsunterstützungseinsatz Kurdistan-Irak
JA
29.01.2015
Bundeswehreinsatz zur Luftüberwachung in der Türkei
JA
19.12.2014
Bundeswehreinsatz in Afghanistan
JA
18.12.2014
Bundesdatenschutzgesetz
JA
18.12.2014
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes im Mittelmeer (ACTIVE ENDEAVOUR)
JA
28.11.2014
Bundeshaushaltsplan 2015
JA
13.11.2014
BAföG-Reform
JA
13.11.2014
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes im Südsudan
JA
13.11.2014
Lockerung des Kooperationsverbotes bei Hochschulfinanzierung
JA
13.11.2014
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Darfur (UNAMID)
JA
25.09.2014
Ablehnung von Schiedsgerichten bei TTIP und CETA
NEIN
03.07.2014
Abschaffung der sachgrundlosen Befristung
NEIN
03.07.2014
Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes
JA
03.07.2014
Angleichung der Renten in Ostdeutschland an Westniveau
NEIN
03.07.2014
Flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro
JA
27.06.2014
Länderöffnungsklausel zur Vorgabe von Mindestabständen zwischen Windenergieanlagen
JA
27.06.2014
Novelle des EEG
JA
25.06.2014
Fortsetzung des Libanon-Einsatzes (UNFIL)
JA
25.06.2014
Verlängerung der Bundeswehrbeteiligung an UN-Mission in Mali (Unterstützungsmission)
JA
05.06.2014
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Kosovo (KFOR)
JA
23.05.2014
Rentenpaket
JA
22.05.2014
Änderungsantrag Gesetz zur Sukzessivadoption durch Lebenspartner
NEIN
22.05.2014
Nationale Ausnahmeregelungen beim Anbau von Gentechnik
JA
22.05.2014
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Operation Atalanta)
JA
08.05.2014
Kündigung der bilateralen Kooperationen im Bereich der Nutzung atomarer Technologien
NEIN
08.05.2014
Mindestlohn in der Fleischwirtschaft
JA
08.05.2014
Transparenz bei Rüstungsexportentscheidungen
NEIN
10.04.2014
Beteiligung der Bundeswehr an EUFOR-Einsatz Zentralafrika
JA
09.04.2014
Beteiligung der Bundeswehr bei Vernichtung syrischer Chemiewaffen
JA
03.04.2014
Beteiligung deutscher Streitkräfte an Ausbildungsmission in Somalia
JA
03.04.2014
Minderheitenrechte im Bundestag
JA
13.03.2014
Kennzeichnungspflicht von Gen-Honig
NEIN
21.02.2014
Diätenerhöhung
JA
21.02.2014
Gesetz zur Strafbarkeit von Abgeordnetenbestechung
JA
20.02.2014
Fortsetzung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
20.02.2014
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Mali
JA
30.01.2014
Anbau von Genmais in der EU verhindern
enthalten
29.01.2014
Fortsetzung des Patriot-Einsatzes in der Türkei
JA
29.01.2014
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
JA
28.11.2013
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Südsudan (UNMISS)
JA
28.11.2013
Verlängerung des Darfur-Einsatzes (UNAMID)
JA
Fragen an Thomas Hitschler
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
01.03.2017
Von:

Sehr geehrter Herr Hitschler,

einer Pressemitteilung der GiB (Gemeingut in Bürgerhand) vom 28. Februar zufolge, hat die Bundesregierung eine Stellungnahme des Bundesrates, in der die Länder zu der vorgeschlagenen Grundgesetzänderung siebzig Änderungen einforderten, vollständig zurückgewiesen. Weiter heißt es: "Die Autobahnprivatisierung soll jetzt durchgeboxt werden, koste es was es wolle.". Weshalb ist es notwendig, die durch Steuern finanzierte öffentliche Infrastruktur an die Finanzindustrie zu verscherbeln?
Antwort von Thomas Hitschler
bisher keineEmpfehlungen
06.03.2017
Thomas Hitschler
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Kurz gesagt, halte ich es ebenfalls nicht für notwendig, die Verkehrsinfrastruktur in private Hände zu geben. Daher wird im Parlament derzeit intensiv über die vorgelegten Pläne der Bundesregierung über eine Verkehrsinfrastrukturgesellschaft diskutiert.

Ich bin der Meinung, dass eine solche Gesellschaft, wenn sie denn kommt, auf keinen Fall die Form einer GmbH oder gar einer AG haben darf. Wenn, dann sollte es eine Gesellschaft des öffentlichen Rechts werden.

Noch bin ich aber nicht von der generellen Notwendigkeit einer solchen Gesellschaft überzeugt.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantworten konnte und stehe gerne, auch direkt unter thomas.hitschler@bundestag.de , als Ansprechpartner zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Hitschler
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.03.2017
Von:

Sehr geehrter Herr Hitschler,

die türkische Regierung hat 30 weitere Veranstaltungen zur Werbung für das umstrittene Verfassungsreferendum in der Türkei in Deutschland geplant.
Wir - die Bürger unseres Landes - mussten uns bei den beiden bereits stattgefundenen Veranstaltungen als Nazis beschimpfen lassen, es wurde teilweise für die Einführung der Todesstrafe in der Türkei geworben, Herr Erdogan hat mit einem Aufstand gedroht, sollte man ihn in Deutschland nicht reden lassen. Bei einer Veranstaltung dieser Art wurde ein Journalist von türkischen Teilnehmern tätlich angegriffen.
Zur aktuellen Situation der Freiheits- und Menschenrechte, der Meinungsfreiheit und der Unagbängigkeit der Justiz in der Türkei muss nichts mehr gesagt werden.

Nun gibt der § 47 Aufenthaltsgesetz unseren Ausländerbehörden ein wirksames Instrument der Untersagung dieser geplanten "Wahlwerbeveranstaltungen" an die Hand. Insbesondere die Bestimmung des § 47, Abs. 1, Ziff. 1 ist dafür gut geeignet:
"Die politische Betätigung eines Ausländers kann beschränkt oder untersagt werden, soweit sie ... die politische Willensbildung in der Bundesrepublik Deutschland oder das friedliche Zusammenleben von Deutschen und Ausländern oder von verschiedenen Ausländergruppen im Bundesgebiet, die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder sonstige erhebliche Interessen der Bundesrepublik Deutschland beeinträchtigt oder gefährdet"
Und mindestens die öffentliche Sicherheit und Ordnung wird durch diese Veranstaltungen beeinträchtigt!
Wie ist Deine Position zu entsprechenden Verboten und würdest Du die Ausländerbehörden Deines Wahlkreises ermuntern, solche Verbote auszusprechen?

Freundliche Grüße
Antwort von Thomas Hitschler
bisher keineEmpfehlungen
14.03.2017
Thomas Hitschler
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich finde die gegenwärtige Entwicklung in der Türkei besorgniserregend. Ein Land, mit dem uns ein langjährige Partnerschaft in der NATO und eine jahrzehntelange Freundschaft verbinden, ist auf einem Weg, der weg von Freiheit und Demokratie führt.

Ich glaube aber nicht, dass ein generelles Verbot öffentlicher Auftritte ausländischer Regierungsmitglieder in Deutschland eine gute Antwort auf die türkische Frage wäre. Ich sehe darin nämlich eine schwere Einschränkung von Artikel 5(1) des Grundgesetzes, der die Meinungsfreiheit garantiert. Es wäre unklug, wenn wir auf der einen Seite mehr Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Meinungsfreiheit in der Türkei fordern, auf der anderen Seite aber unsere eigenen Gesetze großzügig auslegen, um den öffentlichen Auftritt von Präsident Erdogan zu unterbinden. Diese Argumentation kann man selbstverständlich auch umkehren und von Präsident Erdogan die Rechtstaatlichkeit einfordern, die er für Mitglieder seiner Regierung im Ausland beansprucht.

Ihr Hinweis auf §47(1) AufenthG ist sehr interessant. Die Anwendung würde meiner Ansicht nach aber an der Immunität der türkischen Regierungsmitglieder, die ihnen nach Maßgabe des Wiener Übereinkommens über konsularische Beziehungen vom 24. April 1963 zusteht, scheitern. Es gibt in unserem Rechtstaat aber bewährte Regeln und Verfahren, wie öffentliche Auftritte ausländischer Staatsangehöriger unter Beteiligung deutscher Behörden und Ministerien organisiert werden. Und wir dürfen durchaus erwarten, dass die türkische Regierung diese Regeln respektiert und einhält. Über private Vereine Säle anzumieten und dort ohne weitere Rücksprache Vertreter von ausländischen Regierungen auftreten zu lassen, zeugt nicht von Respekt. In solchen Fällen sollte man die Auftritte, im Rahmen geltenden Rechts, in der Tat untersagen.

Übrigens arbeitet der Deutsche Bundestag aktuell bereits an einer Gesetzesänderung, die indirekt durch Präsident Erdogan angestoßen wurde. Dabei handelt es sich um die Streichung von § 103 StGB, die besondere Strafbarkeit der Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten. Sie erinnern sich sicherlich an den Rechtstreit zwischen Herrn Erdogan und dem Komiker Jan Böhmermann. Dieser Paragraph wird nun voraussichtlich zum 1. Januar 2018 wegfallen. Kurz darauf eine weitere von ihm verursachte Rechtsänderung anzustreben, würde Präsident Erdogan wirklich zu viel Einfluss auf unsere Gesetzgebung einräumen.

Die Lage in der Türkei werde ich aber weiter kritisch betrachten. Ich halte es auch für vertretbar, Herrn Erdogan an seinen eigenen Ansprüchen, etwa was Meinungsfreiheit betrifft, zu messen. Ich hoffe, dass sich die gegenwärtige Entwicklung in der Türkei wieder umkehren wird.
Bis dahin wird die deutsch-türkische Freundschaft sicher merklich abkühlen. Abbrechen lassen sollten wir sie aber nicht. Denn Brücken sind schwerer zu bauen als Mauern.

Denn ich habe auch Vertrauen in die Vernunft unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger mit türkischen Wurzeln. In Berlin haben beispielsweise am Wochenende 300 türkischstämmige Menschen vor der niederländischen Botschaft demonstriert. Ihnen stehen 200.000 türkischstämmige Berlinerinnen und Berliner gegenüber, die dies nicht getan haben.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen damit beantworten konnte und stehe Ihnen gerne auch direkt unter thomas.hitschler@bundestag.de als Ansprechpartner zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Hitschler, MdB
X
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Frage zum Thema Gesundheit
12.04.2017
Von:

Guten Tag, Herr Hitschler! Was seit vorgestern (Mo, 10.04.) am Himmel über Rhodt abgeht, spottet jeder Beschreibung. Stundenlang, ohne nennenswerte Pausen, verursachen Düsenjäger einen unglaublichen Lärmterror. Bitte klären Sie mich auf, wer da am Himmel rumtobt und warum das kein Politiker in Rheinland-Pfalz abstellen kann.
MfG
Antwort von Thomas Hitschler
1Empfehlung
10.05.2017
Thomas Hitschler
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte sehen Sie es mir nach, dass ich nicht sofort geantwortet habe. Der Sorgfalt halber habe ich im Bundesverteidigungsministerium nachgehört und mir schildern lassen, welche militärischen Flüge am 10. April über Rhodt stattgefunden haben.

Laut den mir vorliegenden Informationen waren an diesem Tag zwölf Kampfflugzeuge der US Air Force und der Luftwaffe gemeinsam bei Ausbildungs- und Übungsflügen unterwegs. Hierbei handelte es sich um eine Nutzung des so genannten "Temporary Reserved Airspace LAUTER", also eines Luftraums der vorrübergehend für militärische Überflüge reserviert werden kann.

Nach den Angaben des Ministeriums finden normalerweise pro Monat zwei bis drei militärische Überflüge über Rhodt statt. Diese besondere Belastung für die Südpfalz ist mir, auch als Anwohner, seit langem bekannt. Daher stehe ich in ständigem Kontakt mit dem Ministerium und werde mich auch weiterhin für eine Reduzierung der Belastung für die Menschen in der Südpfalz einsetzen.

Schon jetzt hat das Ministerium reagiert und mir mitgeteilt, man bemühe sich, die Lärmbelastung gleichmäßig im gesamten LAUTER-Gebiet zu verteilen, damit nicht einzelne Gemeinden überdurchschnittlich belastet würden. Außerdem wurde die Mindestflughöhe bei den Überflügen zeitweise angehoben, um die Lautstärke zu reduzieren.

Ich möchte Sie aber bitten, mich weiterhin über überdurchschnittliche Lärmbelastung durch militärische Flugzeuge zu informieren. Auch für andere Fragen stehe ich gerne direkt unter thomas.hitschler@bundestag.de zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Hitschler
X
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Frage zum Thema Arbeit
15.04.2017
Von:

Sehr geehrter Herr Hitschler,

in einem Flyer der AfA fand an einem INFO-Stand der SPD in Landau u.a. den Satz:
"Wir wollen verbindliche Tariftreueregelungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge."

Daraus ergeben sich für mich weitergehende Fragen:

Ich nehme an, es handelt sich neben den verschiedenen Tarifvereinbarungen auch um den Vergabemindestlohn.
Fragen zur Vergabepraxis: Soll die beabsichtigte Einführung eines Wettbewerbsregisters die Kontrolle der Tariftreueregelung mit beinhalten oder wie soll Tariftreue vor der Vergabe geprüft werden? Wie sollen Umgehungen der Tariftreue nach der Vergabe durch nachträgliche Einbindung von ausländischen Nachunternehmen behandelt werden?
Antwort von Thomas Hitschler
bisher keineEmpfehlungen
15.05.2017
Thomas Hitschler
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zur Tariftreue. Nach § 128 Abs. 1 GWB haben Unternehmen bei der Ausführung des öffentlichen Auftrags alle für sie geltenden rechtlichen Verpflichtungen einschließlich für allgemein verbindlich erklärte Tarifverträge einzuhalten. Bei einem Verstoß gegen einen bindenden Tarifvertrag kann ein Auftraggeber das Unternehmen von der Teilnahme am Vergabeverfahren ausschließen (fakultativer Ausschlussgrund gemäß § 124 Absatz 1 Nr. 1 GWB).
In das künftige Wettbewerbsregister sollen besonders gravierende Fälle eingetragen werden, in denen Verurteilungen wegen Straftaten oder Bußgeldbescheide wegen Ordnungswidrigkeiten ergangen sind, damit als Eintragungsvoraussetzung eine objektiv nachprüfbare Entscheidung vorliegt. Daher werden beispielsweise Bußgeldbescheide, die wegen Verstoßes gegen das Mindestlohngesetz oder gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ergangen sind, in das Wettbewerbsregister eingetragen.

Keine Eintragung erfolgt für Verstöße, zu denen keine Bußgeldentscheidung ergeht, wie zum Beispiel bei Verstößen gegen Tarifverträge. Hier sieht das Tarifvertragsrecht andere Möglichkeiten vor, wie sich betroffene Beschäftige wehren, bzw. ihre Ansprüche geltende machen können. Zur Sicherstellung der Tariftreue kann der Auftraggeber allerdings vor der Vergabe des öffentlichen Auftrags von den Bewerbern und Bietern verlangen, dass sie eine Eigenerklärung zur Tariftreue abgeben.
Auch für Unterauftragnehmer aller Stufen gilt gemäß § 36 Absatz 4 der Vergabeverordnung der Grundsatz nach § 128 Absatz 1 GWB, wonach Unternehmen bei der Ausführung des öffentlichen Auftrags alle für sie geltenden rechtlichen Verpflichtungen einhalten müssen.

Um zu verhindern, dass ein Unternehmen bindende Tarifverträge umgeht, indem es etwa nicht an Tarifverträge gebundene Nachunternehmen beauftragt, kann der Auftraggeber wie folgt vorgehen:

Erstens kann der Auftraggeber die Unternehmen auffordern, bei der Angebotsabgabe die Teile des Auftrags, die sie an Nachunternehmen vergeben wollen, sowie - falls zumutbar - die Unterauftragnehmer zu benennen.

Zweitens kann er, wenn bei einem Unterauftragnehmer ein fakultativer Ausschlussgrund wie beispielsweise Verstöße gegen Tarifverträge vorliegt, verlangen, dass der Nachunternehmer ersetzt wird.

Und wenn Auftraggeber sicherstellen wollen, dass sie auf nach der Vergabe eines öffentlichen Auftrags begangene Verstöße gegen die Tariftreue angemessen reagieren können, können sie drittens in den Vertragsbedingungen auch Kündigungsrechte und ähnliche Maßnahmen vorsehen.

Ich möchte nicht, dass Subunternehmer zu Auftragsnehmern zweiter Klasse werden. Deswegen begrüße ich die vorliegende Regelung und werde mich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass Tarifverträge eingehalten werden und wir einen fairen Wettbewerb haben.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen damit beantworten konnte und stehe auch künftig, gerne direkt über thomas.hitschler@bundestag.de , als Ansprechpartner zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Hitschler
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